Peanut Jones an the illustrated City

Peanut Jones / Rob Biddulph

Ich hab die Sache nun mit Schwester Innerlich ausdiskutiert. Ich male mit Rob Biddulph, seit Beginn der Pandemie, wöchentlich ein niedliches Bildchen. Ja, da brauche ich auch seinen Debüt-Roman. Selbst wenn das gute Stück noch nicht auf Deutsch erhältlich ist. Nun ist das Buch angekommen, großes Format, gebunden, wundertoll illustriert, auch das Layout ist eine herzliche Einladung. Ich freu mich. Mein SUB wächst, statt das er kleiner wird, aber das Problem besteht seit Jahren, da kommt es jetzt auch nicht mehr drauf an. 😄

  • Peanut Jones an the illustrated City
  • Rob Biddulph
  • Macmillan Children´s Books
  • Englische Ausgabe
  • ISBN-13 : ‎ 978-1529040524
  • Lesealter ‏: ‎ 9 – 11 Jahre

Superstar, author and illustrator Rob Biddulph dazzles in Peanut Jones and the Illustrated City, the first title in an adventure series for boys and girls of 8+. Fizzing with magic, danger, friendship and art, this exciting, funny, middle-grade debut is from the bestselling creative genius behind #DrawWithRob.

Some legends are born, some are drawn . . .

Drawing feels like magic to Peanut Jones. But art can’t fix her problems. Her dad has gone missing, and she’s stuck in a boring new school. Until the day she finds a unique pencil turbo-charged with special powers. Suddenly she’s pulled into a world packed with more colour, creativity, excitement and danger than she could ever have imagined. And maybe, just maybe, she might find out what happened to her dad.

Flohmarkt-Schätze

Stabilo 8770

Ich habe neue Stifte gekauft. Eigentlich sind es ganz alte, aber sie sehen wie neu aus. Das ist jetzt auch noch nichts Aufregendes, kein Stück, aber ich möchte trotzdem davon erzählen. Im Büro zeichne ich nicht von Hand und musste es auch nie. Ich habe es in der Berufsschule, vor 20 Jahren gelernt, da musste ich sogar eine Prüfung ablegen, aber im Beruf habe ich diese Fertigkeit keinen Tag gebraucht. Allerdings habe ich immer Entwürfe, Notizen und Zettel auf dem Tisch herum liegen, wo ich markiere, was zu tun ist, was schon erledigt ist und oft genug muss ich eine Handskizze anlegen um zu verstehen, wie ein Bauteil aussieht bzw. wie ich es dann bewehre. Ich brauche und benutze deshalb Holzstifte, wenn ich mir ganz viel Mühe mache, nehme ich sogar einen Papierwischer dazu, damit meine Notizen ordentlich aussehen. Damals, als ich in der Lehre war predigte mein Vater immer: „Der Plan ist die Visitenkarte des Büros.“ Und deshalb ist es wichtig, dass auch Skizzen ordentlich aussehen. 

Ganz grob bedeutet das, Beton ist grün, Mauerwerk ist rot und Abbruch wird gelb dargestellt. Ich brauch noch ein paar mehr Schraffuren und Farben, das würde hier aber zu weit führen. Jetzt brauchte ich neue Stifte. Das passiert regelmässig. 

Ich mag Flohmärkte. Wenn man stöbern darf und nicht gerade Pandemie ist, dann schlendere ich gerne herum, schaue grundsätzlich nach Büchern und im Besonderen nach einer Schreibmaschine. Ich warte drauf, dass ich DIE EINE noch finde, die meiner Sammlung fehlt. Das darf eine Underwood sein, oder auch eine Erika. Es muss aber eine mit diesen schönen, runden Tasten sein. Bei Schreibmaschinen aus dem englischen Sprachraum ist bei den Sonderzeichen sogar das @-Zeichen dabei, weil das angeblich ein altes Kaufmanns-Zeichen ist. Zumindest behauptet das Internet solche Dinge. Jedenfalls. Da Flohmärkte gerade passé sind, stöbere ich eben bei Shpock und Ebay herum. Ich fange mit den Schreibmaschinen an, wobei ich nicht einsehe, für ein schönes Stück 300 Euro zu bezahlen, aber das ist ein anderes Thema. „Geld mag dunkel“ – auch so ein Satz, den mein Vater geprägt hat. (Wenn der Geldbeutel zu ist, dann ist es in dem Fach drinne finster. You see?) Jedenfalls. 

Als ich da so herumstöberte, fand ich ein Stabilo-Stifte-Set für Architekten und Ingenieure. (Stabilo 8770) Frag mich bitte nicht, wie ich von Schreibmaschinen zu Holzstiften komme, mein Suchverlauf ist… ambivalent. Das Set ist in einem hübschen Schuber, sogar mit Aufsteller und innen drin ist eine Legende mit allen gängigen Schraffuren und Farbzuweisungen. (DIN 201) Laut Artikelbeschreibung ist das Ding von 1970. Es wird auch wahr sein. Es ist mir ein völliges Rätsel, wie man so ein schönes und praktisches Set kaufen kann, es dann aber nicht benutzt um es 50 Jahre später bei Ebay für´n Appel und ein Ei zu verkaufen. Meine Bedürfnisse sind immer relativ schnell geweckt, und ich musste das Set kaufen. Das hätte ich sogar gemacht, wenn nicht gerade Bedarf danach gewesen wäre. Ich habe dem Vadder die Stifte neulich gezeigt und er hat ganz feuchte Augen gekriegt, wegen Damals und so, in seinem Alter passiert ihm das jetzt öfter. Emotinal werden wegen altem Krempel. Er wollte sie haben, ich hab Nein gesagt, weil ich sie brauche und er sie bloß irgendwo hinlegt, wo sie weiter hübsch aussehen. Als Rentner markiert der keinen Beton mehr. Ich bin sicher, er hört auch wieder auf zu schmollen. Irgendwann. 

Schwan Stabilo 8770

Und dann: Mein Stephen King Projekt hat einen Dämpfer bekommen. Ich wollte Band 7 und 8 der Reihe „Der dunkle Turm“ kaufen. In der Buchhandlung meines Vertrauens kriege ich die Graphic Novels nicht, weil die nicht als Bücher, sondern als Zeitschriften geführt werden. Und beim Verlag direkt, heißt es schmerzhaft: „Ausverkauft.“ Das schreiben die einfach so hin, ohne Rücksicht auf meine arme Seele. Also musste ich wieder stöbern gehen und sehen, ob ich die Bücher irgendwo gebraucht herbekomme. Bis jetzt: Fehlanzeige. Menno. Jetzt muss ich doch tatsächlich Bücher von meinem Stapel ungelesener Bücher lesen, weil ich keine neuen (alten) Turm-Ausgaben kaufen kann. Grmpf. Probleme einer Bibliophilen. Schlümm. 

Stephen King – Der dunkle Turm als Graphic Novel

An der Stelle muss ich noch ausführen, und das verstehen nur die ganz hartgesottenen Leser, dass die ersten vier Bücher der Reihe im Heyne-Verlag erschienen sind. Ab Band 5 steht dann Panini Comics auf dem Buchrücken, und deshalb sieht die Reihe im Regal nicht ordentlich und einheitlich aus. Mein innerer Monk ist also eh schon am ausflippen. Mal abgesehen davon, dass man die Panini-Ausgaben nur angucken muss, dann flattern die schon auseinander. Die Buch-Bindung ist Mist. Und jetzt soll ich von den Taschenbüchern zu den Hardcovern wechseln? Nein, einfach nein. 

Im Moment bin ich auf der Suche nach einer schönen Gesamtausgabe von Rilke. Bzw. sein Werk ist so umfangreich, dass eine solche Anschaffung mehrere Bände umfasst. Ich hätte gern alles von R. M. Rilke und wenn´s möglich ist, noch im Schuber. Da gibt es was vom Inselverlag, allerdings kriege ich das neu nicht her, also stöbere ich weiter. Ich hab ja sonst nix zu tun. 

Und du so?

Haul im April

 

 

Eigentlich ist es nur ein halber Haul, weil ich „Backfisch Alarm“ gewonnen und nicht gekauft habe. Aber sei´s drum, ich habe zwei neue Bücher auf dem SUB und bin auf beide sehr gespannt. (Liebe Susanne, das Buch aus deiner Verlosung ist gut bei mir angekommen, vielen Dank! Link: Wortgestalten) Jedenfalls. Letzte Woche war Dmitrij Kapitelmann in der Buchhandlung Grimm´s lesen & genießen zu Gast (wie das war, kann man hier nachlesen) und so bin ich überhaupt auf den Autor aufmerksam geworden. Der hat uns Zuhörer den Abend über charmant und sympathisch durch sein Buch geführt. Ich habe das Buch gekauft, natürlich auch signieren lassen – ich finde es schön, nach einem gelungenen Abend ein neues Buch mein Eigen zu nennen, das mich mit Unterschrift, Datum und Ortsangabe immer daran erinnern wird: Ich war dabei. Wenn du jetzt denkst: „Pft, wie blöd ist das denn? Vergisst du das ohne ein Servus im Buch?“ Ja, stimmt. Ich vergesse viel, wenn der Tag lang ist. Daher schreibe ich in meine Bücher und Notizbücher wann und wo ich sie gekauft habe bzw. von wem ich sie geschenkt bekommen habe. In den Notizbüchern steht der Zeitraum drin, von wann bis wann ich es genutzt habe, in meiner Lektüre das Datum, wann ich sie gelesen habe. Überhaupt, ein Buch ist für mich ein Gebrauchsgegenstand. Ich schreibe da viel hinein. Wörter, die ich nicht kenne, streiche ich an, um sie später nachzuschlagen. An den Rand kritzel´ ich dann die Definition. Passagen, die mir gefallen, unterstreiche ich. Wenn mir ein Buch nicht gefällt, markiere ich die Seite, auf der ich abgebrochen habe. Meist sogar mit einer Begründung, warum. Nur Eselsohren mache ich keine in meine Bücher. Ich bin ja mein Banause. 😉

Jedenfalls. Ostern steht vor der Tür, und ich habe schöne, neue Bücher im Haus. Das Wetter soll ja auch gut werden. Also liege ich auf den Balkon, mit Buch, Bleistift und einem Lächeln.

Ach, und das habe ich noch gekauft. Ein Spiel aus meiner Kindheit. Mit den Brüdern habe ich Stunden damit zugebracht, was sage ich: Wochen. Lange Mittage, die in den Abend übergingen und spät wurden. Mein Hotel ist total zerspielt, die Scheine abgegriffen, die Schachtel kaputt. Nun habe ich Shpock ausprobiert und prompt Erfolg gehabt. Ein gebrauchtes Spiel (quasi wie neu), dem man den Vorbesitzer nicht ansieht. Ich werde es zu Ostern verschenken und hoffentlich lange Mittage, die in den Abend übergehen, spielend verbringen.

Und wie gut die Bücher waren, erzähle ich dir dann nach Ostern.

~Caro

 

 

 

Stiftpalast

stiftpalast

 

Ich habe diese Woche einen Stiftpalast gekauft. Das klingt doch super, oder? Wieso, weshalb, warum – fragst du? Ich habe einen Ordner, in dem all meine aktuellen get-shorties-Texte drin sind. Das ist praktisch, weil ich dann nur den Ordner greifen muss, und los kann zur nächsten Lesung. Im März, zu Beispiel, habe ich insgesamt 7 Lesungen. Das heißt, ich schnappe den Ordner, fahre in der Weltgeschichte herum und wähle vor Ort einen Text aus, den ich genau hier* noch nicht gelesen habe, und verwenden kann. Es ist nicht unüblich, dass ich vor dem Auftritt noch mal rein lese und ein Wort, eine Passage ergänze, durchstreiche oder umschreibe. Dann, wenn ich eine Idee habe, beginnt das hektische Suchen.

Hab ich einen Stift dabei?

Kann mir jemand einen Kuli leihen?

Es gibt kaum etwas, das mich mehr nervt, als eine gute Idee/eine Formulierung im Kopf zu haben, aber kein Werkzeug um die Worte aufzuschreiben. Nun dachte ich, ein Stift im Ordner wäre die Lösung. Das Internet wußte Rat. Der Stiftpalast. Ich habe dieses Mini-Mäppchen, dass sich im Ordner abheften läßt, gefunden, gekauft und sofort für gut befunden. Das Ding ist handgemacht, der Stoff robust. Das Mäppchen ist flach, passt also auch in einen vollen, aber schmalen Ordner und bietet gut Platz für fünf bis sechs Stifte. Bei mir ist nun Bleistift, Kuli und Rotstift beisammen. Super praktisch für wenig Geld. Meine herzliche Empfehlung.

C.

 

PS* – Ich lese selten einen Text zwei Mal am selben Ort. Ich bemühe mich nach Kräften immer mit einem neuen Kurz-Text da zu sein.

Januar-Haul

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Büchertisch
Mein Lese-Jahr 2016 fängt schon sehr gut an. Am 11. Januar bin ich gleich eingestiegen mit Morgen mehr von Tilman Rammstedt. Das liest sich wunderbar und leicht, jeden Tag beginne ich mit einer Email und kichere noch vor dem ersten Kaffee vor mich hin. Die Figuren sind mir schon so nah als würde ich sie kennen und die Bilder und Gefühle, die Tilman in mir weckt, nach gerade mal zwei kurzen Wochen, lassen mich freitags laut ausrufen: Ich will mehr! Heute.

Aber Samstag und Sonntag macht der gute Mann Pause. Ich bin sehr froh, dass ich noch WOCHEN vor mir habe, mit Vater, Mutter, Dimitri und wer da eben alles noch dazu kommt. Ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß am lesen. Zuletzt dachte ich, ich finde keine guten Bücher mehr, die mich begeistern.

Letzte Woche habe ich mit den Jungs der get shorties Lesebühne eine Lesung in der Buchhandlung Wittwer, in Stuttgart gemacht. Ich war viel zu früh da, wie immer, und stöberte so durch die Stockwerke, in die verschiedenen Abteilungen. Um die Schreibwaren habe ich einen Bogen gemacht, dort finde ich immer was, und ich habe noch SO VIELE Notizbücher zuhause, die darauf warten, dass ich sie endlich voll schreibe, dass ich mir selbst verboten habe, weitere zu kaufen. Vorerst.

In der Buchhandlung nahm ich dann „Auerhaus“ in die Hand. Im Netz habe ich das orangefarbene Buch schon diverse Male gesehen, dachte aber jedes Mal: Selbstmord? Will ich so ein schweres Thema?

Ich nahm es also zur Hand und las die erste Seite. Die Kasse stand nur zwei Meter neben dem Regal, das ist doch Absicht! Jedenfalls, mit Seite 2 stand ich vor selbiger, zahlte und noch im Lesen suchte ich mir einen gemütlichen Platz in der Rolf-Benz-Lounge. Lümmel-Sofas hat es da. Ohne Witz, da ist es gemütlicher als bei mir daheim. Ich las also, vor meiner eigenen Lesung, die ersten 50 Seiten weg.

 

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Lesung in der Buchhandlung, Wittwer
 

Das orangefarbene Buch ist wirklich hübsch, Ausstattung, Schrift, Layout. Ich bin Legastheniker, ich habe wirklich Mühe mit alten Flohmarktbüchern, wenn die Schriftgröße 10 und der Zeilenabstand null beträgt, und der Text so auf der Seite verteilt ist, dass kaum Platz für die Seitenzahl bleibt, dann ist der Effekt Ich-sehe-nur-Buchstabensalat besonders schlimm. Dann muss ich oben und unten den Text mit einem Stück Papier abdecken, um die Zeile, in der ich gerade bin, lesen zu können. Hier nicht. Hier ist alles eine Einladung: Lies mich. 

Ich mag die Figuren, ich mag die Story, die vier Hauptfiguren waren mir von Seite 1 an sympathisch – wie gesagt, mein Lesevergnügen war lange nicht mehr so groß. Irgendwas hat diese Lese-Challenge mit mir gemacht. Ich habe Lust zu lesen, am Wochenende blieb der Fernseher aus, weil meine aktuelle Lektüre mich sehr begeistert.

Jedenfalls. Bov Bjerg hat einen leichten Stil. Das bedeutet nicht, dass er seicht schreibt. Sondern, dass er ein schwieriges Thema so gekonnt verpackt, dass ich als Leser nur so hindurch husche. Fernsehen und berieseln lassen ist einfach. Lesen, denken, dran bleiben ist (oft) mühevoll. Hier nicht. Ich hab noch das halbe Buch vor mir, und weiß jetzt schon: Es wird mir zu kurz sein. So müssen Bücher sein – ich will nicht, dass sie enden.

Irgendwann musste ich meine neue Lektüre weg legen, weil ich ja selber gefragt war. Frau Dutzmann-Schoch hat sich prima um uns gekümmert, die Handwerker stellten pünktlich zur Lesung ihre Sägearbeiten ein, die Stimmung war supi und die Lesung gut besucht. So mag ich das. Anschließend habe ich noch meinen Buch-Gutschein eingelöst und kam mit einem Meter Literatur nach Hause. Feinerle.

 

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Mein Januar-Haul
 

Zu meiner persönlichen Lese-Challenge 2016

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Stoffe-Haul

Gestern war ich in Pforzheim, da kann man prima Stoffe einkaufen. Ein bis zwei mal im Jahr kommt auch ein fliegender Händler, der dann zwei Wochen im Kaufhof seine Stoffwaren anbietet. Leider war ich zu früh dran, der Typ ist erst in zwei Wochen da. Ich muss wohl nochmals hin. Ich suche nämlich was hübsches, für ein Kleid. Ich habe aber dennoch ein paar Sachen gefunden. Das gibt jeweils ein T-Shirt.

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Oster-Haul

Ich war über Ostern am Chiemsee, da ist es schön. Und weil da zufällig meine Person* wohnt, und wir beide unheimlich gerne schreiben, lesen und somit auch über Bücher quatschen, waren wir zusammen einkaufen. Das ist dabei heraus gekommen.

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„Stolz und Vorurteil“ habe ich bereits gelesen und gesehen, aber spontan beschlossen, dass ich den Film besitzen muss. „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“ habe ich auch schon gesehen, fand den aber so klasse, dass ich nun viele Freunde nötigen muss, ihn nochmals mit mir zu gucken. Seit „Alles über Sally“ mag ich Arno Geiger, daher musste es auch mal wieder ein Buch von ihm sein. „Harold “ habe ich gestern angefangen und find es zu scheiße-brüllen komisch. Wenn der Autor das Ende nicht versaut, wird das Buch ein echtes Highlight in meinem Lesejahr 2015. Juhui.

 

**meine Person. Der Ausdruck stammt aus der Serie „Greys Anatomy“ und wenn wir das auf uns übertragen, dann ist E. Meredith und ich Christina.

Gedichtband – Haul

Berthold Brecht
Berthold Brecht

Ich wollte unbedingt ein Buch besitzen in dem das Gedicht Erinnerungen an Maria A. enthalten ist. Vor Jahren sah ich Harald Schmidt in der Büchersendung von Elke Heidenreich, und da sagte er dieses Gedicht auf. Ich dachte, wie cool ist das denn? Wobei ich es ganz grundsätzlich schön finde, wenn Menschen Gedichte (oder auch Songtexte) auswendig können. Mein Vater zum Beispiel, musste während seiner Schulzeit jede Woche eins lernen, und heute spuckt sein Langzeitgedächtnis bei jedem Thema was passendes aus. Ich musste in meiner Schulzeit nur wenig auswendig lernen, und die paar Sachen sind Verschütt gegangen.

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Das einzige Gedicht, das ich auswendig kann heißt Rudern zwei und das auch nur, weil dieses Gedicht die Liebe – ganz ohne Kitsch – ausdrückt, nach der ich für mein Leben suche. Ich wäre gern jemand, der Shakespeare rezitieren kann. Oder eben Brecht. Erinnerungen an Maria A. Ich versuche das jetzt auswendig zu lernen, weil ich es schön fände, das im Repertoire zu haben.

Rilke
Rilke

Und als ich so dabei war, über Gedichte nachzudenken, stöberte ich mein Bücherregal von oben nach unten durch, was ich so habe, und was eigentlich noch dazu gehört. Rilke zum Beispiel. Ich stellte bei der Gelegenheit fest, dass eins der schönsten Gedichte überhaupt – Herbsttag – nicht in meinem Besitz ist. Ich habe also einen großartigen Haul hingelegt, und nun den ganzen Monat nur Gedichte gelesen. Was im krassen Gegensatz zu meiner aktuellen Lektüre steht, dem fünften Band von „Das Lied von Eis und Feuer“. Aber es hat ja keiner gesagt, dass mein Lesestoff eine homogene Masse sein muss. 🙂

Elke Heidenreich
Elke Heidenreich

Beim Stöbern fiel mir dann Erika in die Hände, eins der Bücher von Elke Heidenreich, dass ich vor Jahren zuletzt gelesen und geliebt habe. Also hockte ich mich auf den Boden vor meinem Bücherregal und las das ratzfatz weg. Einfach für´s Gemüt, weil das so eine bezaubernde Geschichte ist, das tat mir gut. Der Winter ist schon fast um, manch ein Sonnenstrahl wärmt schon ganz gut. Den Rest hat dann Erika für mich gemacht. In meiner Seele ist schon Frühling. 🙂

Haul im März

Eigentlich hatte ich, wie viele andere, den Vorsatz meine Buch-Käufe einzuschränken, weil mein SUB nicht nur ein Stapel ist, sondern eher ein Berg. Egal wie zackig ich lese, es ist unmöglich diesen Berg innerhalb eines Jahres erkennbar abzubauen. Daher versuche ich, den Berg nicht zu einem Gebirge anwachsen zu lassen. Ich weiß, was Gebirge mit mir machen. Die bloße Vorstellung schüchtert mich so ein, dass ich es ganz bleiben lasse und fern gucke. Schrecklich.
Jedenfalls.
Diesen Monat habe ich drei Sachen gekauft, einfach weil ich musste, und ich will dir davon erzählen. Bei Tumblr habe ich #Zentangles entdeckt. Farben, Strukturen und Muster faszinieren mich, ganz grundsätzlich. Ich weiß nicht genau warum, ich merke nur, das spricht mich an, das ist logisch und auf ganz eigene Weise schön. Nun tappte ich neulich in die Buchhandlung meines Vertrauens und fand das hier:

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Zentangle

Dazu sage ich nur: Meins. 🙂

Ich bin gespannt, ob ich jetzt unter die Miniaturkünstler gehe. Das wird super. Demnächst also mehr von meinen Versuchen Zentangles zu zeichnen.

Und dann habe ich noch das neue Buch von Martin von Arndt vorbestellt, das war heute in der Post. Ich habe schon einiges von ihm gelesen, „Der Tod ist ein Postmann mit Hut“ beispielsweise, zuletzt „Oktoberplatz“. Der Mann hat eine sehr poetische Sprache, da gerate ich ganz ins Schwärmen, also musste ich zu den Ersten gehören, die das Buch bekommen – damit ich es dir auch alsbald empfehlen kann.

 

Tage der Nemesis
Tage der Nemesis