Mein Lese-Monat April

Lese-Monat April: Schreibratgeber, Der dunkle Turm, Horst Evers und der Hobbit

  • Hanns-Josef Ortheil – Schreiben dicht am Leben ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Horst Evers – Wer alles weiß, hat keine Ahnung (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • J. R. R. Tolkien – Der Hobbit (Hörbuch gelesen von Gert Heidenreich) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Stephen King – Schwarz (Der dunkle Turm Band 1) Hörbuch gelesen von Vittorio Alfieri ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich war die letzten Wochen so mit dem neuen Manuskript beschäftigt, dass ich kaum zum Lesen gekommen bin. Daher sind in meiner Liste eigentlich nur Hörbücher, die ich auf der Autobahn konsumiert habe. Ich hoffe, ich komme diese Woche noch dazu im Blog jeweils eine vernünftige Rezension zu schreiben. Den Schreibratgeber möchte ich herzlich empfehlen und „Schwarz“ habe ich in einer überarbeiteten, erweiterten Fassung gehört. Ich las den Roman vor… puh 15 Jahren? Vielleicht ist es sogar länger her. Dennoch glaube ich, dass die Überarbeitung dem Buch gut getan hat. Ich hatte die Story unter „experimentell“ abgespeichert und dachte damals: „Krass, der gute Herr King hat selber keine Ahnung wo das hinführt. Spannend. Dass er das so schreibt und dass ein Verlag dieses Experiment mitmacht. Da bleibe ich dran.“

Mache ich tatsächlich, ich trete die Reise mit Roland noch mal an – in der Hörbuch-Fassung. Yay.

Was hast du gelesen, hm?

Lese-Monat März

Mein Lese-Monat März

Stephen King – Brennen muss Salem (Hörbuch gelesen von Jürgen Kluckert) ⭐️⭐️⭐️

Das Buch gehört definitiv nicht in meine Favoriten-Liste. Die Story ist nicht schlecht, aber mir war es teilweise zu langatmig, und dieses Mal hatte ich auch Schwierigkeiten die Figuren auseinander zu halten. Auf der einen Seite gab es also (zu) lange Passagen, warum Barlow kein Vampir sein kann bzw. es keine gibt, wir sind hier ja alles ganz vernünftige, rationale Menschen, jaja. Und auf der anderen Seite waren mir die Charaktere nicht genug ausgearbeitet. Und Jürgen Kluckert und ich werden keine Freunde.

Diana Hillebrand – Heute schon geschrieben? Band 6 (eBook) ⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich mag die Reihe und werde auch gleich mit Band 7 weiter machen. Aber ich habe inzwischen schon einige Schreibratgeber gelesen, deshalb war bei Band 6 – für mich – nichts Neues dabei.

Christine Spindler – Mein Ideengarten (eBook) ⭐️⭐️⭐️⭐️

Hübsche Idee, ich habe mir auch ein paar Notizen gemacht, aber bis jetzt hat die Idee allein mich noch nicht in die Handlung gebracht. Ich weiß noch nicht, ob ich die Methode ausprobiere, auch wenn sie mich (in der Theorie) anspricht.

Svenja Hold – ADHS bei Erwachsenen (eBook) ⭐️⭐️⭐️

Das Buch ist ADHS-freundlich geschrieben, das liest sich ratzfatz weg, bleibt meiner Meinung nach aber theamtisch an der Oberfläche. Ich finde es ist ein guter Einstieg, viel mehr aber auch nicht. Die Tipps sind ganz nett. Wenn man sich aber mit Achtsamkeit beschäftigt, dann sind die auch nicht neu. Es gibt noch ein paar weiterführende Links, die ich mir noch anschauen werde. Dieser 5-Wochen-Plan ist putzig, den habe ich in einer halben Stunde gelesen und gedacht, jaja, süß. Als wenn ich mit ADHS fünf Wochen an dem Büchlein dran bleiben würde… Manches davon habe ich schon ausprobiert, manches mache ich tatsächlich. Zumindest manchmal. Dieses Buch ist das erste, dass ich zu dieser Thematik gelesen habe, aber es bleibt wohl nicht das letzte. Aus Gründen.

Stephan Porombka – Schreiben unter Strom ⭐️⭐️⭐️⭐️

Diesen Schreibratgeber aus der Reihe „DUDEN – Kreatives Schreiben“ habe ich schon an anderer Stelle rezensiert: HIER Ich mag die Reihe sehr, ich bleibe dran. Im Moment bin ich mit „Schreiben dicht am Leben“ beschäftigt. Später mehr.

Bill Watterson – Calvin und Hobbes Band 4 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Hach. Die Zwei. ❤

J. K. Rowling – Harry Potter und das verwunschene Kind ⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich habe das Screenplay endlich gelesen, weil ich besitze nämlich Karten für das Theater in Hamburg, und da will ich ja vorher wissen, was auf mich zu kommt. Natürlich ist so ein Theater zeitlich und örtlich begrenzt, die Geschichte muss quasi in vier Stunden (und an zwei Abenden) erzählt sein, daher ist das schon Recht, alles. Aber nicht ansatzweise so raffiniert und komplex wie die Bücher. Das geht ja auch gar nicht, is klar. Ich habe die Geschichte gern gelesen und bin nun sehr gespannt, WIE diese ganze Geschichte umgesetzt wird. Auf der Bühne. Das wird aufregend und ich freu mich drauf.

Shirley Jackson – Spuk in Hill House (Hörbuch gelesen von Richard Barenberg) ⭐️⭐️⭐️

Uff, naja. Wenn ich bei einem Buch daneben greife, maule ich nicht, ich sage folgenden Satz: „Ich bin nicht in der Zielgruppe.“ Andere finden das sicher gruselig. Ich fand’s langweilig.Vermutlich war das 1959 bahnbrechend und herausragend. Aber jetzt kann ich nur müde mit den Schultern zucken. Von den 7 Figuren gingen mir 5 auf die Nerven.

Lese-Monat Januar

Lese-Monat Januar
  • Mister Maikel – Sketchnotes ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich habe das Buch gelesen, aber noch nicht alle Übungen des Workshops gemacht. Wenn ich damit durch bin, schreibe ich auch einen Beitrag dazu und zeige ein paar meiner „grafischen Notizen“. 🙂

  • Bill Watterson – Calvin und Hobbes #1 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Eine Kollegin vom BvjA-Autorenstammtisch hat mir letztes Jahr „There´s Treasures everywhere“ ausgeliehenund es ist fast tragisch, dass ich es zurück geben musste. Weil Calvin und ich, das ist Liebe auf den ersten Blick. Ich habe meinen Weihnachts-Bücher-Gutschein in drei Bände „Calvin und Hobbes“ umgesetzt und ich kann nichts anderes, als völlig begeistert zu sein. Dieser 6-jährige ist liebenswert und verrückt, einfallsreich und ein kleiner Teufel. Genau die richtige Mischung.

  • Stephen King – Der dunkle Turm Band #15 (Graphic Novel) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Stephen King – Der dunkle Turm Band #16 (Graphic Novel) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich habe alle Graphic-Novel-Ausgaben gelesen und bin nach wie vor völlig hin und weg, von dem Medium Bild und Text. Was mich betrübt: Nach band 16 ist Schluß. Aber inhaltlich fängt es hier ja erst an, die ersten Bände widmeten sich der Vorgeschichte von Roland. Jetzt sind seine drei Gefährten da, aber es gibt keine weiteren GN-Ausgaben. Ich werde also noch Mal die Romane lesen bzw. hören. Ich werde mir die Hörbücher einverleiben. Auch hier betrübt mich eine Sache: Die Romane der Reihe „Der dunkle Turm“ werden nicht von David Nathan gelesen. Und das ist nicht richtig, ich prangere das an. Seufz.

  • Terry Pratchett – Die Farben der Magie (Hörbuch gelesen von Volker Niederfahrenhorst) ⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich starte ein neues Projekt: Wikipedia sagt, es gibt 41 Scheibenwelt-Romane. Und ich habe nicht mal ansatzweise alle gelesen. Daher wird daraus ein Projekt, genau wie mein #ProjektDarkTower. Ich mache eine Liste und dokumentiere die Sache. Später mehr. Volker Niederfahrenhorst macht seine Sache gut, das will ich gar nicht schmälern. Allerdings hat er ein paar Eigenheiten in seiner Sprechweise, die mich triggern. Uff.

  • Kris Brynn – Born ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (Hier geht´s zur Rezension)
  • Elke Heidenreich – Der Welt den Rücken (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Andy Stanton – Mr. Gum und der sprechende Kirschbaum (Hörbuch gelesen von Harry Rowohlt) ⭐️⭐️⭐️
  • Andy Stanton – Mr. Gum und das geheime Geheimversteck (Hörbuch gelesen von Harry Rowohlt) ⭐️⭐️⭐️

Puh, ja. Großer Pluspunkt der Mr. Gum Reihe: Harry Rowohlt liest das. Und er macht das gut. Ich habe vor Jahren mit dem ersten Hörbuch der Reihe angefangen (Ich glaube es sind 8 Geschichten) und mit jeder Fortsetzung wurde die Sache absurder. Beim ersten Buch habe ich mich noch scheckig gelacht, jetzt zum Schluß reichte es kaum noch zu einem Schmunzeln. Schade. Es liegt vermutlich an mir. Absurde Geschichten bzw. Handlungsstänge holen mich einfach nicht ab.

Lese-Monat Dezember

Das ist mein Lese-Monat Dezember und mein Jahresabschluss. Mein Vorsatz lautete: 52 Bücher lesen. Also eins pro Woche. Dieser Vorsatz beinhaltete aber auch: Den Stapel ungelesener Bücher reduzieren. Mein Pensum habe ich voll erfüllt, allerdings habe ich dauernd neue Bücher dazu gekauft, der SUB ist kaum um zwei Bücher geschrumpft.  

Ich brauche mir für das neue Jahr keine Ziele vornehmen, die unerreichbar sind. Lesen ja, SUB Abbau nein. Vermutlich nehme ich den SUB am Schluß mit ins Grab und lese da. Legt mir ne Taschenlampe dazu, ok? 

  • Stephen King – The Stand (Hörbuch gelesen von David Nathan) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Bahar Leventoglu – Appetite for Power ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Sinah Birkner – Täglich kreativer ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Martin von Arndt – Wie wir sterben, wie wir töten ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Brigitte Doege-Schellinger – Mit Farbstiften malen und zeichnen ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Max Goldt – Max Goldt für alle, die Max Goldt noch nicht kennen (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Stephen King – Erhebung (Hörbuch gelesen von David Nathan) ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Qwertz Ausgabe 3/2021 und 4/2021 (Mitgliedermagazin des BvjA

Happy New Year.

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Lese-Monat Oktober

Lese-Monat Oktober 2021

Mein Lese-Monat Oktober

  • Rob Biddulph – Peanut Jones and the illustrated City ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Steven Pressfield – The War of Art ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Stephen King – Der dunkle Turm Band 14 / Graphic Novel ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Elke Heidenreich – Sonst noch was ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Elke Heidenreich – Nurejews Hund ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Elke Heidenreich – Am Südpol, denkt man, es ist heiß ⭐️⭐️⭐️⭐️

Die Heidenreich-Bücher habe ich schon ewig, und ich hatte Lust die mal wieder zu lesen. Ich bin viel mit dem neuen Manuskript beschäftigt, habe wenig Zeit und Lust zu lesen, und dann ist so was kurzes, das man mal g‘schwind lesen kann, ideal. 

Was hast du gelesen?

Lese-Monat September

Mein Lese-Monat September

  • Roberta Bergmann – Kopf frei für den kreativen Flow ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Stephen King – Joyland (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Bov Bjerg – Deadline ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Stephen King – Der dunkle Turm Band 13 (Graphic Novel) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Susann Rehlein – Lucy Schröders gesammelte Wahrheiten ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Guiseppe Latanza, Francesco Matteuzzi – Hokusai (Graphic Novel) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Auf Lucy Schröder habe ich schon eine Lobes-Hymne verfasst. Der Roman ist diesen Monat mein Lese-Highlight. Bov Bjerg mochte ich auch, aber das Buch ist schwierig zu lesen, also keins, dass man mal g´schwind mit Genuss liest. Etwas wie Deadline ist mir noch nie unter gekommen, da musste ich mitdenken und mich anstrengen, das war Arbeit. Die hat sich gelohnt, keine Frage, aber ich würde es nicht uneingeschränkt weiter empfehlen. Und die Entdeckung von Hokusai begeistert mich (immer) noch sehr, darüber möchte ich, sobald ich Zeit dazu finde, ein paar Gedanken aufschreiben. Im Moment hat mich mein neues Manuskript fest im Griff. Jede freie Minute – sofern ich nicht zu müde bin, und das bin ich oft – stecke ich in den neuen Roman. 

Und was hast du gelesen?

Mein Lese-Monat Juli

Mein Lese-Monat Juli

Mein Lese-Monat Juli

  • Rudi Hurzlmeier & Harry Rowohlt – Lord Brummel ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Stephen King – Der dunkle Turm / Zwischenstation / Band 9 / Graphic Novel ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Elke Heidenreich – Männer in Kamelhaarmänteln (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Stephen King – Basar der bösen Träume (Hörbuch)⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Mona Frick – Küss mich in Rom (eBook) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Kris Brynn – Out of Balance 1 (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Kris Brynn – Out of Balance 2 (Hörbuch)⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Der Juli war sehr Hörbuch-lastig. Aber das bietet sich halt an, wenn ich im Auto unterwegs bin, zur Schreibbude, zum Beispiel. Und auch im Büro, wenn ich stupide Pläne falten muss, retten mich die Kopfhörer und ein gutes Hörbuch. Was hast du gelesen? Gab es diesen Monat eine Lese-Perle, hm? Rezensionen habe ich diesen Monat keine geschrieben, dazu fehlt mir die Zeit. Und mein Lese-Pensum wird sich auch wieder reduzieren. Zum einen, weil ich nicht mehr lockdown-bedingt permanent Zuhause hocke, zum anderen, weil ich gerade wieder nach Leotrim abtauche. Ich arbeite an der Drachen-Fortsetzung und versuche diese wage Idee, die in mir herum wabert, in einen Roman zu verwandeln. Jedes Mal wieder ein Kunststück, von dem ich vorher nicht weiß, ob es DIESES Mal wieder gelingt. Hinterher schaue ich immer ganz baff aus der Wäsche und kann mein Glück kaum fassen. Aber vorher… puh. Vorher ist es ein riesiger Berg, den ich Schritt für Schritt und Wort für Wort erklimmen muss. Aufs Neue. Wünsch mir Glück.

Mein Lese-Monat Juni

Mein Lese-Monat Juni
  • Fabian Neidhardt – Immer noch wach ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (Rezension)
  • Alice Miller – Bilder einer Kindheit ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Christa Wolf – Kein Ort. Nirgends ⭐️⭐️⭐️
  • Walter Tevis – Das Damengambit ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (Rezension)
  • John von Düffel – Der brennende See ⭐️⭐️⭐️
  • Peter Engel – Her Fritz ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (Rezension)

Und was hast du gelesen, hm?

Bei mir ging es auch mit meinem Projekt Stephen King bzw. The Dark Tower weiter. Nachdem ich die vergriffenen Bücher gebraucht und eins auch auf Englisch ergattern konnte, bin ich nun endlich mitten in der Geschichte angekommen. Rolands Vorgeschichte ist erzählt. Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste und der Revolvermann folgte ihm. Hab ich erwähnt, dass ich wegen der Turm-Reihe von Stephen Kind auch Robert Browning (auf Englisch) gelesen habe? Also auch das Gedicht „Childe Roland to the Dark Tower Came“. Gut, ich habe auch Shakespeare und Dickens gelesen. Diese Herren kommen bei Stephen King sowie bei meinem geistigen Mentor, John Irving, immer wieder vor. Was ich sagen will: Bücher und Geschichten sind wie ein Stein, den man ins Wasser wirft. Kreise und Wellen entstehen, alles breitet sich aus. Ein Buch führt zum anderen und zum nächsten. Und das finde ich sehr, sehr großartig.

Projekt Dark Tower

Lese-Monat Mai

Mein Lese-Monat Mai

Brian Bagnall – Zeichnen und Malen ★ ★ ★ ★

Dieses Buch besitze ich schon seit 30 Jahren. Mindestens. Als Kind kniete ich gern auf dem Boden, das Buch lag aufgeschlagen vor mir und ich blätterte vor und zurück, beeindruckt von den Motiven und Farben. Über die Jahre habe ich einiges ausprobiert, vor allem Buntstift-Motive und Aquarell. Aber so richtig gelesen habe ich es nie. Also von vorne, ein Mal konsequent durch, so wie man einen Roman lesen würde. Neulich habe ich mein Bücherregal entmistet. Mir geht regelmässig der Platz aus, und Sachen die ich nicht mag, die ich definitiv nicht noch mal lese, oder die halt nicht so wichtig sind, können weg. Sie sparken keinen Joy, wie man neuerdings sagt. Bei der Gelegenheit habe ich einiges aussortiert und gleichzeitig festgestellt, dass in meinem Regal Bücher stehen, die ich nicht gelesen habe. Also legte ich, konsequent wie ich bin, die ungelesenen Sachen auf den SUB. Ordnung muss sein.

„Zeichnen und Malen“ habe ich jetzt nachgeholt. Ich war ziemlich überrascht, wie viele Techniken und Materialien es gibt, wie viel Abwechslung. Das Buch bietet eine gute Übersicht, samt Beispielen und Anregungen für Übungen und Experimente. Das Buch ist jetzt ausgestattet mit kleinen Klebenotizen, überall wo meine Neugier geweckt wurde, bappt einer. Es gibt viel zu tun.

Vor jeder Maltechnik, beispielsweise Aquarell, gibt es eine Übersicht mit Dingen, die man dazu braucht, oder eben auch nicht. Zum Beispiel erklärt Brian Bagnall die unterschiedlichen Papiersorten, also was wofür geeignet ist, macht dann weiter mit den Pinsel-Unterschieden und führt durch die Farbenlehre zu den Mischtechniken. Manche Sachen überschneiden sich, aber Öl-Farben reagieren ganz anders als Acryl. Endlich konnte mir jemand Gouache erklären, so dass ich das kapiere. Ich kam zu dem Schluß, dass ich mit Materialien gut ausgestattet bin. Ich gehöre zu den Menschen, die meinen, wenn sie nur genug Kram daheim haben, ergibt sich das mit der Kunst von ganz allein. Das man auch ein klein bisschen Ahnung haben sollte, von dem was man da tut, weiß ich theoretisch. Im Buch lautet das Credo von Brian Bagnall: Üben und ausprobieren, noch mehr üben, rausfinden, was einem liegt, und weiter üben. Das weiß ich eigentlich auch. 😉 Ich gelobe hiermit mehr zu üben. Was mir liegt und wo meine Interessen liegen, weiß ich. Was ich bräuchte, ist ein ein eigener Brian, der mir im Nacken sitzt und ganz nett fragt: „Hast du heute schon was ausprobiert? Hm?“

Katharina Hartwell – Die Silbermeer Saga Band 2 ★ ★ ★ ★ ★

Trilogien; das ist ja schön und gut. Aber man sollte erst mit lesen anfangen, wenn alle Teile erschienen sind. Meine Meinung. Es ist ätzend, dass ich jetzt, vermutlich ein ganzes Jahr, auf den dritten Teil der Reihe warten muss. Ich will wissen wie es mit Edda weiter geht. Bis hier hin bin ich begeistert von Katharina Hartwells schöner, poetischer Sprache und ihrem Ideenreichtum. Das liest sich sehr angenehm. Das Buch ist kein typischer Pageturner, man jagt als LeserIn nicht von einem Höhepunkt zum nächsten – und das sage ich als Lob und Pluspunkt für die Geschichte. Manchmal, gerade bei Fantasy, ärgere ich mich, dass die innere Logik einer Geschichte der Spannung zum Opfer fällt, weil die AutorInnen meinen immer noch eins und noch eins drauf setzen zu müssen. Ich folge Edda und ihren Weggefährten, ahne und vermute wohin die Reise geht, dann läuft die Sache doch ganz anders, hier sind Brotkrumen für jenes Geheimnis und da ist noch ein Fährte in eine andere Richtung und ich hab Zeit die Schönheit der Sprache und Beschreibungen zu genießen und muss mich nicht hetzen lassen. So mag ich das. Nur net hudeln.

Claudia Haessy – Tagsüber Zirkus, abends Theater ★ ★ ★ ★

QWERTZ 1/2021 – Das Mitgliedermagazin des BvjA

Ray Bradbury – Der Tod ist ein einsames Geschäft ★ ★ ★ ★ ★

Ich mag keine Krimis. Eigentlich. Das ist mir oft zu viel Mord und Totschlag und unglaubwürdiger Unsinn. Ein Buch, mit einem Ermittler, der natürlich allein unterwegs ist, dem Mörder geradewegs in die Arme rennt und am Schluß mit einem Hase-aus-dem-Hut-Trick im letzten Augenblick gerettet wird, machen mich wütend. Da werd´ ich voll aggro. Das will ich nicht lesen, das ist Zeitverschwendung. Nun kenne ich, dank meines Autorenstammtisches, Raymond Chandlers „Der lange Abschied“ und musste meine Meinung revidieren. Solche Krimis mag ich sehr wohl. Das ist Literatur und spannend, das kann ich sehr gut lesen. Von Chandler zu Bradbury ist der Weg nicht weit, zumindest erscheint es mir so. Dieses Buch habe ich vor Jahren schon geschenkt bekommen, es ewig liegen lassen aus den oben genannten Gründen. Nach Chandler dachte ich, versuchste es halt mal. Und Überraschung, ich finde es großartig. In diesem Roman muss der „Ermittler“ quasi beweisen, dass überhaupt ein Mord geschehen ist. Weil, ist es ein Verbrechen, wenn jemand zu Tode kommt, ohne das der Täter einen Finger krümmt? Ich glaube, dass die Hauptfigur Bradbury selbst ist. Oder halt ein schrulliger Alter Ego. Und der sieht Dinge, die schwer zu erklären oder gar zu Bewiesen sind. Mitten drin zweifelt er an sich; ob er überall wo er hingeht, den Tod mitbringt und ich zweifle an ihm, ob da wirklich ein Mörder ist oder er sich alles nur einbildet. Die Sprache ist gewaltig und bildhaft, die Figuren liebenswürdig und schrullig und echt. Der Tod geht um, aber wer glaubt ihm, dem Schriftsteller denn, dass da etwas nicht mit Rechten Dingen zugeht? Das war subtil und spannend und mal ne ganz andere Geschichte. Vielleicht werde ich doch noch eine Krimi-Leserin.

Euripides – Medea ★ ★ ★ ★ ★

Das Buch bzw. das Theaterstück habe ich an einer anderen Stelle schon rezensiert. Link

Harry Rowohlt liest Flann O’Brien (Hörbuch) ★ ★ ★

Der gute alte Harry-Bär. Der kann mir das Telefonbuch vorlesen, und ich hör mir das trotzdem an. Allerdings, Flann O’Obien und ich werden wohl keine Freunde. Das Hörbuch besteht aus mehreren seiner Kolumnen und ich finde es ist absurd bis hin zu langweilig. Ich weiß, Langeweile ist kein richtiges Kriterium. Die Texte sind nicht schlecht. Weder schlecht geschrieben, noch schlecht gemacht. es interessiert mich nur nicht bzw. ich teile diesen Humor nicht. Mea culpa.

Stephen King – Später (Hörbuch) ★ ★ ★ ★

Das ist nicht sein bestes Buch. Und das sage ich mit folgendem Hintergrund: Das letzte Hörbuch, dass ich von King gehört habe, war „ES“ und das ist streng genommen 30 Jahre alt, allerdings habe ich es erst letzten Monat für mich entdeckt. Und nun kommt da „Später“ daher. Zeitlich wirklich später, inhaltlich aber wieder „ES“. Da ist ein Junge, der kann tote Menschen sehen und trifft dabei auf ein Wesen wie „ES“. Allerdings kommt die Geschichte dieses Mal, und das liegt eindeutig an mir, ich bin nicht objektiv, blass und kurz und banal daher. Es hat nicht wie epische Weite, es hat nicht diese Spannung, nicht dieses gewisse Etwas. Ich hab das gern gehört, versteh mich nicht falsch. Ich fand die Story gut, der alte Mann hat mich wieder gekriegt. Aber es war halt nicht ganz so fulminant.

PS: Ich bin nun schon einige Male, privat, auf mein Lese-Pensum angesprochen worden. Das ist von der Pandemie bestimmt. Da ich nirgends hin kann und keine sozialen Verpflichtungen, kein Ausgehen, keine Lesungen habe, kann ich jeden Abend lesen. Täglich zu lesen gehört zwar grundsätzlich zu meiner täglichen Routine, allerdings ist es im Lockdown mit Ausgangssperre einfacher mehr als eine Stunde Zeit am Tag dafür zu finden. Sobald ich wieder unter Leute darf und auch wieder für die get shorties Lesebühne durch die Lande tingele, ändert sich das wieder.

Stephen King – ES

Hello!

Lass uns über Bücher reden. Ich habe „ES“ von Stephen King gelesen und inzwischen auch die Verfilmung gesehen. Also die neue Version von 2017 und 2019. 

Aber zuerst das Buch: Achtung, ich muss spoilern. Falls du das Buch also noch nicht gelesen hast, das aber noch tun willst, dann lass dir das Ende von mir nicht verderben und klick woanders hin. Wenn du es schon kennst, dann diskutier´ mit mir. Sind wir uns einig? Das Buch ist großartig, aber das Ende ist Mist!? Aber der Reihe nach. 

Stephen King kann, meiner Meinung nach, großartige Anfänge schreiben. Wie die Geschichte beginnt, mit dem kleinen Papierboot, das Billy für seinen kleinen Bruder Georgie bastelt, damit der das draussen im Regen, im Rinnstein „in See stechen“ lassen kann. Ich habe das Buch als Hörbuch, gelesen von David Nathan, wochen- und monatelang gehört. Es ist episch. Wenn es die Kombination aus King und Nathan nicht gäbe, man müsste sie erfinden. Das Buch hat allein 7 Hauptfiguren, die Gruppe Kinder rund um Billy, die sich nach Georgies Tod dem ultimativen Bösen stellen (müssen). Aber es gibt auch noch unzählige Nebenfiguren und Schauplätze und Handlungsstränge in alle Richtungen. Wenn mir jemand sagt, dass er die Bücher von Stephen King nicht mag, dann weiß ich genau warum das so ist: Er folgt den einzelnen Geschichten immer bis tief ins Wurzelwerk, alles ist verwoben und gleich wichtig, es gibt viele Figuren und viele Details. Es ist überwältigend, manchmal. Wer solche Dinge, also diese Fülle, nicht zu schätzen weiß oder gar lästig findet, hat hier keine Freude. Während ich ganz gespannt den Brotkrumen folge und mich ins Hexenhaus locken lasse. Ich liebe diese Weite. Ich tauche ab, in diese Welt und meine mich in Derry zu befinden. Ich weiß wie die Straßen heißen, wie es riecht, wer wo wohnt und wenn eine Nebenfigur, in einem dramatischen Augenblick auftaucht, nur um dann im richtigen Moment zu sterben, weil das gerade zur düsteren Stimmung gehört, dann erkenne ich den Kniff den King anwendet, ich zwinkere ihm verschwörerisch zu: Ich hab´s kapiert, Buddy. 

Ich wüsste zu gern, wie er das macht, also ein solch monumentales Werk zu planen, alle Details im Blick zu haben und dann noch das schriftstellerische Können alles zu verbinden, zu entfalten und aufeinander aufbauen zu lassen. Wahnsinn. Da ist also Billy, dessen kleiner Bruder von ES getötet wird. In Derry verschwinden viele Kinder. Das Böse kehrt alle 27 Jahre zurück und mordet, bis es satt ist. Die Gruppe um Billy muss erst zueinander finden. Alle haben ihre eigenen Probleme. Beverly hat einen gewalttätigen Vater, Ben wird vom Schulhof-Tyrann Henry drangsaliert, Eddie wird von seiner Mutter überbehütet, sie alle sind auf ihre Art Verlierer. Am Schluß treffen, fast wie vorbestimmt sieben Kinder aufeinander, die der Welt nur zusammen etwas entgegensetzen können. Jede Figur wird von King eingeführt, mit Backstory und Konflikt und Mangel. Selbst der Ort ist wie ein Charakter. Und die Geschichte entwickelt sich, die Kinder stellen sich dem Bösen, müssen aber, als Erwachsene wieder zurück kehren. Sie haben ES verletzt, nicht getötet. Das Gedächtnis ist eine merkwürdige Sache. So wie die 7 zurück kehren, kommen auch ihre Erinnerungen zurück. 

ES muss sich an die Regeln des Körpers halten, den er bewohnt. Aber er kann das Böse steuern. Einen wie Henry, der schon durch und durch schlecht ist, lenkt ES wie eine Marionette um sein Werk zu tun: Töten. Die Kinder sind erwachsen geworden, die Schlechtigkeit der Welt auch. Beverlys Mann, der ihrem Vater so sehr ähnelt, dass es körperlich weh tut, macht sich auf den Weg nach Derry. Henry bricht aus der Anstalt aus, in die man ihn als Jugendlicher gesteckt hat. Alles Schlechte macht sich auf den Weg. Die Gefahr verdichtet sich, bündelt sich, die Spannung baut sich ja gerade durch die Ahnung auf: Was kommen könnte. 

Ich staune also, wie sich die Geschichte ausbreitet, nach vorn und zurück. Mike, der in Derry geblieben ist und Nachforschungen angestellt hat, über die Zyklen von ES, findet heraus was ES ist und was ES alles angerichtet hat. Er ist das Gedächtnis der ganzen Gruppe und sich bewußt, dass ihre Geschichte praktisch mitten drin anfängt, weil ES schon sehr alt ist, weltfremd und über ein kurzes Menschenleben nur schäbig lacht. Mike forscht in der Vergangenheit. Die Kinder stellen sich ES 1958 und, kein Zufall, 1985 wieder. In einem Zyklus treffen wir den Koch aus „The Shining“ wieder und solche Cameos freuen mich immer ungemein. Jedenfalls. Irgendwo mitten in dem ganzen Schlamassel haben 7 minderjährige Kinder Sex miteinander. Ich verstehe, warum King das so geschrieben hat, und warum dieses „Zusammen“ seiner Meinung nach sein musste. Ich finde es aber unnötig und grenzwertig und ach. Einfach nein. Ihr junges Alter, die ganze Gruppe, ach. Ich verstehe nicht, wie das durch einen Verlag abgesegnet werden konnte. Das da niemand gesagt hat: „Schreib das um, das ist zu krass.“ Es ist also so veröffentlicht worden, und diese Szene ist mein einziges Manko in dieser großen und umfänglichen Lobeshymne. Ich finde den Roman trotzdem großartig und werde ihn nochmals lesen bzw. hören. David Nathan, als Pennywise… kein Film, keine Bilder können mich so gruseln. Der Film hatte Szenen zum fürchten, und ich bleibe trotzdem dabei: David Nathan ist der Mann mit den tausend Stimmen. Er hat mich noch mal ganz anders das Fürchten gelehrt. 

Inzwischen habe ich also auch die Verfilmung gesehen. Stephen King spielt im Film mit und nimmt sich selbst auf die Schippe, was ihn unheimlich sympathisch macht. Ich mag ihn eh, das lässt sich kaum steigern. Aber hier war es nochmal möglich. Der erwachsene Billy ist Schriftsteller geworden und trifft in einem Trödel-Laden auf einen Verkäufer, der ihn für seine Bücher kritisiert. Der Verkäufer (King) sagt also sinngemäß: „Das Buch war toll, nur das Ende ist Mist.“ Und das hört sich Stephen King vermutlich schon seit 30 oder 40 Jahren an. Offensichtlich kann er damit gut umgehen. Im Film wurde das Ende abgewandelt. So, dass es zur Geschichte passt, ohne ihren Sinn zu verhunzen und ohne, dass 7 Teenager Sex miteinander haben müssen. Ich kann mit der Film-Version gut leben. Ich finde sie gut gelungen. Es gibt am Schluß sogar eine Erklärung dafür, warum Stanley sich umgebracht hat. Hätte ich persönlich nicht gebraucht. Aber das war wohl auch ein Punkt, den LeserInnen nicht verstanden haben und worauf man nun, etwa 30 Jahre später reagieren kann. 

So, jetzt du. 


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Ich veröffentliche hier Kurzgeschichten, Rezensionen, Miniaturen. Was mich eben umtreibt. Wenn du mich unterstützen möchtest, dann gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum Beispiel; kauf (und bewerte) meine Bücher. Jeder Stern zählt. Komm zu den Lesungen der get shorties Lesebühne. Oder versorge mich mit Lese-Stoff, dann kann ich neue Rezensionen schreiben. Literatur leben, lieben, leisten. *it´s the Write thing to do.

Merci mit Knicks.

Nina in Love

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