Meet the Blogger DE 21

Tag 1 – Das bin ich

Piccaso-Style-Selfportrait
Picasso-Style-Selfportrait

Gestern ging ein neues Video von Rob Biddulph online. Gleichzeitig startete auch die neue Challenge von Anne Häusler: #meetthebloggerde21

Für beides hatte ich gestern keine Zeit, daher verbinde ich das jetzt und reiche meinen Beitrag quasi nach. Bei Rob Biddulph habe ich ein Picasso-Style-Selbstportrait gemalt. Also nehme ich dieses kleine #Gedoodle um mich vorzustellen: Das bin ich. Ich vermute, dass dieses Bild mehr über mich aussagt, als ich es mit Worten könnte. Zudem glaube ich, dass man ja immer nur einzelne Puzzle-Teile von sich zeigen kann, selbst ein Foto wird ja nicht allen Aspekten meiner Persönlichkeit gerecht. Die Tage teilte ich bei Facebook einen Beitrag zum Thema Theaterliebe . Ich bin seit über zehn Jahren bei Facebook, habe 1500 Leute in meiner Liste. Doch keiner teilt meine Leidenschaft. Da dachte ich kurz „Uff“ und danach: Die Maschinen werden uns wohl noch eine Weihe nicht übernehmen, wenn FB 10 Jahre Daten über mich sammeln und ich fröhlich meine Interessen anklicken kann und dann kommt so wenig dabei rum. Aber ich schweife ab. Das tue ich gern. 😉

Wer bin ich? Schriftstellerin, Leserin, Anfängerin in Sachen Malen-lernen. Viele Leute schimpfen über die Oberflächlichkeit vom Internet und von Instagram im Besonderen. Unrealistisch, Filter, unecht. Das kann ich aber nicht bestätigen. Jedenfalls nicht uneingeschränkt. Weil, ich habe hier meine Hashtags abonniert und sehe was ich mag: Hunde- und Katzenvideos, die mich zum Lachen bringen. Tanzeinlagen mit einer Diversität, die mich staunen lässt. Was die Leute alles können, wow. Und dann noch: Videos zum Thema malen und zeichnen. Bunt, inspierierend, erklärend. Seit Anfang der Pandemie male ich zusammen mit Rob Biddulph wöchentlich ein Bild. Ich habe mir, angeregt durch meine Bubble ein halbes Dutzend Bücher zum lernen und besser werden gekauft. Und zum Schluß. AutorInnen und LeserInnen. Wir reden über Bücher und davon kann ich nie genug kriegen. 

Ich schreibe, ich lese, ich male und esse zu viel Schokolade. Ich bin laufbegeisterte Autorin, ambivalent introvertiert und im Spektrum. Alles normal hier. Und du?

Get Shorties Showreel

Hier ist ein Video, das erklärt, wer wir sind und was wir machen. Hübsch zusammen gefasst. Und wenn´s dich weiter interessiert, dann kannst du dir drüben bei YouTube, auf dem Kanal des Merlin Kulturzentrums drei unserer Lesungen anschauen. Wie immer gilt: Wenn´s dir gefallen hat, dann laß einen erhobenen Daumen da, ein Abo wär auch fein, wir arbeiten hier schließlich an der literarischen Weltherrschaft. 🙂

Link-Liste

Meet Sue

Draw with Rob: Sue
Draw with Rob – Sue

Meet Sue!


Hier ist mein heutiges Mittagspausen-Gedoodle. Draw with Rob hat heute Jahestag. Heute vor einem Jahr fing Rob Biddulph mit seinen Mitmach-Videos an und vom ersten Beitrag (Greg) an, war ich mit von der Partie. Das ist eine gute Gelegenheit um mal herzlich Danke zu sagen. Hinter uns allen liegt ein extremes Jahr und ich bin und war dankbar für die Ablenkung, für die Beschäftigungstherapie. Und da keiner weiß wie lang der Irrsinn noch anhält, kritzle ich eben weiter bunte Bildle. Stay save, stay sane. 🙋‍♀️

Termine im März

Gruppenbild get shorties Lesebühne 2019
Gruppenbild get shorties Lesebühne 2019

Ja, richtig gelesen. Termine. Und plural. Uijuijui.

Das Kulturzentrum Merlin in Stuttgart bietet die „get shorties Lesebühne 2.0“ an. Uns gibt es jetzt digital. Das bedeutet, wir zeichnen auf der Bühne des Merlin eine Lesung auf, und du kannst dir das Spektakel dann drüben auf dem YouTube-Kanal des Merlin anschauen. (liken und abonnieren nicht vergessen, gell!) Die erste Lesung, die wir im Februar schon gemacht haben, Take One, quasi, kannst du dir hier ansehen.

Es gibt ein Best-of an Texten, attraktiv sind wir immer noch, auch wenn die Haare inzwischen etwas wild sind, und du musst gar nicht viel tun. Nicht mal eine richtige Hose anziehen. Das Merlin stellt die Aufzeichnung kostenfrei zur Verfügung, das Ganze wird gefördert durch das Staatsministerium für Kultur und Medien. Du kannst, und es wäre hübsch wenn du es tätest, das Merlin aber mit einem Ticket bzw. Gutschein unterstützen.

Jedenfalls. Es geht weiter. Und zwar am:

05. März 2021 / 18 Uhr

19. März 2021 / 18 Uhr

Ich finde ja, jede Kultureinrichtung sollte seinen eigenen Blitzer haben. Dann wird das Bußgeld nicht an die Stadtkasse bezahlt, sondern ans Kulturamt oder eben Einrichtungen wie das Merlin. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung, was weiß ich schon. 

Und der Gäubote hat einen hübschen Bericht über unsere Zoom-Lesung, die wir letzte Woche veranstaltet haben, geschrieben. Die Stadtbibliothek zusammen mit der VHS Herrenberg haben das organisiert und ich war echt überrascht, wie gut das ging. Und das Leute kamen, sich das anschauten, und Spaß daran hatten. Als vor Monaten mein Autoren-Stammtisch meinte, wir machen unsere Treffen nun mit Zoom, habe ich mich zuerst gewehrt.

Muss man immer alles ins Netz zerren? Funktioniert das? Ist das dann noch so schön wie ein Präsenz-Treffen?

Diese ganze Chose hier dauert schon wesentlich länger als… auch, erwartet hab ich das ja nicht. Ich weiß gar nicht wie ich den Satz fortführen soll. Die Chose dauert lang. Zu lang. Ach. Jedenfalls. Ja, das Essen und reale Begegnungen fehlen mir, aber der Stammtisch funktioniert immer noch gut. Wir machen Themen ab, diskutieren, das ganze wird ein klein wenig moderiert, damit jeder seine Rede-Zeit bekommt und ich staune. Inhaltlich sind unsere Treffen so schön wie eh und je. Ich genieße unseren Austausch. Mit anderen AutorInnen nach Herzenslust über Schreibthemen quatschen… toll. Und jetzt eben auch eine Lesung. Der Applaus kommt im Chat mit Emojis. Aber es funktioniert. Nur das zählt. Nick hat Musik gemacht. Wir, also vier AutorInnen haben gelesen, das Publikum hat was geboten gekriegt. Und darauf kommt´s an. Und trotzdem hoffe und freue ich mich auf den Moment, wenn wir wieder auf eine Bühne dürfen, unter Leute, mit richtigen Begegnungen. Das wird super.

Link-Liste

Die Lesebühne auf YouTube

Gestern kam ich nicht dazu, nun habe ich das Spektakel nachgeholt: Die Lesebühne 2.0. auf YouTube! Das war der Abend, an dem Dorothea mit Nemo dem Clownfisch Moby den Wal gejagt hat, an dem Rainer Dylanscheiben nur originalverpackt verkaufte, Karin das heiße Eisen Klopapier anpackte und Ingo in Schwäbisch Gmünd Bücher warf. Der Rock’n’Roll Diktator machte Musik dazu.

Weiter geht´s (digital) am 27. Februar. Stay tuned.

Sudelbucheintrag 14/06/19

Ich schaue mir bei YouTube gerne Mal-Videos an. [Kurze Frage an dieser Stelle: Ist es möglich eine Liste mit Lieblings-Suchbegriffen anzulegen? Bei Twitter geht das. Kann YouTube das auch, hm?]

Jedenfalls. Das reicht von Holzstiften zu Pastell-Kreiden, hin zu Aquarell-Motiven und das so genannte #Pouring mit Acryl-Farben. Die Lust solche Dinge auszuprobieren ist groß, ein Einkauf im Bastel-Laden teuer. Nun stellte ich neulich erstaunt fest, dass meine gute Freundin Cordelia* auch solche Videos schaut. Wir kamen beide zu dem Schluß: Das kann ja so schwer nicht sein. Man müsste halt mal etwas rum probieren. Es fiel das Wort „panschen“ und das klingt so nett, dass mein inneres Kind schon Luftballons aufbläst und ein Pony anschleppt.

Sie, also Cordelia, nicht mein inneres Kind, hatte dann die Idee in einem Farbengeschäft nach alten Tapetenbüchern zu fragen. Jetzt muss ich zu meiner Schande gestehen, ich habe keinen blassen Schimmer, was Tapetenbücher sind, noch was man damit anfängt. Der Name erschließt schon die Sache, und die Woche fand ich mich dann eben in genau dieser Situation. Sie sagte, sie hätte sich schon im Kindergarten in Tapentenbüchern ausgetobt… viele Geschäfte würden das machen und so die Dinger „entsorgen“.

[Kennst du das? Tapentenbücher und Kindergarten-Recycling?]

An sich ist das ja ne super Sache. Etwas, das ausgedient hat, einem neuen Zweck zuführen. Und Kinder nach Herzenslust malen lassen ist dabei sicher nicht die schlechteste Idee. Auch große Kinder. 😉
Cordelia und ich waren dann einkaufen. Acryl-Farbe, Pouring Medium, ein paar kleine Leinwände zum üben. Was man eben so braucht. Wir werden wohl erst nächste Woche dazu kommen, alles auszuprobieren. Mein inneres Kind will Collagen basteln, Tapeten voll malen [endlich darf sie mal!] und Farbe rumschlonzen. Das wird super. Ich werde das auch dokumentieren, versprochen.

*Name von der Redaktion geändert 🙂

***

Nach dieser ganzen Einkaufs-Aktion bin ich zu meinem Auto gelaufen. Guter Dinge, den Kopf voller Ideen, mit den Gedanken eigentlich ganz wonders. Mir kam eine Frau entgegen und hier grüßt man sich, das ist normal.

Sie sagte „Hallo“. [Ich finde „Grüß Gott“ auch immer nett, dabei bin ich nicht religös. Aber es klingt immer so cool, als wären wir dicke Kumpels. Und die Vorstellung, natürlich mit Fist-Bump, „Ey, ich soll dich von Manu grüßen!“ amüsiert mich immer sehr.]

Ich sagte also auch „Hallo“. Wie gesagt, ich hatte grad ein Ideen- und Farbspektakel im Kopf. Und sie hängte, im Vorbei gehen, an ihren Gruß noch „Ihr Buch gefiel mir sehr“ dran. Hui. Ich muss mich erst mal schütteln und brachte dann die blöde Frage hervor: „Welches?“

„London“, sagte sie und lächelte. „Ganz toll. Sie waren wohl oft da?“

Stimmt, ein paar Mal waren es schon. Aber nicht genug Male. Wir hielten also einen kleinen Plausch über London und schöne Orte, ich bedankte mich für das Lob und wir gingen unserer Wege. Das Lob einer Fremden. Das ist sehr, sehr schön.

Merci mit Knicks.

***

Und dann war ich noch an der Tankstelle. Als es ans Bezahlen ging, legte ich wie selbstverständlich meine Karte auf das Gerät. Der Typ hinter der Kasse schaute mich an, als hätte ich ihm den laminierten Taschen-Kalender, den man in der Apotheke geschenkt bekommt, untergejubelt.

„Sie müssen die Karte schon ordentlich rein stecken“, sagt er.

„Ach“, meine ich, „ich dachte, das wär so ein super-duper modernes Ding, das meine Daten schon beim rein kommen erfasst.“ Und ich sehe ihn so an, als hätte er die letzten zehn Jahre im Gefängnis verbracht und deshalb keine Ahnung von all diesem #Neuland hier. Das war ein zauberhafter Moment, wo einer vom anderen dachte, dass er ein Depp sei und beide Recht hatten. Ich habe dann ordentlich bezahlt, und er hat nur ein bisschen die Augen verdreht, als ich kurz aber scharf nachdachte, wie denn meine PIN noch mal war.

Also alles normal hier.