Termine im Oktober

Ob ich noch weiß wie das geht? Und schreib ich einen neuen Text bis dahin? Es wird spannend, auch für mich. Seit Monaten schon ist es unmöglich auch nur ne Woche voraus zu planen, aus Gründen. Die Dinge kommen wie sie kommen und ich muss flexibel sein. Voll mein Ding. Nicht.

Also, hier ist ne Liste mit unseren Shorties-Terminen im Oktober. Ich denke, das findet alles so statt, auch mit mir und in Farbe, im besten Fall mit einem neuen Text. Das wird super. Muss ja. 😉

Gruppenbild get shorties Lesebühne 2019
Gruppenbild get shorties Lesebühne 2019

Freitag, 08. Oktober 2021

Kulturzentrum Merlin, Stuttgart / 20 Uhr

Samstag, 09. Oktober 2021

Baden-Württembergische Kulturtage in Ettlingen / ab 19 Uhr bis 22.30 / Blauer Saal

Donnerstag, 14. Oktober 2021

Ortsbücherei Erdmannhausen / 20 Uhr

Freitag, 22. Oktober 2021

Stadtbibliothek / 20 Uhr

Mehr Infos unter: www.getshorties.de

Termine im September

Photo by Caryn on Pexels.com

Der Plural ist überflüssig, die Liste ist kurz. Wir sind am 12. September noch mal im Schreibbuden-Einsatz. Vor der Staatsgalerie in Stuttgart, von 13.30 bis 16.30 Uhr. Schlechtes Wetter macht uns gar nichts, dann finden wir wieder drinnen ein Plätzchen. Ich habe die letzten Male gestaunt, dass uns die Kundschaft auch im Foyer findet und wenn Leute vorbereitet kommen, find ich das ja ganz toll. Unsere Schreibbude war entsprechend angekündigt und wenn der Termin in der Zeitung steht, passiert es, dass jemand vor mir steht, mit einem Zettel und seinen Wunschbegriffen, dann sind es oft mehr als drei Wörter und ich kann auswählen. Manchmal packt mich auch der Ehrgeiz und ich versuche die ganze Liste im Text unter zu bringen. Wir haben also zwei Kategorien: Menschen, die vor uns stehen, wissen wollen, was wir da treiben, dann auch gleich einen Text haben wollen und sich mühevoll zwei oder drei Stichwörter aus den Rippen leiern. Als wäre das eine schwere Sache; da muss man nachdenken und weise wählen. Wenn ihnen gar nichts einfällt, wünschen sie sich Geburtstagsgrüße für Tante Erna, die wohnt in Buxtehude und wird 80.

Die andere Kategorie, und ich sag es ehrlich, die ist mir viel lieber, die kommt vorbereitet. Da hat eine Frau oder auch mal ein junger Mann die Meldung gelesen und darüber nachgedacht, was es denn textlich sein soll, von diesen Freiluftdichtern. Die Leute nehmen einen Zettel zur Hand und schreiben Wunschwörter auf, bis das Stück Papier voll ist. Da war auch schon der ein oder andere Begriff durchgestrichen oder eingekreist – für gewöhnlich darf ich das Zettelchen behalten. Ich habe keine Ahnung warum, es rührt mich, ich nehme diese Dokumente mit, genau wie meine handschriftlichen Notizen, die ich während eines solchen Nachmittags mache. Irgendwie ist dann doch jede Schreibbude dokumentiert, auch wenn wir kein Durchschlag-Papier verwenden, wenn wir unsere Auf-Zuruf-Texte verfassen. Es ist ja jedes Gedicht, jeder Limerick und jede Kurzgeschichte ein Unikat. Original und einzigartig.

Dieses Jahr hatten wir nur wenige Termine. Lesungen und Schreibbuden unter freiem Himmel. Aber ich war froh und dankbar, dass wir überhaupt wieder durften, und da waren schöne Begegnungen dabei. Das fühlte sich sehr nach Normalität an, nach sozialer Interaktion und Input. Wenn, nur als Beispiel, mir eine Frau ihre LieblingsautorInnen nennt, ich keinen einzigen Namen kenne und zuhause dann das Internet befrage… oder wenn ich staunend beobachte wie Nick den fünften Limerick innerhalb einer Stunde raus haut und Zusammenhänge erdenkt, die lustig sind und wahr und persönlich. Wenn wir uns in einer freien Minute gegenseitig G´schichle schreiben. Bei unseren Stuttgarter Terminen war Mayha Suaysom bei uns, auch hier habe ich eine persönliche Illustration „abgestaubt“, da bin ich nicht nur Autorin im Einsatz, sondern auch neugierige Kundin. Ich kriege beide Seiten des Tisches mit; Schreiberin und Beschenkte. Und dann, ja, das kommt auch oft vor, stöbere ich im Internet, ob ich noch eine fünfte Schreibmaschine in meiner Sammlung brauche. Naja, brauchen ist wohl zuviel gesagt. Wollen. So eine hübsche, schwarze Torpedo, vielleicht? Es wär leichter, wenn es man wieder irgendwo einen Flohmarkt gäbe. Gibt´s einen, weißt du das?

Jedenfalls. Im September sind wir ins Stuttgart, und danach, das werden wir abwarten müssen, sind weitere Schreibbuden und Lesungen geplant. Ich hoffe sehr, dass die alle stattfinden können und dürfen.

~Caro

www.getshorties.de

Kaffeebucht, Heilbronn

Schreibbude: Das war der wunderschöne Nachmittag in der Kaffeebucht, mit erfrischender Limetten-Limo, Zwetschgenkuchen, schönen Gesprächen und vielen Aufträgen. Ingo und ich haben in die Tasten gehauen, Nick lieferte per WhatsApp noch drei Limericks dazu. Alles normal hier. Morgen gehts weiter, mit der Schreibbude in Stuttgart.

Ingo im Einsatz
Limerick von Nick

Abends fand dann noch das Screening für das Kurzfilm Festival 2021 auf der Inselspitze statt. Schlechte Filme bekommen die rote Karte. Damit entscheidet das Publikum, welche Kurzfilme es in das Programm des 18. internationalen Low & No-Budget-Kurzfilmfestivals im September übernommen werden.

Termine im August

Unsere Termine im August:

Die Get Shorties Lesebühne auf der Inselspitze, Heilbronn:

13. August von 19.30 Uhr bis 22 Uhr

Die Schreibbude in Heilbronn, in der Kaffeebucht:

14. August von 14 bis 17 Uhr.

Und ab 21 Uhr findet das Low & No Budget Kurzfilmfestivall 2021 auf der Inselspitze statt.

Die Schreibbude in Stuttgart, vor der Staatsgalerie:

15. August von 13.30 bis 16.30 Uhr

22. August von 13.30 bis 16.30 Uhr

Mehr Infos unter www.getshorties.de

get shorties Lesebühne

Hier ist was los

Diese Woche ist ganz schön was los. Am Freitag sind wir Shorties endlich mal wieder im Merlin zu Gast. So richtig mit Lesung und allem drum und dran. Am Samstag geht es dann gleich weiter: Schreibbude in Heilbronn, in der Kaffeebucht. Und am Sonntag, da bin dann auch ich mit von der Partie: Schreibbude in Stuttgart, vor der Staatsgalerie. Und wenn das alles nicht sehr super ist, dann weiß ich auch nicht. Sehen wir uns, hm?

Gruppenbild get shorties Lesebühne 2019
Gruppenbild get shorties Lesebühne

Mehr Infos unter www.getshorties.de

Termine im Juli

Jab, richtig gelesen. Termine. Ich habe Termine, wahnsinn. Natürlich draussen, also open air. Mit Abstand und allem drum und dran. Aber, es gilt trotzdem. Wir dürfen wieder, der gute Ingo hat organisiert und gezaubert und uns Shorties den Kalender gefüllt. Ich freu mich. Früher sagte ich an so einer Stelle „Das wird super“. In den letzten Monaten habe ich das nicht mehr gesagt, aus Gründen. Es gab keine Gelegenheit. Ich trau mich noch nicht, es wieder zu sagen. Vielleicht nächste Woche…

Und; ich brauche einen neuen Text. Manche Dinge ändern sich nie. Ohne diesen Last-Minute-Druck funktioniere ich nicht. Ich jongliere mit vier Entwürfen. Das Schwierigste an der Sache ist, wie immer, die Entscheidung für EINEN Text. Der soll es sein, in diesen stecke ich meine Zeit, meine Gedanken und Kreativität. Ich bin ein bisschen eingerostet. Aber Schreiben ist wohl wie Fahrrad fahren. Das verlernt man nicht.

Wir lesen uns.

Lesungen:

  • 10. Juli – Böblingen, Blaues Haus
  • 16. Juli – Heilbronn, Deutschhof
  • 23. Juli – Stuttgart, Merlin

Schreibbuden:

  • 11. Juli – Stuttgart, Staatsgalerie
  • 24. Juli- Heilbronn, Kaffeebucht
  • 25. Juli – Stuttgart, Staatsgalerie

Mehr Infos unter: www.getshorties.de

Photo by Pixabay on Pexels.com

Der erfundene Mozart

Schreibbude in Heilbronn

Heilbronn, 4. Juli 2020 / Nachlese

Ein Junge kommt zu mir an den Tisch. Er trägt ein Hiphop-Outfit, zumindest halte ich es dafür. Aber ich bin inzwischen alt und out und uncool. Was weiß ich schon. Der Junge hadert mit Worten, kämpft sichtlich. Nicht, weil er der deutschen Sprache nicht mächtig wäre, sondern weil der Gedanke so komplex ist, dass er das nicht einfach mal einer Fremden in der Fußgängerzone vermitteln kann. „Mozart“ sagt er schließlich. Ich schaue ihn an; Capi, T-Shirt, Jeans. Er ist noch in dem Alter, in dem Kinder das hören, was die Eltern mögen. Ich kriege den Wunsch und das Outfit nicht zusammen. 

„Michael Jackson“ sagt er, als ich ihn frage, welche Musik er hört. Aber das war später. Ganze Sätze sind nicht so sein Ding. Die kleine Schwester, ganz in rosa, dolmetscht uns. Sie sieht, selbstbewußt und klar, was hier passiert. Sie kennt ihren Bruder gut. Ich betrachte, kurz abgelenkt, ihre Haare. Die gehören gebürstet. Wild sieht sie aus, lange braune Haare schwirren ihr um den Kopf, wie elektrisch aufgeladen. Ob er ihr einen Luftballon über den Kopf gerieben hat? Assoziationsketten, das ist mein Ding, in meinem Kopf passieren viele Dinge, sehr schnell. Aber das ist manchmal auch hinderlich. Wenn zum Beispiel ein Kind vor mir steht, und nur langsam artikuliert bekommt, was es möchte. Wir klären also die Grundlagen. Ich sitze hier mit meiner Schreibmaschine und erledige Auftragsarbeiten. Gedichte, Kurzgeschichten, Briefe. Was eben gewünscht wird. 

„Schreibmaschinen“, sagt er, die kennt er. Der Papa hat eine. Er benutzt die auch. Die kleine Schwester ergänzt und erklärt mir, was der Papa beruflich macht, wie schwer es ist, auf einer Schreibmaschine zu tippen. Sie rubbelt, beim reden am Reißverschluss ihrer Jacke herum. Rubb rubb, rauf, runter. Ich mag sie, ich erkenne sie. Ich war auch mal eine kleine Schwester, die meinte, die Welt besser zu verstehen als die Großen. Die immer was dazu erklärte. Ich erkläre gern Dinge. 

Der Junge möchte also einen Schreibmaschinen-Text haben. „Mozart“, sagt er. Ich frage nach, und weiter und mehr. Es macht ja einen Unterschied ob es ein Krimi werden soll oder doch eine Geschichte über Elfen und Hausgeister. In meinem Kopf passiert schon wieder diese Sache. Ich krame im Erinnerungslager nach Sachen die ich von Mozart kenne oder über ihn weiß. Viel ist das nicht, muss ich beschämt feststellen. Die Schublade im Erinnerungslager ist praktisch leer. Im realen Leben geht aber das Gespräch weiter. „Nur das“, sagt der Junge. „Nein, keine weiteren Wörter“. 

Mehr braucht er nicht, aber ich schon um loslegen zu können. Also frage ich ihn, welche Musik er hört. Natürlich nicht Mozart. 

Michael Jackson zählt er auf. Und weitere Namen, von denen ich noch nie gehört habe. Weil ich bin ja inzwischen alt und out und uncool. Nicht, dass ich je jung, in und cool gewesen wäre. Als ich so alt war wie der Bub, habe ich Roy Black gehört, weil meine Mutter… ach lassen wir das. Eine unschöne Assoziationskette. Der Junge trägt mir einen Songtext vor. Ich kenne weder Interpret, noch Titel, und sein Englisch klingt so, als hätte er das noch nicht in der Schule. Wann fängt das an? In der fünften Klasse? 

Wieder kommt die Kleine zu Hilfe. Der Bruder hat ein Referat gehalten, in der Schule. 

Über Mozart, jetzt fällt der Groschen. Zumindest denke ich das. Aber ich habe natürlich keine Ahnung. Er will eine Geschichte über Mozart haben. So einfach, so schwer.

„Aber keine erfundene!“, ermahnt mich das wilde Mädchen.  Ich glaube, sie geht noch nicht mal zur Schule, durchschaut aber mich, den Bruder und alles. Rubb, rubb. 

Keine erfundene also, wär ja noch schöner. Einfach was dazuzudichten. Ich versteh das. Wenn man noch so jung ist, dann helfen nur Fakten und Tatsachen. Alles andere ist ja schon verworren genug. Mozart, tippe ich, war ein Wunderkind. Vermutlich hat er ganz viele Dinge gewußt und erklärt. So wie eine kleine Schwester das manchmal macht. Angeblich sollen Kinder ja ganz schlau werden, wenn sie Mozart hören. Also empfehle ich dem Buben Mozart zu hören, nicht nur Michael Jackson. Und die anderen.

Und manchmal ist es auch klug auf seine kleine Schwester zu hören. 

Schreibbude im Juni

Samstag sind die Kollegen und ich im Schreibbuden-Einsatz. Endlich, endlich darf ich mal wieder raus, vor die Tür. Was soll ich nur anziehen? Und muss ich dann lauter Corona-Texte tippen? Fragen, über Fragen. Sehen wir uns vor der Stadtbibliothek, hm?

  • Get Shorties Schreibbude
  • 20. Juni 2020
  • 14 bis 17 Uhr
  • Vor der Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänderplatz 1
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Die Schreibbude ist der Traum jeder Autorin und jedes Autors: Menschen, die man vorher nicht kennt, bestellen kleine Geschichten und Gedichte und haben sogar eine Vorstellung davon, worum es darin gehen soll. Und dann geht’s los.


Im Auftrag von Kulturämtern und Stadtbibliotheken werden wir tätig und hauen in die Tasten unserer alten mechanischen Schreibmaschinen. Heraus kommen kleine literarische Unikate zum Mitnehmen. 


(Grafik von Natalis Lorenz)

Termine im Juni

Mikro

Diesen Monat stehen zwei tolle Ausflüge an, aber die gehören eigentlich nicht in meine Termin-Liste. Ich will sie aber erwähnt haben, weil wenn das Wetter mitmacht und ich Fotos knipse, als gäbe es keine anderen schönen Orte auf der Welt, dann will ich die herzeigen und so kriegst du es dann doch mit. 🙂 Das wird super. Ansonsten bin ich wieder viel für die ge shorties Lesebühne bzw. für die Schreibbude unterwegs. Und mein VHS-Aquarell-Kurs fängt endlich an. Ich bin sehr gespannt.

07. Juni – Die get shorties Lesebühne zu Gast im Lapidarium!

Open Air! 19.30 Uhr gehts los.

15. Juni – Schreibbude in Stuttgart

Wir sitzen mit unseren Schreibmaschinen von 14 bis 17 Uhr vor der Stadtbücherei Stuttgart und nehmen Aufträge entgegen. Ein paar Stichworte, eine halbe Stunde Zeit und du bekommst deinen Wunschtext.

Link-Liste:

Lapidarium, Stuttgart
Ingo Klopfer im Einsatz. Lapidarium Stuttgart