Erika

Erika ist bei mir eingezogen. Die hat mir noch zu meinem Schreibmaschinen-Glück gefehlt. Ich glaube, meine Sammelwut ist damit abgeschlossen. Jedenfalls. Ich war noch mal in dem Second Hand Laden. Letzte Woche hatte ich dort nachgefragt, ob sie eine Schreibmaschine haben, so eine richtig alte, mit den runden Tasten. Die gute Frau meinte „Ja, vielleicht“, sie würde nachschauen. Und gestern fragte ich noch mal nach, mit Erfolg. Wir sind uns schnell einig geworden und diese Schönheit ist nun bei mir eingezogen. Yay. Sie ist inzwischen geputzt, das Farbband ist neu, es funktioniert alles. Einzig, der Koffer sieht ein bisschen abgeratzt aus. Ich bin am überlegen ob und wie ich das ändern könnte… Das Holz abschleifen und neu lackieren? Ich würde es gern selber machen. Ich werde das Internet zu Rate ziehen. Was meinst du? Muss so ein altes Ding auch alt und verlebt aussehen? Oder darf man/soll man einer solchen Schönheit ein neues Kleid basteln? Hm?

10 Gründe für die Schreibmaschine

 

Das sind sie: Meine 10 Gründe FÜR die Schreibmaschine. *Hust Hust* 11 Gründe, meine ich. Es ist wohl kein Geheimnis, ich liebe Listen. Und Listen sind etwas lebendiges, sie verändern sich dauernd. Manches streicht man weg, weil man es endlich erledigt hat. Anderes streicht man durch, weil es nicht mehr wichtig ist. Dauernd kommt was Neues dazu. Wenn ich herausfinden will, was meine Prioritäten sind, dann schreibe ich eine Liste. Wichtigkeit, pro und contra. Aber auch Lieblingsdinge. Mein Gedächtnis ist mies und was ich aufgeschrieben habe, muss ich mir nicht mehr merken. Es hilft mir, Ordnung ins Chaos zu bringen, Gedanken zu sortieren, Dingen auf den Grund zu gehen.

So eine Liste kann man auch gut als Manifest deklarieren, dann wirkt´s noch wichtiger. Seit ich für die Shorties in die Tasten haue (Schreibbude/Shortie to go) entdecke ich meine Begeisterung und Leidenschaft für Schreibmaschinen. Es könnte sein, dass diese Begeisterung zu einer Sammel-Leidenschaft wird. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte… Wenn man im Netz nach Videos und Beiträgen sucht, landet man unweigerlich bei Tom Hanks, der ein selbsterklärter Typewriter Enthusiast ist. Er schrieb eine Liste mit 11 Gründen und diese Liste finde ich großartig. Ich hatte sofort Spaß daran und wollte meine eigene Liste haben, deutsch natürlich, ein bisschen abgewandelt, damit es MEINE ist. Voilà.

Schon seit Jahren versuche ich Ordnung in meine Arbeit hinein zu bekommen, und experimentiere herum, mit einem Notizbuch für alles (Sudelbuch), mit einem Workbook, diversen Apps. Ich hoffe sehr, ich schaffe es auch endlich mal, meine Liste „Apps für Autoren“ hier zu veröffentlichen. Ich habe inzwischen einiges ausprobiert, gutes und praktisches, aber auch völlig nutzlose Tools. Aber auch das ist wieder eine andere Geschichte. (Falls du mir erzählen willst, wie du das machst, Ordnung zu halten in dem Ordner mit den aktuellen Entwürfen, wie du deine „Sätze & Schätze“ verwaltest, wo du deine Ideen und all den Kram „Schreibe ich später, wenn Zeit dafür ist“ hin tust, da unten ist ein Kommentarfeld mit viel Platz.) Jedenfalls. Oft genug wünsche ich mir Ruhe, weniger Ablenkung, das heißt: Ein Blatt Papier und ein Schreibdings* und sonst nichts. Kein Internet, kein Schnick-Schnack auf dem Schreibtisch, ich bräuchte wohl Scheu-Klappen wie ein Pferd und jemand der von hinten brüllt: „Sei nicht dumm, mach deine Arbeit.“

Vielleicht klappt es ja mit der Schreibmaschine. Ich und das Tippeditipp von Silver Reed. Das ist doch ein prima name für eine Heldin. 🙂

~Caro

*Bleistift, Füller, Kuli. Vom Hirn in den Arm aufs Papier. Keine Umwege.

 

 

 

Ich muss diesen Film sehen: 

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

Schreibtipps

Neulich wurde ich gefragt, ob ich einen guten Schreibtipp habe für Anfänger und ganz grundsätzlich. Ich musste dann herzlich lachen. Tipps gibt es viele, der wichtigste ist gut und schlecht zugleich.

Vor ein paar Jahren saß ich in der Praxis meiner Hausärztin und sagte verzweifelt:

„Was soll ich denn machen?“

Und sie sagte: „Machen Sie Sport, ernähren sie sich gesund und nehmen ein paar Kilo ab, dann geht es Ihnen bald besser.“

Ich sah sie verständnislos an. Hatte sie mir nicht einfach eine Pille, die das schnell, unkompliziert und ohne mein Leben zu verändern, konnte?

Nein, hatte sie nicht.

Irgendwann wurde der Leidensdruck groß genug: Ich fing an Sport zu machen, stellte meine Ernährung um und verlor ein paar Kilo.

Sie hatte Recht gehabt. Konnte ich ihr das sagen & zugeben? Nö. 🙂

Beim Schreiben ist es ähnlich. Der Tipp lautet: Machen.

Wenn man sich im Alltag irgendwo eine Insel frei boxt, sagen wir am Dienstag um 20 Uhr und sich angewöhnt um diese Zeit zu schreiben, wird es zur Gewohnheit und dann zum Selbstläufer. Wer die Gewohnheit schon hat, wird verstehen was ich meine und sagen: Klappt super. Wer sie noch nicht hat, sucht noch nach der einfachen Pille.

Schreiben erfordert Schreiben. Und dann wird´s super. Versprochen.

My Writing

MyWriting. Schlicht und einfach.

Wer kennt das Problem nicht. Man schreibt fröhlich diverse Geschichten, kurze und lange, verteilt sie im Internet und irgendwann kommt man an den Punkt, da verliert man die Übersicht. Peinlich wird es dann, wenn man eine Geschichte bei einem Wettbewerb eingereicht oder an einen Verlag geschickt hat, und die wollten einen unveröffentlichten Text. Eine kurze Google-Suche ergibt: Ich bin ein Schlumpf und habe eine Internetveröffentlichung angeboten. Shit.

Hier kommt die App MyWriting ins Spiel. Man kann hier Titel und URL der Geschichte eingeben und hat so eine schnelle Übersicht wo welcher Text ist. Im Prinzip eine schöne, hilfreiche Sache. Mit einem Haken.

Natürlich muss man als User der App konsequent alle Texte eingeben, sonst bringt die Sache nichts. Leider kann man diesen Eintrag weder mit Datum noch mit einem Namen versehen – falls man unter Pseudonym arbeitet. Lediglich eine Vorschau ist möglich: Wie der Interneteintrag aussieht.

Vielleicht gibt es da irgendwann mal ein Update. Ansonsten: sehr praktisch.

Viel Spaß beim Schreiben.

~Caro

Novel in 30

Novel in 30

Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass nicht jeder der schreibt, automatisch auch den NaNoWriMo kennt. Ich selbst kenne zwar die Aktion, habe aber noch nie dran teil genommen.

[Zur Erklärung: Jedes Jahr im November machen tausende von Leuten beim National Novel Writing Month mit und schreiben um die Wette. So wie ich das verstehe, geht es in erster Linie nicht um die Qualität des Textes, sondern um das Beenden eines Manuskripts. Also in 30 Tagen ein ganzes Buch zu schreiben. Der Umfang ist selbst bestimmt. Jeder kann sich also fröhlich selbst in den Hintern treten und sagen: Schreib den verdammten Roman!]

Mit der App Novel in 30 kann man also jeden Monat NaNoWriMo spielen, ohne die Community, offline. Das Prinzip ist schnell erklärt. Man gibt einen Arbeitstitel ein, und ein Pensum, dass man pro Tag schaffen will. Ich finde dieses App sehr gut geeignet um den inneren Schweinehund zu besiegen und täglich zu schreiben. Es ist völlig egal, ob man 3 Tage eingibt, 30 oder 300. Den Zeitrahmen setzt man selbst fest, auch wie viele Worte man pro Tag schaffen will. 1000 Wörter pro Tag sind zwar sehr ambitioniert, aber im normalen Alltag mit Beruf und Sozialleben nicht schaffbar. Wer sich ein bisschen auskennt, mit Selbstmotivation und Schreibroutine, weiß: Mit kleinen Zielen, die im Alltag auch zu bewältigen sind kommt man weiter und schmeißt nicht alles nach wenigen Tagen hin.

Die App zählt fröhlich mit, wie viel man schreibt, pro Tag, pro Monat und ob man innerhalb des selbst gesetzten Limits ist oder nicht. Die Handhabung ist sehr einfach. Satzzeichen, Gänsefüßchen etc. sind in der obersten Leiste der Tastatur immer parat. Man muss also nicht immer die Tatstatur auf die Sonderzeichen umstellen.

Noch ein schönes Gimmick: Bei jedem Öffnen der App begrüßt ein Autor mit einem netten Satz über das Schreiben den angehenden Schriftsteller.

Zum Schluss kann man entweder jeden Tag einzeln als Email ausgeben oder das ganze Manuskript im Format RTF.

Schade ist allerdings, dass man weder mit Überschriften arbeiten kann, noch vernünftig formatieren. So oder so, die RTF Datei muss man anschließend bearbeiten und formatieren. Das geht innerhalb der App nicht. Falls es doch geht, habe ich nicht raus gefunden wie man das macht. 😉

Viel Spaß beim Schreiben.

~Caro

Jeder hat ein Recht auf meine Meinung

Jeder hat ein Recht auf meine Meinung

Dieser Satz ist natürlich mit einem Augenzwinkern zu lesen. Tatsächlich verstehe ich das Blogschreiben aber genau so. Man sitzt hier in seinem stillen Kämmerlein, und posaunt seine Meinung in den Äther – und wenn nicht jemand einen Kommentar dazu abgibt, hat man als Schreiber keine Ahnung bei wem und wie das ankommt. Ich bin also gespannt, was passiert.

Jedenfalls, normalerweise schreibe ich hier meine Meinung zu Büchern, mal auch zu Filmen, Stars & Fernsehen. Ein paar von euch wissen ja schon wer da meine Favoriten sind. Jetzt würde ich das gerne auf diverse Schreib-Apps ausweiten. Aber nicht im Sinne einer Rezension sondern ehe als Berichterstattung, wie es mir ergangen ist in der Handhabung.

Anfangen werde ich morgen, mit der App Novel in 30.

Stay tuned.

~Caro