Im Blauen Haus

Nick an der Gitarre

 

So sieht das aus, wenn wir im Blauen Haus in Böblingen zu Gast sind. Schön war´s! Wirklich. Ich dachte ja, bei dem Sauwetter kommt keiner, weil es zuhause auf dem Sofa, mit der Kuscheldecke über den Beinen, Netflix an und der Katze auf dem Schoß, schöner wär. Solche Dinge denke ich eben von Menschen, die eine Katze haben… ich armes Ding habe ja keine. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich muss mir die Haustiere anderer Leute ausleihen, so geschehen am Sonntag. Der kleine Hund vom großen Bruder ist ein sogenannter Hütehund. Den muss man hüten, während Herrchen und Frauchen unterwegs sind. Er hat die Tür angewimmert, dann hat er sich an mich gekuschelt, ich habe zurück gekuschelt und er hat aufgepasst, dass ich das mit dem Chillen und Lesen auf dem Sofa richtig mache. Er dachte, er passt auf mich auf und ich dachte, ich passe auf ihn auf und so kommt das wohl, dass Menschen mit Tieren daheim auf dem Sofa sitzen, statt das Haus zu verlassen. Aber ich schweife ab.

Im Blauen Haus waren dann alle da, die Haustiere bleiben daheim, schön war es bei uns trotzdem, vielleicht nicht ganz so kuschelig. Aber lustig, und das ist auch wichtig. Nicolai Köppel hat uns den Barden gemacht, Dorothea Böhme erzählte vom Oktoberfest und mit was für Hurensöhnen sie es so zu tun hat. Ingo Klopfer ist nun ein bärtiger Bär, aber immer noch Single. Und davon erzählt er in seinen Geschichten. Suche, denn du wirst nichts finden. Rainer Bauck meint, er kann Richtig tanzen, aber das bezweifle ich. Und ich? Ich habe eine Visitenkarte in die Hand gedrückt bekommen – das passiert eben, wenn ich mich oute: Ich bin keine Shopping Queen, holt mich hier raus. Die gute Frau im Publikum meinte, sie könne mir beim nächsten Klamotten-Kauf beratend zur Seite stehen. Ich habe sehr gelacht. Sie weiß nämlich nicht, dass ich eine heruntergekommene Heubergerin bin und mir gar nicht zu helfen ist. Schlimm.

Weiter gehts am Samstag. Wir Jungs und Mädels der get shortes Lesebühne sind, in voller Besetzung, in Marbach. Wir rocken das Café Provinz. Das wird super.

~Caro

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Im Blauen Haus

 

 

Am 4. November war die get shorties Lesebühne im Blauen Haus in Böblingen zu Gast. Mit dabei waren Ingo Klopfer, Volker Schwarz, Rainer Bauck und Jörg Kaier alias Rock’n’Roll Diktator. Mehr Fotos gibt´s drüben bei Facebook. Kennst du schon unsere Seite?

 

Links-Liste:

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Termine im Januar

Carolin Hafen im Blauen Haus in Böblingen
Carolin Hafen im Blauen Haus in Böblingen

 

Neues Jahr, neues Glück. Das heißt auch, neue Termine. Lesungen und co.

Ich habe jetzt schon einige tolle Termine im Kalender stehen, die Vorfreude ist groß.

Es geht in Böblingen los, am…

21. Januar 2017

20 Uhr im Blauen Haus, in Böblingen

Eintritt: 10€

www.kulturbh.de

Facebook-Veranstaltung

Eine Woche später sind wir im Merlin Kulturzentrum: Get shorties family edition!

29. Januar 2017

11.30 Uhr im Kulturzentrum Merlin, Stuttgart

Eintritt: frei

www.merlinstuttgart.de

Facebook-Veranstaltung

Kurzgeschichten familienfreundlich, alltagsnah und wie gewohnt ironisch, witzig und literarisch unterhaltsam, präsentiert von den AutorInnen der dienstältesten Lesebühne Stuttgarts.
Eine Lesungsshow nicht nur für Eltern, sondern auch für alle, die seit vielen Jahren die get shorties Lesebühne im Merlin begeistert besuchen.

Nach der Pause (also nach dem parallel stattfindenden public viewing „Sendung mit der Maus“ im Café) liest Marcus Sauermann aus seinen Kinderbüchern „Der Kleine und das Biest“ und „Die Prinzessin, die Kuh und der Gartenheini“.

Das Café hat ab 10 Uhr geöffnet, es wird ein kleines Frühstück und später ein Mittagssüppchen angeboten. Im Café wird um 11.30 Uhr bei freiem Eintritt die Sendung mit der Maus gezeigt.

Eindrücke aus Böblingen

Wir „Shorties“ waren mal wieder im Blauen Haus in Böblingen, diesmal in der kleinen Besetzung. Ingo, Volker, Rainer und ich. Ich mag das Blaue Haus ganz grundsätzlich, weil die Leute da sehr nett sind, im Sinne von unverkrampft. Jedes Mal wenn wir da sind, hängt eine neue Bilderausstellung an den Wänden und ich habe vorher immer noch die Möglichkeit bei meinem Lieblingsfastfoodanbieter mit vielen Entscheidungen ein scharfes Sandwich zu essen. Alles in allem also: Toll.

Diesmal hat uns Matthias Breckle auf seiner Gitarre begleitet, aber die Mundharmonika vergessen. Macht aber nix, der Mensch, der sonst an der Kasse steht, hat eine, und ohne viel Aufhebens holt er seine Mundharmonika und steigt einfach mit ein. Ich mag solche Sachen ja sehr gern. Keine steife Wasser-Glas-Lesung mit klarer Rollenverteilung und ernstem Gehabe, sondern gelebte Literatur. Da überlegt Matthias also laut, welches Lied er als nächstes spielen soll und meint noch lapidar er könne sich nicht an den Text erinnern, der Lügner. 🙂 Die Leute lachen und haben Teil an der Gestaltung des Abends. Ingo fragt in die Runde welchen Text er lesen soll, fast wie bei einem Wunschkonzert, und da wird rein gerufen und es werden Scherze gemacht. Wenn man dann als Vortragender mitten im Text einen Spontan-Applaus bekommt, weil die Pointe so gut gelungen ist, dann ist alles perfekt. Ich fühle mich immer geadelt, wenn das einem der Kollegen oder mir passiert.

Wenn ich nach einem Abend wie gestern, in dem Pannen keine Fehler sind, sondern das Leben, nach Gesprächen mit den Zuhörern und guter Dinge heim fahre, dann weiß ich genau warum ich das mache: Dieses Gemeinschaftsgefühl zwischen den Kollegen, dem Publikum und guter Musik ist einfach toll. Für mich die schönste Art Literatur zu teilen.

 

 

Infos zum Buch:

„Werd´ endlich erwachsen!“, blafft sie mich an. Einen Moment bin ich irritiert. Für eine schlagfertige Antwort dauert das zu lang. Ich überlege den Bruchteil einer Sekunde lang, ob ich der blöden Kuh meinen Kakao über die Rübe kippen soll. Ich habe noch Zeit zu denken, dass ein Sahnehäubchen auf ihrem weißen Harr bestimmt hübsch aussähe. Schade, dass ich keine Sahne bestellt habe.

Werd endlich erwachsen Illu rot

 

 

Nachlese: Blaues Haus

Liebes Universum,

Samstag hatte ich ein volles Programm, obwohl kränklich mit dem Bedürfnis mich auf dem Sofa zu verkriechen und auszukurieren. Aber; Wat mutt, dat mutt. Mein monatliches Schreibtreff stand an und eine get shorties Lesung in Böblingen. Und dabei habe ich nicht mal meine Hausaufgaben gemacht. Fast wie früher…

Meine Damen waren fleißiger als ich. (Ich bin nie um eine Ausrede verlegen, ich muss mich ja noch um meinen Text für die Ausschreibung „Exotische Welten“ kümmern und es gilt Prioritäten zu setzen. Jaja.)

Wir hatten vier Themen zur Auswahl, unter anderem deshalb, weil wir im letzten Monat unsere Schreibaufgaben nicht ausgereizt hatten. Es gab mehr Texte zu besprechen, denn zu schreiben. Ich entschied mich diesmal für eine „Schreibreise“ und das Thema „Eine Treppe führt immer nach oben„. Es gibt zu beiden Themen einen Textentwurf von mir, sobald mir eine hübsche Pointe eingefallen ist, werde ich die Texte hier noch einstellen. (Wer sich derweil davon angesprochen fühlt, darf sich gerne an der Schreibübung versuchen.)

Nach dem Wichteln (ich bekam einen wunderschönen Anhänger, der aus den Seiten eines alten Buches gefertigt wurde) fuhr ich weiter nach Böblingen. Das Blaue Haus ist gut versteckt, ich wurde dennoch fündig und war ganz überrascht. Wenn man als Nichtortskundiger im Dunkeln durch Böblingen tappt und irgendwo durch ein Mausloch muss um dann in einem Hinterhof zu stehen, dann erwartet man nicht so eine gemütlich Lounge. Der Abend war rundum gelungen und ich dankbar, dabei sein zu können und obendrein froh mich gegen das Sofa entschieden zu haben.

Die Band Fields of lentils unterstütze uns, wie es bei uns üblich ist, zwischen den Kurzgeschichten mit ihren Songs. Ich habe die Jungs schon mal im Sudhaus in Tübingen spielen hören, vor zwei Jahren vielleicht, und fand sie da schon extrem gut, diesmal habe ich mir die CD gekauft, weil ich so begeistert war.

Ingo, Volker und ich waren krankheitsbedingt in kleiner Runde da, aber das hat überhaupt nichts gemacht – das Publikum hat sich über die kleine, aber feine Leserunde jedenfalls nicht beschwert. 🙂

Obendrein habe ich für Weihnachten vorgesorgt, ein Buch für mich, eins für die beste Freundin.

Minne von Nicolai Köppel. Dazu gibt es demnächst dann auch eine Buchempfehlung von mir. 🙂

Dieses Jahr rast seinem Wechsel entgegen, was für mich immer einen Blick nach vorn und einen zurück bereit hält. Ein sehr anstrengendes Jahr liegt hinter mir. Aber auch viele Lichtblicke, Lesungen, Seminare, neue Leute, alte Freunde und die Metamorphose wenn aus neuen Leuten alte Freunde werden. Ganz wunderbar. Ich mache es jetzt wie in dem Film:

Happy.

Thanky you.

Please more.

~Caro