London-Nachlese

Das war eine sehr tolle Veranstaltung, gestern. Volles Haus, ein leer gekaufter Büchertisch und sehr viel Lob. So macht man Autorinnen glücklich. Die Zuhörer*Innen (es waren auch zwei Männer da!) wurden mitten drin mit Tee-Bowle und selbst gemachten Scones verköstigt, was sehr gut ankam. Ich habe schöne Gespräche geführt, mich wie ein Schneekönig gefreut und über mein Lieblingsthema gesprochen. London.
Ich danke allen, die da waren und mich bestärkt haben, das bedeutet mir viel. Und ich danke Frau Grimm, die mich zu sich eingeladen hat, um mein Buch vorzustellen. Jederzeit und gerne wieder. 🙂

Links-Liste:

Buchhandlung Grimms lesen & genießen

Lesung bei Grimms

Letzte Woche durfte ich in der Buchhandlung Grimms lesen & Genießen aus meiner Drachen-Saga vorlesen. Das ist aus zwei Gründen sehr toll. Grund Nr. 1 ist offensichtlich. Grimms ist ein Ort zum Wohlfühlen, und normalerweise stöbere ich als Leserin durch den Laden, nehme Bücher in die Hand, studieren Klappentexte und freue mich an der tollen Atmosphäre.

Nr. 2: Als Autorin da zu sein, ist aber auch nicht schlecht.
Besucher einer Veranstaltung kaufen sich eine Eintrittskarte – was mich ganz grundsätzlich beeindruckt: Menschen, die sich gegen den Fernseher entscheiden, um zu einem Konzert, Theaterstück oder eben zu einer Lesung zu gehen. Jedes Mal, wenn ich da vorne stehe, kann ich es nicht fassen: Die kommen wegen mir. Hui.
Also, sie kaufen sich ein Ticket und bekommen dafür zwei Stunden Auszeit. Eine Pause vom Alltag und im besten Fall eine neue Welt, eine neue Perspektive. Bücher machen den Kopf auf. Einer der Grunde, warum ich mich so gerne mit Buchstaben beschäftige, aber ich schweife ab.

Mir geht es ähnlich. Ich schreibe ein Buch, und dann darf ich so tolle Veranstaltungen machen, Leute kennen lernen, vorlesen und über meine Lieblingsbuchstaben reden: Leotrim. Das ist meine Pause vom Alltag, meine Auszeit.
Donnerstag durfte ich also bei Grimms aus allen drei Büchern lesen, ein bisschen erzählen, wie das Buch entstanden ist, wie aus einer Idee in meinem Kopf eine richtige Geschichte wird. Vielen Dank! Für die Möglichkeit dazu, für die Aufmerksamkeit, das ehrliche Interesse.
Gerne wieder.

PS: Besten Dank an Alice für die Fotos.

 

 

Jeder sollte eine Lieblingsbuchhandlung haben

„Wo kriegt man denn dein Buch?“, fragt mich Freundin M.

Ich schaue sie irritiert an, zum einen, weil ich diese Frage in kurzer Zeit schon zum vierten mal höre, weil sie mich als solches irritiert und weil ich befürchte, meine Antwort könnte dumm klingen.

„Im Buchhandel“, antworte ich, „wo sonst?“

Mir wird klar, dass Menschen, die mich kennen, sonst aber nicht viel lesen, Probleme haben – mit der Frage und mit der Antwort. So als wäre der Buchhandel ein einziges Regal: Bestseller. Da steht mein Roman (noch) nicht, leider. Wer weiß, ob ich es je in diese Reihe schaffe. Das ist im Moment aber egal.

Freundin M. ist nicht zufrieden. „Ich mein das Buch, nicht dieses elektronische Zeug. Lisi hat dein Buch auf ihrem iPad gelesen. Ich will aber Papier. Richtig mit Umschlag und Lesezeichen.“

Ich nicke, ich verstehe das gut. Elektronische Bücher sind schon praktisch. Aber wenn ich zuhause, wie jetzt im Urlaub, auf dem Balkon liege, dann will ich ein Buch in meinen Händen haben, ich will klassisch umblättern, Eselsohren rein machen, Lieblingsstellen markieren, mitten im Satz meiner Freundin Edith eine Whats App Nachricht schicken: „Das musst du lesen – geh sofort los und kauf dir das Buch!“

M. kauft nicht bei Amazon. Ja, solche Menschen gibt es noch, es fasziniert mich. Und eBooks will sie auch nicht.

Also sage ich: „Geh hier im Ort in die Buchhandlung. Wenn sie es nicht im Sortiment haben, bestellst du es einfach – wie jedes andere Buch auch.“

M. nickt ihrerseits. Da ist etwas unausgesprochenes zwischen uns, so als wäre ich Autorin aber nur für einen ganz kleinen, elitären Club, zu dem man ein Losungswort braucht um eingelassen zu werden. Ich versuche zu begreifen, was sie umtreibt. Autoren waren früher nicht greifbar und Bücher eben nur in der Buchhandlung erhältlich. Wer monatlich ein Reader´s Digest bekam, war schon exklusiv. Irgendwie. Ich weiß noch, als Kind, haben meine Mutter und ihre Freundinnen sich gegenseitig ihre Johannes-Mario-Simmel-Bücher herumreicht. Lange dachte ich, Autoren; das ist wohl eine gefährdete Art. Viele gibt´s nicht.

Erst als ich einen Büchereiausweis erhielt, änderte sich das. Jedenfalls.

Ich lächle M. an. „Nur Mut!“

 

Drachensichel - in der Buchhandlung Grimm´s lesen & genießen.
Drachensichel – in der Buchhandlung Grimm´s lesen & genießen.

Lesung: Emanuel Bergmann

2016-03-22 19.45.11„Der Trick“ verspricht ein zauberhaftes Lesevergnügen zu werden.

Huch, jetzt hab ich doch tatsächlich dieses platte Wort verwendet. Mea Culpa. Ich verspreche, das bleibt der einzige Zauber-Bezug. Aber es stimmt, es ist zauber… ach. Lassen wir das. Ich habe eine Lesung von Emanuel Bergmann besucht – wobei Lesung so nicht ganz richtig ist. Es war ein Literatur-Ereignis, etwas besonders, eine richtige äh… Show. Ich lasse die Zauberwörter nun weg. Ich wollte schon wieder… Jedenfalls.

Ich habe ganz bewußt keine Rezensionen und Buchbesprechungen gelesen, ich wollte mir mein eigenes Bild machen. Ich wusste aber soviel: „Der Trick“ ist sein Roman-Debüt und bei Diogenes unterkommen ist ein 6er im Lotto. Der Mann muss also was können, weil im Lotto gewinnt man nicht ohne Ticket.

Ich habe schon einige Lesungen besucht und ein paar mal die Erfahrung machen müssen, dass es Menschen gibt, die hervorragend schreiben können, das aber nicht automatisch bedeutet, dass diese Menschen auch ihre eigenen Texte entsprechend toll vorlesen können. Autoren sind introvertierte Menschen, wenn sie gut reden könnten, würden sie wohl alle andere Berufe ausüben und nicht einsam und allein Zeit damit verbringen, Wörter auf Papier zu bannen. Ich spreche aus Erfahrung, ich musste auch erst lernen, über einige Jahre hinweg, mich vor eine Gruppe Menschen hin zu stellen, zu reden, zu lesen und nicht die Nerven zu verlieren. Wer schreibt, lernt und scheitert vor Publikum.

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Emanuel Bergmann

Hier stand ein Autor, erfrischend selbstbewußt, der erst noch gemütlich einen Apfel futtert und sich nicht streßen läßt. Der frei redet, über sich, das Buch, dessen Entstehungsgeschichte. Ich ziehe meinen Hut – 180 Seiten in 6 Wochen in die Tasten zu hauen, das ist mal eine Leistung. Und das Ergebnis lässt sich sehen. Herr Bergmann führte durch seinen Roman, stellte mit musikalischer Begleitung seine Figuren und deren Geschichte vor, er sprach nahezu frei, von „Lesung“ kann eigentlich keine Rede sein. Er erzählte die Geschichte fulminant von Max und dem großen Zabbatini. Die Geschichte kommt ganz leicht daher (und wir wissen alle: Dinge die leicht aussehen, waren harte Arbeit) und lässt mich in die Karten sehen; Schau an, kein doppelter Boden, keine Karten im Ärmel versteckt, alles ganz echt!

Ich habe die meiste Zeit gelächelt oder leise vor mich hin gegluckst. Ich weiß jetzt schon, völlig egal wie das Buch ausgeht: Ich mag Max. Und ich mag den grummligen alten Zabbatini. Und eine Lesung von Emanuel Bergmann – das muss man gesehen haben.

Ich bin dann mal weg… lesen. 

~Caro

 

Books to go

Neulich war in der Buchhandlung meines Vertrauens. Eigentlich wollte ich ein Geschenk kaufen. Dann wurde es aber doch wieder was Nettes für mich. Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht, nä?

Ich mag die kleinformatigen Bücher, so wie die Reclam-Hefte, die passen super in die Jackentasche und man hat immer was zu lesen dabei. Egal wo man ist, egal auf wen man wartet. Ich bin grundsätzlich immer 5 bis 10 Minuten zu früh da, ich BRAUCHE dann auch was zu lesen, damit es nicht so fad ist. Nun entdecke ich als „Books to go“. Nach Kaffe und Essen gibt es jetzt also auch Bücher die so heißen. Immer diese Anbiederung an den angelsächsischen Kulturraum. 😉

Egal. Ich will ja was, dass in die Jackentasche passt. Und die bieten das an. Kleine, schnucklige Bücher, mit Kurzgeschichten – wat will ich mit 900 Seiten in der Jackentasche? Kein Mensch kommt so spät.

Jetzt muss nur noch der Inhalt stimmen.