Lese-Monat August

Mein Lese-Monat August

Das war mein Lese-Monat. Ich habe ja schon ein paar der Bücher rezensiert. Ich würde gern noch was zu „Quiet Girl“ schreiben, aber dafür brauche ich mehr Zeit. Nur soviel: Ich fühle mich gesehen, verstanden.


Das Reportagen-Heft wäre soweit in Ordnung, rein inhaltlich. Aber das Layout der Zeitschrift ist so schlimm, dass es mir nicht möglich ist, dass bequem und mit Genuss zu lesen. Meine Legasthenie kickt da voll rein. Ich muss alles über und unter meiner aktuellen Lese-Zeile mit einem Blatt Papier abdecken, damit ich überhaupt lesen kann, was da steht. Ansonsten sehe ich da nur hüpfenden Buchstabensalat, das ist anstrengend und sehr, sehr unschön. Schade, wir werden keine Freunde. 

  • Hanns-Josef Ortheil – Schreiben über mich selbst ⭐️⭐️⭐️ [Link: Rezension]
  • Dr. Anne Fleck – Energy! ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Michael Morpurgo – Der Leuchtturmwärter und ich ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ [Link: Rezension]
  • Charlotte Blum – Das Fräulein vom Amt (eBook) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ [Link: Rezension]
  • Alexandra Stross – Natürliche Darmsanierung ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Debbie Tung – Quiet Girl ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Reportagen 62/2022 
  • QWERTZ 2/2022

Was hast du gelesen? Erzähl´s der Caro. 🙂

Das Fräulein vom Amt

Buchcover: Das Fräulein vom Amt

Ich lese selten Krimis und Thriller, weil ich es wenig unterhaltsam finde, wenn ein Täter sein Opfer jagt, blutrünstig ermordet und am Schluß ausweidet. In solchen Fällen reicht der Mord allein ja nicht aus, nein der Täter muss dem Opfer noch ein Schleifchen in seinen Darm binden und anschließend das Ohr abschneiden, um es zu panieren und sich schließlich zusammen mit einem Gläschen Rotwein einzuverleiben. Bäh bäh bäh. Selten bedeutet, hin und wieder versuche ich es dann doch. Wenn der Klappentext spannend klingt, ohne dass ich Alpträume davon kriege.

„Das Fräulein vom Amt“ ist so ein seltener Fall. Das Setting ist das Baden-Baden von 1922. Ich war erst kürzlich in dieser wunderschönen Stadt, erklomm auch den Michaelsberg und war ganz hingerissen von der Aussicht. Beim Lesen dachte ich also dauernd: „Da war ich schon!“ Jedenfalls. Eine Frau wird ermordet, die Polizei hält die Dame für eine Prostituierte und ermittelt nur mit mäßigem Interesse. Alma Täuber, das Fräulein vom Amt, hört bei ihrer Arbeit ein Gespräch mit, dass sie stutzen lässt: Hängt der Mord mit dieser schnarrenden Stimme zusammen?

Die Worte des Mannes lassen sie nicht mehr los, zudem meint Alma die Ermordete zu kennen. Sie beginnt eigenmächtig zu ermitteln, sie will etwas tun. Und ich begleite Alma überall hin: Zur Polizei, die sich für ihre Aussage nicht interessiert, zur Arbeit, nach Hause.

Alma lebt mit ihrer besten Freundin Emmi in einer kleinen Dachkammer, immer argwöhnisch beäugt von der Witwe Meier. Die Frauen gleichen sich aus, während Alma ruhig und besonnen ist, wirbelt Emmi lebensfroh durch die Gegend. Ich mochte diesen Kontrast, beide Frauen sind mir sehr sympatisch. Alma lässt dieser Mord keine Ruhe, sie ist auch in ihrem Ehrgeiz angefixt, sich selbst als Sherlock Holmes zu versuchen. Die Polizei verdient sicher keine Lorbeeren mit ihren Bemühungen.

Charlotte Blum hat mich schon auf der ersten Seite in ihrem Bann gezogen, es war spannend und atmosphärisch, eine gute Mischung. Alma wendet sich an Ludwig Schiller, einen Kriminalkommisarsanwärter, der einzige bei der Polizei, der ihren Aussagen Glauben schenkt. Almas Magen macht in seiner Gegenwart immer so einen kleinen Hüpfer. Das ist auch sehr süß. Es geschieht noch ein weiterer Mord, es ist kompliziert mit mehreren Wenunden, wer kann denn ahnen, dass.. also ich nicht. 😉 Alma begibt sich tief in die Unterwelt und lässt nicht locker.

Im Januar erscheint Band 2 der Reihe „Alma Täuber ermittelt“ und ich hab das Buch schon vorbestellt. So lasse ich mich sehr gerne unterhalten. ★★★★★

  • Das Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
  • Band 1 – Alma Täuber ermittelt
  • Charlotte Blum
  • Fischer Scherz
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3651001114