Mein Lese-Monat April

  1. Stephen King: Mind Control (Hörbuch) 
  2. Baedeker SMART Hamburg Reiseführer
  3. Dale Carnegie: Wie man Freunde gewinnt
  4. Hermann Hesse: Steppenwolf
  5. Dorothea Böhme: Felicitas erklärt die Liebe (eBook)
  6. Lutz von Werder: Lehrbuch des kreativen Schreibens

Eine bunte Mischung. Drüben bei GoodReads gebe ich nach Lust und Laune meinen Senf dazu. Den „Steppenwolf“ fand ich so klasse, den muss ich noch mal lesen. In meine geliehene Ausgabe darf ich nicht rein schreiben und Lieblingsstellen markieren. 

„Das Lehrbuch des kreativen Schreibens“ habe ich im November 2013 begonnen und jetzt endlich fertig gelesen. Ich fand es mühevoll, trocken und mag es nicht weiter empfehlen, obwohl ich wirklich viel Infos, Übungen und Anregungen heraus gearbeitet habe. Aber das ist auch das Schlüsselwort. Das Buch war Arbeit. Mein lieber Scholli. 

Der Reiseführer macht große Lust auf Hamburg. Doch mein Städtetrip samt Harry-Potter-Theater ist leider abgesagt. 😦

Was hast du diesen Monat gelesen? 

PS: Heute Abend komme ich nicht zum lesen. Ich muss mir drüben bei YouTube die Frankenstein-Premiere mit Benedict Cumberbatch anschauen. Das National Theatre streamt diese Woche beide Versionen des Stücks. Froooide!!  

Monatsrückblick April 2019

Tops und Flops im April

Bücher;

  • Roy Peter Clark – Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Thomas Mann – Der Zauberberg (Hörspiel) ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Mascha Kaléko – Das lyrische Stenogrammheft ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Kiki Thaerigen – Bär & Ich ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Serien;

  • Chilling Adventures of Sabrina – Teil 2 ⭐️⭐️⭐️

Ich werde die Serie nicht weiter schauen. Das ist christlich-religiöser Mumpitz getauscht gegen satanisch-religiösen Mumpitz. Am Schluß; Mumpitz. Ein altes frauenfeindliches Weltbild durch ein neues frauenfeindliches Weltbild zu tauschen macht die Sache nicht besser. Kanibaliamus, Mord & Totschlag, Düsternis. Alles kein Problem – das wird plastisch dargestellt. Aber wehe das Mädel will Sex. OH. MEIN. GOTT.  Inhaltlich find ich’s schwierig. Ich hab oft gedacht: What the fuck

Das ganze hätte Potenzial gehabt: Eine Frau lebt in zwei Welten und ist deshalb reicher als die anderen, weil sie zwei Kulturen erlebt. Meiner Meinung nach, ist das aber nicht die Aussage der Serie. Oder eben nur, wenn man sich ganz arg anstrengt. Schade, ich bin raus.

  • Game of Thrones Staffel 8 (Ich bin erst bei Folge 3, daher schreibe ich noch keine Wertung.)
  • American Gods – abgebrochen
  • Die Stärke des Verlierens ⭐️⭐️⭐️
  • After Life – abgebrochen
  • Hunde – abgebrochen
  • Cabins in the wild ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • The Five (auch mit der Serie bin ich noch nicht durch.)

Filme;

  • Love, Rosie ❤️❤️❤️❤️
  • Leaving Neverland
  • Moritz Neumeier – Hurra 😄😄😄😄
  • 84 Charing Cross Road ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (Perle, ganz klare Empfehlung. Schon seit Jahren einer meiner Lieblingsfilme)
  • Silence ⭐️⭐️⭐️
  • About Time ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • San Andreas ⭐️⭐️⭐️
  • Moonlight ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Ernest & Celestine ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Going in Style ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Magnus – Mozart des Schachs ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Das kreative Gehirn ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Gundermannn ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Getan;

  • Kabarett: „Vorbeischwimmer“ – Ingrid Kappeler
  • Lesung: Joanna Martin
  • Kreativ Messe / Stuttgart (Haul-Beitrag folgt demnächst)
  • Lesung (W)ortreich / Stuttgart (Bilder folgen noch. Regine Bott hat fleißig fotografiert. Vielen Dank dafür.)

Nachlese Merlin März 2019

Zur Zeit kommen bei mir viele Dinge zu kurz. Der Terminkalender ist vollgeballert mit Terminen, was schön ist, gleichzeitig aber auch anstrengend. Ich liebe es mit der get shorties Lesebühne auf Tour zu sein. Wir als Gruppe „klicken“ gut zusammen, wir ergänzen uns. Jede*r hat seinen eigenen Ton, am Schluss ist so ein Abend abwechslungsreich und für gewöhnlich gehe ich lächelnd heim. Allerdings muss ich auch regelmäßig einen neuen Text parat haben. Mit Druck kann ich gut umgehen, ich funktioniere mit einem Abgabe-Termin besser als ohne. Es kommt wirklich nicht oft vor, dass ich einen Termin mal nicht einhalten kann. Die letzte Merlin-Lesung war so eine Ausnahme. Das ist nicht schlimm. Ich habe einen dicken Ordner mit get-shorties-Texten drin, da kann ich aus dem Fundus schöpfen, immerhin schon fast zehn Jahre. Im Mai 2010 bin ich dazu gestoßen, ich kann selber kaum fassen was seither alles passiert ist. Wenn so viel los ist wie jetzt, dann muss ich mich zwingen auch mal inne zu halten, Luft zu holen und zu denken: Danke. Meine Güte, vielen Dank für dieses Abenteuer. Das Merlin ist für mich was besonders, weil ich mit dieser Örtlichkeit lange gehadert habe. Hier war ich, damals Anno LeckmichamArschistdaslangeher, aufgeregter als in Marbach oder Göppingen, oder sonstwo. Hier hab ich mir auch größere Schnitzer geleistet, diese Bühne musste ich mir richtig erarbeiten. Und jetzt? Ich will nicht sagen, dass so ein Abend mit Autopilot läuft, das wäre anmaßend. Aufgeregt bin ich immer noch. Sagen wir so: Ich genieße es mehr, als dass ich schwitze. 😉

Yeah.

Heimspiel im Merlin

Merlin Kulturzentrum, Stuttgart

Volles Haus im Merlin. Das war der Abend, an dem Nicolai Köppel für den grippegeplagten Ingo Klopfer eingesprungen ist und Matthias Weiss am Klavier über gelikte Meinungen philosphiert hat. Immer diese Anglizismen. Ts. Dem entfolgen wir gleich 😉
Carolin M. Hafen wollte nicht ins Dschungelcamp, Rainer Bauck herzte den langweiligen Ulf, Volker Schwarz schürt Gerüchte über seinen Tod und Nicolai Köppel findet, das Mars Mandel Weiß scheiße schmeckt. Aber das reichte noch nicht. Dorothea Böhme sagte, Sport sei Mord, Karin hört aber nur richtig zu, wenn eine Frau ihrem Mann den Penis abschneidet. Aber Regine Bott weiß: Menschen sind doof. Also alles wie immer.

Weiter geht´s am 09. Februar in Marbach.

2018 als Fragebogen

Zugenommen oder abgenommen?

6 Kilo abgenommen und damit ein neues Wohlfühlen in meiner Haut erreicht. Das ist schön. Es war nötig anzunehmen und ich bin sehr froh, dass ich mein Gewicht das ganze Jahr über halten konnte. 

Haare länger oder kürzer?

Gleich. Kurz, rot.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Kurzsichtiger. Ich befürchte, das bezieht sich nicht nur auf meine Augen. Ich würde gern, im neuen Jahr, wieder mehr in die Ferne schauen. Ganz grundsätzlich. 

Mehr Kohle oder weniger?

Mehr. 

Mehr ausgegeben oder weniger?

Mehr. Leider. Ich würde gern minimalistischer leben, weniger Konsum, weniger Plastik, weniger Auto fahren, weniger Scheißdreck wollen, den ich nicht brauche. Die Bedürfnisse sind immer so schnell geweckt und zuhause frage ich mich dann: „Warum hast du das gekauft?“ 

An der Umsetzung arbeite ich noch. Ich will mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, und meine Wohnung entmisten. Ich brauche den ganzen Kram nicht, es belastet mich mehr, als das es mir nutzt. Zudem: Weniger konsumieren. Meine Elektrogeräte habe ich alle gebraucht gekauft. Meine Klamotten habe ich von diversen Kleider-Tausch-Partys, oder gebraucht von anderen Leuten bekommen. Neu ist eben nicht immer besser. Wenn ich jetzt noch meinen Plastik-Konsum einschränken könnte, wäre das sehr toll. 

Mehr bewegt oder weniger?

Mehr. Mit dem Gewichtsverlust konnte ich mein Laufpensum steigern. Ich fühle mich fitter, belastbarer, stärker. Ich will im neuen Jahr die Laufgruppe wechseln. Mehr Kilometer, schnelleres Tempo.

Der hirnrissigste Plan?

Einen Liebesroman schreiben zu wollen. Ausgerechnet ich. 

Die gefährlichste Unternehmung?

Ängstlich zur Kapelle auf dem Ankogel rauf kaxeln. Auf allen Vieren. Grenzen erfahren und verschieben. Etwas schaffen, von dem ich nicht wusste, dass ich es kann oder will. 

Letztlich hat mich aber die Rutsche im Pyramiden-Kogl wieder in meine alten „empfindlicher-Indoormensch-Schranken“ verwiesen. Am Schluss saß ich, ein Häufchen Elend am Straßenrand; kotzend, schwindelnd, hyperventilierend. Wenn meine Freunde nicht los gerannt wären um mir in der Apotheke Vomex zu kaufen, ich hätte da in Österreich einen Arzt gebraucht. Am Schluss war ich dankbar für Menschen, die sich um mich kümmern, wenn es nötig ist, und gleichzeitig kleinlaut, weil ich einfach nicht alles tun kann, was ich will. (Eine blöde Rutsche, das kann doch nicht so wild sein.) Ich kann einen Berg hoch steigen, mit meiner eigenen Kraft. Aber ich kann keine wilde Rutschpartie machen, als wäre ich Indiana Jones. Auch gut, das zu wissen.

Der beste Sex?

Ja. 😉

Die teuerste Anschaffung?

Ein neuer Laptop. Schriftsteller-Handwerkszeug. 

Das leckerste Essen?

Eine Woche Urlaub in Kärnten. Brotzeit und Kaiserschmarren, dazu der Ausblick. Wahnsinn.

Das beeindruckendste Buch?

“Melrose” von Edward St. Aubyn 

„Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky

Siehe auch: Lese-Challenge 2018

Der ergreifendste Film?

Sieben Minuten nach Mitternacht

„Nanette“ von Hannah Gadsby. Kein Film, dennoch das eindrucksvollste, was ich dieses Jahr gesehen habe. Chapeau!

Das beste Lied?

Das schönste Konzert?

Ich mag keine Menschenmassen, daher gehe ich nicht zu Konzerten. Ich habe viel von „Mumford & sons“ gehört. Dann noch „Simon & Garfunkel.“ 

Und das hier:

Die meiste Zeit verbracht mit…?

…meinem Bruder. Berufsbedingt.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

Allein mit mir, schreibend.

Vorherrschendes Gefühl 2018?

Ich jongliere mit fünf Bällen, während ich auf einem Fahrrad ohne Lenker einen Berg runter rase. 

2018 zum ersten Mal getan?

Einer Zeichentrickfigur meine Stimme geliehen. (Trudes Tier. In den Folgen Fußball & Pflaster)

Einen Liebesroman geschrieben. London in Love.

2018 nach langer Zeit wieder getan?

Menschen gehen lassen, die gehen wollten.

Neues zugelassen; Menschen und Dinge. Ich habe das Alleisein als ehrlich(er) empfunden und bin damit besser zurecht gekommen, als in den Jahren zuvor. 

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Unnötige Streitgespräche, demütigende Begegnungen.

Für Leute, die ich mag, zu wenig Zeit gehabt.

Die wichtigste Sache, von der ich jemand überzeugen wollte?

Politisches Engagement.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Ich habe dein Buch gelesen.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Schön, dass du da bist.

2018 war mit einem Wort…?

Rasant.

FAZIT:

Roman geschrieben & veröffentlicht: 1

Kurzgeschichten geschrieben: 6 

Lesungen: 20

Schreibbuden: 8 (und damit ca. 20 bis 30 Schreibbudentexte)

Bücher gelesen: 40

Ich denke immer „Caro, du bist so langsam, du kriegst nichts auf die Reihe, du faules Ding.“ Und dann überlege ich, im Dezember, was war eigentlich los? Ich komme zu dem Schluß, dass ich mit mir geduldiger sein muss, und nachsichtiger. Weil, Scheiße noch eins, ich habe ziemlich viel gemacht. Meine Güte.