Schreiben dicht am Leben

Rezension:

Ich konnte inzwischen das dazugehörige Notizbuch – gebraucht – kaufen und habe somit die Reihe voll. Das bedeutet, ich kann nun all meine Schreibübungen ins Duden Blank Book hineinschreiben, alles hübsch ordentlich und am richtigen Platz. Mein innerer Monk ist sehr zufrieden. Jedenfalls.

Aus dieser Schreibratgeber-Reihe gefällt mir „Schreiben dicht am Leben“ bisher am besten, das spricht mich am meisten an. 19 verschiedene Übungen laden zum Schreiben ein und dieses Mal gefallen mir durchweg auch alle Impulse. Das ist nicht oft so. Üblicherweise picke ich mir ein paar Aufgaben heraus und lasse alles andere links liegen. Jede Übung greift einen Aspekt auf, wie man die Welt betrachten und in Worte fassen könnte. Das geht über den üblichen Tipp „Setze dich in die Fußgängerzone und beobachte Leute“ hinaus. Diese Schreibanregung ist ja nicht neu und findet sich in vielen Ratgebern.

Wie schon in den anderen Büchern der Reihe sind alle Schreibanregungen mit Text-Beispielen untermalt, meine Wunschliste ist schon wieder um 4 weitere Bücher angewachsen, weil mir die Beispiele so gut gefallen haben. Ich habe gestaunt und gedacht: „Was man alles machen kann. Toll.“ Wenn ich also mit meinem Notizbuch in der Fußgängerzone sitze, kann ich alles ganz minimalistisch einfangen, Dialoge mithören, überspitzt darstellen oder ganz anders, den Blick nach innen richten: „Wie geht es mir hier eigentlich?“

Es hindert mich ja keiner daran, mir ein paar Anregungen auszuwählen und miteinander zu vermischen. Ich finde es aber gut, dass hier im Buch die Übungen getrennt voneinander dargestellt sind mit dem Augenmerk auf einer einzige Sache. Ich würde es als „Sehen lernen“ zusammen fassen. Es geht ums beobachten, erfassen und komprimieren: Das Gesehene/Gefühlte in Worte zu fassen. Und da gibt es wirklich sehr viele Möglichkeiten. Ich habe herzlich gerne alles ausprobiert und damit gespielt und auch noch ein paar neue Dinge für mich mitgenommen. Dieser Ratgeber ist, meiner Meinung nach fürs kreative Schreiben, also für SchriftstellerInnen geeignet, Anfänger wie Fortgeschrittene, aber genauso fürs Tagebuchschreiben, für den ganz persönlichen, eigenen Gebrauch. Eine Universalanleitung, quasi.

  • Schreiben dicht am Leben ★★★★★
  • DUDEN – Kreatives Schreiben
  • Hanns-Josef Ortheil

Schreiben unter Strom

Rezension:

  • Schreiben unter Strom ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • DUDEN – kreatives Schreiben
  • Stephan Porombka

Ein Buch über das Schreiben im Internet ist ja quasi am Veröffentlichungstag schon alt. Das weiß Stephan Porombka auch, das schreibt er sinngemäß selbst in seinem Text. Nun ist dieses Buch schon zehn Jahre alt. Ich hab das damals gekauft, als die Reihe „Kreatives Schreiben“ im DUDEN Verlag erschienen ist. Insgesamt sind in der Reihe, herausgegeben von Hanns-Josef-Ortheil sieben Bücher zu verschiedenen Themen. Es gibt noch ein achtes Buch, das sieht aber wie ein Stiefkind aus. Jedenfalls. Neulich fiel mir dieses Buch in die Hände, ich staune manchmal was ich alles habe, im Regal und vergessen auf dem SUB.

„Schreiben unter Strom“ habe ich vor zehn Jahren schon mal gelesen, jetzt wollte ich eigentlich nur kurz rein schmöckern, und hab es dann fast versehentlich, an zwei Abenden komplett gelesen. Der Ton ist ein bisschen schulmeisterlich und die Beschreibungen wie man einen Tweet bei Twitter absetzt muten heute putzig an. Aber es liest sich flott, die Möglichkeiten im Internet zu veröffentlichen sind heute ja noch umfangreicher, noch einfacher als vor zehn Jahren. Von den Schreibaufgaben habe ich vier ausprobiert, diese dienen aber eher dazu meine Ideen zu bündeln und eine Übersicht in meine Möglichkeiten zu bekommen. Die Ergebnisse dieser Aufgaben landen vermutlich nicht im Netz. Aber wenn ein Buch, obwohl es zehn Jahre alt ist, mir noch mal mehrere Impulse schenkt, dann nann ich es auch noch mal empfehlen.

Mein Plan ist, die ganze Reihe, also sieben Bände und das Stiefkind noch mal zu lesen und hier vorzustellen.

  • Projekt DUDEN – Kreatives Schreiben (Später mehr)

Hast du da Lust drauf? Ich hab Lust! Und, ich habe noch eine handvoll anderer Schreibratgeber auf dem SUB liegen. Vielleicht schaffe ich es tatsächlich jeden Monat einen davon zu rezensieren. Wünsch mit Zeit. 😉

Caro

DUDEN: Kreatives Schreiben

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Ich mag Listen. Und ich mag Buchreihen, ganz besonders wenn ich sie vollständig habe. Hier im Blog führe ich mehrere Listen bzw. Projekte, jetzt kommt eine weitere dazu: Projekt Duden. Letzte Woche stöberte ich durch meine Schreibratgeber, die gelesenen und die ungelesenen. (Was sich noch auf dem SUB befindet, kannst du hier nachlesen: Lese-Challenge 2022) Dabei stieß ich dann auf die Reihe „Kreatives Schreiben“ aus dem DUDEN Verlag. Die gebundenen Bücher sind alle sehr hübsch und soweit ich mich erinnere auch hilfreich. Allerdings ist das zehn Jahre her. Jedenfalls. Nun habe ich Lust die Reihe noch mal zu lesen und auch zu renzeniseren. Ich habe mit Schreiben unter Strom angefangen, als nächstes lese ich „Schreiben dicht am Leben“. Den Fortschritt meines Projekts dokumentiere ich hier, mit Links und Fotos und Anmerkungen. Mir fehlt allerdings das Notizbuch zur Reihe, das habe ich damals nicht dazu gekauft. Jetzt fände ich es aber hübsch, der Vollstänigkeit halber, es auch noch zu erwerben. Allerdings ist das gute Stück nicht mehr erhältlich. Falls du mir einen Tipp hast, wo ich es noch kaufen könnte, gern auch gebraucht, dann sag Bescheid, ja? Hier ist die Liste.

Mai 2022 Nachtrag: Ich habe die Reihe voll. Samt Notizbuch. Yay.

Duden – Kreatives Schreiben

Liste: Duden Kreatives Schreiben + Blank Book

Stand: Mai 2022

Heute schon geschrieben #5

Heute schon geschrieben? Band 5

Dialoge schreiben

Ich habe vor einigen Jahren die Weltbild-Reihe „Heute schon geschrieben?“ abonniert und sehr gerne mit den Büchern gearbeitet. Kann man auch in meinem Blog nachlesen. Leider war nach dem vierten Band Schluß mit der Printausgabe. Aktuell versuche ich wieder ins Schreiben hinein zu finden. (Neues Manuskript, get shorties Lesebühne) Corona hat mich, was das angeht völlig verstummen lassen. (Aus Gründen.) Solche Phasen habe ich hin und wieder mal. Wenn ein Buch fertig geschrieben und veröffentlicht ist, habe ich diese Schwierigkeiten schon mal, und dann nehme ich einen Schreibratgeber samt Übungen her und schreibe mich wieder frei. Mit neuen Aufgaben zu neuen Herausforderungen, das klappt (fast) jedes Mal. Hier liegen noch vier oder fünf Schreibratgeber herum, aber ich erinnerte mich plötzlich an die Reihe von damals. 10 Bände hat die. Und ich besitze nur vier. Richtige Buchliebhaber verstehen mich: Ich habe die Reihe noch nicht voll. Wie sieht das denn bitte aus, im Regal? 

Nun habe ich die anderen Bände als eBooks entdeckt und beschlossen: Ich mache damit weiter. 

Jedenfalls. Heute lautet die Antwort „Ja.“

Übersicht:

Autorenwahnsinn – Tag 15

Tag 15: Welchen Schreibratgeber würdest du uns empfehlen?
Alternative: Sollest du keinen Schreibratgeber empfehlen können, dann verrate uns, welches Buch du aktuell liest!

2016-01-22 15.44.33

 

Das kommt sehr darauf an, was man möchte. Jugendliteratur hat andere Anforderungen als Krimis und Thriller. Ich habe an Tag 11 schon eine Liste mit meinen Schreibratgebern (die ich gut fand) zusammen gefasst. Sol Stein ist, meiner Meinung nach, eine Art Bibel für Schreibwillige, in dem Buch stecken alle Themen drin, gut und verständlich erklärt. Es ist gut, dieses Buch grundsätzlich zuhause zu haben.

Das Jahrbuch für Autorinnen und Autoren ist ähnlich hilfreich, auch das gehört unbedingt in das heimische Sachbuch-Regal. Hier findet man weniger konkrete Schreibtipps, eher Erfahrungsberichte und Adressen. Wenn man als Autor*In an dem Punkt ist, dass der eigene Text in die Welt soll, muss man wissen wie und wohin. Hier findet man Antworten, viiiele Adressen und Einblicke in die Schreibstuben der Verlagswelt. Was muss ich beachten, wenn ich einen Text „auf gut Glück“ verschicke? Bei Sol Stein kann man mit jedem Kapitel arbeiten, das Handwerk lernen, verbessern, und mit dem Jahrbuch dann auf den Weg bringen.

Die Bücher von Diana Hillebrand behandeln ein anderes Problem. Ordnung, Struktur, wie Anfangen? Wirklich anfangen und dabei bleiben? Mir haben die Bände sehr geholfen grundsätzlich Schreibroutine zu gewinnen.

Wenn man das alles hat, kann und weiß, geht es in die Tiefe. Und dann ist wichtig zu wissen, welches Gebiet man denn be-schreiben will. Krimi, Jugendbuch, Fantasy? Roman, Kurzgeschichte, Glosse?

Ich fand „Kurzprosa schreiben“ von Eleonore Wittke sehr hilfreich, mit den Aufgaben habe ich manchen Schreibtreff bereichert. Die Aufgaben eigneten sich super für gemeinsame Schreibübungen. Dann fand ich auch „Kinder- und Jugendbuch schreiben“ von Heidemarie Brosche sehr gut. Wer für Kinder schreiben will, kommt um diesen Ratgeber nicht herum. IMAO.

Zu all diesen Büchern habe ich die DUDEN-Reihe zum Thema Schreiben gelesen und hilfreich gefunden. Es gibt, soweit ich weiß, sechs Bände mit verschiedenen Themen. Krimi habe ich, zum Beispiel, ausgelassen, weil mich Krimis nicht interessieren. Die Bände zum Thema „Tagebuch schreiben“, „Schreiben unter Strom“ oder „Tag für Tag“ habe ich verschlungen. Ich kann mit stolz sagen, dass ich mich durch die Lese-Empfehlungen und die Übungsaufgaben gearbeitet habe – mit sehr viel Spaß! Und ja, ich habe auch was gelernt dabei. Meine herzliche Empfehlung.