Lese-Monat November

Mein Lese-Monat November:

Dörte Hansen – Zur See (Print und Hörbuch) Mein Jahreshighlight! Eine ordentliche Lobeshymne folgt noch. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Kris Brynn – A.R.T. – Coup zwischen den Sternen. Spannender Kunstraub-Krimi im All. Ordentliche Rezension dazu folgt noch. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Helmut Krausser – Einsamkeit und Sex und Mitleid (Hörbuch) Der Name ist Programm, alles sehr trostlos, distanziert und die Figuren sind mir egal. Das Hörbuch habe ich zwar ganz gehört, aber es gefiel mir nicht. ⭐️⭐️⭐️

Albert Camus – Die Pest (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Eoin Colfer – Tim und das Geheimnis von Knolle Murphy ⭐️⭐️⭐️⭐️ Bücherei-Geschichte für Kinder, sehr lustig.

Cho Nam-Joo – Kim Jiyoung, geboren 1982. Abgebrochen. Das Ding ist inhaltlich weder neu noch originell. Sprachlich kann es auch nichts, alles ist im Telling. Distanziert und langweilig.

London-Jahrestag

Heute ist London-Jahrestag.
Heute vor vier Jahren ist mein erster Liebesroman erschienen und ich bin immer noch stolz drauf. Das hat Spaß gemacht, mal richtig ins Zuckerwatte-rosa einzutauchen und was ganz eigenes draus zu machen. 😍

London in Love

Ein emotionaler Roman über die Liebe auf den zweiten Blick. Vor der grandiosen Kulisse Londons.

Betrogen. Gelangweilt. Endstation?
Das will London erst einmal sehen und ergreift die Flucht nach vorn. Sie geht für ein Jahr in die Stadt, der sie ihren Vornamen verdankt. Damit kehrt sie sowohl ihrem treulosen Freund als auch der Enge ihrer schwäbischen Heimat den Rücken.
Neue Stadt, neue berufliche Herausforderung – aber doch bitte keinen neuen Mann! Das hat London jedenfalls nicht auf dem Plan. Die Wunden ihrer letzten Beziehung sind noch zu frisch, sie will nicht wieder verletzt werden. Doch als sie nach einem One-Night-Stand gefragt wird, sieht sie darin die Chance, es ihrem Exfreund heimzuzahlen. Wird die Rechnung aufgehen oder zahlt sie am Ende selbst einen zu hohen Preis?

Bände der In-Love-Reihe:

Band 1: From Spring to Winter – London in Love
Band 2: Kein Navi für die Liebe – Nina in Love
(beide Bände sind in sich abgeschlossen)

Herbstlese

Herbstlese

Die Buchhandlung vor Ort ermöglicht es, Dinge zu finden, die man nicht gesucht hat, von denen man nicht wusste, dass man sie braucht oder will. Es bedeutet auch, überrascht zu werden, Neues zu entdecken, neugierig zu bleiben und mal unverbindlich seine Nase in Sachen zu stecken, die man sonst nur skeptisch beäugen würde. Und mit „man“ meine ich mich. Ich hab nämlich festgefahrene Gewohnheiten, ich gehe nicht gern abseits meiner gefestigten Pfade, und Neues, ach, das sollen mal andere. Ich weiß doch was ich mag.

Herbstlese, das bedeutet, dass Lena und Bianka und Ursula ihre Lektüre der letzten Wochen vorstellen, zehn Bücher insgesamt, und ich dann fünf davon auf meine Will-ich-haben-muss-ich-lesen-Liste setze. Bücher, die ich ohne diese Empfehlung vermutlich nicht in die Hand genommen hätte.

(Ich habe ja die Devise, dass ich alle Bücher, die ich geschenkt bekomme, auch lese. Einfach aus Respekt vor dem Schenker. Schließlich hat sich der- oder diejenige die Mühe gemacht ein Buch für mich auszusuchen, das vielleicht sogar einzupacken und dann zu mir zu tragen. Da kann ich das ja gefälligst lesen. Einmal war´s ein Buch über das Fliegenfischen, ich gebe zu, das war ein bisschen trocken, das war zäh und meine Dankbarkeit kennt seither Grenzen. Aber es geht ums Prinzip. Jedenfalls. Durch die Schenkerei habe ich schon manche Perle entdeckt, die mir sonst verborgen geblieben wäre. Und das ist sehr schön.)

Schön war´s und interessant und inspirierend. Ich hätte „Kummer aller Art“ beinahe noch mal gekauft, weil Lena das so herzlich empfohlen hat. Dabei hab ich das ja schon zwei Mal durch. 🙂

Lese-Monat Oktober

Lese-Monat Oktober 2022

Ich war wieder viel auf der Autobahn unterwegs, deshalb habe ich wieder einige Hörbücher ratzfatz weggehört. Da waren schöne Sachen dabei. 

Jasmin Schreiber – Marianengraben ⭐️⭐️⭐️

Plusquamperfekt und konstruierter Kitsch. Ich habe es zwar fertig gelesen, aber schön war das nicht. 

Christian Schärf – Schreiben Tag für Tag ⭐️⭐️⭐️⭐️

Ein Ratgeber zum Thema Tagebuch-schreiben. Das Buch bekommt hier im Blog die Tage noch eine eigene Rezension. Ausführlich und so. 

Ferdinand von Schirach – Kaffee und Zigaretten (Hörbuch gelesen von Lars Eidinger) ⭐️⭐️⭐️⭐️

Die Melancholie des Textes mit der Stimme von Lars Eidinger ergibt eine vertonte Depression. Ich habe mich dann beim nächsten Schirach-Buch dazu entschlossen, es selber zu lesen. 

Harry Mulisch – Die Entdeckung des Himmels (Hörspiel) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Sehr toll. 

Schirach – Nachmittage ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Dazu habe ich schon eine ausführliche Rezension im Blog geschrieben. [Hier]

Stephen King – Nachtschicht (Hörbuch gelesen von Joachim Kerzel) ⭐️⭐️⭐️⭐️

Kurzgeschichtensammlung. Ganz gut, aber lange nicht so gelungen wie seine Romane. 

Christian Liederer – Thomas Mann Leben und Werk (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️

Dank der Analyse der einzelnen Werke hatte ich noch ein paar Aha-Momente. Besonders beim Zauberberg. 

Elke Heidenreich – Kolonien der Liebe (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️

Kann ich immer wieder gut hören/lesen. Gute Unterhaltung für Zwischendurch. 

Nachmittage

Nachmittage von Ferdinand von Schirach

Ausgelesen: Nachmittage

Ich habe einen Schnipsel einer Lanz-Sendung gesehen. Markus Lanz las einen Satz aus dem Buch #Nachmittage Es ging darum, was man einem Fremden, in einer Bar spätabends erzählen kann. Normalerweise schaue ich kein ZDF, kein Lanz, ich bin nicht solche Leute. Aber dieser eine Ausschnitt war so wunderbar, dass ich das Buch gleich haben musste. Und ich wurde nicht enttäuscht. Wobei, beinahe schon. Wenn Schirach als Ich-Erzähler auftritt, dann schreibt er ganz wunderbare Sätze, selbst wenn der Inhalt der Geschichte harter Tobak ist, das ist trotzdem unfassbar gut. Ich habe viel unterstrichen. Dann trifft er jemanden, erzählt dessen Geschichte nach, ohne Schnörkel, fast plump im Telling. Ich bemerke das, wundere mich, bin aber dennoch fasziniert und muss dran bleiben.
Wenn man ohne Mühe durch einen Text hindurch schwimmt, wenn man mitfließt, dann ist er in meinen Augen gut gelungen. „Nachmittage“ fühlt sich an, als ob ich mit jemandem in einem Café gesessen und ein gutes, intensives Gespräch geführt hätte. Ich war da beteiligt; „Wir wissen voneinander“. Da ist Melancholie drin und Tiefe, obwohl es nur kurze Texte sind, die augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben, und doch ineinander fließen, ich bleibe bei meinem Bild: Tinte in Wasser. Ich habe das sehr, sehr gerne gelesen, Ferdinand von Schirach habe ich jetzt auf dem Schirm, von dem will ich mehr lesen. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ferdinand von Schirach
Nachmittage
Luchterhand

Lese-Monat September

Caro mit ihrem September-Stapel

Joanna Penn – Mindset für Autoren (eBook) 

Dieses Sachbuch mag für Anfänger gut geeignet sein. Wenn man wie ich schon ein paar Ratgeber gelesen hat, dann ist da wenig Neues dabei. Es liest sich locker-leicht, die Autorin ist mir sehr sympathisch, sie greift auch schwierige Themen auf, sie spart auch das liebe Geld nicht aus. Das wird ja gern mal vernachlässigt, weil wie arbeiten ja nur für die persönliche Erfüllung, für den Traum von Berühmtheit, um sagen zu können: „Ich habe ein Buch geschrieben.“ *zwinki zwonki* Reicht ja dann auch, gell.

Veröffentlichen, vermarkten, gelesen werden; das steht ja alles auf einem anderen Blatt. Joanna Penn versucht das alles abzudecken, mir persönlich ist die Abwicklung der Themen aber an manchen Stellen zu oberflächlich. Vor zehn Jahren hätten alle diese Infos eine andere Wirkung auf mich gehabt. ⭐️⭐️⭐️⭐️

Daniel Kahneman – Schnelles denken, langsames denken (Hörbuch)

Gelesen von Jürgen Holdorf. Mit diesem Hörbuch habe ich Wochen verbracht, jeden Tag 10 bis 15 Minuten. Ich habe mich schon oft gefragt, warum ich in manchen Situationen blitzschnell reagiere und in anderen langsam wie eine Schnecke bin. Und warum kann ich das nicht steuern? Beeinflussen? Daniel Kahneman hat es mir erklärt, sehr ausführlich und so, dass ich es auch verstehe. System 1 und 2 arbeiten einfach sehr unterschiedlich. Allerdings ist die Flut an Infos und Erklärungen so gewaltig, dass ich mein tägliches Hör-Pensum auf maximal 15 Minuten reduziert habe. Damit ich auch Zeit habe alles sacken zu lassen, zu verstehen, darüber nachzudenken. Es ist unheimlich spannend den Erklärungen, Studien und Experimenten zu folgen, die erklären, warum wir denken was wir denken und wie wir zu den Entscheidungen kommen, die wir treffen. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Coppenrath – Am Alter vorbei geht auch ein Weg

Das ist so ein kleines Geschenke-Buch, dass zu jeder Gelegenheit passt. Nun bin ich nicht ganz objektiv, weil da eine Kurzgeschichte von mir drin ist. Ich habe das Büchlein gelesen, ich muss ja wissen, mit wem ich da zusammen veröffentlicht wurde, und mit wem ich mir den Platz teile. 😉 Da waren herrliche Geschichten drin, ich habe ein paar mal herzlich gelacht und mich auch wieder erkannt. Ich bin in guter Gesellschaft, da fühle ich mich wohl. Ich empfehle dir also Kurzgeschichten für Bus und Bahn und Wartezimmer – oder wo auch immer du Zeit findest für eine kleine Auszeit. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Katharina Hartwell – Das schwebende Schiff

Das ist Band 3 der Silbermeer-Saga. Der Abschluss der Reihe ist gelungen, ich bin zufrieden damit. Aber ich habe es auch kommen sehen, ich bin also wenig überrascht. Braucht es das? Ein überraschendes Ende? Vermutlich nicht. Die Geschichte war spannend und gleichzeitig absehbar, es war ein großes Lesevergnügen, es war aber auch Arbeit. Sprachlich holperte es immer wieder, ich fand die Satzstellung viele Male merkwürdig, musste zurück an den Anfang, nochmals lesen, überlegen, ob ich das jetzt alles verstanden habe… diese Stolpersteine rissen mich aus dem Lesefluss. Es war also unrund und eckig, und dann wieder sehr besonders – so, wie ich es aus den vorangegangenen Büchern kenne.

Ich tauche hier ein, in eine ganz andere Welt, der Kartenmacher hat einen guten Fächer auf den Tisch gelegt, ich habe das schon kapiert. Aber, es wäre auch leichter gegangen, für alle Beteiligten. Der Schluß war unnötig lang. Es war eine unglaubliche Reise, der erste Band gefiel mir am Besten. Die Geschichte ist komplex und verwirrend, man muss sich als LeserIn mühe geben, mitdenken. Das ist an sich was Gutes. Ich muss mich ein bisschen recken und strecken um mithalten zu können, mir wird nicht alles vorgekaut auf einem Tablett serviert, ich schätze das. Wenn ich selber denken darf. Das ist alles nichts schlechtes, nur war es (mir) teilweise zu viel.

Eddas Welt, aus der Feder von Katharina Hartwell, war so ganz anders, als alles was ich bisher gelesen habe. Sehr besonders, spannend und ungewöhnlich, ich bin völlig abgetaucht. Und ich will die Geschichte mögen, alle Figuren, alle Inseln, selbst wenn mir nicht JedeR sympathisch ist, selbst wenn sie in ihr Unglück rennen.

Vielleicht muss ich es nochmal lesen, mich nochmal drauf einlassen, manchmal braucht es einen zweiten Blick um alles zu verstehen, zu sehen. ⭐️⭐️⭐️⭐️

Jim Dodge – Fup

Den Roman habe ich schon an anderer Stelle rezensiert. HIER. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Haruki Murakami – Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede (Hörbuch) 

Ich muss gestehen, dass ich noch keinen Roman von Haruki Murakami gelesen habe. Ich habe keine Ahnung was er so schreibt. Ich bin beim stöbern über dieses Hörbuch gestolpert. Joggen und Schreiben. Ich dachte, das sind doch meine Themen, dass muss gut werden. Ich habe schon viele Sportarten ausprobiert, aber das Joggen ist mir von allen die Liebste, und auch diejenige, die ich am längsten praktiziere. Keine Langstrecken, nein. Ich renne eine Stunde, die Kilometer und die Zeit sind mir herzlich egal. Mich interessierte, was Murakami zu diesen Themen zu sagen hätte, wie er das verbinden würde. Und auch, ob das für mich dann einen Mehrwert hat. Dieses Buch wird bei den Biografien gelistet, bei den Sachbüchern. Dabei ist es eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit dem Rennen, mit dem, was man körperlich leisten kann und will. Schreiben ist einem Langstreckenlauf nicht unähnlich. Das habe ich gleich kapiert. Dieses Buch ist nicht bei den Schreibratgebern gelistet und dennoch habe ich den Eindruck, jemandem, der sein Handwerk beherrscht (und dabei sehr bescheiden ist) über die Schulter geschaut zu haben. Ich fühle mich gesehen, verstanden, ich habe viel gelernt, ich teile viele seiner Ansichten – zum Laufen und zum Schreiben. Ich weiß nicht, wie interessant das alles ist für Menschen, die weder rennen noch schreiben. Ich sehe es als Ratgeber für ein gutes Leben: Körperlich und geistig in Bewegung bleiben. Ich wünsche mir das bis ins hohe Alter. Und nun muss ich die Bücherei plündern und alle Murakami-Hörbücher heim tragen. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Thomas Mann – Buddenbrooks (Hörspiel)

Als Printbuch, also selber lesend, fand ich es langweilig. Vor vielen Jahren habe ich diesen Roman abgebrochen. Damals hatte ich keinen Blick für die präzise Sprache, für die Bilder, die er erzeugt. Das ging alles an mir vorbei. Doch das Hörspiel begeistert mich sehr, ich hab die ganze Zeit den Eindruck, dass ich da viel lernen kann. Ich hatte erwartet, dass der Roman, also Thema und Sprache, altbacken ist und geschwollen. Jetzt, dank des Hörspiels, habe ich einen Zugang zur Handlung und zur Schönheit der Sprache. Jetzt verstehe ich endlich, was Thomas Mann da gemacht hat. Und: Es wird nicht mein letztes Hörspiel sein. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Hannah Arendt – Die Freiheit, frei zu sein (Hörbuch)

Gelesen von Sandra Schwittau. Das ist auch eins der Bücher, dass ich mehrfach lesen (hören) muss, bis ich alles geschnallt habe. Keine Ahnung, wie andere Leute das machen, ob die gleich „Aha!“ sagen. Ich muss mir, nach einem Sachbuch immer die Zeit nehmen, alles in Ruhe zu durchdenken. Dank Daniel Kahnemann weiß ich, mein Sytem 2 arbeitet grad auf Hochtouren. Das mit der Freiheit ist gar nicht so einfach. Hannah Arendt erklärt hier Begriffe wie Krieg, Revolution, Freiheit. Was ist das, wie geht das? Ja, wie? ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Lese-Monat September

Jim Dodge – Fup

Fup. Fup Duck. Fucked up.

Jim Dodge – Fup

Ist das der Inhalt des Buches? Ja. Und Nein. Tiny, der natürlich gar nicht klein ist, landet nach dem Tod seiner Mutter bei seinem Großvater. Granddaddy Jake ist schon weit über 80 Jahre alt und besitzt DAS Rezept für Whisky. Ol´ Death Wisper macht unsterblich – sofern man den Genuß dieser Plörre überlebt. Und diese Zwei finden eine Ente, die nicht fliegen kann. Das ist alles ziemlich fucked up. Am Schluß ergibt das dann eine allgemeingütlige Folklore – ein Lehrstück über das Leben. Und den Tod auch.

Ich weiß nicht mehr, wer mir das Buch empfohlen hat, ich würde mich ja artig bedanken, aber ich erinnere mich nicht, wer mir dieses Buch ans Herz gelegt hat. Vermutlich ist es auch egal, denn es wurde von Harry Rowohlt übersetzt und wenn irgendwo HR draufsteht, dann muss ich es haben. Alte Regel. Dieser Roman wäre also über kurz oder lang eh bei mir gelandet.

Ich glaube, ich muss das Geschichtchen noch mal lesen, beim ersten Druchgang bin ich so durchgehuscht, ich wollte wissen wie es weiter geht, wie das ausgeht mit Tinys Zäunen, mit der Jagd auf das Wildschwein, und die Aufzucht von Fup. Vielleicht muss ich es auch noch als Hörbuch kaufen, auch wenn ich den ollen Harry-Bär beim Lesen brummeln und maucheln höre. Besser, ich lasse mir noch mal Zeit, genieße das alles, wie ein Glas Whisky. Schön auf der Zunge hin und her schieben, jedes Wort, jede Nuance. Es sind ja immer die Details. Und die Details finde ich sehr großartig.

Tiny und Jake sind sehr unterschiedlich, aber in jeder Handlung, in jedem Satz wird die Zuneigung deutlich: Man muss den jeweils anderen nicht zusammen klopfen, bis er irgendwo rein passt. Die beiden passen nirgends hin, vermutlich fügt sich Fup deshalb so gut in diesen Haushalt ein. Der eine ist klein und ein bisschen grattlig und der andere ist groß und ganz zart und wenn man ein Enten-Ei findet, dann rettet man das, ganz klar.

Ich schenk mir noch mal ein. Willst du auch ein Gläschen Ol´ Death Wisper? Das bringt die Pumpe in Schwung.

  • Jim Dodge – Fup
  • Roman, Pieper Verlag
  • Illustrationen: Atak
  • Übersetzung: Harry Rowohlt
  • 128 Seiten
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3492044929

Lese-Monat August

Mein Lese-Monat August

Das war mein Lese-Monat. Ich habe ja schon ein paar der Bücher rezensiert. Ich würde gern noch was zu „Quiet Girl“ schreiben, aber dafür brauche ich mehr Zeit. Nur soviel: Ich fühle mich gesehen, verstanden.


Das Reportagen-Heft wäre soweit in Ordnung, rein inhaltlich. Aber das Layout der Zeitschrift ist so schlimm, dass es mir nicht möglich ist, dass bequem und mit Genuss zu lesen. Meine Legasthenie kickt da voll rein. Ich muss alles über und unter meiner aktuellen Lese-Zeile mit einem Blatt Papier abdecken, damit ich überhaupt lesen kann, was da steht. Ansonsten sehe ich da nur hüpfenden Buchstabensalat, das ist anstrengend und sehr, sehr unschön. Schade, wir werden keine Freunde. 

  • Hanns-Josef Ortheil – Schreiben über mich selbst ⭐️⭐️⭐️ [Link: Rezension]
  • Dr. Anne Fleck – Energy! ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Michael Morpurgo – Der Leuchtturmwärter und ich ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ [Link: Rezension]
  • Charlotte Blum – Das Fräulein vom Amt (eBook) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ [Link: Rezension]
  • Alexandra Stross – Natürliche Darmsanierung ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Debbie Tung – Quiet Girl ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Reportagen 62/2022 
  • QWERTZ 2/2022

Was hast du gelesen? Erzähl´s der Caro. 🙂

Der Leuchtturmwärter und ich

Cover: Der Leuchtturmwärter und ich

Ein Leuchtturm, ein bruttliger Wärter und ein verletzter Puffin – dieses Buch hat meiner Meinung nach alles, was eine schöne Geschichte braucht. Steffi, von „Nur Lesen ist schöner“ hat dieses Büchlein in ihrem Blog vorgestellt und eigentlich hatte sie mich schon am Haken, als das Wörtchen „Leuchtturm“ fiel. Denn, wenn ein Leuchtturm auf einem Buch drauf oder drin ist, dann muss ich es haben. Alte Regel. 

Titelseite: Der Leuchtturmwärter und ich

Nun ist dieses hier obendrein noch ganz zauberhaft illustriert, mein kleines Leuchtturmwärterinnen-Herzle ist sehr zufrieden. Als ich nach dem Buch bzw dem Auto suchte, stellte ich erstaunt fest, dass Werke wie „Gefährten“ aus seiner Feder stammen und ich damit vertraut bin. Das bedeutet, ich kenne und schätze den Autor schon lange, ohne es zu wissen. Das muss man auch erst mal hinkriegen. 😉 Ich habe überprüft, was ich schon gesehen und/oder gelesen habe, und nach dieser kleinen Recherche musste „Elefantenwinter“ auch noch auf meine Lese-Liste. Ganz klar. 

Inhalt:

Ein kleiner Junge erleidet mit seiner Mutter Schiffbruch. Direkt vor den Scilly-Inseln. Benjamin Postlethwaite, der Leuchtturmwärter wagt sich mit einem kleinen Boot hinaus und rettet 30 Männern, Frauen und Kindern das Leben. Der Junge erzählt seine Lebensgeschichte, er beginnt mit diesem Ereignis, im Präsenz, schnörkellos und schlicht. Nachdem er diese prägende Nacht überlebt hat, muss er immer wieder an den Leuchtturmwärter auf Puffin Island. Egal, wo es ihn hin verschlägt – er befindet sich im übertragenen Sinn immer noch auf hoher See, wird immer noch von den Wellen hin und her geworfen und sehnt sich nach der Ruhe und Geborgenheit zurück, die er im Leuchtturm von Benjamin Postlethwaite gefunden hat. Seine Briefe bleiben unbeantwortet, seine Gedanken wandern immer wieder zu Benjamin. Viele Jahre später kehrt er zurück und dann braucht ein anders, armes Geschöpf Hilfe und Obhut. Ein Papageientaucher hat sich das Füßchen gebrochen. Ben und der Junge, der inzwischen erwachsen ist, pflegen ihn gesund. Die drei helfen sich gegenseitig, der kleine Puffin will fliegen, Ben will Gesellschaft und der Junge, will Künstler werden. Das Leben tost, die Wellen schlagen hoch, das ist alles gar nicht so einfach. 

Puffin mit gebrochenem Fuß

„Der Leuchtturmwärter und ich“ ist eine zeitlose Geschichte, die zum mehrfachen wieder-lesen einläd, weil die emotionale Wahrheit darin ganz einfach ist: Wir brauchen alle hin und wieder einen Ort, wo wir ausruhen und gesunden können. ★★★★★

  • Michael Morpurgo
  • Der Leuchtturmwärter und ich
  • Illustriert von Benji Davies
  • Aus dem Englischen von Hennig Ahrens
  • Magellan
  • 120 Seiten
  • Ab 8 Jahren
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3734841095

Doppelseite aus dem Buch. Ben, der Junge und der verletzte Papageientaucher

Mein Lese-Monat April

Lese-Monat April: Schreibratgeber, Der dunkle Turm, Horst Evers und der Hobbit

  • Hanns-Josef Ortheil – Schreiben dicht am Leben ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Horst Evers – Wer alles weiß, hat keine Ahnung (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • J. R. R. Tolkien – Der Hobbit (Hörbuch gelesen von Gert Heidenreich) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Stephen King – Schwarz (Der dunkle Turm Band 1) Hörbuch gelesen von Vittorio Alfieri ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich war die letzten Wochen so mit dem neuen Manuskript beschäftigt, dass ich kaum zum Lesen gekommen bin. Daher sind in meiner Liste eigentlich nur Hörbücher, die ich auf der Autobahn konsumiert habe. Ich hoffe, ich komme diese Woche noch dazu im Blog jeweils eine vernünftige Rezension zu schreiben. Den Schreibratgeber möchte ich herzlich empfehlen und „Schwarz“ habe ich in einer überarbeiteten, erweiterten Fassung gehört. Ich las den Roman vor… puh 15 Jahren? Vielleicht ist es sogar länger her. Dennoch glaube ich, dass die Überarbeitung dem Buch gut getan hat. Ich hatte die Story unter „experimentell“ abgespeichert und dachte damals: „Krass, der gute Herr King hat selber keine Ahnung wo das hinführt. Spannend. Dass er das so schreibt und dass ein Verlag dieses Experiment mitmacht. Da bleibe ich dran.“

Mache ich tatsächlich, ich trete die Reise mit Roland noch mal an – in der Hörbuch-Fassung. Yay.

Was hast du gelesen, hm?