Peanut Jones an the illustrated City

Peanut Jones / Rob Biddulph

Ich hab die Sache nun mit Schwester Innerlich ausdiskutiert. Ich male mit Rob Biddulph, seit Beginn der Pandemie, wöchentlich ein niedliches Bildchen. Ja, da brauche ich auch seinen Debüt-Roman. Selbst wenn das gute Stück noch nicht auf Deutsch erhältlich ist. Nun ist das Buch angekommen, großes Format, gebunden, wundertoll illustriert, auch das Layout ist eine herzliche Einladung. Ich freu mich. Mein SUB wächst, statt das er kleiner wird, aber das Problem besteht seit Jahren, da kommt es jetzt auch nicht mehr drauf an. 😄

  • Peanut Jones an the illustrated City
  • Rob Biddulph
  • Macmillan Children´s Books
  • Englische Ausgabe
  • ISBN-13 : ‎ 978-1529040524
  • Lesealter ‏: ‎ 9 – 11 Jahre

Superstar, author and illustrator Rob Biddulph dazzles in Peanut Jones and the Illustrated City, the first title in an adventure series for boys and girls of 8+. Fizzing with magic, danger, friendship and art, this exciting, funny, middle-grade debut is from the bestselling creative genius behind #DrawWithRob.

Some legends are born, some are drawn . . .

Drawing feels like magic to Peanut Jones. But art can’t fix her problems. Her dad has gone missing, and she’s stuck in a boring new school. Until the day she finds a unique pencil turbo-charged with special powers. Suddenly she’s pulled into a world packed with more colour, creativity, excitement and danger than she could ever have imagined. And maybe, just maybe, she might find out what happened to her dad.

Herr Fritz

Peter Engel / Herr Fritz

Post bekommen fühlt sich ja immer ein bisschen nach Weihnachten an. Dieses Mal besonders. HERZ-ALLER-LIEBST. Ein Buch, das fast ohne Text auskommt, dessen Titel die Handlung wiedergibt und und mit feinem Humor glänzt. Nein, einen Klappentext gibt es nicht. Der ist unnötig. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️


Herr Fritz ist mit seinem Wolkenmobil unterwegs und auf der ersten Seite im Buch ist das Armaturenbrett dargestellt. Ich finde, jedes Gerät braucht einen Schalter für nichts. Und einen Apfel als Wegzehrung mitzunehmen, ist nie verkehrt. Ich würde ja gerne mal bei Herr Fritz mitfahren. Oder heißt es mitfliegen? 🤔 Darüber muss ich noch nachdenken. Derweil suche ich nach einem guten Platz für Herr Fritz in meinem Bücherregal. Das ist so ein seltener Fall, da brauche ich einen Aufsteller, damit Herr Fritz gut in mein Wohnzimmer gucken kann. Sonst wird dem ja fad.

  • Herzliche Empfehlung, Bilderbuch ab 4 Jahre.
    Der Tag, an dem Herr Fritz auf Seite 23 sehr nahe zum Mond flog, dort eine bemerkenswerte Entdeckung machte und erst spät abends nach Hause kam
    Peter Engel / edition buntehunde

Drachenvolk Preisaktion

Das Drachenvolk von Leotrim
C. M. Hafen – Das Drachenvolk von Leotrim

Mein Fantasy-Roman „Das Drachenvolk von Leotrim: Die komplette Trilogie“ ist Kindle Deal des Monats und das heißt, der Sammelband ist hier um 50% günstiger zu haben. Und Nutzer von Prime Reading haben jetzt sogar die Möglichkeit, es gratis zu lesen. Na, ist das was für dich?

Worum geht´s?

Eine wunderbare, bewegende All-Age-Fantasygeschichte – die komplette Drachen-Trilogie im Sammelband!

Diese E-Book-Sonderausgabe enthält die Romane ›Drachenbrüder‹, ›Drachensichel‹ und ›Drachenfrieden‹ aus der beliebten All-Age-Fantasy-Reihe ›Das Drachenvolk von Leotrim‹.

Leserstimmen:
»Ich habe gelitten, gelacht, mitgefiebert und wurde verzaubert von dem tollen Buch.«
»Flüssig zu lesen, spannend. Für alle Altersgruppen geeignet.«
»Toll geschriebene Fantasy, die mich auf den ersten Seiten schon nicht mehr losgelassen hat.«
»Die Drachen sind hier nicht furchterregend, sondern die Freunde der Menschen, diese Vorstellung gefällt mir sehr.«


Die Einzelbände der Reihe sind auch als Taschenbuch erhältlich.

Band 1: Drachenbrüder

Unter den Millionen Augen der Lichter lebt das Drachenvolk von Leotrim. 
Der Drache Norwin hat einen schwierigen Start ins Leben. Eine Amme lässt sein Ei fallen, die Schale ist beschädigt, ein Flügel verletzt. Es wird schnell klar, er wird nie fliegen können. Als er alt genug ist, kommt sein menschlicher Vater, um ihn bei den Menschen leben zu lassen. Die Drachenmutter muss darauf hoffen, dass die jahrhundertealte Verbindung zwischen den Völkern ausreicht, um Norwin einen Platz in ihrer Mitte finden zu lassen. 
Anfänglich hat sein halbgebürtiger Bruder Ambro Schwierigkeiten, etwas mit seinem Drachenbruder anzufangen. Die beiden passen nirgends hin. Jeder in Leotrim hat seinen Platz, seine Aufgabe. 
Diese beiden müssen nun selbst herausfinden, wofür sie gut sind.

Band 2: Drachensichel

»Alles Leben beginnt im Wasser…«, flüsterte Dakota. 
Der Drache ergänzte: »…und endet im Feuer.«
Dakota lebt wohlbehütet bei der Chronistin als ihr Mündel. Dies ändert sich an dem Tag ihres sechzehnten Geburtstags. Sie muss losziehen, um endlich hinter die Geheimnisse ihrer eigenen Herkunft zu kommen und spielt dabei manches Mal mit dem Feuer. 
Gleichzeitig finden auch Ambro und sein Drache Norwin immer mehr Antworten auf die Fragen ihres Lebens – nicht alle davon sind leicht zu ertragen. Und doch ergeben sie – einem Puzzle gleich – nach und nach einen tieferen Sinn. 
Im zweiten Band der Trilogie laufen bereits mehrere Fäden der aus »Drachenbrüder« bekannten Geschehnisse zusammen, die Protagonisten befinden sich weiter auf dem Weg, sich selbst und Leotrim mit all seinen Bewohnern besser kennenzulernen. Manch eine überraschende Wendung lässt den Leser klopfenden Herzens weiterblättern.

Band 3: Drachenfrieden

›Nicht alle Leben sind gleich viel wert.‹
Kann der Drachenfrieden trotzdem gewahrt werden?
Um das herauszufinden, folgt der junge Ambro dem Ruf der Mutter aller Wasser. Zusammen mit seinem Drachenbruder macht er sich auf den Weg zu ihr und wird in den Himmelsbergen mit der folgenschwersten Überraschung seines Lebens konfrontiert.
Ambro wird klar, wie blind er bislang war. Nun muss er stark sein. Ist er all dem gewachsen?
Im dritten Band der Trilogie kommt auch Dakota hinter so manches Geheimnis ihrer Andersartigkeit und erkennt letztlich, wer sie wirklich ist. Und selbst die Chronistin erfährt die größte Kehrtwende ihres Lebens. 
Vieles verbindet sich, anderes trennt sich, einiges wird heil – das Leben in Leotrim gerät zwischen die Fugen des Schicksals.

Lese-Monat November 2020

Lese-Monat November 2020

  • Stephen King – The Outsider (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich bin aktuell wieder im Stephen King Fieber und verschlinge einen Roman nach dem anderen. Für „The Outsider“ habe ich mich entschieden, weil da noch Mal Holly Gibney auftaucht. Die hat es mir einfach angetan. Seit ich die Bill-Hodges-Trilogie gehört habe, bin ich ein großer Fan von ihr. 

  • Cat Rose – Creative Introvert (eBook) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Das Buch ist leider nicht auf Deutsch erhältlich, daher habe ich es auf Englisch auf dem Kindle gelesen. Es liest sich leicht und verständlich und ich möchte es jedem introvertiert-kreativ-Schaffende*m empfehlen. Ich fühlte mich gesehen, verstanden und ermutigt. Cat Rose bietet zusammen mit dem Buch jede Menge Zusatzmaterial, dass man sich auf ihrer Webseite herunter laden kann. Ich bin noch nicht mit allen Aufgaben durch – jedes Kapitel hat einen To-Do-Teil, in dem man für sich gleich die angeregten Impulse umsetzen kann. Es ist also fast ein Activity-Book. Ich habe beim Lesen drei Phasen durchgemacht:

1. Oh, ich mache schon sehr viel richtig. Kreativ, aber dennoch in meinem Wohlfühlbereich.

2. Oh, die Frau hat tolle Ideen, das könnte ich ausprobieren.

3. Oh, das ich sehr weit ausserhalb meiner Komfortzone. Himmel, das schaffe ich nicht. 

Und ich finde, das ist eine gute Mischung. Zu wissen, dass man mit der eigenen kreativen Arbeit schon auf einem guten Weg ist, es aber noch ein paar Herausforderungen gibt. 

Meine herzliche Empfehlung. 

  • Andrzej Sapkowski – Der Hexer Band 4 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich bin sehr begeistert von der Reihe, und wundere mich nur ganz wenig, dass der Hexer eigentlich gar nicht die Hauptfigur ist. Da ich mit Freude all den starken Frauen folge, die viel Platz kriegen um ihre Geschichte auszubreiten, allen voran Ciri, stört mich das kein bisschen. Nun habe ich noch einen Band vor mir und bin sehr gespannt. 

  • Max von der Grün – Vorstadtkrokodile ⭐️

Ich kann kaum fassen, dass dieser Unsinn mal Schullektüre war. Sprachlich kann das Buch gar nichts und inhaltlich ist die Geschichte so konstruiert-unsinnig, dass ich mir die Haare raufen möchte. Die Grundidee, dass ein Junge im Rollstuhl Anschluß findet in einer wilden Jungen-Bande ist ja hübsch. Die Idee, dass diese Bande dann ein Verbrechen aufklärt, ist nicht neu und auch nicht clever umgesetzt. Die Eltern im Buch sind völlig nutzlos und alles andere als Erwachsen. Die Kinder stolpern planlos durch die Geschichte und am Schluß ist alles Wohlgefallen. Ich will jetzt gar nicht mit „pädagogisch wertvoll“ anfangen. Natürlich sind Kinder wild und sollen gar nicht vernünftig und moralisch richtig handeln. Aber die Geschichte wäre auf Seite 3 beendet, wenn Kurt sagen würde, was er beobachtet hat. Den Rest könnte man sich getrost sparen. 

  • Elizabeth Strout – Die langen Abende – abgebrochen. Nicht mein Fall. 

Lese-Monat Oktober 2020

Lese-Monat Oktober 2020
Mein Lese-Monat Oktober 2020

  • Diana Hillebrand – Heute schon geschrieben? Band 5 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Stephen King – Blutige Nachrichten (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Nina George – Die Schönheit der Nacht ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Konzepte -Zeitschrift für Literatur 39/2020 (Link: Konzepte)
  • Qwertz 3/2020 (Link: BvjA)
  • Die Feder Nr. 123 (Link: VS)
  • Bill Watterson – There´s Treasure Everywhere (Calvin and Hobbs #10) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Gerard Way & Gabriel Ba – The Umbrella Academy Band 2 / Dallas ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Steffen Gumpert – Der bleiche Hannes (Graphic Novel) ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Neil Gaiman – Traumjäger ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (Link: Rezension)

Lese-Challenge 2020 / GoodReads / Lovelybooks

Fazit:

Nina George hat mich mal wieder am Schlafittchen gepackt. Zuerst kam ich nur mühevoll in die Geschichte rein, ich fand einige Beschreibungen zu blumig. Das liegt aber nicht an der Autorin, sondern an meiner Stimmung. Jeder Roman, vor allem Liebesromane brauchen ja ein gewisses Maß an Kitsch und Schmalz. Ich halte das aber nicht immer gleich gut aus. Als ich mich auf die Geschichte endlich einlassen konnte, also in Stimmung dafür war, habe ich wieder das halbe Buch mit Bleistift unterstrichen. Ja, ich mache solche Dinge: Anmerkungen, ins Buch, aber auch eigene Notizen, wenn mir Passagen gut gefallen, mit Unterstreichungen und allem drum und dran. Ich mag Claire und Julie, und ich mag was Nina George mit mir als Leserin macht. Ertappt, denke ich dann oft. Sie schaut mich an, findet Worte, wo ich keine habe, nur ein Gefühl. Und das ist toll. Das macht Lesen für mich aus. Sich selbst entdecken, ein bisschen besser verstehen, Sprache finden, wo vorher nur Unbestimmtheit war. Großartig.

Wenn ich „Calvin und Hobbes“ irgendwo sehe, dann denke ich an die Peanuts und frage mich jedes Mal, ob das vom Autor so gewollt ist. Nun bekam ich zum ersten Mal einen Band in die Hände. Meine Neugier war noch nie so groß, als das ich mir einen Comic selber gekauft hätte. Keine Ahnung woher diese Vorbehalte kommen, es ist auch egal. Jetzt brauche ich die Gesamtausgabe, ganz klar. Ich liebe Gesamtausgaben, ganz grundsätzlich. Mein innerer Monk feiert dann hart. 😉 Zurück zu Calvin und Hobbes. Ich bin vollumfänglich in der Zielgruppe und zähle mich ab jetzt zu den Fans. Ich liebe den Einfallsreichtum von Calvin (bzw. von Bill Watterson). Allein die Variationen der Schneemänner – ich habe herzlich gelacht. Wegen mir müsste es nicht so brutal zugehen, Calvin kriegt ja entweder von Mo auf die Mütze, Hobbs springt ihn an, oder Sofie (die mich an Lucy erinnert) watscht ihm einen Schneeball ins Gesicht. Er ist faul, aber klug, ängstlich und mutig, er hat einen tollen Sinn für Humor. Mehr davon, bitte.

„Blutige Nachrichten“ besteht aus vier Kurzgeschichten. Das habe ich aber erst beim Hören kapiert. Bei Stephen King, gelesen von David Nathan, mache ich mir nicht die Mühe, den Klappentext zu lesen. Das ist eine Kombi, die für mich immer funktioniert, da muss ich nicht erst nachschauen, ob mich das alles interessiert. Tragisch ist, dass es die Der-dunkle-Turm-Reihe NICHT von David Nathan gelesen gibt. Sonst hätte ich dieses Abenteuer schon LÄNGST erneut angetreten. Das wabert mir schon lange im Hinterkopf herum, diese großartige Reihe nochmal zu lesen oder zu hören. Ich werde mir das Hörbuch wohl zähneknirschend kaufen, auch ohne meinen Lieblingssprecher. Oder soll ich die Graphic Novel kaufen, hm??

Jedenfalls. Holly Gibney. Sie bekam in „Blutige Nachrichten“ eine eigene Kurzgeschichte. Stephen King hat in mehreren Interviews gesagt, dass sie sein Lieblingscharakter sei, und da bin ich ganz bei ihm. Die anderen drei Geschichten waren auch gut, aber eben nicht Holly-gut. Und bei der Gelegenheit habe ich bemerkt, dass ich ein Buch mit ihr verpasst/übersehen habe. „The Outsider“. Ich war in der Bücherei, gleich nachdem ich mit diesem Hörbuch durch war. Gab es – gelesen von David Nathan. 19 Stunden gruseln und mitfiebern. Ach, so ein neuer Lockdown, der kann mir gar nichts. Ich bin versorgt.

Ich hoffe, es geht dir gut.

~Caro

#tbt – Als Larson das Glück wiederfand

Ich habe dieses Bilderbuch in einer Gruppe bei Facebook entdeckt und muss dazu sagen: Ich mag Kinderbücher, ich mag Bilderbücher. Ganz grundsätzlich. Hier geht es um einen alten Mann, der nach dem Tod seiner Frau an Depressionen leidet. Die Geschichte an sich ist sehr knapp gehalten; ein kleiner Junge taucht auf und sagt „Bitte kümmere dich um meine Pflanze“ und drückt Larson einen Topf in die Hand. Von dem Gewächs ist noch nichts zu sehen.

Das Leben geht weiter. Das ist eine unheimlich harte, schmerzhafte Lebensweisheit, sie hat aber auch was tröstliches. Trauer und Verlust werden durch das Vergehen von Zeit nicht kleiner, nicht weniger schlimm. Aber wenn man einer Pflanze beim Wachsen zusieht, schöpft man, also in diesem Fall Larson, Hoffnung. Es geht weiter. Das tut es immer. Das Büchlein ist wunderschön illustriert, das hat mich schon online sehr angesprochen. Das Buch in den Händen zu halten, über die Bilder zu streichen, war dann aber noch schöner. Das Pflänzchen wächst also ganz zart. Und Larson kommt aus seinem Kokon heraus, lüftet, und lässt die Sonne wieder rein. Er putzt die Fenster, selbst sein alter Kater taucht wieder auf. Alles sehr, sehr hübsch. Und, meiner Meinung nach, nicht kitschig. Am Schluss bin ich los gezogen um eine Pflanze für mich zu kaufen. Eigentlich wollte ich Blumensamen in frische Erde drücken, aber es kam dann anders. Giesela wollte zu mir. Und ja, es geht uns gut! Das mit den Blumensamen mache ich aber auch noch. Etwas beim Gedeihen zuzusehen ist gut für die Seele. Und natürlich Bücher wie dieses. Ganz klar.

Produktinformation

  • Als Larson das Glück wiederfand von Martin Widmark (Autor), Emilia Dziubak (Illustrator), Ole Könnecke (Übersetzer)
  • Gebundene Ausgabe: 40 Seiten
  • Verlag: arsEdition (16. August 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3845825995
  • ISBN-13: 978-3845825991
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 – 7 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 1,2 x 28,7 cm

Lese-Monat August 2020

  • Kathryn Lasky – Clan der Wölfe Band 4 ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Dale Carnegie – Sorge dich nicht, lebe! ⭐️⭐️⭐️
  • Rachel Joyce- Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Basiswissen Aquarellmalerei ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Paula Henderson, Adam Vornehmen – Die Welt der Baumhäuser ⭐️⭐️⭐️⭐️

Fazit:

Dale Carnegie und ich werden keine Freunde mehr. Leider. Im Prinzip ist das alles richtig, was er sagt/schreibt. Aber meiner Meinung nach ist es nicht mehr zeitgemäß. Die Bücher sind auch schon ein paar Tage alt, da darf das sein und ist nicht schlimm. Aber eine Anleitung, wie ich mich in einen Burnout hinein arbeite, brauche ich nicht wirklich. Zwischendurch, als es um das Thema Müdigkeit ging, habe ich kurz aufgehorcht. Da waren ein paar Tipps dabei, die ich hilfreich finde. Aber mehr habe ich dann nicht aus dem Buch heraus genommen und würde es nur bedingt weiter empfehlen.

Mit dem „Clan der Wölfe“ bin ich bei Band 4 angelangt. Das ist solide Arbeit, das kann man gut lesen. Ich bin jetzt nicht über die Maßen begeistert, in Band 4 störte mich die Selbstmord-Thematik, die ich für Kinder nicht so geeignet finde. Aber grundsätzlich mag ich die Charaktere, allen voran Faolan und seine Freunde. Sie sind Aussenseiter, eigentlich. Gleichzeitig nicht, weil sie ja die Fugen ihrer Welt zusammen halten. Er lebt in zwei Welten; die der Wölfe und der Bären und die Bereicherung, die sich für ihn daraus ergibt, schimmert durch alle Bücher bzw. seine Abenteuer. Wer also Kinder in dem Alter hat (Leseempfehlung ab 10 Jahre), kann ihnen gut diese Reihe ans Herz legen. Die ersten drei Bände haben mir sehr gut gefallen, das war spannend und schön zu lesen. Ich hab noch zwei Bücher vor mir und bin sehr auf das Ende gespannt. In allen Büchern baut die Autorin etwas Mystisches um Faolan auf – wer oder was ist Faolan in dieser und jener Welt!? Ich hab eine Theorie. Und ich will wissen ob ich Recht habe. Ich bleibe dran. 🙂

Wer mir bei Instagram folgt, weiß, dass ich mich mit verschiedenen Mal-Stilen beschäftige. Doodeln, im Sinne von kritzeln, täglich ein bisschen, aber auch richtig Zeichnen lernen und aquarellieren. Ich habe einen Stapel Bücher zu diesen Themen zuhause, lese hier hinein, probiere da eine Übung, versuche das umzusetzen, was mir angeraten wird. Das „Basiswissen Aquarellmalerei“ habe ich inzwischen ganz ausgelesen und finde es ist das beste Buch mit dem ich gerade arbeite. Wie gesagt, es sind aktuell vier oder fünf gleichzeitig, ich habe also Auswahl- und Vergleichsmöglichkeiten. Es werden verschiedene Techniken erklärt, die man immer wieder am gleichen Motiv ausprobieren kann. Ich finde es sehr hilfreich, dass hier Empfehlungen ausgesprochen werden, welches Papier zur Übung passt, welcher Bleistift und welche Farben verwendet werden sollen. Bis jetzt fehlt mir in all meinen Büchern eine Übersicht, welcher Bleistift für was geeignet ist. Ich mache, nur als Beispiel, die Übungen in meinem Naturbuch „Die Kunst des Zeichnens“ und nirgends gibt es eine Empfehlung oder Erklärung, welcher Bleistift (hart, weich, mittel) für welche Übung gedacht ist, obwohl es eine Bleistiftbox zu den Büchern dazu gibt. Mir würde das sehr helfen. Ich probiere also Sachen aus und stelle dann fest: Nee, so geht es nicht, damit erziehle ich nicht den Effekt wie in der Vorlage zu sehen ist. Vielleicht ist das aber auch zu viel verlangt von einem Buch und ich müsste mal einen Kurs machen. Allerdings richtet es sich ja an Anfänger wie mich. Zudem werden Übungen auf gegenüberliegenden Seiten gestellt. Sobald man das Buch zuklappt, verschmieren beide Bilder und hinterlassen Abdrücke auf der jeweils anderen Seite. Ich habe mir daraufhin ein Fixativ-Spray gekauft und das Problem damit gelöst. Diesen Tipp bekam ich im Bastelladen. Im Buch stand davon nichts. Dieser Tipp gehört, m. E. ins Buch und zwar ganz an den Anfang. Just my two cents.

Jedenfalls.

Mir ist noch etwas anders aufgefallen, was nichts mit den Büchern zu tun hat, was mich aber dennoch beschäftigt. Seit ich meine Übungsbilder herzeige (#ausmeinemNotizbuch) werde ich regelmäßig gefragt, ob ich dann irgendwann meine eigenen Bücher illustriere. Ob ich meine Bilder verkaufe. Ich wurde sogar gefragt, ob ich einen anderen Job anstrebe. Ich staune über diese Fragen und bin ein paar Mal sprachlos dagestanden. Ich kritzele Blümchen und putzige Tierchen in ein Notizbuch. Das ist alles.

Ich weiß gar nicht, warum alles, was man im Leben tut diesen Leistungsanspruch haben muss. Also im Sinne von nützlich und profitabel. Ich mache das um abzuschalten. Es macht mir Spaß, ich kriege den Kopf frei, der Hashtag dazu lautet wohl #Resilienz. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich habe regelmäßig Tage, da möchte ich laut „Scheiße“ brüllen und mich wie ein Kleinkind auf den Boden schmeißen vor Wut und Frust und Streß. Ich bin aber kein Kind mehr und ich darf niemandem eine Kaffee-Tasse an den Kopf werfen, also patsche ich Farben auf Papier, schaue zu wie sie trockenen und freue mich, wenn ich anschließend wieder ruhiger bin, weniger gestresst. Also kein Leistungsanspruch, kein Profit. Ich weiß was mir hilft, und das mache ich dann. Klingt komisch, ist aber so. Die kurze Antwort auf diese Fragen lautet also Nein, nein und nein. Die lange Antwort würde ein paar Fragen beinhalten. Und den erstaunten Ausruf: Chill mal. 😉

Off Topic

Im August, im Urlaub habe ich noch eine kleine Beobachtung gemacht, von der ich dir erzählen will. Ich saß in einem Restaurant, es war Abend, die Sonne war schon untergegangen und meine Begleitung und ich wollten noch einen Absacker trinken. Am Nebentisch saß ein Ehepaar, dass mir allein deshalb auffiel, weil sie sich so angeregt unterhielten. Das Gegensatz-Programm, dass ich deutlich öfter sehe, sind Menschen, die sich gegenübersitzen, schweigend und an ihrem Glas herum drillen oder sich suchend im Raum umsehen, ob den irgendwo anders etwas passiert. Mir ist das auch schon so ergangen. Da ist man tagelang im Urlaub miteinander und irgendwann weiß man einfach nichts mehr zu erzählen. Diese beiden, je ein Glas Wein in der Hand, saßen nebeneinander, sich zugewandt und hatten sich viel zu sagen. Ihnen gegenüber saßen zwei Buben, vielleicht zehn und zwölf Jahre alt. Lesende Jungs sehe ich nun wirklich selten. Die Beiden hatte je einen dicken Wälzer in der Hand, soweit ich das sehen konnte ein Fantasy-Werk. Zumindest wirkte das Cover auf mich – auf die Entferndung – sehr nach Drachen und Abenteuer. Ich hab mich nicht getraut zu fragen, was sie denn lesen. Aber ich habe mich an dem Bild erfreut, dass sie zusammen abgaben. Das es sowas gibt. Toll.

~Caro

Als Larson das Glück wiederfand

Also eigentlich würde ich hier gerne das Buch „Als Larson das Glück wiederfand“ hübsch einbetten, aber ich bin zu doof, ich kriege es nicht hin. Bei anderen Büchern funktioniert es, bei diesem nicht. Es muss ohne Einbetten gehen, es geht ohne.

Ich habe dieses Bilderbuch in einer Gruppe bei Facebook entdeckt und muss dazu sagen: Ich mag Kinderbücher, ich mag Bilderbücher. Ganz grundsätzlich. Hier geht es um einen alten Mann, der nach dem Tod seiner Frau an Depressionen leidet. Die Geschichte an sich ist sehr knapp gehalten; ein kleiner Junge taucht auf und sagt „Bitte kümmere dich um meine Pflanze“ und drückt Larson einen Topf in die Hand. Von dem Gewächs ist noch nichts zu sehen.

Das Leben geht weiter. Das ist eine unheimlich harte, schmerzhafte Lebensweisheit, sie hat aber auch was tröstliches. Trauer und Verlust werden durch das Vergehen von Zeit nicht kleiner, nicht weniger schlimm. Aber wenn man einer Pflanze beim Wachsen zusieht, schöpft man, also in diesem Fall Larson, Hoffnung. Es geht weiter. Das tut es immer. Das Büchlein ist wunderschön illustriert, das hat mich schon online sehr angesprochen. Das Buch in den Händen zu halten, über die Bilder zu streichen, war dann aber noch schöner. Das Pflänzchen wächst also ganz zart. Und Larson kommt aus seinem Kokon heraus, lüftet, und lässt die Sonne wieder rein. Er putzt die Fenster, selbst sein alter Kater taucht wieder auf. Alles sehr, sehr hübsch. Und, meiner Meinung nach, nicht kitschig. Am Schluss bin ich los gezogen um eine Pflanze für mich zu kaufen. Eigentlich wollte ich Blumensamen in frische Erde drücken, aber es kam dann anders. Giesela wollte zu mir. Und ja, es geht uns gut! Das mit den Blumensamen mache ich aber auch noch. Etwas beim Gedeihen zuzusehen ist gut für die Seele. Und natürlich Bücher wie dieses. Ganz klar.

Produktinformation

  • Als Larson das Glück wiederfand von Martin Widmark (Autor), Emilia Dziubak (Illustrator), Ole Könnecke (Übersetzer)
  • Gebundene Ausgabe: 40 Seiten
  • Verlag: arsEdition (16. August 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3845825995
  • ISBN-13: 978-3845825991
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 – 7 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 1,2 x 28,7 cm

Monatsrückblick Februar 2019

Tops und Flops im Februar

Filme:

  • Handsome Devil ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • The Bridge Teil 2 ⭐️⭐️⭐️
  • Kong: Skull Island ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Bob, der Streuner ⭐️⭐️⭐️⭐️

Serien:

  • Black Earth Rising Staffel 1 ⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Titans Staffel 1 – abgebrochen
  • The Conners ⭐️⭐️⭐️
  • The Expanse Staffel 3 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • The Umbrella Academy ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Shameless Staffel 8 ⭐️⭐️⭐️

Bücher:

  • Mascha Kaléko – Mein Lied geht weiter ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Joseph Conrad – Herz der Finsternis ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Ian McEwan – Nussschale (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️
  • Schwarz Weiß Gedichte ⭐️⭐️
  • Die schönsten Gedichte ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
  • Konzepte Nr 37 / 2018 ⭐️⭐️⭐️⭐️

Musik: in der Dauerschleife

Getan:

  • Solo-Lesung: London in Love (Nachlese)
  • Jumping Kurs. Der Turnverein hat einen Schnupperkurs angeboten und da ich neugierig war, bin ich da hin gegangen. Und was soll ich sagen: Es war sehr toll.
 https://platform.twitter.com/widgets.js 

  • Kleidertauschparty
  • Kinder – und Jugendwochen in Stuttgart


Wir waren neulich im Schreibbuden-Einsatz bei den Kinder- und Jugendbuchwochen in Stuttgart. Ingo hat eine Schreibmaschine mitgebracht, für die Kinder, damit sie das Ding ausprobieren können. Seine „Monika“ ist robust, die hält auch mal aus, wenn man alle Tasten gleichzeitig drückt. Ich wiederum fand es faszinierend, dass sich ein paar der Kinder über eine Stunde mit der Schreibmaschine auseinander gesetzt haben, und viele gute Fragen hatten. 

Warum ist die Tatstatur so angeordnet? 
Wie schnell kann man damit schreiben?
Wo sind die Zahen? 
Was passiert, wenn ich DA drücke? 🙂

Leute, wenn ihr noch so ein altes Ding auf dem Dachboden habt, dann stellt das gute Stück doch ins Kinderzimmer. Erst ist die Mechanik faszinierend, dann die Welt der Buchstaben. Und es ergeben sich tolle Gespräche. Ich habe das gestern sehr genoßen.