Näharbeiten im Februar

Es ist so cool – im muss wieder Stoff kaufen. Meine Schätze, die ich im letzten Jahr gekauft habe – bei einem fliegenden Händler in Pforzheim – sind fast aufgebraucht. Zuletzt habe ich ein T-Shirt gemacht, im Moment arbeite ich am einer Handtasche (Bild folgt demnächst), das aufwändigste Projekt bisher. Hätte nicht gedacht, dass eine Tasche so kompliziert ist.

Ich habe eine Einladung erhalten, für ein großes Fest im Juni – eins von der Sorte, für das man ein Kleid braucht. Das heißt, Stoff kaufen, Schnitt finden, Kleid nähen. Yay.

2015-02-01 14.11.26

 

Ich werde langsam besser im Umgang mit der Nähmaschine. Ich glaube meine Freundin I. hat sich die letzten Monate so manches Mal auf die Zunge beißen müssen, während sie mir zusah. Sie näht schon seit Jahren und kaum ein Kleidungsstück stellt für sie noch eine Herausforderung dar. Während ich mit meinen Händen kämpfe. Ich bin kein richtiger Linkshänder, aber auch nicht eindeutig rechtshändig. Daher weiß ich oft nicht, mit welcher Hand ich was tun soll. Das hängt wohl auch mit meiner Legasthenie zusammen. Zumindest vermute ich das. Jedenfalls. Sehr oft frage ich I: Wie machst du das? Sie denkt über die Handgriffe nicht nach, die laufen schon seit Jahren wie ein Programm ab. Manchmal ist sie irritiert von meiner Frage, weil sie gar nicht auf die Idee käme den Stoff so zu halten wie ich das tue. Manchmal, wenn ich gerade am schneiden bin, legt sie mir ganz behutsam zwei Finger auf den Unterarm und sagt sowas wie: Nimm doch die andere Hand.

Und dann gehts. Nicht unbedingt schöner, meine Zuschnitte sehen immer noch aus wie von einem Kindergartenkind, aber es fühlt sich nicht mehr ganz so unbequem an. Ich kann mich nicht erinnern, während meiner Schulzeit, dass je ein Lehrer oder meine Eltern so geduldig mit mir gewesen wären. Oder so nachsichtig mit meinen Fehlern. Wobei es mich beim nähen nicht stresst, wenn ich eine Naht wieder auftrennen muss. Aus Fehlern lernt man. 🙂