Lesung in Göppingen

Göppingen; das war der Abend, als Dorothea den Kosmos gefragt hat, aber alles ein Missverständnis war. Volker guckte „Ein Kilt für alle Fälle“ bei Verflixtnet und spoilerte wild. William ist tot. Caro lag unter dem Dachfenster und ist alt genug für den Albverein. Rainer wollte zum Fußball nach Berlin, feierte dann aber keinen Geburtstag. Ingo erstellte eine Facebook-Veranstaltung. Gott gefällt das.

Unser Jörg Rock ‚n‘ Roll Diktator verlor seine Brille, machte aber trotzdem Musik.

Alles normal hier. Weiter geht es am 6. November im Blauen Haus, Böblingen.

Stadtbibliothek Göppingen

Zoom Lesung @Herrenberg

Wir, also die get shorties Lesebühne zusammen mit der Stadtbibliothek Herrenberg, veranstalten eine interaktive Zoom-Lesung. Über diesen Link kannst du dich anmelden, hier erhältst du deine Zugangsdaten, der „Eintritt“ kostet 5 Euro und dafür bekommst du dann Dorothea Böhme, Carolin Hafen, Rainer Bauck und Ingo Klopfer mit wilden Corona-Haaren direkt in dein Wohnzimmer gestreamt. Nicolai Köppel liest und macht Musik.

Gruppenbild get shorties Lesebühne 2019
Gruppenbild get shorties Lesebühne

Das heißt, alle AutorInnen der Lesebühne sitzen dann bei sich zuhause und lesen dort live ihre Texte … Im Anschluss kannst du Fragen stellen und mit den AutorInnen chatten.

Das Ganze findet dann hier statt.

Wir lesen uns!

~Caro

Schreibbude im Juni

Samstag sind die Kollegen und ich im Schreibbuden-Einsatz. Endlich, endlich darf ich mal wieder raus, vor die Tür. Was soll ich nur anziehen? Und muss ich dann lauter Corona-Texte tippen? Fragen, über Fragen. Sehen wir uns vor der Stadtbibliothek, hm?

  • Get Shorties Schreibbude
  • 20. Juni 2020
  • 14 bis 17 Uhr
  • Vor der Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänderplatz 1
  • Facebook

Die Schreibbude ist der Traum jeder Autorin und jedes Autors: Menschen, die man vorher nicht kennt, bestellen kleine Geschichten und Gedichte und haben sogar eine Vorstellung davon, worum es darin gehen soll. Und dann geht’s los.


Im Auftrag von Kulturämtern und Stadtbibliotheken werden wir tätig und hauen in die Tasten unserer alten mechanischen Schreibmaschinen. Heraus kommen kleine literarische Unikate zum Mitnehmen. 


(Grafik von Natalis Lorenz)

Schreibbude im Mai

Wenn ich „Schreibbude“ sage, muss ich immer an die Peanuts denken. An Lucy, die in ihrer Bude sitzt und auf einem kleinen Schild steht „Doctor is IN“ und Charlie Brown kommt zu ihr, um ihr seinen Kummer zu schildern. Gut, er bekommt selten einen hilfreichen Tipp, aber irgendwas ist ja immer. Dieses Bild habe ich also immer vor Augen. „Writers are IN“.

Am Samstag war es wieder soweit. Unsere Schreibbuden-Saison ist offiziell eröffnet.

Ingo Klopfer guckt nach rechts. Was da wohl ist?

Ingo, Rainer und ich hauten in die Tasten. Irgendwie landen alle Drachen-Anfragen bei mir, aber das ist sehr okay. 😉 Wir haben noch gescherzt, ob es wohl zum regnen kommt oder nicht. Ingo meinte dauernd, dass es nur über Spaichingen, „da hinten, siehst du?“ schifft, aber hier in Stuttgart doch nicht. Als wäre Stuttgart regenbefreit. Ts.

Zwischendurch habe ich mir tatsächlich einen Sonnenbrand geholt, zum Schluss musste ich aber doch mit meiner Silver Reed nach drinnen flüchten. Was tragisch ist, weil unsere… nein, meine Aussichten waren sehr gut: Ein junger Mann vom Shuttle Service (früher sagte man „Rikscha“, heute eben „Fahrrad-Shuttle“) radelte immer sehr attraktiv und in Schritttempo an unserem Tisch vorbei… ich war dezent abgelenkt. Aber ich schwöre, ich habe alle Schreib-Aufträge fertig gekriegt.

Einer meiner Aufträge.

Das Prinzip der Schreibbude müssen wir immer wieder erklären, aber ich mache das auch gern: Die Kundschaft kann sich bei uns Texte wünschen. Je nach dem, wer da ist, eben Gedichte, Limericks, Briefe und Kurzgeschichten. Wir brauchen nur ein paar Stichwörter und eine halbe Stunde Zeit. Dann entsteht an der Schreibmaschine ein neuer Text, ohne Copy & Paste. Jeder Text ist ein Original, ein Unikat. Ohne Durchschlag, mit Tippfehlern, meiner Meinung nach die Schönheit des Umperfekten. Aber persönlich.

Skeptisch in die Sonne blinzeln

Ich schreibe auf einer Silver Reed Schreibmaschine mit lila Farbband. Ich sag’s nur.

Weiter geht’s am 15. Juni. (Achtung, vorher ist noch die Lapidarium Lesung!)

Grüßerei,

Carolin

Link-Liste:

Hashtag-Lexikon

#getshorties #Lesebuehne #Schreibbude #Shortietogo #CMHafen #ShortStory #Typewriter #Schreibmaschine

In der Bücherei

CdOKvqCXEAI7nq6.jpg large

 

Gestern waren wir „shorties“ in der Stadtbibliothek Heilbronn. Ich kam zu spät. Aus Grünen. Das nervt mich immer sehr. Ihr habt alle solche Freunde, die zehn Minuten vor der Verabredung klingeln, während du noch tausend Dinge machen willst. Tja, ich bin so jemand und ich sage in diese hektische Geschäftigkeit gern: Hallo. Ich bin da. Der Rest ist mir ziemlich egal. Ich bin dann entspannt und du nicht. 🙂

Gestern klappte das also nicht. Ich schlich mich in die letzte Reihe, dort konnte ich schauen; was machen sie denn, die Zuhörer? Sie lachen. Schön. Aber sie tun es ganz leise, versteckt. Wir haben das alle Mal gelernt. In der Bücherei wird net g´schwäzt. Und auf keinen Fall gelacht. Jedenfalls nicht laut. Irgendwoher kam, als wir Kinder waren, immer ein ermahnendes „Pscht“. Das Kind in mir will deswegen immer noch die Zunge raus strecken und irgendein Buch besonders laut zuklappen.

Ich müsste mal wieder mein Notizbuch schnappen und in der Bücherei arbeiten, die Ruhe und Ernsthaftigkeit dieses Ortes in den Text einfließen lassen und dabei ein ungehorsames Kind sein, das Juhui-brüllend durchs Gebäude rennt; „Bücher – so viel Bücher!“ Und dann verstecke ich „Ein unendlicher Spaß“ bei den Sachbüchern, und Pipi Langstrumpf bei den Schulaufgaben, das ist Allgemeinbildung, Freunde. Ich mache die Angestellten ganz verrückt. 🙂

Wenn es ruhig ist, will ich laut sein. Das ist so in mir. An Orten wo es laut ist, bin ich ganz leise und gucke. Keine Ahnung, was da in meiner Erziehung falsch gelaufen ist.

Und einem Puck gleich flüstere ich euch ins Ohr: Lach mal wieder. Laut und wunderbar. Nur Mut.

Das wird super.

Heute sind wir übrigens in der Stadtbibliothek Göppingen. 20 Uhr.

 

Nachlese Göppingen

2014-02-13 12.30.33
Freitag waren wir, das heißt die Autoren der get shorties Lesebühne in Göppingen in der Stadtbibliothek. Das Besondere diesmal: Eine Ausschreibung, offen für alle. Wer wollte, konnte eine Geschichte über 400 Wörter zu einem Kinderfoto einreichen. Ein paar Beispiele, wie das aussehen kann, finden sich im Blog der Stadtbücherei Göppingen. (Ich habe meine Geschichte inzwischen umgeschrieben. Ganz nach Hemingway: Die erste Fassung ist immer scheiße. Ich bin tatsächlich meist erst nach der dritten Version meines Textes wirklich zufrieden.) Jedenfalls.
Da die Ausschreibung auch im Uschtrin-Newsletter gelandet ist bzw. auch im Newsletter des BvjA, haben sogar Schreiber aus der Schweiz teilgenommen. Das die nicht extra nach Göppingen anreisen, ist auch klar. Nachdem eine Jury dann drei Texte ausgewählt und diese drei Schreiber auch bereit waren in Göppingen zu lesen, hatten wir also Gastautoren. Ich finde es immer beeindruckend, wenn ich sowas erlebe, wie am Freitag gesehen: Menschen, die sich die Mühe machen ihre Gedanken aufzuschreiben. Also in einer sinnvollen Reihenfolge. Ich höre ja oft den Satz:
Ich könnte auch ein Buch schreiben. Mein Leben ist irre spannend.
Das ist in der Theorie sehr hübsch, vielleicht sogar wahr, scheitert in der Praxis aber gerne. Ich weiß jetzt nicht, ob die drei Damen, die da waren, oft und gerne schreiben, oder ob das ein einmaliger Ausflug war. Im Prinzip ist es auch egal. Sie haben sich vor das Publikum gesetzt, ohne erkennbare Aufregung und ihre Texte gelesen. Sehr gut gelesen. Auch das erfordert Übung.
Ich hebe also meine Däumchen und sage: Gefällt mir.

 

Weitere get shorties Lesebühnen Termine; gleich vormerken!
4. April – Stadtbücherei Backnang
5. April – Café Provinz, Marbach a. N.
6. April – Merlin, Stuttgart
12. April – Blaues Haus, Böblingen

Mehr Infos unter: Maringo Verlag