Autorenwahnsinn – Sommer Edition – Tag 11

Tag 11: Zeig uns eine besondere Widmung – von dir oder einem anderen Autor!

 

Ich habe inzwischen das ein oder andere Autogramm geschrieben, also für Mama und Papa, und ein paar andere Leute. 😉 Wenn ich eine Lesung besuche, kaufe ich grundsätzlich ein Buch und lasse es mir signieren. So sind auch schon ein paar Autogramme zusammen gekommen. Witzig, persönlich, besonders. Aber das wichtigste, das allerwichtigste Autogramm von allen, ist das hier. Ich habe John Irving einen Brief geschrieben – nach meiner ersten Veröffentlichung. Wer mein Blog kennt, weiß wie wichtig John Irving für mein Schreiben ist. In meiner ersten Kurzgeschichte, die je veröffentlicht wurde, kommt er als mein Mentor vor. Heute scheint mir das wahnsinnig naiv und stümperhaft. Stolz bin ich trotzdem. Es war mein erster Versuch, dem Wunsch zu Schreiben, Taten folgen zu lassen. Und es war mir ein Bedürfnis, ihm das zu sagen. Also habe ich das Buch mit besagter Kurzgeschichte mit einer Widmung versehen, hübsch eingepackt, einen Brief dazu gelegt, und geschildert, was er mir bedeutet, er als Schriftsteller, seine Bücher, mein Anfangen, und die Hoffnung auf ein Weiter, auf ein Mehr und darauf Schriftstellerin zu sein. Das ganze schickte ich an seinen Verlag mit der Bitte um Weiterleitung. Ein paar Wochen später kam diese Postkarte. Kannst du dir vorstellen, was mir das bedeutet? Damals, heute, in der Zukunft?

~Caro

 

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Autorenwahnsinn – Sommer Edition – Tag 10

Tag 10: Zeit für Throwback Thursday #tbt: Woran hast du August 2016 geschrieben?

 

August 2016? Da hatte ich Urlaub und bin wieder nach Leotrim gereist. Letztest Jahr, von August bis Dezember ist der dritte Band meiner Drachensaga einstanden: Drachenfrieden. Das ist nur ein Jahr her, das ist schon ein Jahr her – wie man es nimmt. Mir kommt es vor, als hätte ich nur kurz geblinzelt. Gleichzeitig ist es so weit weg wie Jakarta oder Reykjavik. Ich müsste den Atlas bemühen, mit dem Finger auf dem Papier um das zu finden. Auch deshalb, weil ich mich gedanklich schon wieder woanders befinde… nein, das stimmt nicht. Aber der Reihe nach. Drachenfrieden, das Wort schreibe ich, eine halbe Stunde nach dem ich die aktuelle Folge „Game of Thrones“ gesehen habe und immer noch aufgewühlt bin. Ich mag die Serie, aber sie nimmt mich unheimlich mit. Gleichzeitig denke ich: So etwas würde ich nie schreiben wollen, dieses Abschlachten. Daher gibt es das bei mir nicht. Und während ich jetzt eintauche in ein neues Projekt, nur langsam natürlich, Schreiben ist wie Schwimmen, und das Wasser ist kalt, da gehen die Gedanken noch in alle Richtungen. Ich stecke einen Zeh ins Wasser, wate dann langsam weiter bis mir das Wasser bis an die Hüfte reicht, friere und jammere, bis ich endlich den Mut habe mich hinein zu stürzen, ganz, mit allem was ich habe, und dann schwimme ich die ersten kraftvollen Züge, und finde es herrlich. Soweit bin ich aber noch nicht. Der Zeh ist im Wasser, das ist der aktuelle Stand. Und daher kann ich an London denken und wie ich mich in der Stadt verlieben will, gleichzeitig ruft Aelia leise nach mir. Ich kann das jetzt noch nicht mit Sicherheit sagen – wer meine Bücher gelesen hat, weiß wer sie ist. Wer nicht weiß, wer sie ist, sollte meine Bücher lesen. Und irgendwie habe ich das Gefühl, meine nächste Leotrim-Geschichte wird ein Aelia-Abenteuer. Ich sehe sie, wie sie losmarschiert und ihre Drachin abholt. Selbst, weil sie findet, dass das ihre Aufgabe ist. So gesehen ist der letzte August wahnsinnig lange her, und gleichzeitig ganz nah. Und wenn meine Zeit es zulässt, schreibe ich alles auf. London. Aelia. Und all die anderen, die im Wasser auf mich warten.

 

~Caro

 

 

Band 3 – Drachenfrieden

 

Tag 10: Zeit für Throwback Thursday #tbt: Woran hast du August 2016 geschrieben?Tag 10: Zeit für Throwback Thursday #tbt: Woran hast du August 2016 geschrieben?Tag 10: Zeit für Throwback Thursday #tbt: Woran hast du August 2016 geschrieben?

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Autorenwahnsinn – Sommer Edition – Tag 9

Tag 09: Stell uns doch mal deine Lieblingsbuchhandlung vor!

Ganz klar: Grimms lesen & genießen in Spaichingen

#Supportyourlocaldealer

 

Lena Grimm hat ihre Buchhandlung 2015 eröffnet und die Buchhandlung Hettinga quasi „abgelöst“. Ganz so war es nicht, aber das nur am Rande. Vielleicht hätte Christa Hettinga noch eine Weile weiter gemacht – weil die Vorstellung, dass Spaichingen keine Buchhandlung mehr hat, fand sie wohl so grauenvoll, dass sie lange nicht ans aufhören dachte und sich kaum ein Mal Urlaub gönnte. 32 Jahre hat sie ihre Buchhandlung geführt. Krass. Nun ist also Lena Grimm mit ihrer Buchhandlung da, klein aber fein, mit Kinderspielecke und integriertem Café. Ein Träumchen. Das sage ich als Kundin, das sage ich als Autorin, die hier schon lesen durfte.

Mir ging es auch so: Spaichingen ohne Buchhandlung? Das geht doch nicht. Ich habe als Teenager selbst darüber nachgedacht, eine Lehre im Buchhandel zu machen, ich machte mit 16 sogar ein Praktikum bei Frau Hettinga. Das Leben hatte dann andere Wege für mich – besonders gut angestellt habe ich mich auch nicht, was aber daran lag, dass ich unfassbar naiv war und nach dieser Woche Praktikum erschrocken dachte: Schaffen ist ja Arbeit! Acht Stunden lang. Krass. Aber das will ich gar nicht erzählen, es würde unweigerlich zu einer Diskussion über unser Schulsystem führen und dazu, wie schlecht junge Menschen innerhalb dieses Systems auf das reale Leben vorbereiter werden. Dann müsste ich über meinen Berufsberater schimpfen, über meine Blödheit, wie leicht ich mich beeindrucken ließ (du kleines Mädchen kannst nicht Fotografin werden, was stellst du dir vor!) und so weiter und so fort. Das wäre ein sehr langer Beitrag.

Statt dessen: Stöbern. Wenn man in eine Suchmaschine einen Begriff eingibt – halt. Vorher. Du musst wissen, was du suchst. Wenn du einen Roman suchst, was hübsches, für den Sommer, vielleicht was mit französischen Flair, ein bisschen Liebe, mit Katzen, jemand der Birnen züchtet und das Leben auskostet – dann weißt du ja schon, was du willst. Du gibst also ein paar Suchbegriffe ein, Autoren/Autorinnen, die du kennst und magst, Thema, Ort, et cetera et cetera, dann bekommst du genau das. Du musst wissen, was du suchst. Ohne Begriffe, keine Suchergebnisse. 〈Wenn du genau weißt was du willst: Prima. Dann geh doch in die Buchhandlung deines Vertrauens und teile dich mit. Man wird dir dort jedes Buch bestellen, das du haben willst. Und wenn du zu deinem Glück noch etwas technischen Schnickschnack brauchst, empfehle ich dir die App LChoice. Online stöbern und bestellen. Lokal kaufen.〉

Wenn du das aber nicht weißt. Wenn das Suchfeld leer bleibt, du aber ein Sehnen spürst, ohne einen Namen dafür zu haben, dann musst du stöbern. Stöbern ist prima, weil man Dinge findet, die man nicht gesucht hat. Ich bin überzeugt, manche Bücher finden mich. Die kommen zu mir, weil ich sie brauche, ohne es zu wissen.

Und wo stöbert es sich am besten? Beim großen A? Vielleicht. In Blogs und Leserforen? Auch. Sicher.

Ich bin ein old school Mädel. Meine Mutter hat immer geschimpft: „Man schaut nicht mit den Händen.“

„Doch, Mama! Man sieht auch mit den Händen gut.“

Ein Buch muss ich anfassen, anlesen, fühlen. EBooks sind ja nett, für den Urlaub, wenn der Koffer nicht 40 Kilo wiegen soll. Sie sind ist praktisch, aus Gründen. Ich will dagegen gar nichts sagen. Aber. Ich bin der Meinung, eine Rolltreppe (1859 patentiert!) wird nie die Treppe an sich ablösen. Hat sie nicht in den letzten 158 Jahren, wird sie in Zukunft auch nicht.

Ich wünsche mir, für die Zukunft, dass man Bücher, für ein paar Euro mehr, als Print und eBook kaufen kann, im Bündel. Von mir aus auch als Print mit Hörbuch. Nehmen wir Harry Potter: Ich habe die Bücher gekauft und mehrfach gelesen. Ich habe die Filme gekauft und mehrfach gesehen. Ich habe die Hörbücher gekauft und mehrfach gehört. Das ist sicher die Ausnahme. Aber, wenn der Handel anbieten würde, großartige Bücher im Bündel zu bekommen, schön aufgemachte Bücher, die ich gerne anfassen will, dran schnuppern und mit ins Bett nehmen kann, dann wird da gar nichts aussterben. Ich bin mir sicher, die Literatur in all seinen Formen ist ein hartes Geschäft. Viel Arbeit, reich wird man damit auch nicht. Aber so lange Menschen wie Lena Grimm (und all die anderen Buchhändler/Innen) sich engagiert für Literatur einsetzten, mit Ideen und Tatendrang, sollten Buchliebhaber wie ich, örtlich kaufen. IMAO.

I try my very best.  Ja, ich kaufe meine eBooks beim großen A. Ich werde auch, für ein paar Herzprojekte CreateSpace nutzen. Aber ich werde nie aufhören mit den Händen zu sehen.

Leb damit, Mutter.   

 

Sommerlektüre

 

Links zu Grimm´s lesen & genießen:

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Autorenwahnsinn – Sommer Edition – Tag 8

Tag 08: Welche Lieder gehören in deinen persönlichen und/oder schreiberischen Sommer-Soundtrack?

 

Sommer-Song 2017? Dann müsste die Antwort ja „Despacito“ lauten. Das will ja keiner. Pöh. Es ist gruselig wie sehr ich „Despacito“ antworten möchte. Es ist aber so, dass ich zum Schreiben selten Musik höre, und wenn doch, dann was instrumental-klassisches. Also zurück zum Thema Sommer-Soundtrack. Sommer wird für mich wohl immer wie Lambada klingen. Ich nehme an, das ist ähnlich schlimm. 😉

 

 

Sommer, Sonne, gute Laune. Meiner Meinung nach dürfen da die Beach Boys nicht fehlen.

So, jetzt höre ich auch auf mit den schlimmen Sachen.

 

 

 

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Autorenwahnsinn – Sommer Edition – Tag 7

Tag 07: Wo schreibst du, wenn die Sonne scheint und wir gutes Wetter haben?

 

Ich bin ein empfindlicher Indoor-Mensch. Das bedeutet: Ich bin gern drinnen. Draußen hat es Menschen, und Wetter und ich muss mich unnötigerweise bewegen. Igitt. Ich leide nicht an Heuschnupfen (Zum Glück!), aber jedes Mal, wenn mich irgendwas Insektenartiges fies angreift, habe ich anschließend eine schöne, knallrote allergische Reaktion. Sonne führt zu Sonnenbrand, immer. Ich werde knallrot wie die Cola-Reklametafel und dann wieder weiß. Temperaturen über 25 Grad verursachen mir Kopfschmerzen und Schwindel und Übelkeit. Ich bin, wenn ich überhaupt etwas bin, ein Herbstkind. Orangerot wie ein Blatt im Wind. Daher ist mir das Wetter – wenn ich schreibe –  ziemlich Schnuppe, weil ich drinnen bin, im warmen, mit herunter gelassenen Rollläden, am Schreibtisch, mit Getränk und Süßkram und warmen Puschen an den Füßen.

Ein regnerischer Sonntag unterscheidet sich nicht von einem Sonnigen. Weil: Netflix, yeah.

Ich habe, ehrlich gesagt, noch nie versucht in einem Café zu schreiben (zu laut, zu viele Menschen). Es soll ja Leute geben, die das sehr schätzen. Vor ein paar Jahren, als ich mit dem Schreiben anfing und dieses Da-draußen noch nicht ganz so schlimm fand, machte ich mich auf in die Natur. Ich, mein Notizbuch und den Kopf voller Gedanken. Ich habe hier vor der Haustür „Den Berg“. Das ist die allgemeine Bezeichnung, es gibt keinen anderen, nur den einen. Da oben ist es schön. Mit Aussicht. Bei gutem Wetter kann man die Alpen sehen. (Ansehen reicht mir)

Es ist schön, vorausgesetzt, man mag das da draußen und Menschen, joggende Menschen, Menschen mit Kind, mit Hund, radfahrend, stöckelnd, händchenhaltend, Bärlauch pflückend und Pilze suchend. Irgendwie scheine ich da nicht gut dazu zu passen, ohne all diesen Kladderadatsch. Ich bin die mit dem Notizbuch und einem Gänseblümle im Haar. Während meiner Feldstudie „Gedanken unter freiem Himmel“ wurde ich unheimlich oft angequatscht. Denk mal einen vernünftigen Gedanken zu Ende, während alle paar Minuten jemand fragt:

„Was machst du da?“

„Hast du dich verlaufen?“

„Was schreibst du denn da auf?“

„Willst du mit mir ins Gebüsch, busseln?“

Das war eine kurze Feldstudie. Seither bleibe ich am Schreibtisch. Wenn die Musik des Nachbarn nicht zu laut ist (Helene Fischer!), dann schreibe ich auf dem Balkon. Ende der Geschichte.

 

Wenn du mich in freier Wildbahn siehst, gelten folgende Regeln:

(Nach Mitternacht werde ich zum Gremlin. Aber das ist eine andere Geschichte)

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Autorenwahnsinn – Sommer Edition – Tag 5

Tag 05: Wenn du mit deinen Protagonisten in den Urlaub fahren könntest … Welcher von ihnen würde dich begleiten? Wohin geht es?

Schwierige Frage. Ich glaube, einer wie Ambro weiß nicht mal was Urlaub ist. In meiner Leotrim-Reihe geht es sehr archaisch zu und eine Religion wie ich sie kenne, kommt fast gar nicht vor. Um das auszuführen: Feiertage, dessen ursprüngliche Bedeutung nahezu vergessen sind, dann viel Konsum, Süßkram und nervige Verwandtschaft. Urlaub bedeutet ja erst Mal „Erlaubnis“. Also die Erlaubnis sich von seiner Arbeit zu entfernen, und frei zu sein, was anderes zu tun. Gott zu feiern oder eben ans Meer zu fahren. Du siehst, ich bin nicht sehr religiös. Oder kannst du – ohne zu googeln – sagen, was an Pfingsten gefeiert wird? Jedenfalls. Jeder soll, so wie er will und dabei ist es doch egal welchen Namen ER oder SIE hat. In der Medizin heißt es doch immer: Was hilft, hat recht. So sehe ich auch spirituelle Dinge.

Urlaub also. Da muss ich jemand anderen nehmen – die Leotrim-Bewohner taugen dafür nicht, und das Meer ist auch nicht so gemütlich.

Der Gute aus meinen get shorties Geschichten wäre ein guter Kandidat für einen Roadtrip, glaube ich zumindest. Ich würde unzählige CDs brennen mit passender Roadtrip-Musik. Ich bin ein Kind der 90er, da wären grausige Dinge dabei. 😉 Ich würde uns Sandwiches basteln, Toast mit Leberwurst und Salami und Ei. Ein bisschen Gemüse dazwischen (ein Gürkchen vielleicht, und etwas Dill) das muss wohl sein. Ich stelle mir einen VW Bus vor, man muss einen VW-Bus fahren, so sind die Regeln. Rostrot. Und dann: Durch Deutschland. Hoch an die Ostsee, ein Mal quer durch die Landschaft. Der direkte Weg ist verboten, das kann ja jeder. In so einem Bus ist Platz. Vielleicht will seine Mutter mit. Die kann mich nicht leiden. Ich habe „Litte Miss Sunshine“ gesehen und weiß, eine Busfahrt geht für alte Leute nicht gut aus. (Ich verzichte jetzt auf Witze über Drachen, die man bei der Hitze im Auto lassen darf.) Ein Hund muss mit. Ganz klar. Eine schokoladenbraune Labrador-Hündin namens „Cookie“. Weil das noch nicht reicht, muss noch jemand mit, der (die?) Gitarre spielen kann. Was sind Nächte unter freiem Himmel, ohne eine Gitarre? Eben, geht gar nicht. An jedes Lagerfeuer gehört eine Gitarre.

Okay, meine Cousine Jonna (die in England lebt, sich gerade von ihrem Freund getrennt hat, und spontan mit Seesack und Gitarre vor meiner Haustüre steht) muss auch mit. Unser Ziel: Der beste Freund vom Guten heiratet, an der Ostsee, in einem Leuchtturm. Eine kurze Recherche ergibt, wir müssen an die Nordsee. Leuchtturm Pellworm. Auch schön. Schwiegerdrache Ursula weigert sich zu fliegen.

Jetzt haben wir den Salat. Ich muss eben schnell eine neue get shorties Geschichte schreiben…

 

Aus dem Notizbuch; Sudelbeitrag

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Autorenwahnsinn – Sommer Edition – Tag 4

Tag 04: Es ist Sommer! Und wir wünschen uns ein sommerliches Zitat aus deinem Manuskript!
Hast du nicht? Macht nichts! Lass uns an einem Zitat teilhaben, dass du mit dem Sommer, mit Wärme, Sonne, Hitze, Eiscreme usw. in Verbindung bringst.

 

Auszug aus Drachenbrüder

Band 1 der Reihe „Das Drachenvolk von Leotrim“

Vor ihrem Baumhaus setzte Vater den kleinen Drachen auf die Erde, rief nach Ambro und da war er dann. Sein Smok. Norwin.

Er war hellblau.

Ambros Mutter fand, es sei ein schönes Blau, freundlich wie der Himmel an einem Sommertag. Ambro stand vor ihm, unsicher und aufgeregt zugleich, blinzelte zum Himmel und fand, ja, sein Drachenbruder Norwin sah genau so aus. Der Kamm auf seinem Kopf und am Rücken war dunkelblau, sein Körper hellblau, seine Pfoten aber waren weiß, als hätte die Himmelsfarbe nicht für seinen ganzen Körper gereicht. Ambro wusste, Norwins Tätowierung würde auch weiß sein, man nahm dafür immer eine Farbe, die der Drache schon hatte.

 


PS: Noch ein Gedicht passend zum Thema. Nicht von mir, sondern von Joachim Ringelnatz. Es passt so schön zum Thema, und ich mag es sehr:

 

Sommerfrische

Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
Das durch den sonnigen Himmel schreitet.
Und schmücke den Hut, der dich begleitet,
Mit einem grünen Reis.

Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser
Weil`s wohltut, weil`s frommt.
Und bist du ein Mundharmonikabläser
Und hast eine bei dir,
dann spiel, was dir kommt.

Und lass deine Melodien lenken
Von dem freigegebenen Wolkengezupf.
Vergiss dich. Es soll dein Denken
Nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.

Ringelnatz, Joachim (1883-1934)

 


 

Autorenwahnsinn – Sommer Edition – Tag 3

Tag 03: Wo verbringst du diesen Sommer? Auf Balkonien? An einem sonnigen Strand? In den Bergen? Auf der Couch?

 

August und Autorenwahnsinn und Sommerloch und Urlaub. Das schließt sich aus – zumindest in meinem Fall. Wäre ich im August im Urlaub, würde ich an dieser Aktion nicht teilnehmen, weil wenn ich Urlaub hätte, dann richtig: Offline. Am Meer. Ohne Schreiben, ohne Blog, ohne Internet. Ich würde lesen und Löcher in die Luft gucken, gut essen, und mich möglichst wenig bewegen. Aber da ich diesen August aus Gründen keinen Urlaub mache (später schon. Im September oder so) bin ich da, arbeitend, sportelnd,  schreibend und wahnsinnig. 😉 Das ist gut und schön so, weil ich dir von meinem Schreiben erzählen kann, von den Wellen, vor und zurück, wie es so geht. Ich fahre mit dem Rad zur Arbeit, esse auf dem Balkon zu Abend, gehe zum Sport, denke fortwährend an mein neues Projekt (Was will ich erzählen? Und wem?) und so stecke ich in meinem Trott. Aber im Urlaub lasse ich sogar das Schreiben sein, gönne dem Kopf, den Stimmen, dem Chaos etwas Ruhe, verbringe Stunden damit in andere Welten abzutauchen, inzwischen mag ich sogar Lyrik – der Weg hier her war steinig, aber langsam freunden wir uns an, die Gedichtwelt und ich. Neuland, quasi. Schön.

Ich kann das Meer rufen hören; komm Caro, komm zu mir. 

Bald.

Und bis dahin geht es hier weiter. Mit dem Rad durch den Wald. Auf dem Balkon in der Sonne. Das Notizbuch überall dabei.  Ach, und die Kamera, die darf auch nicht fehlen. Man entdeckt auch auf bekannten Wegen Neues, wenn man sucht. Ich suche.

~Caro

Autorenwahnsinn – Sommer Edition – Tag 2

Tag 02: Verrate uns deine Ziele für den August 2017

 

Ich liebe Listen. Also muss auch hier eine her.

Ich führe mehrere Notizbücher gleichzeitig. Das goldene Notizbuch (nach Doris Lessing – eines für alles) ist meiner Meinung nach Utopie und so versuche ich Ordnung in mein Chaos im Kopf zu bringen. Was auf einer Liste steht, ist notiert, das brauche ich gedanklich nicht mehr hin und her zu bewegen, das bedeutet Entlastung und Erleichterung. Das bedeutet nicht, dass ich auch alles mache, was ich mir aufschreibe. Ein großes X ist gleich gesetzt, manchmal übe ich mich im loslassen,  und schreibe die Liste nur um meinen Prioritäten auf die Spur zu kommen, die unwichtigen Dinge können weg. Man muss nicht alles machen. Aber es ist gut einen Plan zu haben, eine Richtung, und es ist sehr befriedigend, etwas erledigt und abgehakt zu haben. Tolles Gefühl. Ich glaube, es war Dorothy Parker, die gesagt hat: Ich hasse es zu schreiben. Ich liebe es, geschrieben zu haben.

In diesem Sinne sind das meine Ziele für August: