Autorenselfie 2021

Autorenselfie 2021

Das neue Jahr fängt schon gut an. Ich habe endlich ein T-Shirt, das meine ambivalente Seele vollkommen zum Ausdruck bringt und mein Sammelband macht sich gut da draussen. Nun bin ich gefragt worden: „Caro, was kann ich für dich tun?“

Ich kann keine Lesungen veranstalten, kann nicht raus um von meinem Roman zu erzählen, und so bleibt mir – wie allen Kreativ-Schaffenden nur eins: Mir ein riesiges Ausrufezeichen über den Kopf zu halten und online zu verkünden: „Du weißt es noch nicht, aber mein Roman ist genau das Richtige für dich! Wirklich.“ 

Also, falls du auch wissen willst, wie du mich oder deine LieblingsautoInnen generell, unterstützen kannst, so ist das relativ einfach:

  1. Kauf und lies die Bücher.
  2. Erzähl anderen davon.
  3. Verteile im Netz ein paar Sterne, egal wo. Und wenn du ganz fleißig sein willst:
  4. Schreib eine Rezension. Wenn´s dir gefallen hat, erzähl´s weiter. Wenn es dir nicht gefallen hat, sag es der AutorIn. Nach dem Buch ist vor dem Buch und wir lernen stetig dazu. Das funktioniert besser mit Austausch und Feedback. 

Und allen, die das schon gemacht haben sage ich: Herzlichen Dank. Ich weiß das sehr zu schätzen!

Caro 

Stimmen zum Buch

From Spring to Winter – London in Love

Als Autorin sollte man Leserinnen bewerten dürfen. Manche sind ja so engagiert die frohe Kunde vom neuen Buch zu verbreiten, schreiben dann noch lange Rezensionen und sind auch sonst ganz zauberhaft… ich möcht‘ ihnen ja eine Deluxe-Leser-Urkunde verleihen. Mit Sternchen und co. 

Jedenfalls. Ich habe hier mal ein paar Links zusammen getragen. Blog-Rezensionen, aber auch andere Plattformen, wo das gute Stück bewertet wurde und/oder zu haben ist. Aktuell ist mein Roman „Kindle Deal des Monats„, und das bedeutet: Günstiger. Falls du also noch Lese-Stoff für Ostern brauchst, oder jemandem noch was Schönes ins Osternest legen willst, dann greif noch schnell zu!

Blog-Rezensionen

Ich wünsche dir frohe Ostern!

Caro

Aquarellversuche #10

cmh Aquarell Bodensee
© Carolin Hafen

Bodensee / Bodman

Hier ist ein weiteres Bild, dass in meinem Aquarell-Kurs entstanden ist. Ich wusste erst gar nicht, wie ich anfangen soll und habe mich dann vom Himmel über das Wasser ans Ufer gearbeitet. Vor dem Fachwerkhaus ist ein Strauch und wie üblich, weil ich es nicht besser weiß, habe ich selbigen mit harten Kannten gemalt. Das sieht dann aus wie ein Kartoffel-Stempel-Druck. Aquarell ist aber leicht und fließend und ohne scharfe Konturen. Mein Kursleiter kam dann gleich gelaufen, und versuchte mich von weiteren harten Kanten abzuhalten.

Ein Satz, den er oft zu mir sagt, lautet: „Von hell nach dunkel. Nicht umgekehrt“. Das klingt auch logisch und vernünftig, das bedeutet aber nicht, dass ich das auch umgesetzt kriege. Ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich von dunkel nach hell malen will. Und dann bin ich ganz überrascht, dass es nicht klappt. Menno.

Insgesamt gefällt mir mein Werk aber sehr gut und ich finde das Ufer und die Bäume gelungen. Man sieht, dass ich besser werde, oder? Oder?

Caro

Schreiben ist Lügen mit Erlaubnis

Der Vater liest gerade mein zweites Buch. Er ist 74 und hat mit Drachen, Fantasy und fremden Welten nichts am Hut. Also bin ich gerührt, dass er sich durch meine Gedankenwelt müht. Er sagt, er sei beeindruckt. Nicht so sehr wegen der Drachen. Er erinnert sich an meine Schulzeit, als würde meine Schulzeit irgendwas über mich aussagen, über meine Interessen und Talente. Deutsch war nicht mein Lieblingsfach. Meine Aufsätze waren nicht so toll. Ich bin Legasthenikerin, zudem nah an der Wut gebaut, statt am Wasser wie andere. Ich habe nicht eingesehen, warum ich Dinge lernen soll, die mich nicht interessieren. Ich war nie eine schlechte Schülerin, nur unglaublich faul. Ich habe keine Hausaufgaben gemacht und dauernd bei anderen abgeschrieben. Ich habe keine Vokabeln gelernt und jeden Test mit einer Vier zurück erhalten. Das reichte mir völlig aus. Und nun kommt der Vater und meint, weil meine Aufsätze und Erörterungen das waren, was verlangt wurde, nämlich unkreativ, er mich nicht mehr erkennen würde. Er bringt das was ich jetzt schreibe, nicht mit der Tochter die ich mit 16 war, in Einklang. Zwischenzeitlich ist viel passiert. Wäre ich noch das trotzige Kind von damals, ich könnte mich wohl selber nicht leiden. Mir ist klar, er versucht mir ein Kompliment zu machen. Es klingt nur nicht wie eins.

Den Wunsch schreiben zu wollen, äußerte ich zum ersten Mal im Alter von 7. Kaum auszudenken, was gewesen wäre, wenn ich damals schon angefangen hätte. Wenn einer gesagt hätte: „Leg los, du darfst jetzt Geschichten erfinden.“ Das ich das darf, wusste ich nämlich nicht. Damals kollidierte ich dauernd mit dem Vorwurf: „Das erfindest du doch. Du lügst.“

Ein Beispiel einer typischen Unterhaltung mit mir, im Alter von sechs oder sieben Jahren:

„Welches Sternzeichen hast du denn?“

Ich: „Löwe“. (Subtext: Ich bin Jungfrau, die Brüder, sehr viel älter als ich, sagten Jungfrau sein ist doof. Ich wollte nicht doof sein, und welche Sternzeichen es noch gab, wusste ich nicht.)

„Aber du hast doch so spät im August Geburtstag, du kannst kein Löwe sein!“

Ich (Subtext: Warum kann ich mir das nicht aussuchen?): „Dann Affe.“

„Affe gibt´s nicht.“

Ich: „Pinguin?“

Kopfschütteln, unverständnis auf allen Seiten.

„Du bist ein merkwürdiges Kind.“

Ich: „Ja.“

Den Unterschied zwischen „etwas erfinden“ und „lügen“ habe ich erst sehr spät verstanden. Das heißt wiederum, die Erwachsenen um mich herum, haben mich nicht verstanden. Meine Lehrer beschwerten sich bei meinen Eltern über meine Lügengeschichten. Andere Kinder sagten: „Du spinnst.“

Und jetzt? Jetzt bin ich Schriftstellerin. Schreiben ist Lügen mit Erlaubnis. So nämlich.

~Caro