BAO – Absent Studio

Letztes Jahr habe ich die Serie „Home before dark“ auf Apple TV+ gebingt. Ich will jetzt nicht damit angeben, dass ich neben Netflix und Prime auch noch Apple TV+ habe, als wäre ich Krösus. Darum soll es nicht gehen. Wir haben Pandemie, was soll ich denn sonst tun? Auch noch stricken lernen? Dann ist die Verwandlung in meine Oma komplett. Also nein, einfach nein. Jedenfalls.

Die Serie kann ich herzlich empfehlen. Hilde, die 9-jährige Protagonistin versucht einen mysteriösen Mordfall aufzuklären. Das ist spannend, das kann man gut gucken. Viel wichtiger aber ist ihr Notizbuch. Hilde hat das tollste Notizbuch, dass ich je gesehen habe. Sie ermittelt damit und ich war zehn Folgen lang glühend neidisch auf dieses supi-dupi-Umhänge-Teil mit Reißverschluß und allem. Mussichauchhaben!

Ich habe das Internet befragt und keine Antwort bekommen, ich habe gesucht, geseufzt und schon fast aufgegeben. Es ist Pandemie, aber auch ohne diesen Umstand pflege ich eine ungute/ungesunde Marotte. Ich liege oft schlaflos im Bett und glotze aufs Handy. Ob ich nun schlecht schlafe, weil ich dauernd die Funkpeitsche in den Händen habe, oder ob ich da debil drauf glotze, weil ich schlecht schlafe – genaues weiß man nicht. Jedenfalls.

Bei Instagram entdeckte ich die BAO-Tasche von Absent Studio. Das kommt dem Notizbuch von Hilde noch am nächsten. Es ist nicht genau das, was ich gesucht habe, aber immerhin so sehr fast, dass ich das gute Stück käuflich erworben habe. Ich war nicht im Urlaub, auf keiner Veranstaltung, mein Wochenhighlight ist ein Spaziergang am Samstagmittag. Eine gute Freundin und ich, wir treffen uns unter freiem Himmel, tappen durch die Gegend und knurren uns nur noch an: „Geil, wir gehen schon wieder spazieren!“ Und auf die Frage „Links rum oder rechts rum“ mault die jeweils andere bloß noch „IST DOCH SCHEIßEGAL!“

Nach dem siebenhundertdreiundzanzigsten Mal kennt man jeden Stein, jeden Baum, jeden Hund in der Gegend – man kann das statt kriegen; fremde Hunde streicheln. Selbst die Köter knurren: „Nicht du schon wieder!“.

Was bleibt da also: Die große weite Welt im Internetz. Ich gucke mir Leute und Krempel an, bestelle Sachen. Plötzlich ist es mein sehnlichster Wunsch ein T-Shirt mit Raglanärmeln in gelb zu besitzen. Und das nicht nur deshalb, weil das Päckle dann zu groß für meinen Briefkasten ist und der Postmensch klingeln muss. „Hallo Hallo! Wie geht es dir, erzähl mir von deinen Hobbys, welcher ist dein drittliebster Dinosaurier, welche Blutgruppe hast du, erzähl einen Schwank aus deiner Jugend, ich will alles wissen – renn doch nicht schon wieder weg.“  Menno.

Nun habe ich also eine Notizbuchtasche und hocke hier wie ein fieser kleiner Kobold auf einem Goldtopf. Ich mache „Muhahahah“ und „Hehehehe.“ Die Haare sind wild, ich sehe verlottert aus und ein bisschen irre. Ich kann ja nirgends hin, mit dem Teil, aber jetzt ist es da und ich freue mich. Ich stelle mir vor, wenn ich dann endlich wieder raus darf, in die echte Welt, wie ich irgendwo sitze, in der Sonne, und Tee trinke, Kuchen esse, mit Leuten rede und Notizen in mein Täschle schreibe. Bis dahin sortiere ich Krempel. Welches Papier ist das Richtige? Welcher Stift schreibt am Schönsten? Was muss ich unbedingt dabeihaben, wenn ich unterwegs bin? Das sind total wichtige Entscheidungen, das muss gut überlegt sein. Besser ich kaufe auch noch Trennlätter und neue Textmarker, vielleicht ist ja irgendwann wieder was wichtig. Das Glück trifft den, der vorbereitet ist.

Hallo Glück, ich bin hier.

Caro mit Corona-Friese und BAO Tasche.

Heute schon geschrieben #5

Heute schon geschrieben? Band 5

Dialoge schreiben

Ich habe vor einigen Jahren die Weltbild-Reihe „Heute schon geschrieben?“ abonniert und sehr gerne mit den Büchern gearbeitet. Kann man auch in meinem Blog nachlesen. Leider war nach dem vierten Band Schluß mit der Printausgabe. Aktuell versuche ich wieder ins Schreiben hinein zu finden. (Neues Manuskript, get shorties Lesebühne) Corona hat mich, was das angeht völlig verstummen lassen. (Aus Gründen.) Solche Phasen habe ich hin und wieder mal. Wenn ein Buch fertig geschrieben und veröffentlicht ist, habe ich diese Schwierigkeiten schon mal, und dann nehme ich einen Schreibratgeber samt Übungen her und schreibe mich wieder frei. Mit neuen Aufgaben zu neuen Herausforderungen, das klappt (fast) jedes Mal. Hier liegen noch vier oder fünf Schreibratgeber herum, aber ich erinnerte mich plötzlich an die Reihe von damals. 10 Bände hat die. Und ich besitze nur vier. Richtige Buchliebhaber verstehen mich: Ich habe die Reihe noch nicht voll. Wie sieht das denn bitte aus, im Regal? 

Nun habe ich die anderen Bände als eBooks entdeckt und beschlossen: Ich mache damit weiter. 

Jedenfalls. Heute lautet die Antwort „Ja.“

Übersicht:

Moleskine Smart Writing Set

Ich arbeite kontinuierlich an der literarischen Weltherrschaft und dazu braucht man das nötige Handwerkszeug. Ich träume schon seit Jahren von einem Notizbuch, dass ich handschriftlich führen kann, und das trotzdem digital existiert. Mein Hirn, also die Krativfabrik, funktioniert besser mit der Hand am Arm, von meinem Gedächtnis kann ich das leider nicht sagen. Dauernd suche ich nach Entwürfen und Ideen. Jetzt habe ich das Moleskine Writing Set entdeckt und gekauft.


Die erste Seite in meinem neuen Notizbuch. Nachem ich den Abend damit verschwendet habe, den Stift zu registrieren, läuft es jetzt. Was ich schreibe landet in der App. Ohne Fehler oder Auslassungen. Und selbst das transkribieren funktioniert. Ein paar kleine Fehlerchen sind drin, das liegt wohl an meiner Handschrift. Nun kann ich das gute Stück füllen; Sätze & Schätze. Entwürfe, Ideen, Miniaturen. 

Mein Fazit 

Das ganze Ding ist nicht perfekt, aber es erfüllt zu 90% was ich wollte.
Nämlich; ein Notizbuch, dass ich Handschriftlich führen kann. Alles, was ich mit dem Pen ins Notizbuch schreibe ist sofort digital da. Selbst das Transkribieren klappt. Nicht fehlerfrei, aber das ist meiner Handschrift geschuldet. Das Ergebnis ist okay. Striche und Symbole erkennt die App nicht. Wer wie ich, die Bullet Journal Methode verwendet, muss hier also Abstriche machen. Zumindest beim Transkribieren von Listen. Normaler Text funktioniert gut.

Ich habe versucht, im Notizbuch mit einem Lineal zu zeichnen, auch das wird in der digitalen Notizbuch-Version ordentlich dargestellt. Der Sensor im Stift erkennt das. 

Der Akku vom Stift hält ca. 4 Stunden. Das ist jetzt nicht so wahnsinnig viel, für ne Konferenz reicht es, bei einem Tages-Seminar wird es schon schwierig und erfordert zwischendurch eine Möglichkeit den Stift aufzuladen. 

Was ich blöd finde; der Stift hat hinten nicht diese Gummi-Spitze eines Eingabestifts. Ich habe diverse Kugelschreiber, die hinten diesen Noppen haben, mit dem ich auf dem Smartphone herum tippen und malen kann. Die App ermöglicht es mir, Strichstärke und Farbe zu wechseln, daher hätte ich es sinnvoll gefunden, mit dem Pen+ Notizbuch und App zu nutzen. So muss ich noch einen Eingabestift dabeihaben, weil ich Wurstfinger habe, und mich das nervt. Wem der eigene Finger ausreicht, hat hier auch kein Problem. 

Es wäre hübsch gewesen, wenn irgendwo gestanden hätte, dass es verschiedene Apps für das Writing Set gibt. Die Moleskine-App habe ich nicht zum Laufen gebracht, die hat den Stift nicht erkannt und ohne App ist das ganze Set nur ein teures Notizbuch mit Kuli. Ich nutze jetzt Neo Notes. 

Innerhalb der App gibt es verschiedene Möglichkeiten zu speichern (Bsp. Evernote / OneNote / Google) – mit Evernote komme ich nicht zurecht, daher bin ich froh, Alternativen geboten zu bekommen. Ich kann meine Notizen in verschiedenen Formaten speichern, bearbeiten, teilen, transkribieren. 

Ich habe mehrere Rezensionen gelesen, in denen die Nutzer sich darüber beschwert haben, der Stift würde die Schrift nicht erkennen, man müsse fest drauf drücken und/oder Geschriebenes würde nicht in der App auftauchen bzw. nur unvollständig. Ich habe keines dieser Probleme.

Läuft alles.  4 von 5 ⭐⭐⭐⭐

PS: Angeblich kann man mit dem Stift bzw. der App Sprach-Aufnahmen machen. Da ich diese Funktion a) selten brauche und b) es nicht ausprobiert habe, weil ich das mit einer anderen App (Sprachmemos) mache, kann ich hierzu nichts sagen. Vielleicht probiere ich das bei Gelegenheit noch aus. 

Hier ist noch eine Beispiel-Seite aus meinem Notizbuch. So sieht das dann aus.

Wenn du Fragen zu dem Writing Set hast, und ich noch irgendwas testen soll, dann melde dich einfach. Ich kann das Writing Set jedenfalls gut weiter empfehlen. Ich will die Haptik eines Notizbuches, ohne dauernd alles händisch digitalisieren zu müssen. Und das ist mit diesem Set erfüllt. Ich werde aber auch noch ein Langzeit-Fazit schreiben, wenn ich mal eine Weile damit gearbeitet habe.

~Caro

Haul im Dezember

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Das Setting:

Schokoladenfest, Tübingen: s`Mädle isch satt, jetzt geht sie einkaufen.

Jetzt ist es so. Meine Lieblingsfarbe ist gelb. Gelbe Klamotten kann ich nicht anziehen, ich sehe augenblicklich grün und krank aus, das geht einfach nicht. Aber wenn etwas gelb ist, muss ich es haben. Das gilt für Nippes wie für Nützliches. Und was ist nützlicher als ein neues, gepunktetes Notizbuch und eine Teetasse? Eben. 
Jetzt ist es allerdings arg, dass es zu der wundertollen Tasse keine passende Kanne gibt. Menno.

In der Buchhandlung klagte ich einer Freundin, dass mein SUB keinen Gedichtband mehr her gibt, und ich Nachschub brauche. Sie sagte, ich bräuchte Mascha Kaléko. Ganz dringend. Ich kenne die gute Frau nicht, aber mein Vorsatz jeden Tag ein Gedicht zu lesen hält noch an, und so lernen wir uns jetzt über Weihnachten kennen. Das wird super. Lyrik, Tee und ein Notizbuch, das viel Platz für meine Eindrücke bietet. Was will man mehr? Was zu Naschen habe ich ja auch. 🙂

Die Bullet Journal Methode

Ein neuer Vorsatz für 2019 lautet: Mehr Ordnung ins Kopf-Chaos bringen. Ein Notizbuch führe ich ja schon lange. Eigentlich mehrere gleichzeitig, ständig suche ich Notizen und Gedanken und Textschnipsel. Ich mache ja auch viel. Große Projekte wie meinen neuen London-Roman (das Notizbuch dazu, das ich selbst gebastelt und im Copy-Shop habe drucken lassen, hat mich völlig in den Wahnsinn getrieben. Das war ne Scheißidee.) Und nebenbei habe ich viele kleine Dinge am laufen: Texte für den Blog oder Kurzgeschichten für die get shorties Lesebühne. Im Hintergrund tanzen ein paar Ideen für Leotrim Samba, und mein Opus Magnum, mein persönlicher Mount Everest in Buchform, klopft regelmäßig an die Tür meines Seelenhauses und bittet um Einlass. Und dann nervt es mich wahnsinnig, dass ich die besten Ideen beim Duschen habe, aber keine Möglichkeit mit Schaum im Auge irgendwo eine Notiz hinzukritzeln. Daher wird so ein Notizbuch, im schlimmstes Fall, auch mal nass.

Ich hätte gern ein Notizbuch für alles, übersichtlich und schlicht und trotzdem hübsch. Das neue Buch von Ryder Carroll verspricht das ja alles. Ich habe inzwischen mit dem Lesen begonnen. Ich bin da voll und ganz in der Zielgruppe. Aber so ein Vorsatz will auch ordentlich geplant sein, deshalb habe ich mir ein neues Notizbuch gekauft, mit dickem Papier, das nicht durchblutet. Gepunktet, damit ich darin auch doodeln kann. Nicht zu dick, weil dicke Notizbücher schüchtern mich ein, als wollten sie sagen: Wir haben jetzt eine feste Beziehung, jahrelang mein Fräulein.

Ich habe mich schon mit dicken Notizbüchern rum geschlagen, und weil ich die im Rucksack rum trage, überall hin mitnehme und täglich im Gebrauch habe, sehen die bald aus wie ein überfahrenes Tier. So ein Ding muss was aushalten, Platz für mehrere Monate bieten, aber bitte nicht Jahre. Ja, ich bin kompliziert. Sorry, not sorry.

Und dann war ich eh gerade am einkaufen. Ich treibe mich bei Pinterest herum und bei Facebook in diversen Bullet-Journal-Gruppen auf der Suche nach Ideen, Inspirationen, Anleitungen und Kaufempfehlungen.

Mein November-Haul sieht so aus: Das Buch „Nimm´s leicht“ von Andreas Rieck, 10 Tombow Stifte um das neue Bullet Journal hübsch zu gestalten, ein Lineal das in meinen Stiftpalast passt. Das Kartenset „Stay True“ habe ich geschenkt bekommen. Es sind 52 Karten, also nehme ich an, es ist so gedacht, jede Woche im Jahr eine Karte als Impulsgeber zu nutzen. Ich denke, ich bin nun ganz gut ausgestattet.

Frage: Was macht man mit dem Tombow N00? Was kann der? Das ist ja alles Neuland für mich. Bisher habe ich einen Füller genommen und Notizen gemacht. Und später die Notizen gesucht. 2019 wird alles besser. Übersichtlicher. Hoffe ich jedenfalls.

Führst du ein Notizbuch? Ein Bullet Journal? Bereitest du dich auf 2019 vor?

Haul

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Link-Liste:

Nachtrag: 

Das hier kann man mit dem Tombow N00 machen und ich find es wahnsinnig toll.

Autorenwahnsinn – Tag 16

Tag 16: Notizbücher! Zeig uns ein Bild deiner Schätze.

 

Hui, tolles Thema. Da bin ich ja gleich in meinem Element. Ich liebe Notizbücher, habe ständig welche in Gebrauch, oft mehrere gleichzeitig. Ich träume ja noch von einem Universal-alles-in-einem-Notizbuch, aber bis dahin kaufe ich was mir in die Finger kommt, und freue mich an den Unterschieden, den Gimmicks und den verschiedenen Aufmachungen. Damit wir uns richtig verstehen, DAS HIER ist nur die Spitze vom Eisberg, eine kleine Auswahl meiner Lieblings-Schätze.

Nummer 1: Brainy is beautiful

brainy-is-beautiful
Ringbuch. DIN A4

 

 

Nummer 2: Marie-Anne Foucart

marie-ann-foucart
Broschiert. DIN A5

 

Nummer 3: Moleskine; Peanuts Edition

peanuts
DIN A6 und DIN A6

 

Und zum Abschluss: Eine kleine Auswahl

diverse-journale

 

Ein kleines Update

Neuzugang im Juni

Ich habe Maras Rezension zu „Arbeit und Struktur“ gelesen und bin gleich los geflitzt um das Buch zu kaufen. Vor Monaten schon, habe ich den Link zum Blog von Wolfgang Herrendorf in meiner Liste „Ungelesene Artikel und Blogbeiträge“ hinzugefügt und es damit belassen. Mir war nicht klar, dass es die Blog-Texte inzwischen als Buch gibt. Das kommt mir nämlich sehr entgegen, ich finde längere Texte am Bildschirm lesen zu müssen, sehr mühselig. Und weil ich eh gerade in der Buchhandlung meines Vertrauens war, habe ich „Tschick“ gleich auch noch mitgenommen. Und so wächst mein SUB wieder.

Siehe auch: Lese-Challenge 2016

 

2016-06-16 18.02.19
Wolfgang Herrndorf

 

Kräuter-Update

Inzwischen wächst auch in Topf Nummer 3 Grünzeug heran. Und das bei meinem Talent mich um Pflanzen und Gewächse zu kümmern. Ich bin sehr begeistert, dass trotz meiner stümperhaften Herangehensweise etwas wächst. Hui.

 

2016-06-15 18.28.22
Kräuter-Uppdate #2

 

Und zum Schluss: This Book belongs to?

Mich überfällt manches Mal der Tatendrang. Das läuft so ab: Es regnet und ich bin ungemein deprimiert. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ich etwas sage wie: „Ich ertränke mich jetzt im Blumenkübel des Nachbarn, es hat doch alles keinen Sinn!“

Und dann blitzt irgendwo die Sonne durch die Wolken und ich brülle: „ACCIO WELTHERRSCHAFT“. Wenn das passiert, kaufe ich viele Dinge. Bücher, Notizkladden, Stifte, Blumensamen (siehe oben) und ich räume auf. Die Küche und den Schreibtisch, das Bad und den Keller. Wenn die Sonne selbstbewußt ist, mach ich sogar das Tor zur Hölle auf (der Schrank unter der Spüle) und sehe, was da los ist, ob es was für mich zu tun gibt. Ich will dann augenblicklich alle Sachbücher durchackern, alle anderen Bücher mit Genuss auf dem Balkon lesen, SÄMTLICHE Entwürfe zu Ende schreiben, kurz die literarische Weltherrschaft erobern und alles erledigen, was je auf einer meiner To-Do-Listen gestanden hat.

In dieser Stimmung stand ich in einem Schreibwarengeschäft. (Können wir kurz fürs Protokoll festhalten, das Schreibwarenläden die tollsten Läden von allen sind? Ja? Danke! Weiter im Text.) Jedenfalls. Da stand ich und dachte an mein Bücherregal zuhause, an die Notizbücher dort, und ich war sehr stolz auf mich, dass ich den Laden, obwohl er so toll war, ohne Notizbuch verlassen und in meinem Fundus ein neues herausgesucht habe. Eines von Leuchtturm 1917, das ist gelb und so unglaublich schön, dass ich alle Gedanken hinein schreibe, die Guten, die Langweiligen, die Gemeinen und viele, viele Listen. Das Gelb ruft dauernd nach mir:

*winke winke*

Und ich sage: Ja, doch Liebelein, ich beachte dich ja. Ich muss ja noch etwas recherchieren, das könnte ich notieren. Und dann wär da noch diese Grafik, die ich schon lange mal skizzieren wollte… und ach, ich schweife ab. Der Blogbeitrag. Hier. Jetzt.

Warte kurz, Liebelein. Gleich hab ich wider Zeit für dich.

Ähm ja, ich rede mit ihm… egal. Worauf ich hinaus will. Achtung! Ich habe diese Aufkleber in meinem Aufräumwahn gefunden. Die klebt man in seine Bücher hinein und schreibt dann seinen Namen dazu. Das machen Menschen, die Bücher verleihen. Da ich aber nur zwei Sorten Bücher besitze, passiert mir das nicht.

Ich habe Bücher, die gefallen mir, die verleihe ich aber nicht.

Und ich habe Bücher, die gefallen mir nicht, die verschenke ich. Da muss also weder mein Name noch so ein solcher Bäbber rein.

Der/Die erste, die Interesse hat und sich meldet, kriegt die geschenkt. Zum weg werfen sind sie nämlich zu schade.

Also. Anyone?

 

~Caro

2016-06-15 18.37.02
Wer will mich?

 

 

 

 

Das Ideenbuch

Liebes Universum,

heute ist das Ideenbuch bei mir eingezogen! Du weißt ja, dass ich nicht ohne Notizbuch aus dem Haus gehen kann. Ich fühl mich irgendwie nackt, wenn ich es tue. Hilflos. Stell dir vor, ich habe einen famosen Gedanken, vielleicht sogar einen, den man in eine Geschichte verwandeln könnte, und ich habe nichts zu schreiben. Supergau.

Nun ja, wirst du sagen, auf einem Bierdeckel kann man auch Ideen festhalten. Oder auf einer Serviette. Ja, ich hab auch schon auf den Handrücken geschrieben. Das geht, da hast du Recht. Aber die Form ist wichtig, das drum herum. Manche Gedanken und Aufschriebe sind nur für mich, für Jetzt oder für die InzehnJahrenCaro, die ganz anders denkt und deren Gedächtnis schlecht ist, weil Hubert keine Lust hatte aufzuräumen oder mitzuschreiben, im Geiste. Manchmal, da möchte ich meine Wohnung leer räumen und die Wände beschreiben und die Decke – ich möchte auf Worten gehen und mich einhüllen. Mach ich natürlich nicht. DIR würde das sicher gefallen. Das glaub ich wohl.

Jetzt nimm doch mal, als Beispiel, die J. K. Rowling. Ich habe Harry Potter gelesen, der Scheißer hat mich JAHRE begleitet und die Frau ist wirklich nicht die begnadetste Autorin. Aber sie hat es fertig gebracht, eine verdammt gute Geschichte zu erzählen. Ich habe dieses Lese-Erlebnis sehr genossen und auf manch einer Tagebuchseite über Harry nachgedacht. Ich habe die Sehnsucht auf das nächste Buch festgehalten und meine Trauer um Dumbledore. Das ist jetzt nur ein Beispiel – die geheimen Gedanken sind geheim, die gehen dich gar nichts an. Worauf ich hinaus will? Sei doch nicht so ungeduldig. Stell dir mal vor, ich nehme den ersten Harry-Potter-Band in zehn Jahren in die Hand – mit der Widmung auf der ersten Seite, das Buch war ein Geschenk, und mit den Erinnerungen. Und dann les ich nochmal. Ich mache das Abenteuer noch mal mit. Ich lasse mich nochmal darauf ein. Und dann nehme ich mein Notizbuch in die Hand, das Alte von damals, und reiche meinem Ich die Hand. Ist das nicht der Hammer? Hm?

Aber zurück zum Thema. Notizbücher gibt es viele – und Liebhaber wie mich. Ich besitze sie alle, die Moleskines und die Leuchttürme, die billigen aus dem Aldi, die Schulhefte, in die man malen und schreiben kann, die Stifte, die Lesezeichen, die Stiftschlaufen. Was man für Geld kaufen kann und ein paar selbstgebastelte Dinger. Alle. Es ist nicht so, dass ich einen Mangel hätte. Derzeit liegen hier bestimmt 10 leere Notizbücher herum, die darauf warten, dass ich ihre Seiten mit Tinte fülle, ihnen erzähle, was ich denke, und neue Welten erschaffe oder einfach abkotze, wenn mir mal wieder alle auf den Keks gehen. Es war also wirklich nicht nötig noch eins zu kaufen. Nötig ist wenig im Leben. Es geht meistens nur ums Haben. Und bei Büchern, Notizbüchern und Schreibgeräten bin ich Jäger & Sammler. Ich kann nicht gegen meine Natur, das musst du einsehen.

Heute ist also das Ideenbuch bei mir eingezogen. Das mit Abstand tollste Notizbuch, das ich je besessen habe. Das wollte ich dir eben erzählen. Freude über Freude.

Deine Caro

Ideenbuch

Das Ideenbuch Collecto 372

How to make a journal of your Life

Schon seit Jahren gehe ich nirgends ohne Notizbuch hin. Ich schreibe alles auf, sammle Eintrittskarten und Stadtpläne, male, kritzle und klebe auf die leeren Seiten, was mich so beschäftigt. Ich glaube, jeder der ein Notizbuch besitzt und regelmäßig die Seiten mit seinem Leben füllt, kennt das: Kann man das Notizbuch noch aufmotzen? Sozusagen tunen? Kreativer gestalten? Schöner zeichnen, tollere Fotos machen, bedeutendere Gedanken formulieren?

Ich stöberte im Internet und stieß auf „How to make a journal of your life“. Gesehen, gekauft, ausprobiert. Alle Tipps die d. price gibt, sind nicht neu. Ich hatte jetzt keine großen Erwartungen, deshalb war ich auch nicht sonderlich enttäuscht oder überrascht. Mich hat das Cover angesprochen, und deshalb wollte ich mal sehen bzw. ausprobieren, was kann man noch machen und wie?

Ich mag beispielsweise die Zeichnungen und Fotos im Buch. Die sprechen mich einfach an, die Skizzen und Zeichnungen sind witzig, und minimalistisch, trotzdem ist klar, was er meint bzw. was ihm am Objekt auffiel – irgendwas daran muss ja wichtig genug gewesen sein, dass es berechtigt Einzug in sein Journal gefunden hat. Ich habe also, ein klein wenig, seinen Stil imitiert. Keine Fotos von großen Landschaftsaufnahmen, sondern nur kleine, detailreiche Bildausschnitte kamen im Laufe der Lektüre in mein Notizbuch – und ich finde Gefallen daran. Das Zauberwort heißt „Detail“. Ich bin in vielen Dingen sehr detailverliebt, daher konnte ich mit dem Buch viel anfangen, und mitnehmen, obwohl nichts Neues drin steht und keine Überraschungen birgt. Ich habe mich sehr darüber amüsiert, dass der Mann in einem Tipi wohnt, seine Kinder sehr liebt, und Blumen und Pflanzen presst um sie in sein Journal zu kleben. Zudem habe ich mein Notizbuch tatsächlich aufgemotzt, das sind mir 4 Bewertungssterne wert.