Moleskine Smart Writing Set

Ich arbeite kontinuierlich an der literarischen Weltherrschaft und dazu braucht man das nötige Handwerkszeug. Ich träume schon seit Jahren von einem Notizbuch, dass ich handschriftlich führen kann, und das trotzdem digital existiert. Mein Hirn, also die Krativfabrik, funktioniert besser mit der Hand am Arm, von meinem Gedächtnis kann ich das leider nicht sagen. Dauernd suche ich nach Entwürfen und Ideen. Jetzt habe ich das Moleskine Writing Set entdeckt und gekauft.


Die erste Seite in meinem neuen Notizbuch. Nachem ich den Abend damit verschwendet habe, den Stift zu registrieren, läuft es jetzt. Was ich schreibe landet in der App. Ohne Fehler oder Auslassungen. Und selbst das transkribieren funktioniert. Ein paar kleine Fehlerchen sind drin, das liegt wohl an meiner Handschrift. Nun kann ich das gute Stück füllen; Sätze & Schätze. Entwürfe, Ideen, Miniaturen. 

Mein Fazit 

Das ganze Ding ist nicht perfekt, aber es erfüllt zu 90% was ich wollte.
Nämlich; ein Notizbuch, dass ich Handschriftlich führen kann. Alles, was ich mit dem Pen ins Notizbuch schreibe ist sofort digital da. Selbst das Transkribieren klappt. Nicht fehlerfrei, aber das ist meiner Handschrift geschuldet. Das Ergebnis ist okay. Striche und Symbole erkennt die App nicht. Wer wie ich, die Bullet Journal Methode verwendet, muss hier also Abstriche machen. Zumindest beim Transkribieren von Listen. Normaler Text funktioniert gut.

Ich habe versucht, im Notizbuch mit einem Lineal zu zeichnen, auch das wird in der digitalen Notizbuch-Version ordentlich dargestellt. Der Sensor im Stift erkennt das. 

Der Akku vom Stift hält ca. 4 Stunden. Das ist jetzt nicht so wahnsinnig viel, für ne Konferenz reicht es, bei einem Tages-Seminar wird es schon schwierig und erfordert zwischendurch eine Möglichkeit den Stift aufzuladen. 

Was ich blöd finde; der Stift hat hinten nicht diese Gummi-Spitze eines Eingabestifts. Ich habe diverse Kugelschreiber, die hinten diesen Noppen haben, mit dem ich auf dem Smartphone herum tippen und malen kann. Die App ermöglicht es mir, Strichstärke und Farbe zu wechseln, daher hätte ich es sinnvoll gefunden, mit dem Pen+ Notizbuch und App zu nutzen. So muss ich noch einen Eingabestift dabeihaben, weil ich Wurstfinger habe, und mich das nervt. Wem der eigene Finger ausreicht, hat hier auch kein Problem. 

Es wäre hübsch gewesen, wenn irgendwo gestanden hätte, dass es verschiedene Apps für das Writing Set gibt. Die Moleskine-App habe ich nicht zum Laufen gebracht, die hat den Stift nicht erkannt und ohne App ist das ganze Set nur ein teures Notizbuch mit Kuli. Ich nutze jetzt Neo Notes. 

Innerhalb der App gibt es verschiedene Möglichkeiten zu speichern (Bsp. Evernote / OneNote / Google) – mit Evernote komme ich nicht zurecht, daher bin ich froh, Alternativen geboten zu bekommen. Ich kann meine Notizen in verschiedenen Formaten speichern, bearbeiten, teilen, transkribieren. 

Ich habe mehrere Rezensionen gelesen, in denen die Nutzer sich darüber beschwert haben, der Stift würde die Schrift nicht erkennen, man müsse fest drauf drücken und/oder Geschriebenes würde nicht in der App auftauchen bzw. nur unvollständig. Ich habe keines dieser Probleme.

Läuft alles.  4 von 5 ⭐⭐⭐⭐

PS: Angeblich kann man mit dem Stift bzw. der App Sprach-Aufnahmen machen. Da ich diese Funktion a) selten brauche und b) es nicht ausprobiert habe, weil ich das mit einer anderen App (Sprachmemos) mache, kann ich hierzu nichts sagen. Vielleicht probiere ich das bei Gelegenheit noch aus. 

Hier ist noch eine Beispiel-Seite aus meinem Notizbuch. So sieht das dann aus.

Wenn du Fragen zu dem Writing Set hast, und ich noch irgendwas testen soll, dann melde dich einfach. Ich kann das Writing Set jedenfalls gut weiter empfehlen. Ich will die Haptik eines Notizbuches, ohne dauernd alles händisch digitalisieren zu müssen. Und das ist mit diesem Set erfüllt. Ich werde aber auch noch ein Langzeit-Fazit schreiben, wenn ich mal eine Weile damit gearbeitet habe.

~Caro

Apps für Schriftsteller

Ich schaue in regelmäßigen Abständen im AppStore vorbei auf der Suche nach kleinen Helfern für mein Chaos im Kopf. Diese Woche habe ich BookCreator ausprobiert und schon nach wenigen Sekunden stellte ich fest: Rausgeworfenes Geld.

Sicherlich ist es eine hübsche Idee, Orte, Charaktere und Ideen aufschreiben und strukturieren zu können. Wenn man das aber nicht exportieren kann, ist die hübsche Idee sofort nutzlos.

Die Tipps erweisen sich als Links zu Amazon, oder ganz knapp zusammen gefasste Informationen – selbst für Anfänger vermutlich nicht neu. Die 100 Satzanfänge sind einzelne Worte, im Prinzip nur Füllwörter und Blödsinn. Wenn man sich schon ein paar Tage mit dem Schreiben beschäftigt, ist einem auf einen Blick klar: SO fängt man keine Geschichte an. Die zehn Ratschläge zur Schreibblockade sind nur oberflächliches BlaBla. Selbst blutige Anfänger, die noch keine Seite geschrieben haben und sich noch mit dem Gedanken beschäftigen: „Ich könnte ja mal ein Buch schreiben“ werden hier ganz schnell an ihre Grenzen kommen. Da gibt es bessere und günstigere Apps.

Beispielsweise: iDeas for Writing

Die App selber macht einen noch nicht zum Schriftsteller. Aber sie bietet Übungen und Anregungen, für Wochen und Monate, wenn man will. Es gibt Aufgaben von leicht bis schwer; Fünf Wörter Aufgaben, Charakterbeschreibungen, Satzanfänge und noch einiges mehr. Das einzige Manko hier; Die App ist nur in Englisch erhältlich.

Der größte Unterschied zwischen diesen Apps ist der, dass man BookCreator befüllen muss, während man zum Beispiel konkret an einem Mauskript arbeitet und sich fragt: Wie sieht mein Handlungsort aus, was macht meine Figuren aus?

iDeas for Writing liefert, wie der Name schon sagt, Ideen und regt an, einfach los zu legen ohne sich groß zu fragen: Was soll ich nur schreiben?

Jetzt kommt es nur drauf an, was man als Käufer der App möchte und erwartet.

Mein Favorit ist iDeas for Writing. Schreiben ist Handwerk. Und das kann man lernen.