Story Cubes

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Die Handhabe ist schnell erklärt. Man hat neun Würfel zur Verfügung, entweder Echte oder wie in meinem Fall Digitale auf dem iPad. Auf jedem Würfel sind verschiedene Motive drauf, zum Beispiel eine Burg, eine Brücke, ein Lagerfeuer undsoweiter. Hingeworfen ergeben sich verschiedene Möglichkeiten eine Geschichte zu konstruieren. Es ist im Prinzip egal, ob man sie nimmt, wie hingeworfen, ob man nochmal eine „Reihenfolge“ sortiert oder ob man sich einfach drei nimmt, die einen ansprechen. Am Schluss hat man mehrere Motive die scheinbar nicht zusammen gehören und versucht diese in eine Geschichte zu verwandeln.

Ich habe fest gestellt, in meiner Schreibgruppe können mit dieser Methode fast alle gut umgehen, weil es locker und ohne Zwang ist - um als Warmschreib-Methode vor der eigentlichen Arbeit den Kopf frei zu kriegen. Das ist dann selten hohe Literatur, bricht aber das Eis und den eigenen Erwartungsdruck. Man legt einfach los.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich selbst die StoryCubes nur dann verwende, wenn das Tagebuch schon vollgeschrieben ist, mit Eindrücken und Ereignissen, wenn ich absolut keine Lust auf meine Entwürfe habe, die im Unerledigt-Ordner um Aufmerksamkeit buhlen und mir so gar nichts einfällt, was ich statt dessen machen kann. Dann würfle ich und hoffe, dass mein Hirn tolle Dinge assoziiert und mein Unterbewusstsein einen Text ausspuckt, den ich nicht erwartet und den ich ohne Würfel nie zustande gebracht hätte. Aber das ist wohl genau der Sinn der Sache.

 🙂

Apps für Schriftsteller

Ich schaue in regelmäßigen Abständen im AppStore vorbei auf der Suche nach kleinen Helfern für mein Chaos im Kopf. Diese Woche habe ich BookCreator ausprobiert und schon nach wenigen Sekunden stellte ich fest: Rausgeworfenes Geld.

Sicherlich ist es eine hübsche Idee, Orte, Charaktere und Ideen aufschreiben und strukturieren zu können. Wenn man das aber nicht exportieren kann, ist die hübsche Idee sofort nutzlos.

Die Tipps erweisen sich als Links zu Amazon, oder ganz knapp zusammen gefasste Informationen – selbst für Anfänger vermutlich nicht neu. Die 100 Satzanfänge sind einzelne Worte, im Prinzip nur Füllwörter und Blödsinn. Wenn man sich schon ein paar Tage mit dem Schreiben beschäftigt, ist einem auf einen Blick klar: SO fängt man keine Geschichte an. Die zehn Ratschläge zur Schreibblockade sind nur oberflächliches BlaBla. Selbst blutige Anfänger, die noch keine Seite geschrieben haben und sich noch mit dem Gedanken beschäftigen: „Ich könnte ja mal ein Buch schreiben“ werden hier ganz schnell an ihre Grenzen kommen. Da gibt es bessere und günstigere Apps.

Beispielsweise: iDeas for Writing

Die App selber macht einen noch nicht zum Schriftsteller. Aber sie bietet Übungen und Anregungen, für Wochen und Monate, wenn man will. Es gibt Aufgaben von leicht bis schwer; Fünf Wörter Aufgaben, Charakterbeschreibungen, Satzanfänge und noch einiges mehr. Das einzige Manko hier; Die App ist nur in Englisch erhältlich.

Der größte Unterschied zwischen diesen Apps ist der, dass man BookCreator befüllen muss, während man zum Beispiel konkret an einem Mauskript arbeitet und sich fragt: Wie sieht mein Handlungsort aus, was macht meine Figuren aus?

iDeas for Writing liefert, wie der Name schon sagt, Ideen und regt an, einfach los zu legen ohne sich groß zu fragen: Was soll ich nur schreiben?

Jetzt kommt es nur drauf an, was man als Käufer der App möchte und erwartet.

Mein Favorit ist iDeas for Writing. Schreiben ist Handwerk. Und das kann man lernen.

My Writing

MyWriting. Schlicht und einfach.

Wer kennt das Problem nicht. Man schreibt fröhlich diverse Geschichten, kurze und lange, verteilt sie im Internet und irgendwann kommt man an den Punkt, da verliert man die Übersicht. Peinlich wird es dann, wenn man eine Geschichte bei einem Wettbewerb eingereicht oder an einen Verlag geschickt hat, und die wollten einen unveröffentlichten Text. Eine kurze Google-Suche ergibt: Ich bin ein Schlumpf und habe eine Internetveröffentlichung angeboten. Shit.

Hier kommt die App MyWriting ins Spiel. Man kann hier Titel und URL der Geschichte eingeben und hat so eine schnelle Übersicht wo welcher Text ist. Im Prinzip eine schöne, hilfreiche Sache. Mit einem Haken.

Natürlich muss man als User der App konsequent alle Texte eingeben, sonst bringt die Sache nichts. Leider kann man diesen Eintrag weder mit Datum noch mit einem Namen versehen – falls man unter Pseudonym arbeitet. Lediglich eine Vorschau ist möglich: Wie der Interneteintrag aussieht.

Vielleicht gibt es da irgendwann mal ein Update. Ansonsten: sehr praktisch.

Viel Spaß beim Schreiben.

~Caro

Novel in 30

Novel in 30

Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass nicht jeder der schreibt, automatisch auch den NaNoWriMo kennt. Ich selbst kenne zwar die Aktion, habe aber noch nie dran teil genommen.

[Zur Erklärung: Jedes Jahr im November machen tausende von Leuten beim National Novel Writing Month mit und schreiben um die Wette. So wie ich das verstehe, geht es in erster Linie nicht um die Qualität des Textes, sondern um das Beenden eines Manuskripts. Also in 30 Tagen ein ganzes Buch zu schreiben. Der Umfang ist selbst bestimmt. Jeder kann sich also fröhlich selbst in den Hintern treten und sagen: Schreib den verdammten Roman!]

Mit der App Novel in 30 kann man also jeden Monat NaNoWriMo spielen, ohne die Community, offline. Das Prinzip ist schnell erklärt. Man gibt einen Arbeitstitel ein, und ein Pensum, dass man pro Tag schaffen will. Ich finde dieses App sehr gut geeignet um den inneren Schweinehund zu besiegen und täglich zu schreiben. Es ist völlig egal, ob man 3 Tage eingibt, 30 oder 300. Den Zeitrahmen setzt man selbst fest, auch wie viele Worte man pro Tag schaffen will. 1000 Wörter pro Tag sind zwar sehr ambitioniert, aber im normalen Alltag mit Beruf und Sozialleben nicht schaffbar. Wer sich ein bisschen auskennt, mit Selbstmotivation und Schreibroutine, weiß: Mit kleinen Zielen, die im Alltag auch zu bewältigen sind kommt man weiter und schmeißt nicht alles nach wenigen Tagen hin.

Die App zählt fröhlich mit, wie viel man schreibt, pro Tag, pro Monat und ob man innerhalb des selbst gesetzten Limits ist oder nicht. Die Handhabung ist sehr einfach. Satzzeichen, Gänsefüßchen etc. sind in der obersten Leiste der Tastatur immer parat. Man muss also nicht immer die Tatstatur auf die Sonderzeichen umstellen.

Noch ein schönes Gimmick: Bei jedem Öffnen der App begrüßt ein Autor mit einem netten Satz über das Schreiben den angehenden Schriftsteller.

Zum Schluss kann man entweder jeden Tag einzeln als Email ausgeben oder das ganze Manuskript im Format RTF.

Schade ist allerdings, dass man weder mit Überschriften arbeiten kann, noch vernünftig formatieren. So oder so, die RTF Datei muss man anschließend bearbeiten und formatieren. Das geht innerhalb der App nicht. Falls es doch geht, habe ich nicht raus gefunden wie man das macht. 😉

Viel Spaß beim Schreiben.

~Caro

Jeder hat ein Recht auf meine Meinung

Jeder hat ein Recht auf meine Meinung

Dieser Satz ist natürlich mit einem Augenzwinkern zu lesen. Tatsächlich verstehe ich das Blogschreiben aber genau so. Man sitzt hier in seinem stillen Kämmerlein, und posaunt seine Meinung in den Äther – und wenn nicht jemand einen Kommentar dazu abgibt, hat man als Schreiber keine Ahnung bei wem und wie das ankommt. Ich bin also gespannt, was passiert.

Jedenfalls, normalerweise schreibe ich hier meine Meinung zu Büchern, mal auch zu Filmen, Stars & Fernsehen. Ein paar von euch wissen ja schon wer da meine Favoriten sind. Jetzt würde ich das gerne auf diverse Schreib-Apps ausweiten. Aber nicht im Sinne einer Rezension sondern ehe als Berichterstattung, wie es mir ergangen ist in der Handhabung.

Anfangen werde ich morgen, mit der App Novel in 30.

Stay tuned.

~Caro