Fünf Partys

Ich muss diese Woche auf fünf Partys und heute ist schon Freitag.

 

So geht Jammern auf hohem Niveau. 🙂

Samstag werde ich nicht nur eine Lesung machen, sondern zwei. Hui. Das ist neu und aufregend und ich berichte hinterher, ob das eine gute Idee war. Aber der Reihe nach.

Ich habe eben eine Email-Benachrichtigung bekommen, dass die Serie „Wolf Hall“ mit Damian Lewis im deutschen TV läuft. Zwar erst im Februar [Link: Wunschliste], aber das kriege ich abgewartet. Im iTunes Store ist die Serie schon erhältlich, allerdings ohne Untertitel, und ich habe so eine Ahnung, dass ich ohne Untertitel absolut nüscht verstehe, weil alle so nuscheln und Dialekt schwätzet. Daher warte ich das mal geduldig ab.

Apropos Geduld, das neue Buch von John Irving (Avenue of Mysteries) ist seit heute erhältlich, der WeltWeitWald kann mir aber noch nicht sagen, wann das Buch auf Deutsch erscheinen oder wie es heißen wird. Das ist eine sehr traurige Geschichte. Da tröste ich mich solange hiermit:

Geduld ist nicht meine Stärke, ich habe schon „In einer Person“ auf Englisch gelesen, weil ich es nicht abwarten konnte, bis das Buch auf Deutsch erscheint. Später habe ich es dann noch auf Deutsch gekauft, der Trend geht doch eindeutig zur Zweitausgabe, nä.

Während meiner Schreibphasen lese ich eigentlich nicht viel, ich befinde mich derzeit mitten in Band 2 meiner Saga „Das Drachenvolk von Leotrim“. Der Arbeitstitel lautet derzeit noch „Drachenfeuer“, aber der Verlag und ich haben schon einen sehr hübschen Titel für das fertige Buch gefunden, der ist aber noch ganz, ganz geheim. Pscht.

Ich kann aber soviel verraten: Das Buch erscheint im April 2016. Das wird super, ist ja wohl klar. Jedenfalls. Ich lese in meinen wilden Schreibphasen nicht viel, derzeit eigentlich nur Neil Gaiman, die Sandman-Reihe. [Link Wikipedia Sandman] Heute habe ich mir Band 7 gekauft. Ich habe an anderer Stelle schon ausgiebig kund getan wie geil ich die Sand-Reihe finde. Ich bin sehr froh, dass ich noch viele weitere Bücher entdecken kann, wenn ich die zehn Bücher durch habe. Ich hoffe, ich kann zum Ende des Jahres dann einen Abschlussbericht liefern. Bei Büchern und Serien, die man lange verfolgt, ist das Ende ja unglaublich wichtig, im Sinne von „Verkack bloß nicht das gesamte Werk!“ Wer Lost gesehen hat, weiß genau was ich meine. Sechs Staffeln, und dann das. Ts.

Der dunkle Turm“ von Stephen King ist ein positives Beispiel, mit diesem Ende war ich sehr zufrieden. Jedenfalls.

Meine Lesungen. Samstag mittag sind die Shorties und ich in Ludwigsburg, im Akademiehof, von 14 Uhr bis 15.45 Uhr. [Link Raumwelten]

Ja, und weil das noch nicht reicht, sind die shorties und ich Abends noch in Marbach, im Cafe Provinz, ab 20 Uhr. Mal sehen, ob ich danach noch meine Stimme habe. Oder ob ich alles hin schmeiße und Prinzessin werde. Man weiß ja nie. Ich gehe aber wie immer davon aus, dass auch das alles super wird. (Was denn sonst?)

Da ich zwei Lesungen an einem Tag mache, bleibt noch ein Abend übrig um ins Kino zu gehen. Ich muss mir den neuen Bond Film angucken. Ich hoffe, die machen ne Pause zwischen rein. Wenn ich schon vorher weiß, dass das Drama 150 Minuten lang geht, muss ich ab Minute 3 aufs Klo. Dringend. Ich, immer.

~Caro

American Buffalo – The Play

Wyndham Theatre, London
Wyndham Theatre, London

 

Wirklich beeindruckt war ich von Tom Sturridge.

Hingegangen bin ich wegen Damian Lewis.

Eh klar.

Mit John Goodman bin ich aufgewachsen. Er war mir vertraut. Ich hab so viel von ihm gesehen, über die Jahre, dass ich nun dachte ihn zu kennen. Das ist natürlich Unsinn, nur weil man jemanden auf dem Bildschirm sieht, kennt man ihn noch nicht. Trotzdem hätte ich ihm gern gesagt, wie viel es mir bedeutet, dass er meinen Weg begleitet und es nun ein echtes Highlight ist, hier zu sein.

Damian Lewis spielte – wie immer – wahnsinnig körperlich. Ich habe von ihm alles gesehen, was in Deutschland erhältlich ist, ich weiß sehr wohl, was er spielt und wie. Ich hab ihn auch schon 2010 auf der Bühne gesehen.

Ein Beispiel.

Damian Lewis trägt diesen schrecklichen 70iger Jahre Anzug. „Teach“ versucht was darzustellen, sonst würde er so nicht rum laufen. Aber an einer Stelle ist der Saum gerissen, er sieht also verratzt aus, wie der Saum so heraus guckt, vorne. Und Damian Lewis bringt es rüber, dieses Zerrissene der Figur „Teach“ darzustellen. Er ist eine Witzfigur, unfreiwillig komisch. Und er weiß es nicht, so wenig wie er ahnt, dass sein Anzug ihn verrät. Es war großartig.

Tom Sturridge spielt Bob, es wird angedeutet, dass er eine Drogenvergangenheit hat, und man ist als Zuschauer nie sicher: Ist er clean? Seit zwei Tagen? Einen Monat? Sein Denken ist langsam. Er ist ein Verlierer, wie alle anderen. Und versucht… Ja was? Zu überleben, im Prinzip. Tom alias Bob liegt auf der Bühne, macht im Prinzip nichts und ist doch Präsent. Ich hab ihn angestarrt, habe versucht zu verstehen, was da passiert mit ihm, wer wen anlügt und warum. Mir war körperlich schlecht vor Aufregung. Das die Ganze Sache ausgehen muss wie sie ausgeht, ist eigentlich klar. Und wieder nicht.

Ich habe mir als Vorbereitung den Film American Buffalo mit Dustin Hoffman angesehen (Tom Sturridge als Bob und auch Damian Lewis als Teach gefallen mir deutlich besser).

Ich wollte wissen worum es geht, und das war gut so, die Dialoge sind wahnsinnig schnell, ich habe nicht jedes Wort verstanden, dafür reicht mein Schulenglisch nicht. Aber die Zusammenhänge, wer wen in die Pfanne haut, wären mir ohne die Vorbereitung entgangen.

So war es ein einmaliges Erlebnis.

Ich habe „nur“ von Tom Sturridge ein Autogramm. Damian Lewis und John Goodman haben sich anderweitig davon geschlichen. Das macht aber fast gar nichts. Es war ein toller Abend.

 

American Buffalo
American Buffalo

 

Tom Sturridge
Tom Sturridge

American Buffalo

American Buffalo
American Buffalo

Mein London-Ausflug rückt näher, die Aufregung wird größer. Der Countdown to London läuft.

Tick tack. Drei Tage; so viel vor, so wenig Zeit. Mit der besten Freundin habe ich jetzt abgemacht, dass wir uns den Film American Buffalo (mit Dustin Hoffman) von 1996 auf Deutsch anschauen, dann sind wir voll informiert worum es überhaupt geht, und wenn ich dann mit meinem lausigen Schulenglisch im Theater sitze, und nicht jedes Wort verstehe, ist es egal. Vermutlich habe ich aber nur Augen für Damian Lewis, und muss mich darauf konzentrieren, in der Öffentlichkeit nicht zu sabbern, oder grenzdebil grinsend flauschige Herzen zu produzieren.

Ich will auf jeden Fall gut vorbereitet sein. Damian Lewis also. Ich muss es nochmal schreiben. Damian Lewis. Das Tippen fühlt sich schon toll an. Ich weiß ja ungefähr wie das wird, ich war 2010 im West End, um mir „The Misanthrope“ anzusehen. Ja, ich war auch an der Stage Door. Ja, ich habe ein Autogramm gekriegt, ein Selfie (was für ein bescheuertes Wort) gemacht und ohne Scheiß: den Rest des Jahres hab ich nur noch gegrinst, selbst in Situationen, in denen es gar nichts zu grinsen gab. Mein Zahnarzt war sehr irritiert. Ich sehe, wenn ich glücklich bin, wohl ziemlich psychotisch aus. Ist mir aber egal. Habe ich eigentlich schon John Goodman erwähnt?

Ich bin mit John Goodman aufgewachsen. Er wird das nicht wissen, muss er auch nicht. Robin Williams wusste es ja auch nicht. Es gibt einfach ein paar Leute, die sieht man jahrelang in seinem Wohnzimmer, bis man zum Schluss meint, die gehören zur Familie. Die Serie „Rosanne“ ist da ein gutes Beispiel. Ich fand es als pubertierende Tochter meiner Mutter sehr wichtig zu sehen, dass Darlene ihre Mutter genauso anpflaumt wie ich meine. Ich kam mir dann nicht so alienmässig vor. Nun werde ich John Goodman also live sehen, mir war gar nicht klar – bevor ich Damian Lewis entdeckte – das man das mischen kann. TV-Rollen und Theater. Irgendwie dachte ich: Entweder oder.

Ich bin also gespannt wie ein Flitzebogen. Das wird super.

 

Links:

Imdb – American Buffalo

Theater – American Buffalo 2015

Mein London-Trip 2010

Suchergebnisse

Zur Zeit gelten die häufigsten Suchbegriffe nicht meinem neuen Buch, sondern Helen McCrory und Damian Lewis. Helen wird bei mir im Zusammenhang mit „Peaky Blinders“ gesucht – einer hervorragenden Serie des BBC.  [Link: BBC Two] Staffel 1 habe ich schon gesehen – sehr atmosphärisch, klasse besetzt! Staffel 2 habe ich vorbestellt, ich will nämlich definitiv mehr. Die Serie lief die letzten Wochen auch auf Arte.

Worum gehts? Birmingham in den 20er Jahren – Cillian Murphy ist das Oberhaupt der Familie Shelby, mit großen, kriminellen Plänen. Sam Neill steht ihm als Ermittler gegenüber. Es geht um Pferdewetten, viele Waffen und auch um die IRA.

Ich habe auch die erste Staffel von „Boardwalk Empire“ gesehen – die Serie spielt zur selben Zeit, ebenfalls in den 20er Jahren, allerdings nicht in England, sondern Amerika. Nucky Thompson war mir wahnsinnig unsympathisch, teilweise fand ich es auch etwas zäh, daher habe ich mit der Serie nicht weiter gemacht nach der ersten Staffel. Meine Empfehlung geht klar nach Birmingham.

Jedenfalls.

Die weiteren Suchbegriffe waren: Damian Lewis, Theaterstück und Autorin.

Ja, Damian Lewis kehrt ins West End zurück und spielt Theater. Das Stück heißt „American Buffalo“ und ja, ich habe Karten. Ich habe ihn 2010 in London, im West End in dem Stück „The Misanthrope“ gesehen und war sehr begeistert. Fernsehen und Theater sind einfach zwei grundverschiedene Dinge – auch wenn seine Präsenz als Darsteller im Film wie auf einer Bühne gleichermaßen eindrucksvoll ist. Ich kann es nur herzlich empfehlen, auf mal ins Theater zu gehen – ganz grundsätzlich, nicht nur im Fall von Damian Lewis.

Wenn jetzt der oder die Suchende meint, ICH hätte ein THEATERSTÜCK für Damian Lewis geschrieben, so finde ich diese Vorstellung toll, schmeichelhaft und auch eine ziemlich gute Idee. Ich habe schon mal ein Theaterstück geschrieben, mein Größenwahn ist umfangreich genug mir das zuzutrauen und ich persönlich bin der Meinung, das die Serie Homeland die erste Serie war, die dem Schauspieltalent von Damian Lewis angemessen war. Warum hat er die Rolle gekriegt? Die Autoren haben den Film Keane gesehen. Ich übrigens auch. Krass, sage ich nur. Sensationell, aber krass.

Hast du den Film noch nicht gesehen? Dann ändere das. Jetzt.

Countdown to London

 

 

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Theaterbesuch 2010 – The Misanthrope mit Damian Lewis

 

 

Freitags gibt es ein Freitagsfoto. Daran ändert sich hier auch nichts.

2015 verspricht viele tolle Dinge, das wird denkwürdig. Ich hoffe, ich kann in zwölf Monaten hier hin schreiben, dass alles so gekommen ist, wie angekündigt. Ganz sicher aber werde ich nach London fliegen, und zwar im Mai, um mir Damian Lewis in dem Theaterstück American Buffalo anzusehen. Die Karten sind gekauft. Ebenso die Karten für die Harry Potter Studio Tour. Ich werde also schwachsinnig „fangirlend“ durch die Stadt taumeln. Jedenfalls. Bis dahin werde ich jeden Freitag ein Foto von meinem letzten London-Trip präsentieren; meinen ganz persönlichen Countdown to London.

Film; The Crime (The Sweeny)

Ich hab mir heute diesen Film angetan. Warum? Weil Damian Lewis mitspielt und ich alles sehen muss, was er so macht und sei der Film noch so blöd oder die Rolle noch so klein.
Um es kurz zu machen. Es war unlogisch und sehr sinnlos. Der Film, nicht mein Vorsatz.
Jedenfalls. Falls du den Film noch nicht gesehen hast, ihn aber noch schauen willst, dann klick jetzt woanders hin, ich muss nämlich spoilern.
Da ist also der alte Sack und Chef von The Sweeny. Der hat offensichtlich Dreck am Stecken. Dann kommt ein Fall rein mit einem Bösewicht, der sich mit einem anderen Bösewicht zusammen tut. Soweit so gut. Der Eine von beiden raubt einen Juwelierladen aus und tötet sinnloserweise eine junge Frau. Ich hab nicht kapiert warum.
Der alte Sack schnappt sich den anderen Bösewicht, nichts ahnend. Dann legt er sich mit seinem Boss an und landet im Knast, also der alte Sack, nicht der Bösewicht.
Da kommt er irgendwie wieder raus, findet die Verbindung der Bösewichter (ich übrigens nicht) und dann macht er alles in John Wayne Manier kaputt.
Dann geht der Film von vorne los.
Klingt komisch, is aber so.

Ich hab mal, vor langer Zeit gelernt, das sich in einer Geschichte was entwickeln muss. Die Figur oder die Sache oder halt irgendwas. Es braucht einen Protagonisten und einen Antagonisten und ein Bedürfnis, eine Reise da hin und eine Entwicklung und dann kann man guten Gewissens „Ende“ drunter schreiben.
Hier entwickelt sich gar nichts. Es gibt ein bisschen hauen, stechen, schießen und einen schicken Damian Lewis im Anzug der hin und wieder durchs Bild laufen darf.
Ist wohl ein Männerfilm und mir fehlt irgendein Gen um den Film am Schluss als kurzweilig zu bezeichnen.