Mein Lese-Monat April

Lese-Monat April 2021

Mein Lese-Monat April 2021

Katharina Hartwell – Die Silbermeer Saga 1 „Der König der Krähen“ ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Fantasy wie sie meiner Meinung nach sein sollte. Edda erinnert sich nicht an ihre frühe Kindheit, lebt an der Küste, wo sie eindeutig nicht hingehört und als ihr Bruder verschwindet, beginnt ihre Reise. Das Buch zeichnet sich durch Einfallsreichtum aus, ohne Effekthascherei, es hat diesen Sog, schon ab der ersten Seite. Ich fiel in diese Welt rein, es war schön und poetisch, spannend und nicht vorhersehbar – für mich ein wichtiges Kriterium. Nicht zu wissen oder zu ahnen wie das ausgeht. Ich freu mich sehr auf Band 2. Der liegt hier schon bereit.

Melissa Dinwiddie – The Creative Sandbox Way ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich habe das Buch gelesen, aber noch nicht alle Aufgaben bearbeitet. Nach jedem Kapitel kommt ein „Writing Prompt“ und die Aufforderung zu doodeln. Ich habe den Blog von Melissa Dinwiddie vor einigen Jahren schon entdeckt und ihre abstrakten Doodle-Bilder sprechen mich sehr an. Bei jedem Motiv denke ich wehmütig: Ich wünschte, das wäre von mir. Auf Instagram schaue ich mir immer wieder ihre Videos, die sie „Doodle-Cam“ nennt, an. Das ist quasi Meditation auf Papier. In ihrem Buch setzt sie sich ausführlich mit dem „creative hunger“ auseinander. Ich übersetze das jetzt mal ganz plump: Kreativer Hunger. Also das Bedürfnis sich in irgendeiner Form auszudrücken. Damit einher gehen aber auch Ängste: nicht gut genug/wer will das sehen? So in der Art und mehr. Ich kenne das sehr gut. Ich will ja, bin aber manches Mal blockiert. Melissa schildert also die Probleme und schlägt Lösungen vor, damit umzugehen. Auch da holt sie mich vollkommen ab. Aber es ist ja nicht damit getan, ein einzelnes Buch zu lesen, und dann hat man nie wieder Probleme. Sie schreibt das auch so. Das ist eine lebenslange Aufgabe. Das zu wissen hat etwas sehr Tröstliches, ich lerne das gerade: Wenn ein Bild/Text/Kreativ-Dings vermeintlich missraten ist, dann blättert man eben um und fängt neu an. Nicht jedes Werk, dass man anfängt, wird ein Meiserwerk. Aber wenn man nichts macht und die „Gremlins“ gewinnen lässt, kommt auch dabei kein Meisterwerk heraus. Dranbleiben bedeutet: Üben, besser werden, umgehen lernen mit dem eigene kreativen Hunger. Und dabei hat mir dieses Buch sehr geholfen. Das gibt es leider nicht auf Deutsch, aber es liest sich so sympathisch und leicht, dass ich auch die englische Ausgabe herzlich empfehlen kann.

Start fresh!  

Harry Rowohlt erzählt sein Leben von der Wiege bis zur Biege (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ringelnatz und ich werden wohl keine sehr guten Freunde mehr werden. Ich hab schon mehrfach versucht ihn zu lesen und wurde aber nicht warm mit Daddeldu und co. Wenn mir Harry Rowohlt vorliest, dann gefällt es mir doch, er macht das so gut mit seiner Brummstimme, da höre ich gern zu. Christian Maintz ist mir, in diesem Arrangement zu humorlos, zu trocken. Ich glaub, dass ist ein ganz ernsthafter Mensch. Und wenn ich mir die CD so anhöre, klingt er, als stünde er sich selber im Weg. Aber so ist das vermutlich, neben Harry. Da wirkt wohl jeder ein bissle steif. Da kann der Maintz gar nichts dafür. 😉

Stephen King – Der Dunkle Turm Graphic Novel Band 6 „Die Reise beginnt“ ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

R. M. Rilke – Das Stunden-Buch (eBook) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

C. S. Lewis – Über die Trauer ⭐️⭐️⭐️⭐️

Vor Jahren war ich mal bei einem Schreibseminar und jede*r hatte, wie das so ist, Bücher dabei, über die wir dann gesprochen haben. Nun trieb mich die Suche nach einer bestimmten Textstelle um und ich las „Über die Trauer“ um diese zu finden. Ich fand sie nicht im Buch, sondern im Internet, weil besagter Text von Epikur ist und nicht von C. S. Lewis. Sei‘s drum, jetzt hab ich das Büchlein vom SUB runter gelesen, das ist doch auch was. Ich weiß aber nicht, ob ich diesen Text jemandem weiter empfehlen würde, der gerade in Trauer ist. Vielleicht etwas später. Lewis betrachtet sein eigenes Leiden, und ist genervt von sich selbst und versucht eine andere Perspektive zu finden. Ich habe einige Textstellen markiert, weil sie mir gut gefielen und weil ich auch schon so empfunden habe. Es ist ein großes Glück, wenn man sich in Büchern wiederkennt, das macht das Lesen (unter anderem) für mich aus.

Walt Whitman – Grashalme / abgebrochen

Aus Gründen.

Und was hast du gelesen?

Lese-Monat März

Mein Lese-Monat März 2021

Für meine Verhältnisse habe ich nicht viel gelesen. Aus Gründen. Ich arbeite viel, stressbedingt ist mir konstant schwindelig und die Gesamtsituation setzt mir zu. Ich will keine Nachrichten mehr gucken, ich habe den Eindruck, dass alle Informationen nur noch ein paar Stunden gültig sind. Dann spielen unsere PolitikerInnen Maßnahmen-Roulette und plagen mich (uns) mit neuen Beschlüssen ohne Sinn und Verstand. Jedenfalls.

Ich höre immer noch „ES“ gelesen von David Nathan. Wenn es die Kombination aus Stephen King und David Nathan nicht gäbe, man müsste sie erfinden. Ganz dringend. Das Buch ist großartig. Selbst, wenn King jetzt auf der Schlußgeraden noch das Ende verkackt, kann ich sagen, dass „ES“ das Potenzial zum Lieblingsbuch hat. Bisher sind auf dieser Pole-Position alle Romane von John Irving, aber dieses Podest wackelt gerade gehörig. Ich hab jetzt einige Sachen von King gelesen bzw. gehört und die ganze Sache wurde besser und besser. Ich meine die Bill-Hodges-Trilogie, als Beispiel. Oder „Das Institut“. Und „Der dunkle Turm“ sowieso. Und meine aktuelle Lektüre ist spannend und vielschichtig. Sie ist komplex und authentisch. Ich staune und bin völlig begeistert wie King diese sieben Persprektiven der Hauptfiguren aufeinander aufbaut und die Geschichte in zwei Handlungssträngen nebeneinander herlaufen lässt: 1958 und 1985 und alles ist verbunden. Und dann noch David Nathan, der Pennywise seine Stimme verleiht. Es ist kein Hörbuch, viel mehr ein Hörspiel. Jeder Charakter hat seine eigene Stimme. Und wenn ich mit dem Buch durch bin, fange ich einfach noch mal von vorne an. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Jedenfalls.

Ich habe nicht viel gemalt oder gedoodelt in letzter Zeit. Der Schwindel, der meine Rübe beherrscht, hat das verhindert. „Wenn mir der Helm kreiselt“, wie wir in meiner Familie dazu sagen, weil von 5 Personen 3 daran leiden, dann dreht sich das Zimmer und auch mein Hirn um die eigene Achse. Allerdings in zwei unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Deshalb bin ich auch mit den Draw-with-Rob-Videos nicht auf dem Laufenden. Aufs Handy oder nach unten auf ein Buch zu gucken, macht die Sache schlimmer. Aber ich habe das Activity-Book fertig ausgefüllt. Das Buch ist noch letztes Jahr erschienen, ich glaube, es gibt inzwischen drei oder vier Nachfolge-Bände. Allerdings habe ich hier noch zwei Malen-lernen-Bücher von Kritzelpixel und ein Kreativ-Buch von Sinah Birkner hier. Und ich werde erst die ausmalen, bevor ich wieder was Neues kaufe. Wer meinen Instagram-Feed verfolgt, weiß wie gern ich die kleinen Motive von Rob nach doodle. Ich hatte und habe immer noch viel Spaß mit seinen Videos und fand auch das Buch gelungen. Das Papier ist dick genug um die Übungen im Buch mitzumachen. Da es für Kinder gedacht ist, die ihre fertigen Werke gern an die Kühlschranktür hängen wollen, ist das Papier auch perforiert, damit sich die Seiten leicht heraus trennen lassen. Die Anleitungen sind, wie auch in den Videos schlicht und leicht nachzuvollziehen.

Ich werde ja regelmäßig gefragt, was denn meine Bilde sollen und ob ich anstrebe, meine Bücher irgendwann selbst zu illustrieren, ob ich damit Geld verdienen will. Letzteres Frage klingt immer etwas mitleidvoll, so als ob ich ganz schlechte Chancen hätte, das zu verwirklichen mit meinen Talenten. Ich sehe das so (und das gilt für alle meine Hobbys): Ich mache Sachen. Lesen, malen, puzzeln, Origami falten. Was auch immer. Ich mache sie, weil sie mir Spaß machen. Ich kann nicht genau erklären, warum es mich in bestimmte Richtungen zieht, warum ich mich für Japan interessiere, für Vulkane, für Bonsai-Bäume und Kampfkunst. Ich weiß, dass es so ist, und gebe dem nach. Häkeln finde ich total fad. Kann ich nichts mit anfangen, interessiert mich nicht, daher werde ich es auch nicht lernen. Ich bin wohl nicht zu doof dafür, nur zu wenig interessiert. Unter allen Sportarten, die ich schon ausprobiert habe, und allen Dingen, die ich regelmäßig mache, ist mir Joggen die liebste Bewegungsform. Das bin ich, das kann ich gut. Ich bewege mich, bin an der frischen Luft, gebe meinem Drang mich zu bewegen und meiner inneren Unruhe nach. Aber ich muss an keinem Wettbewerb teilnehmen, ich muss mich nicht mit jemandem messen, ich brauche keine Medaille, ich muss nicht die Beste sein. Weder beim Origami falten, noch beim Joggen und auch nicht beim malen. Ich habe keinen Leistungsdruck, ich mache ihn mir auch nicht. Meine einzige Motivation ist der Spaß an der Sache. Ich muss keine Profession daraus machen, kein Geld verdienen. Wenn ich ein Puzzle zusammen gelegt habe, kommt es am Schluß, wenn ich fertig bin, wieder in die Schachtel. That´s it. Falls es dir ähnlich geht, und du einfach aus Spaß an der Freude malen möchtest, dann empfehle ich herzlich die Videos und Bücher von Rob Biddulph. Einfach so.

Rob Biddulph – Draw with Rob ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Erich Kästner hatte Geburtstag. Im Februar. Da habe ich festgestellt, dass mir „Das fliegende Klassenzimmer“ im Regal fehlt. Kästner mag ich seit meiner Kindheit, jetzt habe ich das wieder aufgefrischt. Ich bin überrascht wie akkurat das Buch verfilmt würde, aber das nur am Rande. Kästner hat in seinen Büchern das (für mich) richtige Maß an kindlicher Magie. Eine Welt, in der die Kinder zusammen halten, alles noch eine Art Zauber innehat und ich meine jetzt nicht das Genre Fantasy oder magischen Realismus. Ich meine die Art Geschichte, in der das Gute am Schluss siegt. In diesem Fall, beim fliegenden Klassenzimmer wird es am Schluß kurz kitschig. Das verzeihe ich ihm aber, weil es so gehört. Eine zeitlose, schöne Geschichte über kluge und mutige Freundschaften. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Die Erfindung der Sprache“ erinnert mich ein bisschen an „Was man von hier aus sehen kann.“ Letzteres hat auch Lieblingsbuch-Potenzial. Ich liebe es sehr, habe es mehrfach gelesen (und gehört), kann man auch nachlesen, hier nämlich. Die Geschichte um Adam, der seinen verschwunden Vater sucht, und dessen schrullige Familie hat viel Schönes. Anja Baumheier erklärt ihren LeserInnen, Achtung, das hier ist die Heldenreise und so läuft das ab. Wenn man mit dieser Erzählform vertraut ist, weiß man, was auf einen zukommt. Ich fand die Schrullen von Adam liebenswürdig, als Figur kriegt er und seine Familie mein ganzes Herz. Ich bin selber im Asperger Apektrum, seine Listen und seine Liebe zu bestimmten Zahlen kann ich nachfühlen, vielleicht sogar besser als gut für mich ist. 😉 Mit den Wortkreationen, mit den sehr langen Erfindungen und Neuschöpfungen hatte ich ein bisschen Kummer, aber das ist Geschmackssache, das ist kein wirklich objektiver Kritikpunkt. Einzig das Ende kam mir etwas zu wohlgefällig daher. Das kann ich aber nicht spoilerfrei erklären. Ich hab es gern gelesen, kann es auch herzlich weiter empfehlen, gebe aber aus Gründen nur vier ⭐️⭐️⭐️⭐️.

Lese-Monat Februar

Lese Monat Februar 2021

Ich bin schon wieder spät dran, der März ist fast um und ich komme hier noch mit meinem Lese-Monat Februar angelatscht. Interessiert es dich noch? Ich hoffe doch. Jedenfalls. Dieses Jahr, samt Pandemie und Gesamtsituation ist eine Zeit der Extreme. Aktuell arbeite ich viel, aus Gründen, und die Zeit rast dahin. Ich mit ihr, in meinem Hamsterrad. Ich komme überall zu spät, nicht nur in meinem eigenen Blog. Also, hier ist meine Februar-Lektüre.

Stephen King – Band 3 / Verrat (Graphic Novel) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Stephen King – Band 4 / Der Untergang Gileads (Graphic Novel) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Die Graphic Novels begeistern mich sehr, überhaupt bin ich im King-Fieber. Man kriegt noch mal einen ganz anderen Einblick in das Turm-Universum. Ich kann das nicht spoilerfrei erklären, weiß aber jetzt, warum das Horn des Arthur Eld so wichtig war. Vermutlich wusste ich das früher schon, als ich die Romane gelesen habe, allerdings ist diese Info irgendwo auf dem Weg hier her verschütt gegangen und jetzt weiß ich es wieder, und das freut mich. Aktuell höre ich noch „Es“, das Buch ist umfangreich, gefühlt lausche ich schon vier Wochen, und es dauert wohl nochmal so lange, bis ich das Abenteuer bestanden habe. Ich finde es großartig wie Stephen King die Geschichte aufbaut und aufdröselt, schließlich sind es sieben Hauptfiguren, und eine Ansicht nach der anderen bzw. ein Ereignis baut auf das andere auf, es ist ganz logisch und schlüßig und spannend und detailreich. Da ist nichts unnötig, nichts zu viel, eins führt zum anderen, wie ein rauschender Fluß. 

Jenny Colgan – Die kleine Sommerküche am Meer ⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich kenne Jenny Colgan als Kinderbuch-Autorin, ich liebe ihre „Polly and the Puffin“ Reihe sehr. Ganz wunderbare Geschichten für Kleine und Große; die vier Bücher kann ich herzlich empfehlen.

Jenny Colgan schreibt offensichtlich in mehreren Genre, warum auch nicht? Ich weiß nicht, warum man AutorInnen da so festnagelt, nach dem Motto, wenn du spannend Leute abmurksen kannst, dann kannst du keinen Humor haben oder wenn du für Kinder schreibst, sind deine Themen zu banal für richtige LeserInnen. Alles Blödsinn, IMAO. Wenn jemand richtig gut Pizza bäckt, trau ich demjenigen auch einen lecker Nachtisch zu. Jedenfalls. 

Ich bin regelrecht durch das Buch geflogen, fand die Figuren und den Schauplatz toll, ich musste auch ein paar Mal herzlich lachen, weil das Ganze noch mit einer Prise schwarzem Humor gewürzt war, und damit kriegt man mich eben. Schön und lustig. Dieses Buch lag nun schon ewig auf meinem SUB und hat mich im Februar besonders angelacht. Aus Gründen. Verreisen, zumindest auf Papier, geht ja immer.

Pilcher – Stürmische Begegung ⭐️⭐️⭐️

Auf meinem SUB lag auch ein Pilcher-Roman, den ich gleich nach dem Colgan-Buch zur Hand genommen habe. Wenn schon Liebesschwüre und Kitsch, dann gleich richtig, oder? Ich habe zwei Liebesgeschichten geschrieben (London und Nina) und hatte einen ganz pragmatischen Gedanken: Wenn man in diesem Genre schreibt, sollte man wissen, was die anderen machen. Und Rosamunde Pilcher ist so ein Name, an dem kommt man nicht vorbei. Bei Liebe und co. denkt man unweigerlich an Pilcher. Ob man die Bücher nun gelesen hat, oder die Filme lieber mag. Sie ist wohl die Mutter aller… ja, was eigentlich? Ich habe Cornwall und Kitsch und ein Happy End erwartet. Jetzt ist dieser Roman aber kaum eine Liebesgeschichte. Bis zwanzig Seiten vor Schluß wartete ich darauf, dass da noch was kommt. Sie und er und das „glücklich bis an ihr Lebensende“. Das Buch ist solide geschrieben, aber mir fehlt so manches. Die Figuren blieben blaß, ich bin nicht so wirklich abgetaucht. Es trifft nicht ganz meinen Geschmack, aber das ist ja nur Meinung, kein Qualitätsmerkmal. Aber wenn mich eine*r nach Liebesglück in Buchstabenform fragen würde, dann würde meine Empfehlung einen anderen Namen tragen. 

Frank Berzbach – Die Schönheit der Begegnung Seite – abgebrochen 

Ich kenne Frank Berzbach sonst nur als Sachbuchautor und kann, als Beispiel „Die Kunst ein kreatives Leben zu führen“ herzlich empfehlen. Ich störe mich nicht an Leuten, die in verschiedenen Genre schreiben. Dachte ich zumindest. Das Buch lag jetzt ewig auf meinem SUB, und nun schnappte ich es mir und legte los. Im Untertitel heißt es „32 Variationen über die Liebe“. Schön und gut, dachte ich, klingt ja nett. Liebe – nach Colgan und Pilcher; da steck´ ich thematisch ja grad voll drin.

Bei der vierten Variation war ich genervt. Da entwickelt sich nichts. Mir war nicht explizit klar, dass ich eine Entwicklung brauche. Aber mit jedem Kapitel zurück an den Anfang zu müssen ist wie Mensch-ärgere-dich-nicht spielen. Ich gehöre normalerweise nicht zu den Menschen, die Brett und Figuren durch die Gegend werfen. Aber ich bin auch noch nie so oft raus geworfen worden. Während des Lesens wurde ich zornig, dann hab ich das Buch abgebrochen und in eine Ecke gepfeffert. Das geschieht selten. 

Es geht inhaltlich darum, dass er eine Frau kennen gelernt hat und erzählen will, wie sie sich begegnet sind. Und diese Story gibt´s dann in verschiedenen Variationen. Wäre ja eine hübsche Idee, eigentlich. Sie lernen sich kennen, steigen nach 5 Minuten miteinander ins Bett (was in meinen Augen sexuelle Anziehungskraft ist und noch keine Liebe, aber sei´s drum) und verkaufen mir dieses Verhalten dann also großes Liebes-Glück. Kann er ja meinen. Dann kommt eine Variation, sie sind beide für eine Woche in einem Religions-Seminar, irgendwas Katholisches. Statt hübsch keusch zu sein und zu beten, ficken sie. Auch das wäre für mich völlig okay. Aber dann werden Wörter wie Schwanz und Arsch schamhaft mit **** ausgeblendet. Ich verstehe sowas nicht. Was denken sich Verlag und Autor dabei? 

Wenn du Schwanz meinst, dann schreib das doch hin. Und wenn du dich für das Wort schämst, dann verwende was anderes. Ich habe also beim Lesen das Gefühl, dass der Autor beim Schreiben rote Ohren gekriegt hat, weil er im nächsten Satz schon wieder alles relativiert im Sinne: Alles ausgedacht. Ich bin so ein cleveres Kerlchen und ach so einfallsreich.

Echt jetzt? Dann spar dir das doch. 

Jede Variation endet damit: So begann es mit uns. Genau so. Nur diese eine, die ist ausgedacht, is klar, ne?

Also wenn man ein Buch in der Ich-Form schreibt, muss man dem Leser auch zutrauen, dass er das einordnen kann, also ob das biografisch ist oder nicht. Mir persönlich ist der Wahrheitsgehalt völlig schnuppe. Darüber denke ich nicht nach. Aber wenn der Autor hergeht und wie ein schlechter Taschenspieler alle seine Tricks verrät, sich sogar outet: Ich lüge dich an! Dann falle ich komplett aus dem Buch raus. 

In jedem Kapitel freuen sie sich, dass der jeweils andere das richtige Shirt anhat und den richtigen Musik-Geschmack. Das sie Christen sind, keine Drogen nehmen, und bumsen können bis zur Erschöpfung. Das muss ich nicht 32 Mal lesen. Wirklich nicht. 

Lese-Monat Januar

Mein Lese-Monat Januar war sehr Stephen-King-lastig. Ich denke, ich habe schon ein paar Mal erwähnt, das John Irving mein Lieblingsautor und geistiger Mentor ist. Stephen King macht ihm diesen Platz gerade streitig. Noch gewinnt Irving, aber insgesamt bin ich von King schwer beeindruckt. Ich kann noch so viel von ihm lesen, ich habe nie den Eindruck, dass er sich wiederholt. Seine Geschichten gleichen sich nicht, er hat seine Details im Griff, und ich tauche immer wieder völlig in seine Welt(en) ab. Ich glaube King ist ein großer Menschenversteher mit sehr viel Mitgefühl. Anders kann ich mir seine glaubhaften und tollen Charaktere nicht erklären.

Gut, David Nathan als Hörbuchsprecher (der Beste männliche Hörbuchsprecher, meiner Meinung nach) tut da sein Übriges. Ich war gleich heute in der Bücherei und habe mir das nächste Hörbuch ausgeliehen. Ich will ja nicht auf kalten Entzug gesetzt werden, mitten in einer Pandemie. Ich glaube, das ist doof. 😉 Jedenfalls.

Das Buch von Daniel Schreiber habe ich mal aus irgendeiner Bücher-Kiste mitgenommen und auch nur deshalb, weil ich den Namen kannte: Er hat eine Biografie über Susan Sonntag geschrieben. Die habe ich (Asche auf mein Haupt) noch nicht gelesen, kenne aber Texte von Daniel Schreiber und dann dachte ich: Wird schon nicht verkehrt sein, dass Buch mitzunehmen. Nun ist es so: Ich habe mir für 2021 vorgenommen meinen Stapel ungelesener Bücher (kurz SuB) endlich Herr zu werden. das bedeutet, ich muss, statt dauernd neue Bücher zu kaufen, endlich mal die lesen, die ich Zuhause habe. Allerdings habe ich keine Lust mehr Bücher zu lesen, die mich langweilen. Ich möchte ganz klar sagen: Langeweile ist kein Kriterium. Das macht ein Buch nicht schlecht. Es bedeutet nur, dass ich nicht in der Zielgruppe dafür bin. Ich bin wahnsinnig ungeduldig, leide dauernd an Zeitmangel. Früher habe ich mich durch Bücher hindurchgequält, wenn ich dachte, dieses oder jenes sei „Bildung“, das müsse man… bla bla bla. Einen Scheiß muss ich. Im letzten Jahr habe ich sehr viel Stephen King gelesen bzw. gehört, und dabei festgestellt, dass mich kein Einziges seiner Bücher langweilt oder mühevoll zu lesen ist. Da war ich von Seite 1 an mit Begeisterung dabei. Und das hat dazu geführt, dass meine Ungeduld die Oberhand gewonnen hat. Wenn du dir meine Lese-Challenge anschaust, wirst du feststellen, dass die Liste mit den abgebrochenen Büchern (aus welchen Gründen auch immer) schon ziemlich lang ist. Ich lese 10% eines Buches, und wenn es mich dann nicht packt, lege ich es weg. Wie gesagt, das macht das Buch nicht schlecht. Ich habe keine Zeit und auch keine Lust mehr mich abzumühen. Lesen soll Spaß machen. Einen Zugewinn bringen. Ob nun Weltflucht, Input, Spannung oder Trost ist dabei egal. Nur anstrengend darf es nicht sein. Bzw. darf es schon, aber ich will das aktuell halt nicht mehr. Ich habe auch schon „schwere“ Bücher gelesen, die mich herausgefordert haben, die mich aus meiner Komfortzone geschubst haben, das ist alles ok. Aber wenn nichts in mir anklingt auf das geschriebene Wort, nein… dann hab ich keine Geduld mehr. Das war ein langer Prozess und er ist auch noch nicht abgeschlossen. Bei dem Buch von Daniel Schreiber habe ich mehrfach mit mir gehadert. Es ist nicht schlecht geschrieben, und mit seinen Ansichten über Alkoholismus hat er sicher Recht. Ich brauche auch keine Nabelschau oder den schonungslosen Seelen-Striptease eines Ex-Trinkers. Und dennoch, irgendwas fehlte hier. Es war seltsam distanziert, teilweise belehrend und ja sorry… langweilig.

Jedenfalls. Die Bücher, die mich begeistert haben, habe ich auch rezensiert.

In der Wortreich-Anthologie bin ich mit einer Kurzgeschichte vertreten, es wäre seltsam, das Buch zu rezensieren. Ich wollte wissen, was die KollegInnen des BvjA-Stammtisches abgeliefert haben und einige Texte kannte ich schon. Auch wenn ich befangen bin, kann ich das Buch gut weiter empfehlen: Abwechslungsreiche Kurzgeschichten von AutorInnen aus der Region. Support your local writer, gell.

„Der Anschlag“ war sehr, sehr spannend und eine komplexe Zeitreise-Geschichte ganz nach meinem Geschmack. Jake Epping kann (aus Gründen) in der Zeit zurück reisen und versucht das Attentat auf John F. Kennedy zu verhindern. Er landet im Jahr 1958 und muss die Zeit „absitzen“ bis 1963 und wie das Leben so spielt: Es wollen noch mehr Leute gerettet werden. Wer weiß schon auf wen man welchen Einfluß hat? Die Vergangenheit ist aber ziemlich bockig und will sich nicht ändern lassen. Großartig gelesen von David Nathan. 

  • Stephen King – Der Anschlag (Hörbuch, gelesen von David Nathan) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Stephen King – Der dunkle Turm Band 2: Der lange Heimweg (Graphic Novel) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • J. D. Salinger – Der Fänger im Roggen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Daniel Schreiber – Nüchtern ⭐️⭐️⭐️
  • Marc Bensch / Joachim Speidel – Wortreich Anthologie ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Katharina Konte – Zeichnen mit Watercolor Effekt ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Lese-Challenge 2021

Neues Jahr, neues Glück. Ich will meinen Stapel ungelesener Bücher (kurz SUB) abbauen. Ich kaufe aber ständig neue Bücher und boykottiere mein Vorhaben selbst. Wie jedes Jahr, nehme ich mir vor 52 Bücher zu lesen. Also eins pro Woche. Das ist mein persönlicher, literarischer Marathon. Und das hier ist mein aktueller SUB:

  1. Lendle – Mein letzter Versuch die Welt zu retten
  2. Oliver Sacks – Der einarmige Pianist
  3. Arno Geiger – Anna nicht vergessen
  4. Koeppen – Das Treibhaus
  5. Wells – Die Zeitmaschine
  6. Nabokov – Lolita
  7. Fromm – Haben und Sein
  8. Mailer – Die Nackten und die Toten
  9. Keane – Drehbuch
  10. Wörter machen Leute
  11. Der afrikanische Elefant
  12. Lexikon der Charakterkunde
  13. Frömberg – Etwas besseres als die Freiheit
  14. Scholl-Latour- Afrikanische Totenklage
  15. Davies – Der fünfte im Spiel
  16. Brontë – Sturmhöhe
  17. Porath – Mops und Möhren
  18. Lehane – Shutter Island
  19. McCourt – Der Junge aus Limerick
  20. Sachau – Linksaufsteher
  21. Schneider – Schlafes Bruder
  22. Precht – Die Kunst, kein Egoist zu sein
  23. Porath – Klosterkeller
  24. John Galsworthy – Die Forsyte Saga
  25. Bodo Kirchhoff – Die Liebe in groben Zügen
  26. J. K. Rowling – Harry Potter und das verwunschene Kind (Teil 1 und 2)
  27. Siri Hustvedt – Was ich liebte
  28. Christopher Vogler – Die Odyssee des Drehbuchschreibers
  29. Johannes Mario Simmel – Und Jimmy ging zum Regenbogen
  30. Doris Dörrie – Leben Schreiben Atmen
  31. Johann Hari – Der Welt nicht mehr verbunden
  32. Martin Oversohl – Marco Polo Reiseführer Stuttgart
  33. Stefanie Stahl – Das Kind in dir muss Heimat finden + Arbeitsbuch
  34. Keri Smith – Mach dieses Buch fertig
  35. Otfried Preußler – Krabat
  36. Die Kunst des Zeichnens: Übungsbuch Natur
  37. Peter Härtling – Hölderlin
  38. Christa Wolf – Medea
  39. Brigitte Kronauer – Berittener Bogenschütze
  40. Johanna Schließer – Drachenfeuerjagd (eBook)

Ich lese gerade:

  • Kritzelpixel – Zeichnen lernen in 5 Wochen
  • Kritzelpixel – Zeichnen lernen Tag für Tag
  • Stephen King – Schwarz (1)
  • Stephen King – Drei (2)
  • John von Düffel – Der brennende See
  • Sinah Birkner – Täglich kreativer
  • Walter Tevis – Das Damengambit
  • Richard Yates – Elf Arten der Einsamkeit
  • Joseph Heller – Catch 22
  • Elke Heidenreich – Männer in Kamelhaar Mänteln (Hörbuch)
  • Stephen King – Basar der bösen Träume (Hörbuch)

Stand: Mai 2021 / GoodReads / Lovelybooks

Gelesen, endlich.

  1. Stephen King – Der dunkle Turm Band 2 / Der lange Heimweg / Graphic Novel ★★★★★
  2. J. D. Salinger – Der Fänger im Roggen ★★★★★
  3. Daniel Schreiber – Nüchtern (Essay) ★★★
  4. Stephen King – Der Anschlag (Hörbuch) ★★★★★
  5. Wortreich-Anthologie 2021 ★★★★★
  6. Jenny Colgan – Die kleine Sommerküche am Meer ★★★★★
  7. Stephen King – Der dunkle Turm Band 3 / Verrat / Graphic Novel ★★★★★
  8. Stephen King – Der dunkle Turm Band 4 / Der Untergang Gileads / Graphic Novel ★★★★★
  9. Rosamunde Pilcher – Stürmische Begegnungen ★★★
  10. Erich Kästner – Das fliegende Klassenzimmer ★★★★★
  11. Anja Baumheier – Die Erfindung der Sprache ★★★★
  12. Stephen King – ES (Hörbuch gelesen von David Nathan) ★★★★★
  13. Stephen King – Der dunkle Turm Band 5 / Die Schlacht am Jericho Hill / Graphic Novel ★★★★★
  14. Stephen King – Der dunkle Turm Band 6 / Die Reise beginnt / Graphic Novel ★★★★★
  15. Walt Whitman – Grashalme ★
  16. Rilke – Das Stunden-Buch (eBook) ★★★★★
  17. Harry Rowohlt erzählt sein Leben von der Wiege bis zur Biege (Hörbuch) ★★★★★
  18. Katharina Hartwell – Silbermeer Saga Band 1 / Der König der Krähen ★★★★★
  19. C. S. Lewis – Über die Trauer ★★★★
  20. Harry Rowohlt und Christian Maintz – Wie seine eigene Spucke schmeckt weiß man nicht (Hörbuch) ★★★★
  21. Melissa Dinwiddie – The Creative Sandbox Way ★★★★★
  22. Brian Bagnall – Zeichnen und Malen ★★★★★
  23. Euripides – Medea (Reclam) ★★★★★
  24. Ray Bradbury – Der Tod ist ein einsames Geschäft ★★★★★
  25. Harry Rowohlt liest Fall O’Brien (Hörbuch) ★★★
  26. Katharina Hartwell – Silbermeer Saga Band 2 / Die fließende Karte ★★★★
  27. Stephen King – Später (Hörbuch) ★★★★
  28. Claudia Haessy – Tagsüber Zirkus, abends Theater ★★★★
  29. Alice Miller – Bilder einer Kindheit ★★★★★
  30. Christa Wolf – Kein Ort. Nirgends ★★★★
  31. Fabian Neidhardt – Immer noch wach ★★★★★

Sonstiges: Zeitschriften und Co.

  1. Trott-war 10/2019
  2. QWERTZ 1/2021 (Mitgliedermagazin des BvjA)

Abgebrochen: 7

  • Thomas Bernhard – Der Untergeher
  • Astrid Lindgren – Das entschwundene Land
  • Thomas Bernhard – Der Untergeher
  • Vargas Llosa – Lob der Stiefmutter
  • Fitzner – Willkommen im Meer
  • Max Frisch – Mein Name sei Gantenbein
  • Frank Berzbach – Die Schönheit der Begegnung

Lese-Monat Dezember

Hello!

Lass uns über Bücher reden.

Das ist mein letzter Beitrag. – Für dieses Jahr. 🙂 Keine Sorge, 2021 geht es weiter. Irgendwie geht es doch immer weiter, oder? Jedenfalls. Mein Lese-Monat. Corona- bzw. Lockdown bedingt war ich nirgends. Kein Schoko-Markt in Tübingen, keine einzige get-shorties-Lesung, keine Weihnachtsmärkte oder Feiern, privat oder betrieblich. Nüschte. Das bedeutet, ich habe viel Weltflucht betrieben und gelesen. Das hier ist meine Lese-Monat Dezember:

Mein Lese-Monat Dezember 2020
Mein Lese-Monat Dezember 2020

Dieses ganze Lese-Jahr war geprägt von Hörbüchern und Graphic Novels, was mich aktuell am meisten begeistert. Und David Nathan. Wenn ich ein Hörbuch nach zwanzig Hör-Stunden beende, klingt die Stimme in meinem Kopf, zumindest für ein paar Tage, nach ihm. 😉

Jedenfalls.

Übersicht:

  • Andrzej Sapkowski – Die Dame vom See (Der Hexer Band 5) ⭐️⭐️⭐️
  • Kurt Vonnegut – Schlachthof 5 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Stephen King – Das Institut (Hörbuch gelesen von David Nathan) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Heinrich Böll – Ansichten eines Clowns ⭐️⭐️⭐️
  • Stephen King – Der dunkle Turm Graphic Novel Band 1 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Wenn das so weiter geht, dann stille Nacht – get shorties Weihnachtsbuch
  • Gerard Way & Gabriel Ba – Hotel Oblivion (Umbrella Academy Band 3) ⭐️⭐️⭐️
  • J. R. R. Tolkien – Der Hobbit (Hörbuch gelesen von Gert Heidenreich) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Die Feder Nr. 124 (Verband deutscher Schriftsteller VS)
  • Qwertz 4/2020 (Mitgliedermagazin des Bundesverbands junger Autoren e. V. )
  • Moka Nr. 03 / 2020

Der Hexer

Bis Band 5 habe ich die Reihe mit Begeisterung gelesen. Es gab ein paar Dinge, die ich nervig fand, aber die Spannung ließ mich darüber hinweg sehen. Ich wollte und musste wissen, wie es mit Ciri und dem Hexer weiter geht. Wir sind uns hoffentlich einig, dass Ciri die Hauptfigur ist, und nicht der Hexer, gell?

Dinge, die mich nerven: Die Namen. Ich sag es gleich, ich bin Legasthenikerin, das Problem liegt vermutlich bei mir. Dennoch: Warum zum Teufel würfelt man, wie beim Scrabble, 8 Buchstaben (und immer ist ein y dabei!) und macht dann irgendwas daraus, dass man in keinem Wörterbuch findet? Sapkowski hat unfassbar viele Figuren in seinen Büchern, alle haben einen Namen, den ich weder buchstabieren noch aussprechen kann. Geschweige, mir merken. Weil das nicht reicht, haben alle noch einen Spitznamen. Irgendwann habe ich es dann persönlich genommen.

Sapkowski hat auch einen unfassbar großen Wortschatz. Das bedeutet, ich kenne viele Wörter nicht. Vermutlich liegt auch hier das Problem bei mir. Dennoch, muss das sein? Ich lese manche Sachen, mit dem Finger auf dem Papier, und komme mir vor wie ein ABC-Schütze, während ich Silbe für Silbe abackere. An Anfang habe ich mir noch die Mühe gemacht, die Wörter nachzuschlagen. Die Bücher sind dick, die Wörter, die ich nicht kenne, viele. Und ich, Freunde, bin unfassbar faul. Ich habe es gelassen.

Dass der Autor viel hin und her springt, und Zeitsprünge macht, vor und zurück, und dann wieder gleichzeitig, das war mir schon bei der Serie klar. Damit komme ich noch zurecht. Aber warum kann man das nicht irgendwie kenntlich machen. Ein Absatz, noch ein Absatz, und dazwischen liegen 100 Jahre. Puh, ich fand es anstrengend.

Die Politik spielte in den anderen vier Bänden schon eine große Rolle. Darüber habe ich hinweg gelesen, viel war mir zu detailliert und langweilig. Der fünfte Band hat es mir dann verdorben. Die politischen Intrigen zusammen mit den Schlachtszenen des Krieges, die sich über viele hundert Seiten hinziehen, waren dann nur noch zäh und ätzend. Das passiert mir nicht oft: Das ich nach 5 Büchern kurz vor Schluß abbrechen möchte. Ich hab es durchgezogen. Das Ende ist Kitsch. Schade. Kaum zu glauben: Die Serie gefällt mir besser.

Schlachthof 5

Eine Bildungslücke weniger. Faszinierende Geschichte. Billy, der in der Zeit hin und her springt, geprägt durch die Ereignisse seines Lebens. Er schlüpft hier heraus um dort zu landen, springt von Dresden, 1945, zur Hochzeit seiner Tochter, viele Jahre später, resümiert über sein Leben in Gefangenschaft von Aliens. Ich habe keine Ahnung, was der Krieg mit einer Seele macht, ich weiß auch nicht, ob es Aliens gibt. Billy habe ich alles geglaubt, es klang ganz logisch. Nachvollziehbar. Die Frage nach der Zeit, also was Zeit ist und was sie mit uns macht, treibt mich um. Ähnlich wie Billy. In meinen Texten taucht diese Frage regelmäßig auf, samt dem Versuch eine Antwort zu finden. Kurt Vonnegut hat seine Antwort gefunden. Ich weiß nicht, ob ich ganz einig mit ihm bin, dass alles so geschehen muss, wie es geschieht. Aber wenn man erlebt hat, wie ein Gefangener wegen einer gestohlenen Teekanne erschossen wird, glaubt man das wohl. Ich widerspreche nicht.

Ansichten eines Clowns

Eine Bildungslücke weniger. Damals, als das Buch erschienen ist, muss das ein riesen Skandal gewesen sein. Heute, 2020 nicht mehr. Und das ist gut so. Ein paar Dinge haben sich seither geändert, wenn auch langsam. Die Hauptfigur, Hans ist mir zutiefst zuwider in seiner Direktheit, mit seinem Gehammer, seinem Selbstmitleid. Ich verstehe, warum er so ist und kann das alles nachvollziehen. Böll zieht mich da rein und fesselt mich an seine Figur, obwohl sie so ein Unsympath ist. Hans heult er rum, weil er mit seiner Freundin nicht unverheiratet zusammen sein kann… wobei sie jahrelang ein Paar waren, unverheiratet. Es ging schon, sie haben nur viel Gegenwind bekommen. Die Eltern waren dagegen, der Freundeskreis, alles sollte seine Ordnung haben. Verheiratet, dann Kinder, und bitte einen vernünftigen Beruf. Clown, was ist denn das? Die Gesellschaft und die Umstände wollen diesen zwei Menschen ein Korsett anlegen. Er wehrt sich, sie geht dabei kaputt. Sie findet dann einen Mann, der sie ehelicht und sie zu einer ehrbaren Frau macht. Hans wirft ihr Ehebruch vor. Auch das verstehe ich. Allerdings wird mir die Geschichte noch eine Weile zu denken geben. Sobald ich Hans nicht mehr als Jammerlappen betrachte, erschließt sich mir wohl die ganze Gesellschaftskritik dahinter.

Hotel Oblivion

Ich habe das Medium Graphic Novel für mich entdeckt und habe mit Begeisterung die Serie „Umbrella Academy“ auf Netflix geschaut. Da ist es nur logisch und konsequent, die Bücher zu lesen. Ich mag hier die Erzählweise, bildgewaltig, farbenprächtig, detailliert. Anders, als es ein Roman ist. Und hier gefallen mir viele Dinge: Das Hotel ist ein Gefängnis für Superhelden. Die ganz üble Sorte. Die 7 der Umbrella Academy haben viel zu tun, als diese entkommen. Allerdings, und deswegen gebe ich nur 3 Sterne, verläuft dieser Ideensturm in alle Richtungen, ohne richtig aufgelöst zu werden oder wenigsten sinnvoll zusammen zu kommen. Also nicht genug, für meinen Geschmack. Im Prinzip stecken hier mehrere Geschichten drin, die einzeln betrachtet zu wenig Aufmerksamkeit kriegen und kein Ende ergeben, wie ich es gerne hätte. Das finde ich sehr schade. Jede einzelne Story hätte das Potenzial für ein Buch gehabt – ein bisschen besser ausgearbeitet. Nach wie vor gefällt mir die Umsetzung, die Charaktere, und der Ideenreichtum.

Zu Stephen King habe ich einen eigenen Beitrag geschrieben. Nächstes Jahr starte ich das „Projekt Stephen King“ und das „Projekt Dark Tower“.

„Wenn das so weiter geht, dann stille Nacht“ habe ich gelesen, weil ich doch wissen muss, was die KollegInnen der get shorties Lesebühne zum Thema Weihnachten zu sagen hatten. Das Büchlein ist eine limitierte Auflage und soweit ich weiß, sind von der zweiten Auflage (ja, wir mussten nachbestellen. Vielen Dank an alle, die die get shorties Lesebühne in diesem bescheuerten Jahr die Treue gehalten haben!) noch ein paar Büchlein zu haben. Ich sag es nur. Falls du gerne eins möchtest, dann schreib mir eine Email.

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit. So, und jetzt wünsche ich dir einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir lesen uns, ja?

Caro

Lese-Monat November 2020

Lese-Monat November 2020

  • Stephen King – The Outsider (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich bin aktuell wieder im Stephen King Fieber und verschlinge einen Roman nach dem anderen. Für „The Outsider“ habe ich mich entschieden, weil da noch Mal Holly Gibney auftaucht. Die hat es mir einfach angetan. Seit ich die Bill-Hodges-Trilogie gehört habe, bin ich ein großer Fan von ihr. 

  • Cat Rose – Creative Introvert (eBook) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Das Buch ist leider nicht auf Deutsch erhältlich, daher habe ich es auf Englisch auf dem Kindle gelesen. Es liest sich leicht und verständlich und ich möchte es jedem introvertiert-kreativ-Schaffende*m empfehlen. Ich fühlte mich gesehen, verstanden und ermutigt. Cat Rose bietet zusammen mit dem Buch jede Menge Zusatzmaterial, dass man sich auf ihrer Webseite herunter laden kann. Ich bin noch nicht mit allen Aufgaben durch – jedes Kapitel hat einen To-Do-Teil, in dem man für sich gleich die angeregten Impulse umsetzen kann. Es ist also fast ein Activity-Book. Ich habe beim Lesen drei Phasen durchgemacht:

1. Oh, ich mache schon sehr viel richtig. Kreativ, aber dennoch in meinem Wohlfühlbereich.

2. Oh, die Frau hat tolle Ideen, das könnte ich ausprobieren.

3. Oh, das ich sehr weit ausserhalb meiner Komfortzone. Himmel, das schaffe ich nicht. 

Und ich finde, das ist eine gute Mischung. Zu wissen, dass man mit der eigenen kreativen Arbeit schon auf einem guten Weg ist, es aber noch ein paar Herausforderungen gibt. 

Meine herzliche Empfehlung. 

  • Andrzej Sapkowski – Der Hexer Band 4 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich bin sehr begeistert von der Reihe, und wundere mich nur ganz wenig, dass der Hexer eigentlich gar nicht die Hauptfigur ist. Da ich mit Freude all den starken Frauen folge, die viel Platz kriegen um ihre Geschichte auszubreiten, allen voran Ciri, stört mich das kein bisschen. Nun habe ich noch einen Band vor mir und bin sehr gespannt. 

  • Max von der Grün – Vorstadtkrokodile ⭐️

Ich kann kaum fassen, dass dieser Unsinn mal Schullektüre war. Sprachlich kann das Buch gar nichts und inhaltlich ist die Geschichte so konstruiert-unsinnig, dass ich mir die Haare raufen möchte. Die Grundidee, dass ein Junge im Rollstuhl Anschluß findet in einer wilden Jungen-Bande ist ja hübsch. Die Idee, dass diese Bande dann ein Verbrechen aufklärt, ist nicht neu und auch nicht clever umgesetzt. Die Eltern im Buch sind völlig nutzlos und alles andere als Erwachsen. Die Kinder stolpern planlos durch die Geschichte und am Schluß ist alles Wohlgefallen. Ich will jetzt gar nicht mit „pädagogisch wertvoll“ anfangen. Natürlich sind Kinder wild und sollen gar nicht vernünftig und moralisch richtig handeln. Aber die Geschichte wäre auf Seite 3 beendet, wenn Kurt sagen würde, was er beobachtet hat. Den Rest könnte man sich getrost sparen. 

  • Elizabeth Strout – Die langen Abende – abgebrochen. Nicht mein Fall. 

Die Woche in Worten (KW3)

Es ist Montag. Montage sind super. Ich weiß, alle Welt schimpft über den Wochenbeginn. Ich nicht. Manchmal habe ich den Eindruck, ich bekomme Montags mein Energie-Kontingent für die ganze Woche, was dazu führt, dass ich am Auszahltag die Weltherrschaft an mich reißen will. Meine Pläne und Vorhaben sind sehr umfangreich, aber jeden Tag nimmt die Lust, die Motivation und die Kraft ein bisschen ab. Und am Sonntag liege ich wie ein altersschwacher Köter auf dem Boden vor dem Kamin und bin froh, wenn keiner was von mir will. Ich schnaube mich halbwach durch den Tag, unfähig auch nur einen Fuß vor die Tür zu setzen. Netflix betäubt den Kopf, weil alles weh tut – die bloße Existenz ist mühselig. Und am Montag dann wieder: Hallo Welt. Dann entstehen sogar Blogtexte. Hui. Ich will ja eigentlich immer bloggen. Nein, eigentlich will ich immer schreiben. „A page a day“ lautet der Vorsatz. Das schaffe ich, vielleicht bis Mittwoch. Und dann sind schon wieder so viele Dinge los, dass die guten Vorsätze der Müdigkeit weichen. Will ich zu viel? Vermutlich. Mach ich genug? Nein. Definitiv nicht. Was ist genug, wann ist Viel viel und wann nicht? Keine Ahnung. Was ich weiß: Heute ist Engergie-Auszahltag und ich will dir von meiner letzten Woche erzählen. Ich war beim Mal-Workshop.

Balsam für die Seele

Ich habe mir ein Acryl-Motiv bei Pinterest ausgesucht und zu dem Workshop mitgenommen. Eigentlich würde ich gerne intuitiv malen, einfach drauf los. Aber das funktioniert aus zwei Gründen nicht. Erstens, ich will mich nicht dreckig machen. Das ist so tief verwurzelt und diesem Umstand komme ich auch nicht wirklich bei. Keine Ahnung, ob ich als Kind mal einen Anschiss bekommen habe, weil ich es gewagt habe, als Dreckspatz nach Hause zu kommen… ich erinnere mich nicht an eine solche Begebenheit. Es ist mir zutiefst zuwider mich schmutzig zu machen. Meine Workshop-Leiterin hat mir, aus purer Lust (nein, nicht Verzweiflung, es war Spaß und so habe ich es auch verstanden!) ein Schwämmchen mit Farbe auf meine Schürze gedrückt und wie der Zufall es wollte, habe ich nun ein kleines, buntes Acryl-Herzle auf meiner Malerschürze, genau auf dem Bauch, wie ein Glücksbärchi. 

Und zweitens, wenn ich planlos irgendwas zusammen pansche, kommt am Schluß Dreck heraus. Also die gemischte Farbe sieht dann nach Kotz-Durchfall-Braun aus und das finde ich nicht schön. Ich brauche eine Vorlage, ein bisschen Anleitung, eine Ahnung wohin die Reise gehen soll. Beim Schreiben, zum Beispiel, muss man auch erst das Alphabet lernen, bevor man sich an Wörtern und Sätzen versuchen kann. Ich mag das Spiel mit Farbe. Klare Linien, ein bisschen Struktur muss schon mit rein, Farbverläufe sind toll und wenn ich noch ein paar Wörter im Bild unterbringen kann, macht mich das sehr glücklich. Das Ding soll ja Balsam für die Seele sein. Andere können das: Farbe hin klecksen und dann ein Bild kreieren. Ich schaue mir das unheimlich gerne an. Aber selber machen? Nope. Nun habe ich mein Werk nach Vorlage gestaltet und bin fast zufrieden. Irgendwas fehlt noch, aber mein Bauch weigert sich, mit der Sprache raus zu rücken, was genau. Aber es ist interessant: Da passiert was auf einer Ebene, die ich nicht mit Worten fassen kann. Ich spüre, wenn es passt oder eben nicht. Und das ist ja dann auch intuitives Malen. Ich würde gern mehr auf diese Stimme hören, sie wahrnehmen, verstehen. Wörter, das ist so verkopft. Farben; diese Sprache würde ich gerne beherrschen. Ich bleibe dran. 

BvjA Stammtisch in Tübingen

Dann war ich wieder einmal bei BvjA Stammtisch. Wir treffen uns ein Mal im Monat, das ist sehr lose und doch wieder fix. Ich mag unsere kleine Runde. Wir machen jedes Mal ein Thema aus, alle sind irrsinnig engagiert die Themen vorzubereiten und den anderen etwas zu bieten. Fast wie ein Skript in einer Vorlesung. Wir sprechen über Bücher, was uns begeistert und warum. Und wir sprechen über Schreibthemen. Ich finde das ganz erstaunlich und enorm, wie viel es ausmacht, mit Gleichgesinnten zusammen zu sein, hitzig und leidenschaftlich seine Meinung zu vertreten ohne dass es in Streit ausartet. Wir sind uns in vielen Dingen einig, aber manchmal auch ganz gegensätzlich. Aber jede*r bekommt die Zeit und den Raum seine Gedanken zu formulieren, darzulegen und zu begründen. Und dann: Selbst wenn wir uns nicht einig werden, in der Sache sind wir alle Autor*Innen mit dem Wunsch gute Texte zu schreiben. Das wie und was kann da völlig auseinander gehen, das macht überhaupt nichts. Ich finde es großartig, wenn wir, jeder mit einem Stapel Bücher vor sich, Beispiele finden, Für und Wider, und uns am Schluß aufs nächste Treffen freuen, weil der Abend wieder zu kurz war. Ich gehe da unheimlich gerne hin. E. meint manchmal zu mir „Du bist zu laut, mit deiner Bühnenstimme“ und es stimmt. Sie lacht dann. Die anderen Gäste im Lokal müssen das dann halt aushalten. 

Pouring

Ich war letztes Jahr mal bei einer ArtNight. Allerdings ist mir die Fahrerei nach Stuttgart lästig. Nun habe ich ein Angebot in Tuttlingen gefunden, mit einem ganz ähnlichen Konzept. Ob es jetzt ArtNight oder KunstNacht heißt, ist mir persönlich egal. Es ist schön, wenn ich mal nicht eine Stunde Auto fahren muss, um was mit Farbe zu machen. Und da das gerade mein Thema ist, experimentiere ich mit der Pouring-Technik herum. Es stimmt eigentlich nicht, aber ich denke von mir selbst, dass ich nicht gut zeichnen kann. Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin und genau auf das Thema drauf schaue, dann finde ich ein Zeitproblem und eine große Faulheit dazu. Ich nenne das liebevoll „Faulzeit“.

Ich will viele Dinge machen, aber manche sind wichtiger als andere und am Ende muss man sich entscheiden, was man mit den 24 Stunden, die einem pro Tag zur Verfügung stehen, anstellt. Schlafen muss ich ja auch noch. Das tue ich gern, aber es ist mir oft lästig. Vermutlich hängt das mit dem Energie-Kontingent zusammen. Ich baue mir die ganze Woche ein ordentliches Schlafdefizit auf, wie ein kleines Kind, das Bauklötze aufeinander stapelt. Irgendwann fällt der Turm halt um. Jedenfalls. Ich war mit zwei Freundinnen beim Pouring. 

Ich schaue mir gern Videos auf YouTube an und sehe Leuten dabei zu, wie sie sehr viel Farbe verschwenderisch auf eine Leinwand kippen. Ich bin Schwabe und ganz das Klischee: geizig. Daher sehe ich es mir gern an, bin aber zurückhaltend, wenn es darum geht, das selber zu machen. Auch hier kann ich nicht genau benennen, warum ich gern der Farbe beim fließen zusehe, oder warum ich die dabei entstehenden Zellen schön finde. Kunst ist das ja nicht; Farben zusammen schütten. Ja, die Muster, die Struktur und die Zellen sprechen mich an. Vielleicht ist das schon wieder dieses Mach-dich-nicht-dreckig-Thema. Die Farben fließen ineinander und ergeben etwas, dass ich gern ansehe. Da es anderen Leuten wohl auch so geht, schließlich ist das Internet voll von diesem Trend, muss es tiefenpsychologisch einen Grund dafür geben, er ist mir aber im Moment herzlich egal. 

Hier im Rahmen der KunstNacht, mit der richtigen Anleitung und netter Gesellschaft hat es endlich geklappt. Jetzt muss mein Werk nur noch trocknen. Ich hoffe, es sieht dann immer noch so glänzend aus, wie frisch gegossen. Ich habe überlegt, ob ich meine Farbklecksereien ins Büro hänge. In irgendeinem Buch habe ich gelesen, dass man sich seinen Arbeitsplatz so einrichten soll: Mit Blick auf etwas, dass einen froh macht. Ich teste das. 

Lesung in Marbach

Wir Shorties waren erst in Böblingen, dann eine Woche später in Marbach. Beide Male hatten wir „Volles Haus“ und Leute, die in guter Stimmung bei der Sache waren. Ich weiß gar nicht, ob sich jemand, der im Publikum sitzt, darüber Gedanken macht, wie das auf die Akteure auf der Bühne wirkt. Ich für meinen Teil, denke da kaum darüber nach… aber Anfang Januar besuchte ich ein Programm das sich „Moving Shaddows“ nannte. Also ein Schattentheater. Ich saß da, wie alle anderen auch und freute mich, dass ich alle Gebäude und Wahrzeichen die dargestellt wurden, erkannte. Es gab auch eine kleine Geschichte dazu, ganz ohne Worte – das Erzählen funktioniert ja prima in Bildern. Aber darum geht es mir gar nicht. Da fand eine Steigerung statt, der ganze Saal vibrierte und als die Schauspieler in Afrika ankamen und einen Elefanten darstellten, entlud sich diese Anspannung in einem spontanen Applaus. Ich glaube, das ist das schönste Geschenk, das jemand auf der Bühne bekommen kann. Applaus, der nicht warten kann bis die Szene zu Ende ist, oder bis zur Pause. Diese Begeisterung ist das tollste überhaupt. Und das hatten wir, in Böblingen und auch in Marbach. Musik und neue Texte und ein Publikum, das nicht warten konnte. Großartig. 

Und weil ich wieder so viel mit dem Auto unterwegs war, hatte ich mir zwei Hörbücher von Stephen King ausgeliehen. 

Doctor Sleep / Mr. Mercedes

Er hat mich wieder gekriegt, der gute Mr. King. Das klingt, als wäre das schwer gewesen. Es klingt, als wäre ich davon gerannt und er mir hinterher. Keuchend, mit brennender Lunge. Knapp – und dann: gefasst. Erwischt. Hab ich dich. 

Aber so war das nicht. Vor ein paar Jahren lernte ich Roland, den Revolvermann kennen. (Wer ihn nicht kennt, ach, dem ist nur durch einen Buchgutschein zu helfen.) Jedenfalls. Sieben Bände umfasst die „Der dunkle Turm-Reihe“. Stephen King hat mich damals schon gekriegt und ich musste über 20 Bücher von ihm, hintereinander weg lesen. Dann hörte die Phase einfach auf. Ich wollte noch andere Autoren, andere Autorinnen kennen lernen. Es kann sich ja nicht alles um Roland drehen. Wobei er oft irgendwo im meinem Hinterkopf herum stapft. Ohne es zu merken, hat er mich als Leserin und auch als Schriftstellerin geprägt, damals in meiner Anfangszeit. Nun sind schon ein paar Jahre eins Land gezogen. Neulich war ich in der Bücherei. Dort lachte mich das Hörbuch „Doctor Sleep“ an. Kurz zuvor habe ich den Trailer für den Film gesehen. Zufall? Ich glaube nicht an Zufall. Ich bin mit „Doctor Sleep“ und mit „Mr. Mercedes“ nach Hause gegangen. Beide Hörbücher werden von David Nathan gelesen. Vermutlich ist auch das jetzt eine prägende Zeit, denn David Nathans Stimme hat sich tief in mein Gehör eingebrannt. Ein paar Meiner Gedanken klingen inzwischen wie er. Ich lerne gerade so viel. 

Kennst du das? Wenn etwas passiert, etwas, dass dich verändern wird, aber in dem Moment ist dir noch nicht klar, wie sehr es dich verändern wird. Nur das es so ist, das weißt du sicher. Ich höre also Stephen King zu, wie er ausschweifend seine Geschichte erzählt. Mit Details, die alles so real werden lassen. „The Shining“ kenne ich natürlich. Als Buch und als Film. Doch es ist in meinem Bewusstsein weit nach Hinten gerückt. Nun traf ich Danny Torrence wieder und … meine Güte. Er hat mich wieder gekriegt. Vermutlich muss ich jetzt wieder 20 Bücher hintereinander weg lesen. Oder anhören. Auf meiner Wunschliste ist nun „Der dunkle Turm“ als Hörbuch, diese Reise muss ich auf jeden Fall noch einmal antreten. Aber zurück zur Gegenwart. Wenn man als angehender Schriftsteller etwas über das Schreiben lernen will, dann ist es nicht verkehrt, sich Stephen King als Lehrer auszusuchen. Ich mag wie er seine Details entfaltet. Da ist nichts zu viel oder verschwendet. Alles gehört und passt zusammen. Er ist, meiner Meinung nach, ein Menschenversteher. Die Fehler und Schwächen einer Figur machen den Charakter authentisch, aber auch liebenswert. Nach all den Büchern, die ich von ihm gelesen habe (und es sind laaange noch nicht alle), hatte ich bisher nie den Eindruck, er würde sich wiederholen.   

Ich lerne von David Nathan wie man einen Text spricht. Ich lerne von Stephen King wir man eine Geschichte erzählt. Und bin bestens unterhalten dabei. 

~Caro

PS: Ich kann jetzt nicht versprechen, dass es hier einen wöchentlichen Rückblick gibt. Aber der Wunsch ist da. Mal sehen, wie mein Energie-Kontingent und ich miteinander auskommen. 😉

Lese-Challenge 2020

Neues Jahr, neuer Versuch. Ich will meinen Stapel ungelesener Bücher (kurz SUB) abbauen. Ich kaufe aber ständig neue Bücher und boykottiere mein Vorhaben selbst. Wie jedes Jahr, nehme ich mir vor 52 Bücher zu lesen. Das ist mein persönlicher, literarischer Marathon. Das hier ist mein aktueller SUB:

  1. Lendle – Mein letzter Versuch die Welt zu retten
  2. Oliver Sacks – Der einarmige Pianist
  3. Arno Geiger – Anna nicht vergessen
  4. Koeppen – Das Treibhaus
  5. Vargas Llosa – Lob der Stiefmutter
  6. Wells – Die Zeitmaschine
  7. Nabokov – Lolita
  8. Fromm – Haben und Sein
  9. Mailer – Die Nackten und die Toten
  10. Keane – Drehbuch
  11. Wörter machen Leute
  12. Der afrikanische Elefant
  13. Lexikon der Charakterkunde
  14. Frömberg – Etwas besseres als die Freiheit
  15. Scholl-Latour- Afrikanische Totenklage
  16. Davies – Der fünfte im Spiel
  17. Brontë – Sturmhöhe
  18. Eschbach – Eine Billion Dollar
  19. Porath – Mops und Möhren
  20. Lehane – Shutter Island
  21. McCourt – Der Junge aus Limerick
  22. Sachau – Linksaufsteher
  23. Schneider – Schlafes Bruder
  24. Fitzner – Willkommen im Meer
  25. Precht – Die Kunst, kein Egoist zu sein
  26. Porath – Klosterkeller
  27. John Galsworthy – Die Forsyte Saga
  28. Daniel Schreiber – Nüchtern
  29. Bodo Kirchhoff – Die Liebe in groben Zügen
  30. Jenny Colgan – Die kleine Sommerküche am Meer
  31. Rosamunde Pilcher – Stürmische Begegnungen 
  32. J. K. Rowling – Harry Potter und das verwunschene Kind (Teil 1 und 2)
  33. Siri Hustvedt – Was ich liebte
  34. Christopher Vogler – Die Odyssee des Drehbuchschreibers
  35. Johannes Mario Simmel – Und Jimmy ging zum Regenbogen
  36. Doris Dörrie – Leben Schreiben Atmen
  37. John von Düffel – Der brennende See
  38. Frank Berzbach – Die Schönheit der Begegnung
  39. Johann Hari – Der Welt nicht mehr verbunden
  40. Martin Oversohl – Marco Polo Reiseführer Stuttgart
  41. Stefanie Stahl – Das Kind in dir muss Heimat finden + Arbeitsbuch
  42. Keri Smith – Mach dieses Buch fertig
  43. Ray Bradbury – Der Tod ist ein einsames Geschäft
  44. Otfried Preußler – Krabat
  45. Die Kunst des Zeichnens: Übungsbuch Natur 
  46. Peter Härtling – Hölderlin
  47. Astrid Lindgren – Das entschwundene Land
  48. Christa Wolf – Medea
  49. Thomas Bernhard – Der Untergeher
  50. Max Frisch – Mein Name sei Gantenbein
  51. Brigitte Kronauer – Berittener Bogenschütze
  52. Johanna Schließer – Drachenfeuerjagd (eBook)
  53. Walter Tevis – The Queen´s Gambit (eBook)
  54. Stephen King – Der Anschlag (Hörbuch)
  55. Melissa Dinwiddie – The Creative Sandbox Way

Ich lese gerade:

XX

Stand: 30. Dezember 2020 / GoodReads / Meinereiner bei Lovelybooks

Gelesen, endlich.

  1. Kris Brynn – The Shelter (eBook) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  2. Stephen King – Mr. Mercedes (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  3. Bov Bjerg – Serpentinen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  4. Bov Bjerg – Die Modernisierung meiner Mutter (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  5. (W)OrtReich – Jahrbuch des Stuttgarter Autorenstammtischs 2019 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  6. Mary Shelley – Frankenstein (eBook) ⭐️⭐️⭐️
  7. Reinhard Schleiblich – Leuchttürme an Deutschlands Küsten ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  8. Lexikon der Leuchttürme ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  9. Stephen King – Finderlohn (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  10. Stephen King – Mind Control (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  11. Dorothea Heintze – Baedeker SMART Reiseführer Hamburg ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  12. Dorothea Böhme – Felicitas erklärt die Liebe (eBook) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  13. Hermann Hesse – Steppenwolf ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  14. Dale Carnegie – Wie man Freunde gewinnt ⭐️⭐️⭐️
  15. Lutz von Werder – Lehrbuch des kreativen Schreibens ⭐️⭐️⭐️
  16. Graham Greene – Die Reisen mit meiner Tante ⭐️⭐️⭐️
  17. Raymond Chandler – Der lange Abschied ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  18. Dr. Heinz Lichem von Löwenbourg – Das Handbuch der Zahlen und Symbole ⭐️
  19. Klaus Modick – Vierundzwanzig Türen (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️
  20. George Orwell – 1984 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  21. Mariana Leky – Schwindel (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️
  22. Werner Correll – Menschen durchschauen und richtig behandeln ⭐️⭐️
  23. Isabel Zimmermann – Das Reich des Todesdrachen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  24. James Baldwin – Nach der Flut das Feuer (eBook) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  25. Carolin Emcke – Gegen den Hass ⭐️⭐️⭐️
  26. Wilhelm Genazino – Ein Regenschirm für diesen Tag (eBook) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  27. Erich Fromm – Der kreative Mensch (eBook) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  28. Andrzej Sapkowski – Das Erbe der Elfen (Die Hexer Saga 1) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  29. Andrzej Sapkowski – Die Zeit der Verachtung (Die Hexer Saga 2) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  30. Ildikó von Kürthy – Es wird Zeit (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️
  31. Anke Höhl-Kayser – Liebling, ich schreibe dich zu Tode (eBook) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  32. Katharina Konte – Zeichnen mit Watercolor Effekt ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  33. Andrzej Sapkowski – Feuertaufe (Die Hexer Saga 3) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  34. Neil Gaiman – Sandman Ouvertüre Band 11 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  35. Ingeborg Bachmann – Sämtliche Erzählungen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  36. Kathryn Lasky – Der Clan der Wölfe / Eiskönig (Band 4) ⭐️⭐️⭐️⭐️
  37. Basiswissen Aquarellmalerei: Die wichtigsten Techniken Schritt für Schritt ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  38. Dale Carnegie – Sorge dich nicht – lebe! ⭐️⭐️⭐️
  39. Paula Henderson, Adam Vornehmen – Die Welt der Baumhäuser ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  40. Rachel Joyce – Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️
  41. Arnold Stadler – Einmal auf der Welt. Und dann so (eBook) ⭐️⭐️⭐️
  42. Gerard Way & Gabriel Ba – The Umbrella Academy – Weltuntergangs-Suite (Band 1) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  43. Dr. Fritz Wiedemann – Warum müde sein? ⭐️
  44. 24 Geschichten von fabelhaften Frauen – Ein Adventsbuch zum Aufschneiden ⭐️⭐️
  45. Rob Biddulph – Draw with Rob (Activity Book) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  46. Charlie Mackesy – Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs und das Pferd ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (Highlight of 2020)
  47. Virginia Woolf – Ein Zimmer für sich allein ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  48. Diana Hillebrand – Heute schon geschrieben? Band 5 (eBook) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  49. Neil Gaiman – Traumfänger ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  50. Bill Watterspn – There´s Treasure Everywhere (Calvin and Hobbs #10)
  51. Nina George – Die Schönheit der Nacht ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (Highlight of 2020)
  52. Stephen King – Blutige Nachrichten (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️
  53. Gerard Way & Gabriel Ba – The Umbrella Academy – Dallas (Band 2) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  54. Steffen Gumpert – Der bleiche Hannes (Graphic Novel für Kinder) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  55. Andrzej Sapkowski – Schwalbenturm (Die Hexer-Saga 4) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  56. Cat Rose – The Creative Introvert: How to built a business you love (eBook) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  57. Stephen King – The Outsider (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️
  58. Max von der Grün – Vorstadtkrokodile ⭐️
  59. Kurt Vonnegut – Schlachthof 5 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  60. Stephen King – Der dunkle Turm (Graphic Novel Band 1) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  61. Stephen King – Das Institut (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  62. Gerard Way & Gabriel Ba – The Umbrella Academy – Hotel Oblivion (Band 3) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  63. Heinrich Böll – Ansichten eines Clowns ⭐️⭐️⭐️
  64. Andrzej Sapkowski – Die Dame vom See (Die Hexer-Saga 5) ⭐️⭐️⭐️
  65. J. R. R. Tolkien – Der Hobbit (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Sonstiges: Zeitschriften und Co.

  1. Slavomir Mrozek – Das Leben für Anfänger (Diogenes Minute Books) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  2. Denken mit George Orwell (Diogenes Minute Books) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  3. QWERTZ 4/2019 (Mitgliedermagazin des BvjA)
  4. QWERTZ 1/2020, QWERTZ 2/2020, QWERTZ 3/2020, QWERTZ 4/2020
  5. Fluter Nr. 73
  6. Psychologie Heute – März 2020
  7. Konzepte – Zeitschrift für Literatur Nr. 38 (2019)
  8. Konzepte – Zeitschrift für Literatur 39 (2020)
  9. Manuskript von E. W.
  10. Manuskript von R. B.
  11. BlickPunkt Spaichingen Nr. 63, 68, 69
  12. MOKA Frühling 2019
  13. MOKA Nr. 2 / 2020, MOKA Nr. 3 / 2020
  14. Buchjournal 2/2019
  15. SLOW Nr. 03/2018
  16. Joachim Speidel – Van Gogh Reloaded (Kurzgeschichte)
  17. Martin von Arndt – Harzreise 21
  18. Manuskript von B. J.
  19. VS Die Feder Nr. 123 / September 2020, Nr. 124 / Dezember 2020
  20. get shorties Weihnachtsedition – Wenn das so weiter geht, dann stille Nacht (ich muss doch wissen, was die Kollegen abgeliefert haben)

Abgebrochen: 6

  • Garry Disher – Gier (Hörbuch)
  • Bernard Cornwell – Das Zeichen des Sieges (Hörbuch)
  • Michael Stavarič – Stillborn & Böse Spiele
  • Benjamin Myers – Offene See (Hörbuch)
  • Elizabeth Strout – Die langen Abende

30. Dezember 2020 / Fazit

Das war´s für dieses Jahr, ich mach jetzt den Sack zu. Am 1. Januar geht es mit der Lese-Challenge 2021 weiter, hinzu kommt noch das Projekt „The Dark Tower“. Meine Reise mit Roland, dem Revolverman beginnt auch im neuen Jahr, das ist einer meiner Vorsätze. Aktuell habe ich 1 von 16 Graphic-Novel-Bänden gelesen.

Wie jedes Jahr um diese Zeit werfe ich einen Blick zurück, und einen voraus. Ich mag den ersten Januar, ich schreibe dann eine lange Liste mit Vorsätzen, so manches kriege ich tatsächlich hin. Corona bedingt habe ich dieses Jahr viel Weltflucht betrieben. Meine persönliche Challenge, also 52 Bücher in einem Jahr zu lesen (eins pro Woche) habe ich locker geschafft. (Ich habe eben auch Rory Gilmores Leseliste aktualisiert, nur der Vollständigkeit wegen).

Mein Fazit? Dieses Lese-Jahr war dominiert von Stephen King, gelesen von David Nathan. Die beiden haben mich noch mal ganz neu fürs Lesen und das Medium Hörbuch begeistert. Die letzten Tage habe ich mir noch „Der Hobbit“, gelesen von Gert Heidenreich angehört. Gert Heidenreich kommt nun auf meine Liste mit den hervorragenden Hörbuch-Sprechern. Großartig.

Jedenfalls.

Ich will also auch in neuen Jahr meinem „Stapel ungelesener Bücher“, kurz SUB beikommen. Ich weiß jetzt schon, dass ich wieder viel dazu kaufen oder in der Bücherei ausleihen werde. Das ist okay. Die Challenge lautet also erneut: 52 Bücher in einem Jahr lesen. Vielleicht schaff ich es den SUB mal unter 40 zu drücken. Wer weiß. 😉

Wir lesen uns, ja?

Caro

Link: Lese-Challenge 2016

Link: Lese-Challenge 2017

Link: Lese-Challenge 2018

Link: Lese-Challenge 2019