Mein Lese-Monat Juli

Mein Lese-Monat Juli

Mein Lese-Monat Juli

  • Rudi Hurzlmeier & Harry Rowohlt – Lord Brummel ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Stephen King – Der dunkle Turm / Zwischenstation / Band 9 / Graphic Novel ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Elke Heidenreich – Männer in Kamelhaarmänteln (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Stephen King – Basar der bösen Träume (Hörbuch)⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Mona Frick – Küss mich in Rom (eBook) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Kris Brynn – Out of Balance 1 (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Kris Brynn – Out of Balance 2 (Hörbuch)⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Der Juli war sehr Hörbuch-lastig. Aber das bietet sich halt an, wenn ich im Auto unterwegs bin, zur Schreibbude, zum Beispiel. Und auch im Büro, wenn ich stupide Pläne falten muss, retten mich die Kopfhörer und ein gutes Hörbuch. Was hast du gelesen? Gab es diesen Monat eine Lese-Perle, hm? Rezensionen habe ich diesen Monat keine geschrieben, dazu fehlt mir die Zeit. Und mein Lese-Pensum wird sich auch wieder reduzieren. Zum einen, weil ich nicht mehr lockdown-bedingt permanent Zuhause hocke, zum anderen, weil ich gerade wieder nach Leotrim abtauche. Ich arbeite an der Drachen-Fortsetzung und versuche diese wage Idee, die in mir herum wabert, in einen Roman zu verwandeln. Jedes Mal wieder ein Kunststück, von dem ich vorher nicht weiß, ob es DIESES Mal wieder gelingt. Hinterher schaue ich immer ganz baff aus der Wäsche und kann mein Glück kaum fassen. Aber vorher… puh. Vorher ist es ein riesiger Berg, den ich Schritt für Schritt und Wort für Wort erklimmen muss. Aufs Neue. Wünsch mir Glück.

Mein Lese-Monat Juni

Mein Lese-Monat Juni
  • Fabian Neidhardt – Immer noch wach ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (Rezension)
  • Alice Miller – Bilder einer Kindheit ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Christa Wolf – Kein Ort. Nirgends ⭐️⭐️⭐️
  • Walter Tevis – Das Damengambit ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (Rezension)
  • John von Düffel – Der brennende See ⭐️⭐️⭐️
  • Peter Engel – Her Fritz ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (Rezension)

Und was hast du gelesen, hm?

Bei mir ging es auch mit meinem Projekt Stephen King bzw. The Dark Tower weiter. Nachdem ich die vergriffenen Bücher gebraucht und eins auch auf Englisch ergattern konnte, bin ich nun endlich mitten in der Geschichte angekommen. Rolands Vorgeschichte ist erzählt. Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste und der Revolvermann folgte ihm. Hab ich erwähnt, dass ich wegen der Turm-Reihe von Stephen Kind auch Robert Browning (auf Englisch) gelesen habe? Also auch das Gedicht „Childe Roland to the Dark Tower Came“. Gut, ich habe auch Shakespeare und Dickens gelesen. Diese Herren kommen bei Stephen King sowie bei meinem geistigen Mentor, John Irving, immer wieder vor. Was ich sagen will: Bücher und Geschichten sind wie ein Stein, den man ins Wasser wirft. Kreise und Wellen entstehen, alles breitet sich aus. Ein Buch führt zum anderen und zum nächsten. Und das finde ich sehr, sehr großartig.

Projekt Dark Tower

Mein Lese-Monat April

Lese-Monat April 2021

Mein Lese-Monat April 2021

Katharina Hartwell – Die Silbermeer Saga 1 „Der König der Krähen“ ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Fantasy wie sie meiner Meinung nach sein sollte. Edda erinnert sich nicht an ihre frühe Kindheit, lebt an der Küste, wo sie eindeutig nicht hingehört und als ihr Bruder verschwindet, beginnt ihre Reise. Das Buch zeichnet sich durch Einfallsreichtum aus, ohne Effekthascherei, es hat diesen Sog, schon ab der ersten Seite. Ich fiel in diese Welt rein, es war schön und poetisch, spannend und nicht vorhersehbar – für mich ein wichtiges Kriterium. Nicht zu wissen oder zu ahnen wie das ausgeht. Ich freu mich sehr auf Band 2. Der liegt hier schon bereit.

Melissa Dinwiddie – The Creative Sandbox Way ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich habe das Buch gelesen, aber noch nicht alle Aufgaben bearbeitet. Nach jedem Kapitel kommt ein „Writing Prompt“ und die Aufforderung zu doodeln. Ich habe den Blog von Melissa Dinwiddie vor einigen Jahren schon entdeckt und ihre abstrakten Doodle-Bilder sprechen mich sehr an. Bei jedem Motiv denke ich wehmütig: Ich wünschte, das wäre von mir. Auf Instagram schaue ich mir immer wieder ihre Videos, die sie „Doodle-Cam“ nennt, an. Das ist quasi Meditation auf Papier. In ihrem Buch setzt sie sich ausführlich mit dem „creative hunger“ auseinander. Ich übersetze das jetzt mal ganz plump: Kreativer Hunger. Also das Bedürfnis sich in irgendeiner Form auszudrücken. Damit einher gehen aber auch Ängste: nicht gut genug/wer will das sehen? So in der Art und mehr. Ich kenne das sehr gut. Ich will ja, bin aber manches Mal blockiert. Melissa schildert also die Probleme und schlägt Lösungen vor, damit umzugehen. Auch da holt sie mich vollkommen ab. Aber es ist ja nicht damit getan, ein einzelnes Buch zu lesen, und dann hat man nie wieder Probleme. Sie schreibt das auch so. Das ist eine lebenslange Aufgabe. Das zu wissen hat etwas sehr Tröstliches, ich lerne das gerade: Wenn ein Bild/Text/Kreativ-Dings vermeintlich missraten ist, dann blättert man eben um und fängt neu an. Nicht jedes Werk, dass man anfängt, wird ein Meiserwerk. Aber wenn man nichts macht und die „Gremlins“ gewinnen lässt, kommt auch dabei kein Meisterwerk heraus. Dranbleiben bedeutet: Üben, besser werden, umgehen lernen mit dem eigene kreativen Hunger. Und dabei hat mir dieses Buch sehr geholfen. Das gibt es leider nicht auf Deutsch, aber es liest sich so sympathisch und leicht, dass ich auch die englische Ausgabe herzlich empfehlen kann.

Start fresh!  

Harry Rowohlt erzählt sein Leben von der Wiege bis zur Biege (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ringelnatz und ich werden wohl keine sehr guten Freunde mehr werden. Ich hab schon mehrfach versucht ihn zu lesen und wurde aber nicht warm mit Daddeldu und co. Wenn mir Harry Rowohlt vorliest, dann gefällt es mir doch, er macht das so gut mit seiner Brummstimme, da höre ich gern zu. Christian Maintz ist mir, in diesem Arrangement zu humorlos, zu trocken. Ich glaub, dass ist ein ganz ernsthafter Mensch. Und wenn ich mir die CD so anhöre, klingt er, als stünde er sich selber im Weg. Aber so ist das vermutlich, neben Harry. Da wirkt wohl jeder ein bissle steif. Da kann der Maintz gar nichts dafür. 😉

Stephen King – Der Dunkle Turm Graphic Novel Band 6 „Die Reise beginnt“ ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

R. M. Rilke – Das Stunden-Buch (eBook) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

C. S. Lewis – Über die Trauer ⭐️⭐️⭐️⭐️

Vor Jahren war ich mal bei einem Schreibseminar und jede*r hatte, wie das so ist, Bücher dabei, über die wir dann gesprochen haben. Nun trieb mich die Suche nach einer bestimmten Textstelle um und ich las „Über die Trauer“ um diese zu finden. Ich fand sie nicht im Buch, sondern im Internet, weil besagter Text von Epikur ist und nicht von C. S. Lewis. Sei‘s drum, jetzt hab ich das Büchlein vom SUB runter gelesen, das ist doch auch was. Ich weiß aber nicht, ob ich diesen Text jemandem weiter empfehlen würde, der gerade in Trauer ist. Vielleicht etwas später. Lewis betrachtet sein eigenes Leiden, und ist genervt von sich selbst und versucht eine andere Perspektive zu finden. Ich habe einige Textstellen markiert, weil sie mir gut gefielen und weil ich auch schon so empfunden habe. Es ist ein großes Glück, wenn man sich in Büchern wiederkennt, das macht das Lesen (unter anderem) für mich aus.

Walt Whitman – Grashalme / abgebrochen

Aus Gründen.

Und was hast du gelesen?

Lese-Monat März

Mein Lese-Monat März 2021

Für meine Verhältnisse habe ich nicht viel gelesen. Aus Gründen. Ich arbeite viel, stressbedingt ist mir konstant schwindelig und die Gesamtsituation setzt mir zu. Ich will keine Nachrichten mehr gucken, ich habe den Eindruck, dass alle Informationen nur noch ein paar Stunden gültig sind. Dann spielen unsere PolitikerInnen Maßnahmen-Roulette und plagen mich (uns) mit neuen Beschlüssen ohne Sinn und Verstand. Jedenfalls.

Ich höre immer noch „ES“ gelesen von David Nathan. Wenn es die Kombination aus Stephen King und David Nathan nicht gäbe, man müsste sie erfinden. Ganz dringend. Das Buch ist großartig. Selbst, wenn King jetzt auf der Schlußgeraden noch das Ende verkackt, kann ich sagen, dass „ES“ das Potenzial zum Lieblingsbuch hat. Bisher sind auf dieser Pole-Position alle Romane von John Irving, aber dieses Podest wackelt gerade gehörig. Ich hab jetzt einige Sachen von King gelesen bzw. gehört und die ganze Sache wurde besser und besser. Ich meine die Bill-Hodges-Trilogie, als Beispiel. Oder „Das Institut“. Und „Der dunkle Turm“ sowieso. Und meine aktuelle Lektüre ist spannend und vielschichtig. Sie ist komplex und authentisch. Ich staune und bin völlig begeistert wie King diese sieben Persprektiven der Hauptfiguren aufeinander aufbaut und die Geschichte in zwei Handlungssträngen nebeneinander herlaufen lässt: 1958 und 1985 und alles ist verbunden. Und dann noch David Nathan, der Pennywise seine Stimme verleiht. Es ist kein Hörbuch, viel mehr ein Hörspiel. Jeder Charakter hat seine eigene Stimme. Und wenn ich mit dem Buch durch bin, fange ich einfach noch mal von vorne an. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Jedenfalls.

Ich habe nicht viel gemalt oder gedoodelt in letzter Zeit. Der Schwindel, der meine Rübe beherrscht, hat das verhindert. „Wenn mir der Helm kreiselt“, wie wir in meiner Familie dazu sagen, weil von 5 Personen 3 daran leiden, dann dreht sich das Zimmer und auch mein Hirn um die eigene Achse. Allerdings in zwei unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Deshalb bin ich auch mit den Draw-with-Rob-Videos nicht auf dem Laufenden. Aufs Handy oder nach unten auf ein Buch zu gucken, macht die Sache schlimmer. Aber ich habe das Activity-Book fertig ausgefüllt. Das Buch ist noch letztes Jahr erschienen, ich glaube, es gibt inzwischen drei oder vier Nachfolge-Bände. Allerdings habe ich hier noch zwei Malen-lernen-Bücher von Kritzelpixel und ein Kreativ-Buch von Sinah Birkner hier. Und ich werde erst die ausmalen, bevor ich wieder was Neues kaufe. Wer meinen Instagram-Feed verfolgt, weiß wie gern ich die kleinen Motive von Rob nach doodle. Ich hatte und habe immer noch viel Spaß mit seinen Videos und fand auch das Buch gelungen. Das Papier ist dick genug um die Übungen im Buch mitzumachen. Da es für Kinder gedacht ist, die ihre fertigen Werke gern an die Kühlschranktür hängen wollen, ist das Papier auch perforiert, damit sich die Seiten leicht heraus trennen lassen. Die Anleitungen sind, wie auch in den Videos schlicht und leicht nachzuvollziehen.

Ich werde ja regelmäßig gefragt, was denn meine Bilde sollen und ob ich anstrebe, meine Bücher irgendwann selbst zu illustrieren, ob ich damit Geld verdienen will. Letzteres Frage klingt immer etwas mitleidvoll, so als ob ich ganz schlechte Chancen hätte, das zu verwirklichen mit meinen Talenten. Ich sehe das so (und das gilt für alle meine Hobbys): Ich mache Sachen. Lesen, malen, puzzeln, Origami falten. Was auch immer. Ich mache sie, weil sie mir Spaß machen. Ich kann nicht genau erklären, warum es mich in bestimmte Richtungen zieht, warum ich mich für Japan interessiere, für Vulkane, für Bonsai-Bäume und Kampfkunst. Ich weiß, dass es so ist, und gebe dem nach. Häkeln finde ich total fad. Kann ich nichts mit anfangen, interessiert mich nicht, daher werde ich es auch nicht lernen. Ich bin wohl nicht zu doof dafür, nur zu wenig interessiert. Unter allen Sportarten, die ich schon ausprobiert habe, und allen Dingen, die ich regelmäßig mache, ist mir Joggen die liebste Bewegungsform. Das bin ich, das kann ich gut. Ich bewege mich, bin an der frischen Luft, gebe meinem Drang mich zu bewegen und meiner inneren Unruhe nach. Aber ich muss an keinem Wettbewerb teilnehmen, ich muss mich nicht mit jemandem messen, ich brauche keine Medaille, ich muss nicht die Beste sein. Weder beim Origami falten, noch beim Joggen und auch nicht beim malen. Ich habe keinen Leistungsdruck, ich mache ihn mir auch nicht. Meine einzige Motivation ist der Spaß an der Sache. Ich muss keine Profession daraus machen, kein Geld verdienen. Wenn ich ein Puzzle zusammen gelegt habe, kommt es am Schluß, wenn ich fertig bin, wieder in die Schachtel. That´s it. Falls es dir ähnlich geht, und du einfach aus Spaß an der Freude malen möchtest, dann empfehle ich herzlich die Videos und Bücher von Rob Biddulph. Einfach so.

Rob Biddulph – Draw with Rob ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Erich Kästner hatte Geburtstag. Im Februar. Da habe ich festgestellt, dass mir „Das fliegende Klassenzimmer“ im Regal fehlt. Kästner mag ich seit meiner Kindheit, jetzt habe ich das wieder aufgefrischt. Ich bin überrascht wie akkurat das Buch verfilmt würde, aber das nur am Rande. Kästner hat in seinen Büchern das (für mich) richtige Maß an kindlicher Magie. Eine Welt, in der die Kinder zusammen halten, alles noch eine Art Zauber innehat und ich meine jetzt nicht das Genre Fantasy oder magischen Realismus. Ich meine die Art Geschichte, in der das Gute am Schluss siegt. In diesem Fall, beim fliegenden Klassenzimmer wird es am Schluß kurz kitschig. Das verzeihe ich ihm aber, weil es so gehört. Eine zeitlose, schöne Geschichte über kluge und mutige Freundschaften. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Die Erfindung der Sprache“ erinnert mich ein bisschen an „Was man von hier aus sehen kann.“ Letzteres hat auch Lieblingsbuch-Potenzial. Ich liebe es sehr, habe es mehrfach gelesen (und gehört), kann man auch nachlesen, hier nämlich. Die Geschichte um Adam, der seinen verschwunden Vater sucht, und dessen schrullige Familie hat viel Schönes. Anja Baumheier erklärt ihren LeserInnen, Achtung, das hier ist die Heldenreise und so läuft das ab. Wenn man mit dieser Erzählform vertraut ist, weiß man, was auf einen zukommt. Ich fand die Schrullen von Adam liebenswürdig, als Figur kriegt er und seine Familie mein ganzes Herz. Ich bin selber im Asperger Apektrum, seine Listen und seine Liebe zu bestimmten Zahlen kann ich nachfühlen, vielleicht sogar besser als gut für mich ist. 😉 Mit den Wortkreationen, mit den sehr langen Erfindungen und Neuschöpfungen hatte ich ein bisschen Kummer, aber das ist Geschmackssache, das ist kein wirklich objektiver Kritikpunkt. Einzig das Ende kam mir etwas zu wohlgefällig daher. Das kann ich aber nicht spoilerfrei erklären. Ich hab es gern gelesen, kann es auch herzlich weiter empfehlen, gebe aber aus Gründen nur vier ⭐️⭐️⭐️⭐️.

Lese-Monat Februar

Lese Monat Februar 2021

Ich bin schon wieder spät dran, der März ist fast um und ich komme hier noch mit meinem Lese-Monat Februar angelatscht. Interessiert es dich noch? Ich hoffe doch. Jedenfalls. Dieses Jahr, samt Pandemie und Gesamtsituation ist eine Zeit der Extreme. Aktuell arbeite ich viel, aus Gründen, und die Zeit rast dahin. Ich mit ihr, in meinem Hamsterrad. Ich komme überall zu spät, nicht nur in meinem eigenen Blog. Also, hier ist meine Februar-Lektüre.

Stephen King – Band 3 / Verrat (Graphic Novel) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Stephen King – Band 4 / Der Untergang Gileads (Graphic Novel) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Die Graphic Novels begeistern mich sehr, überhaupt bin ich im King-Fieber. Man kriegt noch mal einen ganz anderen Einblick in das Turm-Universum. Ich kann das nicht spoilerfrei erklären, weiß aber jetzt, warum das Horn des Arthur Eld so wichtig war. Vermutlich wusste ich das früher schon, als ich die Romane gelesen habe, allerdings ist diese Info irgendwo auf dem Weg hier her verschütt gegangen und jetzt weiß ich es wieder, und das freut mich. Aktuell höre ich noch „Es“, das Buch ist umfangreich, gefühlt lausche ich schon vier Wochen, und es dauert wohl nochmal so lange, bis ich das Abenteuer bestanden habe. Ich finde es großartig wie Stephen King die Geschichte aufbaut und aufdröselt, schließlich sind es sieben Hauptfiguren, und eine Ansicht nach der anderen bzw. ein Ereignis baut auf das andere auf, es ist ganz logisch und schlüßig und spannend und detailreich. Da ist nichts unnötig, nichts zu viel, eins führt zum anderen, wie ein rauschender Fluß. 

Jenny Colgan – Die kleine Sommerküche am Meer ⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich kenne Jenny Colgan als Kinderbuch-Autorin, ich liebe ihre „Polly and the Puffin“ Reihe sehr. Ganz wunderbare Geschichten für Kleine und Große; die vier Bücher kann ich herzlich empfehlen.

Jenny Colgan schreibt offensichtlich in mehreren Genre, warum auch nicht? Ich weiß nicht, warum man AutorInnen da so festnagelt, nach dem Motto, wenn du spannend Leute abmurksen kannst, dann kannst du keinen Humor haben oder wenn du für Kinder schreibst, sind deine Themen zu banal für richtige LeserInnen. Alles Blödsinn, IMAO. Wenn jemand richtig gut Pizza bäckt, trau ich demjenigen auch einen lecker Nachtisch zu. Jedenfalls. 

Ich bin regelrecht durch das Buch geflogen, fand die Figuren und den Schauplatz toll, ich musste auch ein paar Mal herzlich lachen, weil das Ganze noch mit einer Prise schwarzem Humor gewürzt war, und damit kriegt man mich eben. Schön und lustig. Dieses Buch lag nun schon ewig auf meinem SUB und hat mich im Februar besonders angelacht. Aus Gründen. Verreisen, zumindest auf Papier, geht ja immer.

Pilcher – Stürmische Begegung ⭐️⭐️⭐️

Auf meinem SUB lag auch ein Pilcher-Roman, den ich gleich nach dem Colgan-Buch zur Hand genommen habe. Wenn schon Liebesschwüre und Kitsch, dann gleich richtig, oder? Ich habe zwei Liebesgeschichten geschrieben (London und Nina) und hatte einen ganz pragmatischen Gedanken: Wenn man in diesem Genre schreibt, sollte man wissen, was die anderen machen. Und Rosamunde Pilcher ist so ein Name, an dem kommt man nicht vorbei. Bei Liebe und co. denkt man unweigerlich an Pilcher. Ob man die Bücher nun gelesen hat, oder die Filme lieber mag. Sie ist wohl die Mutter aller… ja, was eigentlich? Ich habe Cornwall und Kitsch und ein Happy End erwartet. Jetzt ist dieser Roman aber kaum eine Liebesgeschichte. Bis zwanzig Seiten vor Schluß wartete ich darauf, dass da noch was kommt. Sie und er und das „glücklich bis an ihr Lebensende“. Das Buch ist solide geschrieben, aber mir fehlt so manches. Die Figuren blieben blaß, ich bin nicht so wirklich abgetaucht. Es trifft nicht ganz meinen Geschmack, aber das ist ja nur Meinung, kein Qualitätsmerkmal. Aber wenn mich eine*r nach Liebesglück in Buchstabenform fragen würde, dann würde meine Empfehlung einen anderen Namen tragen. 

Frank Berzbach – Die Schönheit der Begegnung Seite – abgebrochen 

Ich kenne Frank Berzbach sonst nur als Sachbuchautor und kann, als Beispiel „Die Kunst ein kreatives Leben zu führen“ herzlich empfehlen. Ich störe mich nicht an Leuten, die in verschiedenen Genre schreiben. Dachte ich zumindest. Das Buch lag jetzt ewig auf meinem SUB, und nun schnappte ich es mir und legte los. Im Untertitel heißt es „32 Variationen über die Liebe“. Schön und gut, dachte ich, klingt ja nett. Liebe – nach Colgan und Pilcher; da steck´ ich thematisch ja grad voll drin.

Bei der vierten Variation war ich genervt. Da entwickelt sich nichts. Mir war nicht explizit klar, dass ich eine Entwicklung brauche. Aber mit jedem Kapitel zurück an den Anfang zu müssen ist wie Mensch-ärgere-dich-nicht spielen. Ich gehöre normalerweise nicht zu den Menschen, die Brett und Figuren durch die Gegend werfen. Aber ich bin auch noch nie so oft raus geworfen worden. Während des Lesens wurde ich zornig, dann hab ich das Buch abgebrochen und in eine Ecke gepfeffert. Das geschieht selten. 

Es geht inhaltlich darum, dass er eine Frau kennen gelernt hat und erzählen will, wie sie sich begegnet sind. Und diese Story gibt´s dann in verschiedenen Variationen. Wäre ja eine hübsche Idee, eigentlich. Sie lernen sich kennen, steigen nach 5 Minuten miteinander ins Bett (was in meinen Augen sexuelle Anziehungskraft ist und noch keine Liebe, aber sei´s drum) und verkaufen mir dieses Verhalten dann also großes Liebes-Glück. Kann er ja meinen. Dann kommt eine Variation, sie sind beide für eine Woche in einem Religions-Seminar, irgendwas Katholisches. Statt hübsch keusch zu sein und zu beten, ficken sie. Auch das wäre für mich völlig okay. Aber dann werden Wörter wie Schwanz und Arsch schamhaft mit **** ausgeblendet. Ich verstehe sowas nicht. Was denken sich Verlag und Autor dabei? 

Wenn du Schwanz meinst, dann schreib das doch hin. Und wenn du dich für das Wort schämst, dann verwende was anderes. Ich habe also beim Lesen das Gefühl, dass der Autor beim Schreiben rote Ohren gekriegt hat, weil er im nächsten Satz schon wieder alles relativiert im Sinne: Alles ausgedacht. Ich bin so ein cleveres Kerlchen und ach so einfallsreich.

Echt jetzt? Dann spar dir das doch. 

Jede Variation endet damit: So begann es mit uns. Genau so. Nur diese eine, die ist ausgedacht, is klar, ne?

Also wenn man ein Buch in der Ich-Form schreibt, muss man dem Leser auch zutrauen, dass er das einordnen kann, also ob das biografisch ist oder nicht. Mir persönlich ist der Wahrheitsgehalt völlig schnuppe. Darüber denke ich nicht nach. Aber wenn der Autor hergeht und wie ein schlechter Taschenspieler alle seine Tricks verrät, sich sogar outet: Ich lüge dich an! Dann falle ich komplett aus dem Buch raus. 

In jedem Kapitel freuen sie sich, dass der jeweils andere das richtige Shirt anhat und den richtigen Musik-Geschmack. Das sie Christen sind, keine Drogen nehmen, und bumsen können bis zur Erschöpfung. Das muss ich nicht 32 Mal lesen. Wirklich nicht. 

Lese-Monat Januar

Mein Lese-Monat Januar war sehr Stephen-King-lastig. Ich denke, ich habe schon ein paar Mal erwähnt, das John Irving mein Lieblingsautor und geistiger Mentor ist. Stephen King macht ihm diesen Platz gerade streitig. Noch gewinnt Irving, aber insgesamt bin ich von King schwer beeindruckt. Ich kann noch so viel von ihm lesen, ich habe nie den Eindruck, dass er sich wiederholt. Seine Geschichten gleichen sich nicht, er hat seine Details im Griff, und ich tauche immer wieder völlig in seine Welt(en) ab. Ich glaube King ist ein großer Menschenversteher mit sehr viel Mitgefühl. Anders kann ich mir seine glaubhaften und tollen Charaktere nicht erklären.

Gut, David Nathan als Hörbuchsprecher (der Beste männliche Hörbuchsprecher, meiner Meinung nach) tut da sein Übriges. Ich war gleich heute in der Bücherei und habe mir das nächste Hörbuch ausgeliehen. Ich will ja nicht auf kalten Entzug gesetzt werden, mitten in einer Pandemie. Ich glaube, das ist doof. 😉 Jedenfalls.

Das Buch von Daniel Schreiber habe ich mal aus irgendeiner Bücher-Kiste mitgenommen und auch nur deshalb, weil ich den Namen kannte: Er hat eine Biografie über Susan Sonntag geschrieben. Die habe ich (Asche auf mein Haupt) noch nicht gelesen, kenne aber Texte von Daniel Schreiber und dann dachte ich: Wird schon nicht verkehrt sein, dass Buch mitzunehmen. Nun ist es so: Ich habe mir für 2021 vorgenommen meinen Stapel ungelesener Bücher (kurz SuB) endlich Herr zu werden. das bedeutet, ich muss, statt dauernd neue Bücher zu kaufen, endlich mal die lesen, die ich Zuhause habe. Allerdings habe ich keine Lust mehr Bücher zu lesen, die mich langweilen. Ich möchte ganz klar sagen: Langeweile ist kein Kriterium. Das macht ein Buch nicht schlecht. Es bedeutet nur, dass ich nicht in der Zielgruppe dafür bin. Ich bin wahnsinnig ungeduldig, leide dauernd an Zeitmangel. Früher habe ich mich durch Bücher hindurchgequält, wenn ich dachte, dieses oder jenes sei „Bildung“, das müsse man… bla bla bla. Einen Scheiß muss ich. Im letzten Jahr habe ich sehr viel Stephen King gelesen bzw. gehört, und dabei festgestellt, dass mich kein Einziges seiner Bücher langweilt oder mühevoll zu lesen ist. Da war ich von Seite 1 an mit Begeisterung dabei. Und das hat dazu geführt, dass meine Ungeduld die Oberhand gewonnen hat. Wenn du dir meine Lese-Challenge anschaust, wirst du feststellen, dass die Liste mit den abgebrochenen Büchern (aus welchen Gründen auch immer) schon ziemlich lang ist. Ich lese 10% eines Buches, und wenn es mich dann nicht packt, lege ich es weg. Wie gesagt, das macht das Buch nicht schlecht. Ich habe keine Zeit und auch keine Lust mehr mich abzumühen. Lesen soll Spaß machen. Einen Zugewinn bringen. Ob nun Weltflucht, Input, Spannung oder Trost ist dabei egal. Nur anstrengend darf es nicht sein. Bzw. darf es schon, aber ich will das aktuell halt nicht mehr. Ich habe auch schon „schwere“ Bücher gelesen, die mich herausgefordert haben, die mich aus meiner Komfortzone geschubst haben, das ist alles ok. Aber wenn nichts in mir anklingt auf das geschriebene Wort, nein… dann hab ich keine Geduld mehr. Das war ein langer Prozess und er ist auch noch nicht abgeschlossen. Bei dem Buch von Daniel Schreiber habe ich mehrfach mit mir gehadert. Es ist nicht schlecht geschrieben, und mit seinen Ansichten über Alkoholismus hat er sicher Recht. Ich brauche auch keine Nabelschau oder den schonungslosen Seelen-Striptease eines Ex-Trinkers. Und dennoch, irgendwas fehlte hier. Es war seltsam distanziert, teilweise belehrend und ja sorry… langweilig.

Jedenfalls. Die Bücher, die mich begeistert haben, habe ich auch rezensiert.

In der Wortreich-Anthologie bin ich mit einer Kurzgeschichte vertreten, es wäre seltsam, das Buch zu rezensieren. Ich wollte wissen, was die KollegInnen des BvjA-Stammtisches abgeliefert haben und einige Texte kannte ich schon. Auch wenn ich befangen bin, kann ich das Buch gut weiter empfehlen: Abwechslungsreiche Kurzgeschichten von AutorInnen aus der Region. Support your local writer, gell.

„Der Anschlag“ war sehr, sehr spannend und eine komplexe Zeitreise-Geschichte ganz nach meinem Geschmack. Jake Epping kann (aus Gründen) in der Zeit zurück reisen und versucht das Attentat auf John F. Kennedy zu verhindern. Er landet im Jahr 1958 und muss die Zeit „absitzen“ bis 1963 und wie das Leben so spielt: Es wollen noch mehr Leute gerettet werden. Wer weiß schon auf wen man welchen Einfluß hat? Die Vergangenheit ist aber ziemlich bockig und will sich nicht ändern lassen. Großartig gelesen von David Nathan. 

  • Stephen King – Der Anschlag (Hörbuch, gelesen von David Nathan) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Stephen King – Der dunkle Turm Band 2: Der lange Heimweg (Graphic Novel) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • J. D. Salinger – Der Fänger im Roggen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Daniel Schreiber – Nüchtern ⭐️⭐️⭐️
  • Marc Bensch / Joachim Speidel – Wortreich Anthologie ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Katharina Konte – Zeichnen mit Watercolor Effekt ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Der lange Heimweg

  • Stephen King
  • Der dunkle Turm – Graphic Novel
  • Der lange Heimweg: Band 2 der Reihe
  • Heyne

Roland und sein Ka-Tet fliehen aus Hambry, mit herben Verlusten. Susan ist tot. Roland, Alain und Cuthberth versuchen nach Hause zu kommen. Ihre Verfolger sind ihnen aber dich auf den Fersen. Zu allem Übel: Rolands Geist ist in der Pampelmuse (Maerlyns Wahsager-Kugel) gefangen und dort begegnet er seinem schlimmsten Feind. Wähenrd er dort mit Marten kämpft, versuchen seine Kameraden Alain und Cuthbert den leblosen Körper von Roland auf ihrer Flucht mitzuschleppen. Was gar nicht so einfach ist. Während dessen begegnet der arme Sheemie, der den Dreien folgt und sich sich für den Tod von Susan verantwortlich fühlt, einem Ding… halb Zauberer, halb Roboter, der ihn foltert. (Wir befinden uns mitten in Band 4 der Roman-Reihe; Glas.)

Ich hatte hier kurz ein Problem. Marten, Rolands schlimmster Feind, spricht schwarz. Und ich meine das wörtlich. Seine Sprechblasen in den Panels sind weißer Text auf schwarzer Sprechblase. Das kenne ich aus einer anderen Reihe. Nämlich aus der Sandman-Reihe von Neil Gaiman. Dream spricht auch schwarz. Und es hat ein paar Seiten gedauert, bis ich meinen Fehler eingesehen habe: Dream schlägt nicht, er handelt kaum, er hat andere Waffen. Ich musste also zurück blättern, in dem Bewusstsein: Das ist nicht Dream, wir sind hier in einem anderen Universum. Mea culpa. 

Jedenfalls. 

Cover: Der lange Heimweg / Graphic Novel / Band 2 / Der dunkle Turm / Stephen King

Ich habe jede Menge Hintergrundwissen, durch die Romane. Daher lautet meine herzliche Empfehlung, falls du mit Roland und seinem Ka-tet durch Endwelt reisen willst, dann lies bitte erst die Romane. Ich glaube es fehlt wahnsinnig viel, wenn man diese Reise nur mit den Graphic Novels antritt. Auch wenn die Zeichnungen zu Geschichte düster und gewaltig und eindrucksvoll sind. Marten habe ich mir anders vorgestellt, die Roboter auch, und doch: Die Darstellungen passen sehr gut. 

Im letzten Drittel des Buches ist ein Lexikon-Teil mit Erklärungen zu Namen, Orten, und auch die Vorgeschichte: Rolands Vater und dessen Ka-tet.  Es ist wichtig das alles zu wissen, allerdings muss ich nicht extra erklären, dass ein Lexikon-Eintrag eine nüchterne Angelegenheit ist. Langweilig, quasi. Die Infos sind notwenig um die Story zu verstehen, aber den Teil zu lesen ist ein bisschen mühselig. 

Und damit komme ich zum letzten Punkt: Die Grundlage der Reihe stammt von Stephen King und aus den Romanen. Die Story und das Skript stammen von Robin Furth und Peter David. Jae Lee und Richard Isanove haben die Zeichnungen geliefert. Ich habe erst jetzt, mit dem Nachwort verstanden, wie sich hier alles verhält. Die Texte und Dialoge im vorliegenden Band stammen genau genommen nicht von Stephen King. Sie basieren auf den Romanen, genau gesagt aus „Glas“, dem vierten Roman der Reihe. Ich weiß nicht, ob man bei einer Graphic Novel von „adaptiert“ spricht, aber ich verwende das jetzt mal so, in diesem Kontext. Adaptiert wurde die Geschichte von Robin Furth und Peter David. Und das alles  wurde von Stephen King abgesegnet. 

Das weiß ich jetzt. Und du somit auch. FYI. 

★★★★★

Projekt; The Dark Tower

Stephen King
Stephen King – Der dunkle Turm

Ich habe drüben bei Instagram die Hashtags #ProjektStephenKing und #ProjektDarkTower entdeckt. Das passt super, da ich im letzten Jahr das Medium Graphic Novel für mich entdeckt habe und wieder sehr für Stephen King brenne. Vor vielen Jahren habe ich die Reihe „Der dunkle Turm“ gelesen, war schwer beeindruckt davon und die Geschichte hat mich auch sehr geprägt. Nun habe ich Lust die Reise mit Roland noch mal anzutreten. Dabei habe ich festgestellt, dass es zu den Romanen von Stephen King auch 16 Graphic Novels gibt und da ist es doch nur logisch, dass ich die auch lese. Ich empfinde die GNs als Ergänzung. Die bebilderte Geschichte ist toll, aber sie hat nicht die Tiefe, die ein Roman mit all seinen Details hat. Und wir sind uns hoffentlich einig, dass Stephen King seine Details im Griff hat. Also falls du jetzt noch nie von der Reihe gehört hast: Es sind 7 Romane, die ich dir herzlich ans empfehlen möchte, und leider nicht abgeschloßen, 16 Graphic Novels. Wie gesagt, eine schöne Ergänzung, meiner Meinung nach, kein Ersatz, kein statt dessen. Den ersten Band der GNs habe ich schon gelesen, inhaltlich steigt er bei den Romanen etwa Band 4 ein. Soweit ich das also überschaue, sind die GNs chronologisch erzählt und fangen am Anfang von Rolands Geschichte an: als er 16 ist und zum Revolvermann wird.

Jedenfalls. Dieser Beitrag enthält nur zwei Listen. 1. Das Gesamtwerk von Stephen King. Die Liste (und ich liebe Listen!) habe ich von Wikipedia. Die fett markierten Romane habe ich schon gelesen bzw. die Verfilmung gesehen. Mein Ziel lautet: Alle lesen. Eh klar, oder? Die zweite Liste beinhaltet die 16 Graphic Novels zum #ProjektDarkTower. Mein Status lautet: 10/16

Ich werde die Listen regelmäßig aktualisieren und meine Eindrücke dazu festhalten. Wenn du Lust hast mitzumachen, weil´s zusammen schöner ist, dann laß mir einen Kommentar da.

Caro

Stephen Kings Romane:

  • Carrie ⭐️⭐️⭐️⭐️ / FilmCarrie
  • Brennen muss Salem ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Shining ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ / FilmThe Shining
  • The Stand. Das letzte Gefecht / Film „The Stand: Das letzte Gefecht“ (1994) – currently reading
  • Nachtschicht
  • Dead Zone – Das Attentat
  • Feuerkind ⭐️⭐️⭐️⭐️ / FilmFeuerteufel
  • Cujo
  • Danse Macabre
  • Schwarz ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ / FilmDer dunkle Turm
  • Frühling, Sommer, Herbst und Tod ⭐️⭐️⭐️⭐️ / FilmDie Verurteilten“ (1994) / FilmStand by me“ (1986)
  • Christine
  • Friedhof der Kuscheltiere ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ / FilmFriedhof der Kuscheltiere“ (1989) / „Friedhof der Kuscheltiere“ (2019)
  • Der Talisman
  • Das Jahr des Werwolfs
  • Im Morgengrauen
  • Der Gesang der Toten
  • Der Fornit
  • Blut
  • ES / FilmEs“ (1990) / „Es – Teil 1“ (2017) / „Es -Teil 2“ (2019) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Die Augen des Drachen
  • Sie / FilmMisery“ (1990)
  • Drei ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Das Monstrum
  • Stark – The Dark Half
  • Langoliers / SerieLangoliers“ (1995)
  • Nachts
  • Tot ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • In einer kleinen Stadt
  • Das Spiel
  • Dolores ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ / FilmDolores“ (1995)
  • Alpträume
  • Schlaflos
  • Das Bild
  • Desperation
  • The Green Mile / FilmThe green Mile“ (1999)
  • Glas ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Sara
  • Das Mädchen
  • Atlantis ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ / FilmHearts of Atlantis“ (2001)
  • Das Leben und das Schreiben ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Achterbahn
  • Duddits ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ / FilmDreamcatcher“ (2003)
  • Friedhof des Grauens
  • Das schwarze Haus
  • Im Kabinett des Todes
  • Der Buick
  • Wolfsmond ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Susannah ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Der Turm ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Colorado Kid
  • Puls
  • Love / Serie „Lisey´s Story“⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Wahn
  • Sunset
  • Die Arena / SerieUnter the dome“ (2013)
  • Zwischen Nacht und Dunkel
  • American Vampire
  • Raststätte Mile 81
  • Der Anschlag ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ / Serie11.22.63 – Der Anschlag“ (2016)
  • Wind ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Joyland ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Doctor Sleep ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ / FilmDoctor Sleep“ (2019)
  • Ein Gesicht in der Menge
  • Mr. Mercedes ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ / Serie
  • Revival
  • Finderlohn ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Basar der bösen Träume ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Mind Control ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Gwendys Wunschkasten
  • Sleeping Beauties
  • Der Outsider ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ / Serie
  • Erhebung
  • Das Institut ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Blutige Nachrichten ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Später ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Billy Summers

(Die Liste ist unvollständig. Einige Kurzgeschichten-Bände und alle Pseudonyme fehlen.)

The Dark Tower (Graphic Novel)

  • Band 1: Der dunkle Turm ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Band 2: Der dunkle Turm – Der lange Heimweg ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Band 3: Der dunkle Turm – Verrat ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Band 4: Der dunkle Turm – Der Untergang Gileads ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Band 5: Der dunkle Turm – Die Schlacht am Jericho Hill ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Band 6: Der dunkle Turm – Die Reise beginnt ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Band 7: Der dunkle Turm – Die kleinen Schwestern von Eluria ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Band 8: Der dunkle Turm – Die Schlacht von Tull ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Band 9: Der dunkle Turm – Die Zwischenstation ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Band 10: Der dunkle Turm – Der Mann in Schwarz ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Band 11: Der dunkle Turm – Last Shots ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Band 12: Der dunkle Turm – Drei – Der Gefangene ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Band 13: Der dunkle Turm – Drei – Das Kartenhaus
  • Band 14: Der dunkle Turm – Drei – Die Herrin der Schatten
  • Band 15: Der dunkle Turm – Drei – Bittere Medizin
  • Band 16: Der dunkle Turm – Drei – Der Seefahrer

Traumjäger

Neil Gaiman & Yoshitaka Amano – Traumjäger

Ich habe das Buch gebraucht gekauft, weil ich es Neu nicht her bekomme. Zumindest nicht auf Deutsch. Nun war es heute in der Post und der unsägliche Mensch, dem ich es abgekauft habe, hat den Umschlag zerschnitten und das Buch mit Klebefolie eingeschlagen. Das bedeutet die beiden Falze vom Umschlag, die normalerweise im Buch sind, also wenn das Buch im Umschlag steckt, wurde abgeschnitten und innen eingeklebt. Himmel, wer macht sowas? 

OB DER MENSCH BESCHEUERT IST, hab ich gefragt.

Ich bin noch so empört über diese schändliche Behandlung, dass ich die Story gar nicht in Ruhe lesen kann. Ich frage mich wirklich, was stimmt denn mit dem nicht? Wenn der Umschlag beim lesen stört, dann kann man den doch beiseite legen. Ich bin sicher, dieses Exemplar Mensch stellt auch seine Kaffeetasse auf Büchern ab und macht braune Ränder drauf. Bäh. Oder stellt seine Bücher falsch rum ins Regal, wie so ein Wilder. Ach, der hat gar kein Regal, der stapelt die in die Wohnung, ohne Sinn und Verstand, also ohne Sortierung. Das sowas erlaubt ist, boah.  

So, geht wieder. Inzwischen habe ich das Buch in Ruhe gelesen. Das Wichtigste vorweg: Ich habe die Sandman-Reihe jetzt voll. Juhu. Vor vielen, vielen Jahren fing ich mit „Ewige Nächte“ an und meine Begeisterung hielt an. Ich glaube, die Reihe hat mich tief geprägt, was man in Leotrim finden kann, wenn man danach sucht. Jedenfalls.

„Traumjäger“ unterscheidet sich sehr von den anderen Bänden der Reihe. Dieses Mal erzählt Neil Gaiman ein altes, japanisches Märchen nach. Die Geschichte ist also streng genommen nicht aus seinem Universum entstanden, weist aber viele Parallelen mit seinem Sandman auf. Im Nachwort erklärt er, wie er beim recherchieren darauf gestoßen ist, wie sehr sich die Geschichten ähneln. Das bedeutet, als AutorIn kann man das Rad nicht neu erfinden. Was okay ist, offensichtlich.

Ich habe zwischendurch mal versucht heraus zu finden, was denn der Unterschied zwischen einem Comic und einer Graphic Novel ist, bzw. was die Graphic Novel ausmacht. Eine eindeutige Antwort habe ich nicht gefunden. Nur so eine Annäherung. Falls du mir das erklären kannst, bitte. Unten in den Kommentaren ist viel Platz.

„Traumjäger“ ist für mich, und ich sage das als Graphic-Novel-Laie, eigentlich Prosa. Eine Seite zeigt eine Illustration, gegenüberliegend ist der Text. Dieses Mal gibt es also keine Panels und keine Sprechblasen. Auch die Illustrationen unterscheiden sich sehr von den übrigen Bänden, was ich aber sehr spannend finde. Ein anderer Blick auf das gleiche Universum. Jede Seite ist ein Kunstwerk, allein damit kann man sehr viel Zeit verbringen und entdecken. Großartig.

Sprachlich ist es jetzt kein Glanzwerk. Einfach und schlicht, aber doch schön. Ich bin abgetaucht, für mich ist das wichtig. Und genug. Es geht um einen Mönch, einen Fuchs und einen Dämon (soweit ich das verstanden habe). Der Mönch lebt ein einfaches, angstfreies Leben in seinem Tempel. Allein, und zufrieden. Die Füchsin will ihm einen Streich spielen und aus seinem Tempel verjagen. Das klappt aber nicht. Und da er auf ihre List nicht hereinfällt, verliebt sich die Füchsin in den Mönch. Völlig logisch, oder?

Der Onmyoji ist neidisch auf den Mönch, er will seine nicht-angst haben und schmiedet deshalb Pläne den Mönch zu töten. Die Füchsin erfährt zufällig davon und will ihren Mönch beschützen. Eh klar, dass sie irgendwann auf den Traumkönig treffen, oder? Ich will gar nicht zu viel dazu sagen oder spoilern. Es ist eine schöne Liebesgeschichte, eine, die unmöglich ist, klar. Aber dennoch, schön.

Für mich heißt das, die Sandman-Reihe steht jetzt vollständig im Regal und lacht mich an: „Lies mich nochmal!“

Das mache ich auch, aber nicht jetzt. Jetzt würde ich gern meinen Lesekreis erweitern, mehr Graphic Novels entdecken, gerne auch ausserhalb des Fantasy Genre.

Empfehlungen, anyone?

~Caro

  • Traumfänger – Neil Gaiman (Autor) Yoshitaka Amano (Illustrator)
  • Taschenbuch : 126 Seiten
  • ISBN-10 : 3866076355
  • ISBN-13 : 978-3866076358
  • Herausgeber : Panini; 1. Auflage (13. August 2008)
  • Sprache: : Deutsch

Gefällt es dir hier?

Ich veröffentliche hier Kurzgeschichten, Rezensionen, Miniaturen. Was mich eben umtreibt. Wenn du mich unterstützen möchtest, dann gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum Beispiel; kauf (und bewerte) meine Bücher. Jeder Stern zählt. Komm zu den Lesungen der get shorties Lesebühne. Oder versorge mich mit Lese-Stoff, dann kann ich neue Rezensionen schreiben. Literatur leben, lieben, leisten. *it´s the Write thing to do.

Merci mit Knicks.

That escalated quickly

Neuzugänge im Oktober

Diese Woche waren wir vom BvjA-Stammtisch bei B. eingeladen, privat und zuhause mit Abstand und allem drum und dran. Es gab leckeren Kartoffelsalat und Seitenwürstchen, ein Gericht, dass ich mit Weihnachten verbinde. Ein Vorgeschmack quasi. In kleiner Runde diskutierten wir über Graphic Novels und ich fand es schwierig in Worte zu fassen, warum ich dieses Format mag, was genau mich daran anspricht. Die anderen fanden es teilweise zu viel, zu überladen. Ich kann die Kritik gut nachvollziehen, aber das gilt ja nicht für alle Graphic Novels. Die, die ich mitgebracht habe, stammen aus dem Fantasy-Bereich und sind tatsächlich sehr voll, sehr fulminant. Jedenfalls, ich bekam große Lust mich mehr damit zu beschäftigen und auch mal etwas ausserhalb meiner üblichen Lesegewohnheiten herum zu treiben. Falls du mir jetzt eine Empfehlung hast, immer her damit. Zuletzt habe ich die Graphic Novel „Die drei Leben der Hannah Arendt“ gelesen und fand es großartig. Sie immer in grünem Mantel, alles andere in Schwarzweiß. Eine eindrucksvolle, kluge Frau. Ich sollte überhaupt mehr von ihr lesen. 

B. hatte zuhause eine Kiste mit aussortierten Büchern, die sie spenden will. Sie fragte uns ob wir irgendwas davon haben wollen und na ja… sagen wir es so: That escalated quickly. 😉

Ich hab einiges aus der Kiste heraus genommen. Calvin und Hobbs ist aber nur geliehen. Weihnachten war dieses Jahr halt etwas früher. 🙂 Allerdings, mein Vorhaben meinen Stapel ungelesener Bücher endlich beizukommen, mache ich damit einen großen Strich durch die Rechnung. Jetzt ist mein SUB wieder höher als noch Anfang des Jahres. Huch. Aber das sind Luxus-Probleme, ne? (Meine Lese-Challenge, 52 Bücher pro Jahr zu lesen, kannst du hier nachverfolgen, wenn du magst.) 

~Caro


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