Hokusai (2020)

Hokusai – Graphic Novel

Neue Woche, neues Buch. 

Aktuell recherchiere ich viel für das neue Manuskript. Andere AutorInnen werden wissen was ich meine, LeserInnen vielleicht nicht. Man fängt mit einer Sache an, folgt dann den Brotkrumen und verliert sich dann völlig in all diesen neuen, interessanten Informationen. Ich habe mit einem Schreibpult für Ambro begonnen, und landete schnell bei klösterlichen Schreibstuben, da ich ihn aber nicht in ein Kloster stecken wollte, die Lokalität sollte naturverbunden sein und zu meinem Protagonisten passen, landete ich unweigerlich in Japan und recherchierte zum Thema #Minka

Das sind typische, japanische Häuser, die sehr minimalistisch und praktisch gebaut sind und oft einen kleinen Garten in der Mitte haben. Thematisch in Japan angekommen, stieß ich natürlich auf #Hokusai und ab da verließ ich meinen Protagonisten, jetzt war meine Neugier ganz allgemein geweckt: Wie spannend ist das denn bitte? #GraphicNovels interessieren mich ja eh, nun fand ich eine Graphic-Novel-Biografie zum Leben von Katsushika Hokusai, mit der ich heute Abend los lege, wenn ich nach getaner (Schreib)Arbeit aufs Sofa liegen darf. Ab hier ist es ganz offiziell  um mich geschehen. Bei Youtube gibt es eine Doku „Besuch bei Hokusai“, bei Prime einen Film über die Tochter „Miss Hokusai“ und den Trailer zur Filmbiografie des Künstlers habe ich gleich zwei Mal angeschaut. 2020 hätte der in die Kinos kommen sollen. Ich hab noch nicht raus gekriegt wo man den Film streamen/kaufen kann, aber das finde ich auch noch raus. 

Jetzt widme ich mich noch mal Ambro bzw. Hangameh, ich muss eine entscheidende Szene fertig schreiben. Und dann schmökere ich in mein neues Schätzchen hinein. Das wird super. 

Peanut Jones an the illustrated City

Peanut Jones / Rob Biddulph

Ich hab die Sache nun mit Schwester Innerlich ausdiskutiert. Ich male mit Rob Biddulph, seit Beginn der Pandemie, wöchentlich ein niedliches Bildchen. Ja, da brauche ich auch seinen Debüt-Roman. Selbst wenn das gute Stück noch nicht auf Deutsch erhältlich ist. Nun ist das Buch angekommen, großes Format, gebunden, wundertoll illustriert, auch das Layout ist eine herzliche Einladung. Ich freu mich. Mein SUB wächst, statt das er kleiner wird, aber das Problem besteht seit Jahren, da kommt es jetzt auch nicht mehr drauf an. 😄

  • Peanut Jones an the illustrated City
  • Rob Biddulph
  • Macmillan Children´s Books
  • Englische Ausgabe
  • ISBN-13 : ‎ 978-1529040524
  • Lesealter ‏: ‎ 9 – 11 Jahre

Superstar, author and illustrator Rob Biddulph dazzles in Peanut Jones and the Illustrated City, the first title in an adventure series for boys and girls of 8+. Fizzing with magic, danger, friendship and art, this exciting, funny, middle-grade debut is from the bestselling creative genius behind #DrawWithRob.

Some legends are born, some are drawn . . .

Drawing feels like magic to Peanut Jones. But art can’t fix her problems. Her dad has gone missing, and she’s stuck in a boring new school. Until the day she finds a unique pencil turbo-charged with special powers. Suddenly she’s pulled into a world packed with more colour, creativity, excitement and danger than she could ever have imagined. And maybe, just maybe, she might find out what happened to her dad.

Deadline: Roman

Bov Bjerg – Deadline – Kanon Verlag

Neue Woche, neues Buch.

Ich war in der Buchhandlung meines Vertrauens und hab „Deadline“ gekauft. Das neue Buch von Bov Bjerg. Wenn ich das richtig verstehe, ist das gar nicht neu, sondern eigentlich sein Debüt-Roman im neuen Kleid. Mir soll´s recht sein, Deadline fehlt bei mir im Regal, und damit es da bald stehen kann, bei den anderen Bjerg-Büchern, fang ich gleich an zu lesen. Hast du´s schon gelesen?

Traumjäger

Neil Gaiman & Yoshitaka Amano – Traumjäger

Ich habe das Buch gebraucht gekauft, weil ich es Neu nicht her bekomme. Zumindest nicht auf Deutsch. Nun war es heute in der Post und der unsägliche Mensch, dem ich es abgekauft habe, hat den Umschlag zerschnitten und das Buch mit Klebefolie eingeschlagen. Das bedeutet die beiden Falze vom Umschlag, die normalerweise im Buch sind, also wenn das Buch im Umschlag steckt, wurde abgeschnitten und innen eingeklebt. Himmel, wer macht sowas? 

OB DER MENSCH BESCHEUERT IST, hab ich gefragt.

Ich bin noch so empört über diese schändliche Behandlung, dass ich die Story gar nicht in Ruhe lesen kann. Ich frage mich wirklich, was stimmt denn mit dem nicht? Wenn der Umschlag beim lesen stört, dann kann man den doch beiseite legen. Ich bin sicher, dieses Exemplar Mensch stellt auch seine Kaffeetasse auf Büchern ab und macht braune Ränder drauf. Bäh. Oder stellt seine Bücher falsch rum ins Regal, wie so ein Wilder. Ach, der hat gar kein Regal, der stapelt die in die Wohnung, ohne Sinn und Verstand, also ohne Sortierung. Das sowas erlaubt ist, boah.  

So, geht wieder. Inzwischen habe ich das Buch in Ruhe gelesen. Das Wichtigste vorweg: Ich habe die Sandman-Reihe jetzt voll. Juhu. Vor vielen, vielen Jahren fing ich mit „Ewige Nächte“ an und meine Begeisterung hielt an. Ich glaube, die Reihe hat mich tief geprägt, was man in Leotrim finden kann, wenn man danach sucht. Jedenfalls.

„Traumjäger“ unterscheidet sich sehr von den anderen Bänden der Reihe. Dieses Mal erzählt Neil Gaiman ein altes, japanisches Märchen nach. Die Geschichte ist also streng genommen nicht aus seinem Universum entstanden, weist aber viele Parallelen mit seinem Sandman auf. Im Nachwort erklärt er, wie er beim recherchieren darauf gestoßen ist, wie sehr sich die Geschichten ähneln. Das bedeutet, als AutorIn kann man das Rad nicht neu erfinden. Was okay ist, offensichtlich.

Ich habe zwischendurch mal versucht heraus zu finden, was denn der Unterschied zwischen einem Comic und einer Graphic Novel ist, bzw. was die Graphic Novel ausmacht. Eine eindeutige Antwort habe ich nicht gefunden. Nur so eine Annäherung. Falls du mir das erklären kannst, bitte. Unten in den Kommentaren ist viel Platz.

„Traumjäger“ ist für mich, und ich sage das als Graphic-Novel-Laie, eigentlich Prosa. Eine Seite zeigt eine Illustration, gegenüberliegend ist der Text. Dieses Mal gibt es also keine Panels und keine Sprechblasen. Auch die Illustrationen unterscheiden sich sehr von den übrigen Bänden, was ich aber sehr spannend finde. Ein anderer Blick auf das gleiche Universum. Jede Seite ist ein Kunstwerk, allein damit kann man sehr viel Zeit verbringen und entdecken. Großartig.

Sprachlich ist es jetzt kein Glanzwerk. Einfach und schlicht, aber doch schön. Ich bin abgetaucht, für mich ist das wichtig. Und genug. Es geht um einen Mönch, einen Fuchs und einen Dämon (soweit ich das verstanden habe). Der Mönch lebt ein einfaches, angstfreies Leben in seinem Tempel. Allein, und zufrieden. Die Füchsin will ihm einen Streich spielen und aus seinem Tempel verjagen. Das klappt aber nicht. Und da er auf ihre List nicht hereinfällt, verliebt sich die Füchsin in den Mönch. Völlig logisch, oder?

Der Onmyoji ist neidisch auf den Mönch, er will seine nicht-angst haben und schmiedet deshalb Pläne den Mönch zu töten. Die Füchsin erfährt zufällig davon und will ihren Mönch beschützen. Eh klar, dass sie irgendwann auf den Traumkönig treffen, oder? Ich will gar nicht zu viel dazu sagen oder spoilern. Es ist eine schöne Liebesgeschichte, eine, die unmöglich ist, klar. Aber dennoch, schön.

Für mich heißt das, die Sandman-Reihe steht jetzt vollständig im Regal und lacht mich an: „Lies mich nochmal!“

Das mache ich auch, aber nicht jetzt. Jetzt würde ich gern meinen Lesekreis erweitern, mehr Graphic Novels entdecken, gerne auch ausserhalb des Fantasy Genre.

Empfehlungen, anyone?

~Caro

  • Traumfänger – Neil Gaiman (Autor) Yoshitaka Amano (Illustrator)
  • Taschenbuch : 126 Seiten
  • ISBN-10 : 3866076355
  • ISBN-13 : 978-3866076358
  • Herausgeber : Panini; 1. Auflage (13. August 2008)
  • Sprache: : Deutsch

Gefällt es dir hier?

Ich veröffentliche hier Kurzgeschichten, Rezensionen, Miniaturen. Was mich eben umtreibt. Wenn du mich unterstützen möchtest, dann gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum Beispiel; kauf (und bewerte) meine Bücher. Jeder Stern zählt. Komm zu den Lesungen der get shorties Lesebühne. Oder versorge mich mit Lese-Stoff, dann kann ich neue Rezensionen schreiben. Literatur leben, lieben, leisten. *it´s the Write thing to do.

Merci mit Knicks.

That escalated quickly

Neuzugänge im Oktober

Diese Woche waren wir vom BvjA-Stammtisch bei B. eingeladen, privat und zuhause mit Abstand und allem drum und dran. Es gab leckeren Kartoffelsalat und Seitenwürstchen, ein Gericht, dass ich mit Weihnachten verbinde. Ein Vorgeschmack quasi. In kleiner Runde diskutierten wir über Graphic Novels und ich fand es schwierig in Worte zu fassen, warum ich dieses Format mag, was genau mich daran anspricht. Die anderen fanden es teilweise zu viel, zu überladen. Ich kann die Kritik gut nachvollziehen, aber das gilt ja nicht für alle Graphic Novels. Die, die ich mitgebracht habe, stammen aus dem Fantasy-Bereich und sind tatsächlich sehr voll, sehr fulminant. Jedenfalls, ich bekam große Lust mich mehr damit zu beschäftigen und auch mal etwas ausserhalb meiner üblichen Lesegewohnheiten herum zu treiben. Falls du mir jetzt eine Empfehlung hast, immer her damit. Zuletzt habe ich die Graphic Novel „Die drei Leben der Hannah Arendt“ gelesen und fand es großartig. Sie immer in grünem Mantel, alles andere in Schwarzweiß. Eine eindrucksvolle, kluge Frau. Ich sollte überhaupt mehr von ihr lesen. 

B. hatte zuhause eine Kiste mit aussortierten Büchern, die sie spenden will. Sie fragte uns ob wir irgendwas davon haben wollen und na ja… sagen wir es so: That escalated quickly. 😉

Ich hab einiges aus der Kiste heraus genommen. Calvin und Hobbs ist aber nur geliehen. Weihnachten war dieses Jahr halt etwas früher. 🙂 Allerdings, mein Vorhaben meinen Stapel ungelesener Bücher endlich beizukommen, mache ich damit einen großen Strich durch die Rechnung. Jetzt ist mein SUB wieder höher als noch Anfang des Jahres. Huch. Aber das sind Luxus-Probleme, ne? (Meine Lese-Challenge, 52 Bücher pro Jahr zu lesen, kannst du hier nachverfolgen, wenn du magst.) 

~Caro


Gefällt es dir hier?

Ich veröffentliche hier Kurzgeschichten, Rezensionen, Miniaturen. Was mich eben umtreibt. Wenn du mich unterstützen möchtest, dann gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum Beispiel; kauf (und bewerte) meine Bücher. Jeder Stern zählt. Komm zu den Lesungen der get shorties Lesebühne. Oder versorge mich mit Lese-Stoff, dann kann ich neue Rezensionen schreiben. Literatur leben, lieben, leisten. *it´s the Write thing to do.

Merci mit Knicks.

Freitagsfoto: Richard David Precht

2016-04-07 18.28.08

 

Ich war diese Woche bei einem Vortrag von Richard David Precht zum Thema Moral und Verantwortung. Hui, schweres Thema, magst du jetzt sagen und irgendwie auch Recht haben. Aber. Es gibt ja immer ein Aber.

Aber der Reihe nach. Ich habe eine gute Freundin, die macht so ziemlich alles mit. Lesungen, Vorträge, Kochkurse. Ich sage ihr schon gar nicht mehr, worum es geht, sondern nur noch Termin und Uhrzeit, und dann besorge ich Karten. So auch diesmal. Bisher waren das immer Frauen-Veranstaltungen, das heißt die Frauen sind in der Überzahl und die wenigen anwesenden Männer wurden von ihren Ehefrauen genötigt… zumindest ist das oft mein Eindruck. (Widersprich mir, wenn du da andere Erfahrungen gemacht hast). Jedenfalls. Gestern schauen wir uns um, Freundin I. und ich: Die Männer sind in der Überzahl. Gestern kam Fußball und hier handelt es sich um einen philosophischen Vortrag. Was ist hier los? Grundsätzlich: Ein schönes Bild, so bunt durchmischt mit Menschen jeden Alters. Philosophie kann sowas also. Toll.

Herr Precht hat dann 75 Minuten lang gesprochen, rhetorisch einwandfrei. Das begeistert mich immer, wenn jemand über ein Thema frei sprechen kann, ohne zu stottern, ohne langweilig zu werden und trotz allem verständlich. Ein bisschen Meinung war dann noch mit drin, wobei ich das nicht schlimm finde. Mein einziges Manko ist die Diskussionsrunde am Schluss. Und das sage ich nun ganz subjektiv. Ich persönlich brauche das nicht. Gerade hier nicht. Herr Precht hat unheimlich viele kluge Dinge gesagt, die ich nun alle erst mal sacken lassen will, um sie dann zu sortieren. Er stupste in alle möglichen Richtungen mein Denken an. Ein paar Mal dachte ich „Jajaja!“ und dann wieder „Oh, interessanter Blickwinkel“ und auch „Himmel, so habe ich das noch nie gesehen!“.

Ich beobachte das oft: Die Organisatoren eröffnen hinterher eine Diskussionsrunde, irgendwer rennt mit einem Mikro herum, es werden Fragen durch den Saal gebrüllt und/oder gestottert und der Informationsgehalt dieser Fragen ist für alle anderen (hier immerhin 800 Leute) mehr oder weniger Null. Das muss man dann aussitzen. Ich fände es schön, wenn man für die anderen, die noch Fragen haben, ein anderes Format finden würde und diejenigen, die mit Wissen und Fakten und Anregungen gesättigt sind, heim gehen dürften. Einen derartigen Vortrag würde ich aber jederzeit wieder besuchen. Herr Precht hat das wunderbar unterhaltsam verpackt, Wissen vermittelt ohne mir das Gefühl zu geben doof zu sein, zum Denken angeregt und neue Blickwinkel eröffnet. Das wird alles noch eine Weile nachhallen. Ich mag an ihm speziell, dass er komplizierte Dinge verständlich erklärt.

Jedenfalls. Hinterher habe ich mir noch ein neues Buch gekauft, und das auch signieren lassen. Yay!

Bisher gelesen:

  • Liebe
  • Wer bin ich und wenn ja wie viele?
  • Warum gibt es alles und nicht nichts

Neuzugang: