Drachenvolk Preisaktion

Das Drachenvolk von Leotrim
C. M. Hafen – Das Drachenvolk von Leotrim

Mein Fantasy-Roman „Das Drachenvolk von Leotrim: Die komplette Trilogie“ ist Kindle Deal des Monats und das heißt, der Sammelband ist hier um 50% günstiger zu haben. Und Nutzer von Prime Reading haben jetzt sogar die Möglichkeit, es gratis zu lesen. Na, ist das was für dich?

Worum geht´s?

Eine wunderbare, bewegende All-Age-Fantasygeschichte – die komplette Drachen-Trilogie im Sammelband!

Diese E-Book-Sonderausgabe enthält die Romane ›Drachenbrüder‹, ›Drachensichel‹ und ›Drachenfrieden‹ aus der beliebten All-Age-Fantasy-Reihe ›Das Drachenvolk von Leotrim‹.

Leserstimmen:
»Ich habe gelitten, gelacht, mitgefiebert und wurde verzaubert von dem tollen Buch.«
»Flüssig zu lesen, spannend. Für alle Altersgruppen geeignet.«
»Toll geschriebene Fantasy, die mich auf den ersten Seiten schon nicht mehr losgelassen hat.«
»Die Drachen sind hier nicht furchterregend, sondern die Freunde der Menschen, diese Vorstellung gefällt mir sehr.«


Die Einzelbände der Reihe sind auch als Taschenbuch erhältlich.

Band 1: Drachenbrüder

Unter den Millionen Augen der Lichter lebt das Drachenvolk von Leotrim. 
Der Drache Norwin hat einen schwierigen Start ins Leben. Eine Amme lässt sein Ei fallen, die Schale ist beschädigt, ein Flügel verletzt. Es wird schnell klar, er wird nie fliegen können. Als er alt genug ist, kommt sein menschlicher Vater, um ihn bei den Menschen leben zu lassen. Die Drachenmutter muss darauf hoffen, dass die jahrhundertealte Verbindung zwischen den Völkern ausreicht, um Norwin einen Platz in ihrer Mitte finden zu lassen. 
Anfänglich hat sein halbgebürtiger Bruder Ambro Schwierigkeiten, etwas mit seinem Drachenbruder anzufangen. Die beiden passen nirgends hin. Jeder in Leotrim hat seinen Platz, seine Aufgabe. 
Diese beiden müssen nun selbst herausfinden, wofür sie gut sind.

Band 2: Drachensichel

»Alles Leben beginnt im Wasser…«, flüsterte Dakota. 
Der Drache ergänzte: »…und endet im Feuer.«
Dakota lebt wohlbehütet bei der Chronistin als ihr Mündel. Dies ändert sich an dem Tag ihres sechzehnten Geburtstags. Sie muss losziehen, um endlich hinter die Geheimnisse ihrer eigenen Herkunft zu kommen und spielt dabei manches Mal mit dem Feuer. 
Gleichzeitig finden auch Ambro und sein Drache Norwin immer mehr Antworten auf die Fragen ihres Lebens – nicht alle davon sind leicht zu ertragen. Und doch ergeben sie – einem Puzzle gleich – nach und nach einen tieferen Sinn. 
Im zweiten Band der Trilogie laufen bereits mehrere Fäden der aus »Drachenbrüder« bekannten Geschehnisse zusammen, die Protagonisten befinden sich weiter auf dem Weg, sich selbst und Leotrim mit all seinen Bewohnern besser kennenzulernen. Manch eine überraschende Wendung lässt den Leser klopfenden Herzens weiterblättern.

Band 3: Drachenfrieden

›Nicht alle Leben sind gleich viel wert.‹
Kann der Drachenfrieden trotzdem gewahrt werden?
Um das herauszufinden, folgt der junge Ambro dem Ruf der Mutter aller Wasser. Zusammen mit seinem Drachenbruder macht er sich auf den Weg zu ihr und wird in den Himmelsbergen mit der folgenschwersten Überraschung seines Lebens konfrontiert.
Ambro wird klar, wie blind er bislang war. Nun muss er stark sein. Ist er all dem gewachsen?
Im dritten Band der Trilogie kommt auch Dakota hinter so manches Geheimnis ihrer Andersartigkeit und erkennt letztlich, wer sie wirklich ist. Und selbst die Chronistin erfährt die größte Kehrtwende ihres Lebens. 
Vieles verbindet sich, anderes trennt sich, einiges wird heil – das Leben in Leotrim gerät zwischen die Fugen des Schicksals.

In Love Preisaktion

Mein In-Love-Sammelband ist „Kindle Deal der Woche“, das heißt um 50% günstiger als sonst. Falls du das eBook noch nicht hast, ist das doch die Gelegenheit, zuzugreifen!

Aktionszeitraum: 21. Mai bis 28. Mai.

Und worum geht’s?

Um tiefgründige Liebe statt flacher Dialoge, um Anziehung, Freundschaft und Familie. Und letztlich darum, sich selbst zu finden – vor den grandiosen Kulissen von London und Stuttgart. 

Bände der In-Love-Reihe:

Band 1: From Spring to Winter – London in Love
Band 2: Kein Navi für die Liebe – Nina in Love
(beide Bände sind in sich abgeschlossen)

Leserstimmen zu den Einzelbänden:
»Toller Roman, keine Schnulze, aus dem wahren Leben mit Witz und Humor geschrieben.«
»London, die Glücksorte der Stadt, […] das Durchatmen an Orten, die man selbst möglichst schnell kennenlernen möchte.«
»Es ist kein oberflächlicher, pinkfarbener Zuckerwattenroman.«

Band 1: From Spring to Winter – London in Love

Ein emotionaler Roman über die Liebe auf den zweiten Blick. Vor der grandiosen Kulisse Londons.

Betrogen. Gelangweilt. Endstation?
Das will London erst einmal sehen und ergreift die Flucht nach vorn. Sie geht für ein Jahr in die Stadt, der sie ihren Vornamen verdankt. Damit kehrt sie sowohl ihrem treulosen Freund als auch der Enge ihrer schwäbischen Heimat den Rücken.
Neue Stadt, neue berufliche Herausforderung – aber doch bitte keinen neuen Mann! Das hat London jedenfalls nicht auf dem Plan. Die Wunden ihrer letzten Beziehung sind noch zu frisch, sie will nicht wieder verletzt werden. Doch als sie nach einem One-Night-Stand gefragt wird, sieht sie darin die Chance, es ihrem Exfreund heimzuzahlen. Wird die Rechnung aufgehen oder zahlt sie am Ende selbst einen zu hohen Preis? 

Band 2: Kein Navi für die Liebe – Nina in Love

Ein Roman über die Qual der Liebe.

Rastlos. Kompliziert. Ewig single?
Nina hört ständig: »Du bist unmöglich, zu laut. Du weißt nicht, was wahre Liebe ist.« Zu allem Überfluss ist ihre beste Freundin nach London gezogen – natürlich frisch verliebt! Nina wird mit einem Mal alles zu eng. Da sind jede Menge Zwänge und Erwartungen, die es ihr verwehren, einfach auszubrechen aus dem tristen Stuttgarter Alltag. Aber damit nicht genug, trägt sie schon lange eine Last mit sich herum, die ihr ganzes Leben bestimmt. Auch die flüchtigen Bekanntschaften über Tinder und Co können sie nicht von diesem Schmerz befreien. Schließlich kassiert sie eine üble Abfuhr und fragt sich: Gibt es für mich noch einen Weg zur Liebe? 

Die Einzelbände der Reihe sind auch als Taschenbuch erhältlich.

Meet the Blogger DE 21

Tag 1 – Das bin ich

Piccaso-Style-Selfportrait
Picasso-Style-Selfportrait

Gestern ging ein neues Video von Rob Biddulph online. Gleichzeitig startete auch die neue Challenge von Anne Häusler: #meetthebloggerde21

Für beides hatte ich gestern keine Zeit, daher verbinde ich das jetzt und reiche meinen Beitrag quasi nach. Bei Rob Biddulph habe ich ein Picasso-Style-Selbstportrait gemalt. Also nehme ich dieses kleine #Gedoodle um mich vorzustellen: Das bin ich. Ich vermute, dass dieses Bild mehr über mich aussagt, als ich es mit Worten könnte. Zudem glaube ich, dass man ja immer nur einzelne Puzzle-Teile von sich zeigen kann, selbst ein Foto wird ja nicht allen Aspekten meiner Persönlichkeit gerecht. Die Tage teilte ich bei Facebook einen Beitrag zum Thema Theaterliebe . Ich bin seit über zehn Jahren bei Facebook, habe 1500 Leute in meiner Liste. Doch keiner teilt meine Leidenschaft. Da dachte ich kurz „Uff“ und danach: Die Maschinen werden uns wohl noch eine Weihe nicht übernehmen, wenn FB 10 Jahre Daten über mich sammeln und ich fröhlich meine Interessen anklicken kann und dann kommt so wenig dabei rum. Aber ich schweife ab. Das tue ich gern. 😉

Wer bin ich? Schriftstellerin, Leserin, Anfängerin in Sachen Malen-lernen. Viele Leute schimpfen über die Oberflächlichkeit vom Internet und von Instagram im Besonderen. Unrealistisch, Filter, unecht. Das kann ich aber nicht bestätigen. Jedenfalls nicht uneingeschränkt. Weil, ich habe hier meine Hashtags abonniert und sehe was ich mag: Hunde- und Katzenvideos, die mich zum Lachen bringen. Tanzeinlagen mit einer Diversität, die mich staunen lässt. Was die Leute alles können, wow. Und dann noch: Videos zum Thema malen und zeichnen. Bunt, inspierierend, erklärend. Seit Anfang der Pandemie male ich zusammen mit Rob Biddulph wöchentlich ein Bild. Ich habe mir, angeregt durch meine Bubble ein halbes Dutzend Bücher zum lernen und besser werden gekauft. Und zum Schluß. AutorInnen und LeserInnen. Wir reden über Bücher und davon kann ich nie genug kriegen. 

Ich schreibe, ich lese, ich male und esse zu viel Schokolade. Ich bin laufbegeisterte Autorin, ambivalent introvertiert und im Spektrum. Alles normal hier. Und du?

Lese-Monat März

Mein Lese-Monat März 2021

Für meine Verhältnisse habe ich nicht viel gelesen. Aus Gründen. Ich arbeite viel, stressbedingt ist mir konstant schwindelig und die Gesamtsituation setzt mir zu. Ich will keine Nachrichten mehr gucken, ich habe den Eindruck, dass alle Informationen nur noch ein paar Stunden gültig sind. Dann spielen unsere PolitikerInnen Maßnahmen-Roulette und plagen mich (uns) mit neuen Beschlüssen ohne Sinn und Verstand. Jedenfalls.

Ich höre immer noch „ES“ gelesen von David Nathan. Wenn es die Kombination aus Stephen King und David Nathan nicht gäbe, man müsste sie erfinden. Ganz dringend. Das Buch ist großartig. Selbst, wenn King jetzt auf der Schlußgeraden noch das Ende verkackt, kann ich sagen, dass „ES“ das Potenzial zum Lieblingsbuch hat. Bisher sind auf dieser Pole-Position alle Romane von John Irving, aber dieses Podest wackelt gerade gehörig. Ich hab jetzt einige Sachen von King gelesen bzw. gehört und die ganze Sache wurde besser und besser. Ich meine die Bill-Hodges-Trilogie, als Beispiel. Oder „Das Institut“. Und „Der dunkle Turm“ sowieso. Und meine aktuelle Lektüre ist spannend und vielschichtig. Sie ist komplex und authentisch. Ich staune und bin völlig begeistert wie King diese sieben Persprektiven der Hauptfiguren aufeinander aufbaut und die Geschichte in zwei Handlungssträngen nebeneinander herlaufen lässt: 1958 und 1985 und alles ist verbunden. Und dann noch David Nathan, der Pennywise seine Stimme verleiht. Es ist kein Hörbuch, viel mehr ein Hörspiel. Jeder Charakter hat seine eigene Stimme. Und wenn ich mit dem Buch durch bin, fange ich einfach noch mal von vorne an. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Jedenfalls.

Ich habe nicht viel gemalt oder gedoodelt in letzter Zeit. Der Schwindel, der meine Rübe beherrscht, hat das verhindert. „Wenn mir der Helm kreiselt“, wie wir in meiner Familie dazu sagen, weil von 5 Personen 3 daran leiden, dann dreht sich das Zimmer und auch mein Hirn um die eigene Achse. Allerdings in zwei unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Deshalb bin ich auch mit den Draw-with-Rob-Videos nicht auf dem Laufenden. Aufs Handy oder nach unten auf ein Buch zu gucken, macht die Sache schlimmer. Aber ich habe das Activity-Book fertig ausgefüllt. Das Buch ist noch letztes Jahr erschienen, ich glaube, es gibt inzwischen drei oder vier Nachfolge-Bände. Allerdings habe ich hier noch zwei Malen-lernen-Bücher von Kritzelpixel und ein Kreativ-Buch von Sinah Birkner hier. Und ich werde erst die ausmalen, bevor ich wieder was Neues kaufe. Wer meinen Instagram-Feed verfolgt, weiß wie gern ich die kleinen Motive von Rob nach doodle. Ich hatte und habe immer noch viel Spaß mit seinen Videos und fand auch das Buch gelungen. Das Papier ist dick genug um die Übungen im Buch mitzumachen. Da es für Kinder gedacht ist, die ihre fertigen Werke gern an die Kühlschranktür hängen wollen, ist das Papier auch perforiert, damit sich die Seiten leicht heraus trennen lassen. Die Anleitungen sind, wie auch in den Videos schlicht und leicht nachzuvollziehen.

Ich werde ja regelmäßig gefragt, was denn meine Bilde sollen und ob ich anstrebe, meine Bücher irgendwann selbst zu illustrieren, ob ich damit Geld verdienen will. Letzteres Frage klingt immer etwas mitleidvoll, so als ob ich ganz schlechte Chancen hätte, das zu verwirklichen mit meinen Talenten. Ich sehe das so (und das gilt für alle meine Hobbys): Ich mache Sachen. Lesen, malen, puzzeln, Origami falten. Was auch immer. Ich mache sie, weil sie mir Spaß machen. Ich kann nicht genau erklären, warum es mich in bestimmte Richtungen zieht, warum ich mich für Japan interessiere, für Vulkane, für Bonsai-Bäume und Kampfkunst. Ich weiß, dass es so ist, und gebe dem nach. Häkeln finde ich total fad. Kann ich nichts mit anfangen, interessiert mich nicht, daher werde ich es auch nicht lernen. Ich bin wohl nicht zu doof dafür, nur zu wenig interessiert. Unter allen Sportarten, die ich schon ausprobiert habe, und allen Dingen, die ich regelmäßig mache, ist mir Joggen die liebste Bewegungsform. Das bin ich, das kann ich gut. Ich bewege mich, bin an der frischen Luft, gebe meinem Drang mich zu bewegen und meiner inneren Unruhe nach. Aber ich muss an keinem Wettbewerb teilnehmen, ich muss mich nicht mit jemandem messen, ich brauche keine Medaille, ich muss nicht die Beste sein. Weder beim Origami falten, noch beim Joggen und auch nicht beim malen. Ich habe keinen Leistungsdruck, ich mache ihn mir auch nicht. Meine einzige Motivation ist der Spaß an der Sache. Ich muss keine Profession daraus machen, kein Geld verdienen. Wenn ich ein Puzzle zusammen gelegt habe, kommt es am Schluß, wenn ich fertig bin, wieder in die Schachtel. That´s it. Falls es dir ähnlich geht, und du einfach aus Spaß an der Freude malen möchtest, dann empfehle ich herzlich die Videos und Bücher von Rob Biddulph. Einfach so.

Rob Biddulph – Draw with Rob ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Erich Kästner hatte Geburtstag. Im Februar. Da habe ich festgestellt, dass mir „Das fliegende Klassenzimmer“ im Regal fehlt. Kästner mag ich seit meiner Kindheit, jetzt habe ich das wieder aufgefrischt. Ich bin überrascht wie akkurat das Buch verfilmt würde, aber das nur am Rande. Kästner hat in seinen Büchern das (für mich) richtige Maß an kindlicher Magie. Eine Welt, in der die Kinder zusammen halten, alles noch eine Art Zauber innehat und ich meine jetzt nicht das Genre Fantasy oder magischen Realismus. Ich meine die Art Geschichte, in der das Gute am Schluss siegt. In diesem Fall, beim fliegenden Klassenzimmer wird es am Schluß kurz kitschig. Das verzeihe ich ihm aber, weil es so gehört. Eine zeitlose, schöne Geschichte über kluge und mutige Freundschaften. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Die Erfindung der Sprache“ erinnert mich ein bisschen an „Was man von hier aus sehen kann.“ Letzteres hat auch Lieblingsbuch-Potenzial. Ich liebe es sehr, habe es mehrfach gelesen (und gehört), kann man auch nachlesen, hier nämlich. Die Geschichte um Adam, der seinen verschwunden Vater sucht, und dessen schrullige Familie hat viel Schönes. Anja Baumheier erklärt ihren LeserInnen, Achtung, das hier ist die Heldenreise und so läuft das ab. Wenn man mit dieser Erzählform vertraut ist, weiß man, was auf einen zukommt. Ich fand die Schrullen von Adam liebenswürdig, als Figur kriegt er und seine Familie mein ganzes Herz. Ich bin selber im Asperger Apektrum, seine Listen und seine Liebe zu bestimmten Zahlen kann ich nachfühlen, vielleicht sogar besser als gut für mich ist. 😉 Mit den Wortkreationen, mit den sehr langen Erfindungen und Neuschöpfungen hatte ich ein bisschen Kummer, aber das ist Geschmackssache, das ist kein wirklich objektiver Kritikpunkt. Einzig das Ende kam mir etwas zu wohlgefällig daher. Das kann ich aber nicht spoilerfrei erklären. Ich hab es gern gelesen, kann es auch herzlich weiter empfehlen, gebe aber aus Gründen nur vier ⭐️⭐️⭐️⭐️.

Lese-Monat Februar

Lese Monat Februar 2021

Ich bin schon wieder spät dran, der März ist fast um und ich komme hier noch mit meinem Lese-Monat Februar angelatscht. Interessiert es dich noch? Ich hoffe doch. Jedenfalls. Dieses Jahr, samt Pandemie und Gesamtsituation ist eine Zeit der Extreme. Aktuell arbeite ich viel, aus Gründen, und die Zeit rast dahin. Ich mit ihr, in meinem Hamsterrad. Ich komme überall zu spät, nicht nur in meinem eigenen Blog. Also, hier ist meine Februar-Lektüre.

Stephen King – Band 3 / Verrat (Graphic Novel) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Stephen King – Band 4 / Der Untergang Gileads (Graphic Novel) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Die Graphic Novels begeistern mich sehr, überhaupt bin ich im King-Fieber. Man kriegt noch mal einen ganz anderen Einblick in das Turm-Universum. Ich kann das nicht spoilerfrei erklären, weiß aber jetzt, warum das Horn des Arthur Eld so wichtig war. Vermutlich wusste ich das früher schon, als ich die Romane gelesen habe, allerdings ist diese Info irgendwo auf dem Weg hier her verschütt gegangen und jetzt weiß ich es wieder, und das freut mich. Aktuell höre ich noch „Es“, das Buch ist umfangreich, gefühlt lausche ich schon vier Wochen, und es dauert wohl nochmal so lange, bis ich das Abenteuer bestanden habe. Ich finde es großartig wie Stephen King die Geschichte aufbaut und aufdröselt, schließlich sind es sieben Hauptfiguren, und eine Ansicht nach der anderen bzw. ein Ereignis baut auf das andere auf, es ist ganz logisch und schlüßig und spannend und detailreich. Da ist nichts unnötig, nichts zu viel, eins führt zum anderen, wie ein rauschender Fluß. 

Jenny Colgan – Die kleine Sommerküche am Meer ⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich kenne Jenny Colgan als Kinderbuch-Autorin, ich liebe ihre „Polly and the Puffin“ Reihe sehr. Ganz wunderbare Geschichten für Kleine und Große; die vier Bücher kann ich herzlich empfehlen.

Jenny Colgan schreibt offensichtlich in mehreren Genre, warum auch nicht? Ich weiß nicht, warum man AutorInnen da so festnagelt, nach dem Motto, wenn du spannend Leute abmurksen kannst, dann kannst du keinen Humor haben oder wenn du für Kinder schreibst, sind deine Themen zu banal für richtige LeserInnen. Alles Blödsinn, IMAO. Wenn jemand richtig gut Pizza bäckt, trau ich demjenigen auch einen lecker Nachtisch zu. Jedenfalls. 

Ich bin regelrecht durch das Buch geflogen, fand die Figuren und den Schauplatz toll, ich musste auch ein paar Mal herzlich lachen, weil das Ganze noch mit einer Prise schwarzem Humor gewürzt war, und damit kriegt man mich eben. Schön und lustig. Dieses Buch lag nun schon ewig auf meinem SUB und hat mich im Februar besonders angelacht. Aus Gründen. Verreisen, zumindest auf Papier, geht ja immer.

Pilcher – Stürmische Begegung ⭐️⭐️⭐️

Auf meinem SUB lag auch ein Pilcher-Roman, den ich gleich nach dem Colgan-Buch zur Hand genommen habe. Wenn schon Liebesschwüre und Kitsch, dann gleich richtig, oder? Ich habe zwei Liebesgeschichten geschrieben (London und Nina) und hatte einen ganz pragmatischen Gedanken: Wenn man in diesem Genre schreibt, sollte man wissen, was die anderen machen. Und Rosamunde Pilcher ist so ein Name, an dem kommt man nicht vorbei. Bei Liebe und co. denkt man unweigerlich an Pilcher. Ob man die Bücher nun gelesen hat, oder die Filme lieber mag. Sie ist wohl die Mutter aller… ja, was eigentlich? Ich habe Cornwall und Kitsch und ein Happy End erwartet. Jetzt ist dieser Roman aber kaum eine Liebesgeschichte. Bis zwanzig Seiten vor Schluß wartete ich darauf, dass da noch was kommt. Sie und er und das „glücklich bis an ihr Lebensende“. Das Buch ist solide geschrieben, aber mir fehlt so manches. Die Figuren blieben blaß, ich bin nicht so wirklich abgetaucht. Es trifft nicht ganz meinen Geschmack, aber das ist ja nur Meinung, kein Qualitätsmerkmal. Aber wenn mich eine*r nach Liebesglück in Buchstabenform fragen würde, dann würde meine Empfehlung einen anderen Namen tragen. 

Frank Berzbach – Die Schönheit der Begegnung Seite – abgebrochen 

Ich kenne Frank Berzbach sonst nur als Sachbuchautor und kann, als Beispiel „Die Kunst ein kreatives Leben zu führen“ herzlich empfehlen. Ich störe mich nicht an Leuten, die in verschiedenen Genre schreiben. Dachte ich zumindest. Das Buch lag jetzt ewig auf meinem SUB, und nun schnappte ich es mir und legte los. Im Untertitel heißt es „32 Variationen über die Liebe“. Schön und gut, dachte ich, klingt ja nett. Liebe – nach Colgan und Pilcher; da steck´ ich thematisch ja grad voll drin.

Bei der vierten Variation war ich genervt. Da entwickelt sich nichts. Mir war nicht explizit klar, dass ich eine Entwicklung brauche. Aber mit jedem Kapitel zurück an den Anfang zu müssen ist wie Mensch-ärgere-dich-nicht spielen. Ich gehöre normalerweise nicht zu den Menschen, die Brett und Figuren durch die Gegend werfen. Aber ich bin auch noch nie so oft raus geworfen worden. Während des Lesens wurde ich zornig, dann hab ich das Buch abgebrochen und in eine Ecke gepfeffert. Das geschieht selten. 

Es geht inhaltlich darum, dass er eine Frau kennen gelernt hat und erzählen will, wie sie sich begegnet sind. Und diese Story gibt´s dann in verschiedenen Variationen. Wäre ja eine hübsche Idee, eigentlich. Sie lernen sich kennen, steigen nach 5 Minuten miteinander ins Bett (was in meinen Augen sexuelle Anziehungskraft ist und noch keine Liebe, aber sei´s drum) und verkaufen mir dieses Verhalten dann also großes Liebes-Glück. Kann er ja meinen. Dann kommt eine Variation, sie sind beide für eine Woche in einem Religions-Seminar, irgendwas Katholisches. Statt hübsch keusch zu sein und zu beten, ficken sie. Auch das wäre für mich völlig okay. Aber dann werden Wörter wie Schwanz und Arsch schamhaft mit **** ausgeblendet. Ich verstehe sowas nicht. Was denken sich Verlag und Autor dabei? 

Wenn du Schwanz meinst, dann schreib das doch hin. Und wenn du dich für das Wort schämst, dann verwende was anderes. Ich habe also beim Lesen das Gefühl, dass der Autor beim Schreiben rote Ohren gekriegt hat, weil er im nächsten Satz schon wieder alles relativiert im Sinne: Alles ausgedacht. Ich bin so ein cleveres Kerlchen und ach so einfallsreich.

Echt jetzt? Dann spar dir das doch. 

Jede Variation endet damit: So begann es mit uns. Genau so. Nur diese eine, die ist ausgedacht, is klar, ne?

Also wenn man ein Buch in der Ich-Form schreibt, muss man dem Leser auch zutrauen, dass er das einordnen kann, also ob das biografisch ist oder nicht. Mir persönlich ist der Wahrheitsgehalt völlig schnuppe. Darüber denke ich nicht nach. Aber wenn der Autor hergeht und wie ein schlechter Taschenspieler alle seine Tricks verrät, sich sogar outet: Ich lüge dich an! Dann falle ich komplett aus dem Buch raus. 

In jedem Kapitel freuen sie sich, dass der jeweils andere das richtige Shirt anhat und den richtigen Musik-Geschmack. Das sie Christen sind, keine Drogen nehmen, und bumsen können bis zur Erschöpfung. Das muss ich nicht 32 Mal lesen. Wirklich nicht. 

Lese-Monat Januar

Mein Lese-Monat Januar war sehr Stephen-King-lastig. Ich denke, ich habe schon ein paar Mal erwähnt, das John Irving mein Lieblingsautor und geistiger Mentor ist. Stephen King macht ihm diesen Platz gerade streitig. Noch gewinnt Irving, aber insgesamt bin ich von King schwer beeindruckt. Ich kann noch so viel von ihm lesen, ich habe nie den Eindruck, dass er sich wiederholt. Seine Geschichten gleichen sich nicht, er hat seine Details im Griff, und ich tauche immer wieder völlig in seine Welt(en) ab. Ich glaube King ist ein großer Menschenversteher mit sehr viel Mitgefühl. Anders kann ich mir seine glaubhaften und tollen Charaktere nicht erklären.

Gut, David Nathan als Hörbuchsprecher (der Beste männliche Hörbuchsprecher, meiner Meinung nach) tut da sein Übriges. Ich war gleich heute in der Bücherei und habe mir das nächste Hörbuch ausgeliehen. Ich will ja nicht auf kalten Entzug gesetzt werden, mitten in einer Pandemie. Ich glaube, das ist doof. 😉 Jedenfalls.

Das Buch von Daniel Schreiber habe ich mal aus irgendeiner Bücher-Kiste mitgenommen und auch nur deshalb, weil ich den Namen kannte: Er hat eine Biografie über Susan Sonntag geschrieben. Die habe ich (Asche auf mein Haupt) noch nicht gelesen, kenne aber Texte von Daniel Schreiber und dann dachte ich: Wird schon nicht verkehrt sein, dass Buch mitzunehmen. Nun ist es so: Ich habe mir für 2021 vorgenommen meinen Stapel ungelesener Bücher (kurz SuB) endlich Herr zu werden. das bedeutet, ich muss, statt dauernd neue Bücher zu kaufen, endlich mal die lesen, die ich Zuhause habe. Allerdings habe ich keine Lust mehr Bücher zu lesen, die mich langweilen. Ich möchte ganz klar sagen: Langeweile ist kein Kriterium. Das macht ein Buch nicht schlecht. Es bedeutet nur, dass ich nicht in der Zielgruppe dafür bin. Ich bin wahnsinnig ungeduldig, leide dauernd an Zeitmangel. Früher habe ich mich durch Bücher hindurchgequält, wenn ich dachte, dieses oder jenes sei „Bildung“, das müsse man… bla bla bla. Einen Scheiß muss ich. Im letzten Jahr habe ich sehr viel Stephen King gelesen bzw. gehört, und dabei festgestellt, dass mich kein Einziges seiner Bücher langweilt oder mühevoll zu lesen ist. Da war ich von Seite 1 an mit Begeisterung dabei. Und das hat dazu geführt, dass meine Ungeduld die Oberhand gewonnen hat. Wenn du dir meine Lese-Challenge anschaust, wirst du feststellen, dass die Liste mit den abgebrochenen Büchern (aus welchen Gründen auch immer) schon ziemlich lang ist. Ich lese 10% eines Buches, und wenn es mich dann nicht packt, lege ich es weg. Wie gesagt, das macht das Buch nicht schlecht. Ich habe keine Zeit und auch keine Lust mehr mich abzumühen. Lesen soll Spaß machen. Einen Zugewinn bringen. Ob nun Weltflucht, Input, Spannung oder Trost ist dabei egal. Nur anstrengend darf es nicht sein. Bzw. darf es schon, aber ich will das aktuell halt nicht mehr. Ich habe auch schon „schwere“ Bücher gelesen, die mich herausgefordert haben, die mich aus meiner Komfortzone geschubst haben, das ist alles ok. Aber wenn nichts in mir anklingt auf das geschriebene Wort, nein… dann hab ich keine Geduld mehr. Das war ein langer Prozess und er ist auch noch nicht abgeschlossen. Bei dem Buch von Daniel Schreiber habe ich mehrfach mit mir gehadert. Es ist nicht schlecht geschrieben, und mit seinen Ansichten über Alkoholismus hat er sicher Recht. Ich brauche auch keine Nabelschau oder den schonungslosen Seelen-Striptease eines Ex-Trinkers. Und dennoch, irgendwas fehlte hier. Es war seltsam distanziert, teilweise belehrend und ja sorry… langweilig.

Jedenfalls. Die Bücher, die mich begeistert haben, habe ich auch rezensiert.

In der Wortreich-Anthologie bin ich mit einer Kurzgeschichte vertreten, es wäre seltsam, das Buch zu rezensieren. Ich wollte wissen, was die KollegInnen des BvjA-Stammtisches abgeliefert haben und einige Texte kannte ich schon. Auch wenn ich befangen bin, kann ich das Buch gut weiter empfehlen: Abwechslungsreiche Kurzgeschichten von AutorInnen aus der Region. Support your local writer, gell.

„Der Anschlag“ war sehr, sehr spannend und eine komplexe Zeitreise-Geschichte ganz nach meinem Geschmack. Jake Epping kann (aus Gründen) in der Zeit zurück reisen und versucht das Attentat auf John F. Kennedy zu verhindern. Er landet im Jahr 1958 und muss die Zeit „absitzen“ bis 1963 und wie das Leben so spielt: Es wollen noch mehr Leute gerettet werden. Wer weiß schon auf wen man welchen Einfluß hat? Die Vergangenheit ist aber ziemlich bockig und will sich nicht ändern lassen. Großartig gelesen von David Nathan. 

  • Stephen King – Der Anschlag (Hörbuch, gelesen von David Nathan) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Stephen King – Der dunkle Turm Band 2: Der lange Heimweg (Graphic Novel) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • J. D. Salinger – Der Fänger im Roggen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Daniel Schreiber – Nüchtern ⭐️⭐️⭐️
  • Marc Bensch / Joachim Speidel – Wortreich Anthologie ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Katharina Konte – Zeichnen mit Watercolor Effekt ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Lese-Monat Dezember

Hello!

Lass uns über Bücher reden.

Das ist mein letzter Beitrag. – Für dieses Jahr. 🙂 Keine Sorge, 2021 geht es weiter. Irgendwie geht es doch immer weiter, oder? Jedenfalls. Mein Lese-Monat. Corona- bzw. Lockdown bedingt war ich nirgends. Kein Schoko-Markt in Tübingen, keine einzige get-shorties-Lesung, keine Weihnachtsmärkte oder Feiern, privat oder betrieblich. Nüschte. Das bedeutet, ich habe viel Weltflucht betrieben und gelesen. Das hier ist meine Lese-Monat Dezember:

Mein Lese-Monat Dezember 2020
Mein Lese-Monat Dezember 2020

Dieses ganze Lese-Jahr war geprägt von Hörbüchern und Graphic Novels, was mich aktuell am meisten begeistert. Und David Nathan. Wenn ich ein Hörbuch nach zwanzig Hör-Stunden beende, klingt die Stimme in meinem Kopf, zumindest für ein paar Tage, nach ihm. 😉

Jedenfalls.

Übersicht:

  • Andrzej Sapkowski – Die Dame vom See (Der Hexer Band 5) ⭐️⭐️⭐️
  • Kurt Vonnegut – Schlachthof 5 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Stephen King – Das Institut (Hörbuch gelesen von David Nathan) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Heinrich Böll – Ansichten eines Clowns ⭐️⭐️⭐️
  • Stephen King – Der dunkle Turm Graphic Novel Band 1 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Wenn das so weiter geht, dann stille Nacht – get shorties Weihnachtsbuch
  • Gerard Way & Gabriel Ba – Hotel Oblivion (Umbrella Academy Band 3) ⭐️⭐️⭐️
  • J. R. R. Tolkien – Der Hobbit (Hörbuch gelesen von Gert Heidenreich) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Die Feder Nr. 124 (Verband deutscher Schriftsteller VS)
  • Qwertz 4/2020 (Mitgliedermagazin des Bundesverbands junger Autoren e. V. )
  • Moka Nr. 03 / 2020

Der Hexer

Bis Band 5 habe ich die Reihe mit Begeisterung gelesen. Es gab ein paar Dinge, die ich nervig fand, aber die Spannung ließ mich darüber hinweg sehen. Ich wollte und musste wissen, wie es mit Ciri und dem Hexer weiter geht. Wir sind uns hoffentlich einig, dass Ciri die Hauptfigur ist, und nicht der Hexer, gell?

Dinge, die mich nerven: Die Namen. Ich sag es gleich, ich bin Legasthenikerin, das Problem liegt vermutlich bei mir. Dennoch: Warum zum Teufel würfelt man, wie beim Scrabble, 8 Buchstaben (und immer ist ein y dabei!) und macht dann irgendwas daraus, dass man in keinem Wörterbuch findet? Sapkowski hat unfassbar viele Figuren in seinen Büchern, alle haben einen Namen, den ich weder buchstabieren noch aussprechen kann. Geschweige, mir merken. Weil das nicht reicht, haben alle noch einen Spitznamen. Irgendwann habe ich es dann persönlich genommen.

Sapkowski hat auch einen unfassbar großen Wortschatz. Das bedeutet, ich kenne viele Wörter nicht. Vermutlich liegt auch hier das Problem bei mir. Dennoch, muss das sein? Ich lese manche Sachen, mit dem Finger auf dem Papier, und komme mir vor wie ein ABC-Schütze, während ich Silbe für Silbe abackere. An Anfang habe ich mir noch die Mühe gemacht, die Wörter nachzuschlagen. Die Bücher sind dick, die Wörter, die ich nicht kenne, viele. Und ich, Freunde, bin unfassbar faul. Ich habe es gelassen.

Dass der Autor viel hin und her springt, und Zeitsprünge macht, vor und zurück, und dann wieder gleichzeitig, das war mir schon bei der Serie klar. Damit komme ich noch zurecht. Aber warum kann man das nicht irgendwie kenntlich machen. Ein Absatz, noch ein Absatz, und dazwischen liegen 100 Jahre. Puh, ich fand es anstrengend.

Die Politik spielte in den anderen vier Bänden schon eine große Rolle. Darüber habe ich hinweg gelesen, viel war mir zu detailliert und langweilig. Der fünfte Band hat es mir dann verdorben. Die politischen Intrigen zusammen mit den Schlachtszenen des Krieges, die sich über viele hundert Seiten hinziehen, waren dann nur noch zäh und ätzend. Das passiert mir nicht oft: Das ich nach 5 Büchern kurz vor Schluß abbrechen möchte. Ich hab es durchgezogen. Das Ende ist Kitsch. Schade. Kaum zu glauben: Die Serie gefällt mir besser.

Schlachthof 5

Eine Bildungslücke weniger. Faszinierende Geschichte. Billy, der in der Zeit hin und her springt, geprägt durch die Ereignisse seines Lebens. Er schlüpft hier heraus um dort zu landen, springt von Dresden, 1945, zur Hochzeit seiner Tochter, viele Jahre später, resümiert über sein Leben in Gefangenschaft von Aliens. Ich habe keine Ahnung, was der Krieg mit einer Seele macht, ich weiß auch nicht, ob es Aliens gibt. Billy habe ich alles geglaubt, es klang ganz logisch. Nachvollziehbar. Die Frage nach der Zeit, also was Zeit ist und was sie mit uns macht, treibt mich um. Ähnlich wie Billy. In meinen Texten taucht diese Frage regelmäßig auf, samt dem Versuch eine Antwort zu finden. Kurt Vonnegut hat seine Antwort gefunden. Ich weiß nicht, ob ich ganz einig mit ihm bin, dass alles so geschehen muss, wie es geschieht. Aber wenn man erlebt hat, wie ein Gefangener wegen einer gestohlenen Teekanne erschossen wird, glaubt man das wohl. Ich widerspreche nicht.

Ansichten eines Clowns

Eine Bildungslücke weniger. Damals, als das Buch erschienen ist, muss das ein riesen Skandal gewesen sein. Heute, 2020 nicht mehr. Und das ist gut so. Ein paar Dinge haben sich seither geändert, wenn auch langsam. Die Hauptfigur, Hans ist mir zutiefst zuwider in seiner Direktheit, mit seinem Gehammer, seinem Selbstmitleid. Ich verstehe, warum er so ist und kann das alles nachvollziehen. Böll zieht mich da rein und fesselt mich an seine Figur, obwohl sie so ein Unsympath ist. Hans heult er rum, weil er mit seiner Freundin nicht unverheiratet zusammen sein kann… wobei sie jahrelang ein Paar waren, unverheiratet. Es ging schon, sie haben nur viel Gegenwind bekommen. Die Eltern waren dagegen, der Freundeskreis, alles sollte seine Ordnung haben. Verheiratet, dann Kinder, und bitte einen vernünftigen Beruf. Clown, was ist denn das? Die Gesellschaft und die Umstände wollen diesen zwei Menschen ein Korsett anlegen. Er wehrt sich, sie geht dabei kaputt. Sie findet dann einen Mann, der sie ehelicht und sie zu einer ehrbaren Frau macht. Hans wirft ihr Ehebruch vor. Auch das verstehe ich. Allerdings wird mir die Geschichte noch eine Weile zu denken geben. Sobald ich Hans nicht mehr als Jammerlappen betrachte, erschließt sich mir wohl die ganze Gesellschaftskritik dahinter.

Hotel Oblivion

Ich habe das Medium Graphic Novel für mich entdeckt und habe mit Begeisterung die Serie „Umbrella Academy“ auf Netflix geschaut. Da ist es nur logisch und konsequent, die Bücher zu lesen. Ich mag hier die Erzählweise, bildgewaltig, farbenprächtig, detailliert. Anders, als es ein Roman ist. Und hier gefallen mir viele Dinge: Das Hotel ist ein Gefängnis für Superhelden. Die ganz üble Sorte. Die 7 der Umbrella Academy haben viel zu tun, als diese entkommen. Allerdings, und deswegen gebe ich nur 3 Sterne, verläuft dieser Ideensturm in alle Richtungen, ohne richtig aufgelöst zu werden oder wenigsten sinnvoll zusammen zu kommen. Also nicht genug, für meinen Geschmack. Im Prinzip stecken hier mehrere Geschichten drin, die einzeln betrachtet zu wenig Aufmerksamkeit kriegen und kein Ende ergeben, wie ich es gerne hätte. Das finde ich sehr schade. Jede einzelne Story hätte das Potenzial für ein Buch gehabt – ein bisschen besser ausgearbeitet. Nach wie vor gefällt mir die Umsetzung, die Charaktere, und der Ideenreichtum.

Zu Stephen King habe ich einen eigenen Beitrag geschrieben. Nächstes Jahr starte ich das „Projekt Stephen King“ und das „Projekt Dark Tower“.

„Wenn das so weiter geht, dann stille Nacht“ habe ich gelesen, weil ich doch wissen muss, was die KollegInnen der get shorties Lesebühne zum Thema Weihnachten zu sagen hatten. Das Büchlein ist eine limitierte Auflage und soweit ich weiß, sind von der zweiten Auflage (ja, wir mussten nachbestellen. Vielen Dank an alle, die die get shorties Lesebühne in diesem bescheuerten Jahr die Treue gehalten haben!) noch ein paar Büchlein zu haben. Ich sag es nur. Falls du gerne eins möchtest, dann schreib mir eine Email.

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit. So, und jetzt wünsche ich dir einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir lesen uns, ja?

Caro

Lese-Monat Oktober 2020

Lese-Monat Oktober 2020
Mein Lese-Monat Oktober 2020

  • Diana Hillebrand – Heute schon geschrieben? Band 5 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Stephen King – Blutige Nachrichten (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Nina George – Die Schönheit der Nacht ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Konzepte -Zeitschrift für Literatur 39/2020 (Link: Konzepte)
  • Qwertz 3/2020 (Link: BvjA)
  • Die Feder Nr. 123 (Link: VS)
  • Bill Watterson – There´s Treasure Everywhere (Calvin and Hobbs #10) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Gerard Way & Gabriel Ba – The Umbrella Academy Band 2 / Dallas ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Steffen Gumpert – Der bleiche Hannes (Graphic Novel) ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Neil Gaiman – Traumjäger ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (Link: Rezension)

Lese-Challenge 2020 / GoodReads / Lovelybooks

Fazit:

Nina George hat mich mal wieder am Schlafittchen gepackt. Zuerst kam ich nur mühevoll in die Geschichte rein, ich fand einige Beschreibungen zu blumig. Das liegt aber nicht an der Autorin, sondern an meiner Stimmung. Jeder Roman, vor allem Liebesromane brauchen ja ein gewisses Maß an Kitsch und Schmalz. Ich halte das aber nicht immer gleich gut aus. Als ich mich auf die Geschichte endlich einlassen konnte, also in Stimmung dafür war, habe ich wieder das halbe Buch mit Bleistift unterstrichen. Ja, ich mache solche Dinge: Anmerkungen, ins Buch, aber auch eigene Notizen, wenn mir Passagen gut gefallen, mit Unterstreichungen und allem drum und dran. Ich mag Claire und Julie, und ich mag was Nina George mit mir als Leserin macht. Ertappt, denke ich dann oft. Sie schaut mich an, findet Worte, wo ich keine habe, nur ein Gefühl. Und das ist toll. Das macht Lesen für mich aus. Sich selbst entdecken, ein bisschen besser verstehen, Sprache finden, wo vorher nur Unbestimmtheit war. Großartig.

Wenn ich „Calvin und Hobbes“ irgendwo sehe, dann denke ich an die Peanuts und frage mich jedes Mal, ob das vom Autor so gewollt ist. Nun bekam ich zum ersten Mal einen Band in die Hände. Meine Neugier war noch nie so groß, als das ich mir einen Comic selber gekauft hätte. Keine Ahnung woher diese Vorbehalte kommen, es ist auch egal. Jetzt brauche ich die Gesamtausgabe, ganz klar. Ich liebe Gesamtausgaben, ganz grundsätzlich. Mein innerer Monk feiert dann hart. 😉 Zurück zu Calvin und Hobbes. Ich bin vollumfänglich in der Zielgruppe und zähle mich ab jetzt zu den Fans. Ich liebe den Einfallsreichtum von Calvin (bzw. von Bill Watterson). Allein die Variationen der Schneemänner – ich habe herzlich gelacht. Wegen mir müsste es nicht so brutal zugehen, Calvin kriegt ja entweder von Mo auf die Mütze, Hobbs springt ihn an, oder Sofie (die mich an Lucy erinnert) watscht ihm einen Schneeball ins Gesicht. Er ist faul, aber klug, ängstlich und mutig, er hat einen tollen Sinn für Humor. Mehr davon, bitte.

„Blutige Nachrichten“ besteht aus vier Kurzgeschichten. Das habe ich aber erst beim Hören kapiert. Bei Stephen King, gelesen von David Nathan, mache ich mir nicht die Mühe, den Klappentext zu lesen. Das ist eine Kombi, die für mich immer funktioniert, da muss ich nicht erst nachschauen, ob mich das alles interessiert. Tragisch ist, dass es die Der-dunkle-Turm-Reihe NICHT von David Nathan gelesen gibt. Sonst hätte ich dieses Abenteuer schon LÄNGST erneut angetreten. Das wabert mir schon lange im Hinterkopf herum, diese großartige Reihe nochmal zu lesen oder zu hören. Ich werde mir das Hörbuch wohl zähneknirschend kaufen, auch ohne meinen Lieblingssprecher. Oder soll ich die Graphic Novel kaufen, hm??

Jedenfalls. Holly Gibney. Sie bekam in „Blutige Nachrichten“ eine eigene Kurzgeschichte. Stephen King hat in mehreren Interviews gesagt, dass sie sein Lieblingscharakter sei, und da bin ich ganz bei ihm. Die anderen drei Geschichten waren auch gut, aber eben nicht Holly-gut. Und bei der Gelegenheit habe ich bemerkt, dass ich ein Buch mit ihr verpasst/übersehen habe. „The Outsider“. Ich war in der Bücherei, gleich nachdem ich mit diesem Hörbuch durch war. Gab es – gelesen von David Nathan. 19 Stunden gruseln und mitfiebern. Ach, so ein neuer Lockdown, der kann mir gar nichts. Ich bin versorgt.

Ich hoffe, es geht dir gut.

~Caro