Zeichnen lernen und abtauchen

Kritzelpixel und Katharina Hartwell

Ich war mal wieder in der Buchhandlung meines Vertrauens; Nachschub holen. Mein Activity-Book von Rob Biddulph ist fast voll. Ich habe noch zwei Motive zum mitmachen, dann muss was Neues her. 

Diese Woche ist das neue Zeichnen-lernen-Buch von Kritzelpixel (alias Isabel alias Honeyball) erschienen. Ich fand das erste Buch von ihr schon sehr klasse. Aber dieses Mal ist es, zumindest auf den ersten Blick wirklich perfekt. Endlich ist mal bei einem Kreativ-Buch das Papier so dick, dass nicht alle Fineliner durchbluten. Die Seiten lassen sich richtig aufschlagen, das bedeutet die Bindung ist nicht der totale Murks. Eine Freundin von mir füllt ein Ausmal-Buch nach dem anderen. Und dauernd tritt die gleiche Problematik auf: Das Buch löst sich auf, das Papier ist nicht gut geeignet, ist also zu glatt und taugt weder für Holzmalstifte noch für Fineliner und Filzstifte richtig gut. Sie hat dann immer Butterbrotpapier zwischen jeder Seite um zu verhindern, dass das Motiv links das auf der rechten Seite versaut. Ich habe mir vor längerem Mal ein Fixierspray gekauft und dann in einem meiner Übungsbücher meine Buntstift- und Bleistiftzeichnungen damit fixiert. Das hat schon viel geholfen. Jedenfalls. Dieses Buch bzw. die Übungen laden richtig ein, ich freu mich drauf.

Und dann: Lotte Römer hat mir jetzt mehrfach die Silbermeer-Saga von Katharina Hartwell empfohlen. Ich habe vor Jahren „Das fremde Meer“ von der Autorin gelesen und Lotte und ich waren uns einig: ganz toll. Ich habe dann aber nicht verfolgt, was nach dem Roman weiter von Katharina Hartwell erschienen ist. Das hole ich jetzt nach. Lotte und ich sind uns in Lese-Fragen oft einig. Wenn´s ihr gefällt, dann mir auch. Grüße von hier nach da, gell!

Kritzelpixel – Zeichnen lernen Tag für Tag

Katharina Hartwell – Die Silbermeer Saga Band 1 / Der König der Krähen

BAO – Absent Studio

Letztes Jahr habe ich die Serie „Home before dark“ auf Apple TV+ gebingt. Ich will jetzt nicht damit angeben, dass ich neben Netflix und Prime auch noch Apple TV+ habe, als wäre ich Krösus. Darum soll es nicht gehen. Wir haben Pandemie, was soll ich denn sonst tun? Auch noch stricken lernen? Dann ist die Verwandlung in meine Oma komplett. Also nein, einfach nein. Jedenfalls.

Die Serie kann ich herzlich empfehlen. Hilde, die 9-jährige Protagonistin versucht einen mysteriösen Mordfall aufzuklären. Das ist spannend, das kann man gut gucken. Viel wichtiger aber ist ihr Notizbuch. Hilde hat das tollste Notizbuch, dass ich je gesehen habe. Sie ermittelt damit und ich war zehn Folgen lang glühend neidisch auf dieses supi-dupi-Umhänge-Teil mit Reißverschluß und allem. Mussichauchhaben!

Ich habe das Internet befragt und keine Antwort bekommen, ich habe gesucht, geseufzt und schon fast aufgegeben. Es ist Pandemie, aber auch ohne diesen Umstand pflege ich eine ungute/ungesunde Marotte. Ich liege oft schlaflos im Bett und glotze aufs Handy. Ob ich nun schlecht schlafe, weil ich dauernd die Funkpeitsche in den Händen habe, oder ob ich da debil drauf glotze, weil ich schlecht schlafe – genaues weiß man nicht. Jedenfalls.

Bei Instagram entdeckte ich die BAO-Tasche von Absent Studio. Das kommt dem Notizbuch von Hilde noch am nächsten. Es ist nicht genau das, was ich gesucht habe, aber immerhin so sehr fast, dass ich das gute Stück käuflich erworben habe. Ich war nicht im Urlaub, auf keiner Veranstaltung, mein Wochenhighlight ist ein Spaziergang am Samstagmittag. Eine gute Freundin und ich, wir treffen uns unter freiem Himmel, tappen durch die Gegend und knurren uns nur noch an: „Geil, wir gehen schon wieder spazieren!“ Und auf die Frage „Links rum oder rechts rum“ mault die jeweils andere bloß noch „IST DOCH SCHEIßEGAL!“

Nach dem siebenhundertdreiundzanzigsten Mal kennt man jeden Stein, jeden Baum, jeden Hund in der Gegend – man kann das statt kriegen; fremde Hunde streicheln. Selbst die Köter knurren: „Nicht du schon wieder!“.

Was bleibt da also: Die große weite Welt im Internetz. Ich gucke mir Leute und Krempel an, bestelle Sachen. Plötzlich ist es mein sehnlichster Wunsch ein T-Shirt mit Raglanärmeln in gelb zu besitzen. Und das nicht nur deshalb, weil das Päckle dann zu groß für meinen Briefkasten ist und der Postmensch klingeln muss. „Hallo Hallo! Wie geht es dir, erzähl mir von deinen Hobbys, welcher ist dein drittliebster Dinosaurier, welche Blutgruppe hast du, erzähl einen Schwank aus deiner Jugend, ich will alles wissen – renn doch nicht schon wieder weg.“  Menno.

Nun habe ich also eine Notizbuchtasche und hocke hier wie ein fieser kleiner Kobold auf einem Goldtopf. Ich mache „Muhahahah“ und „Hehehehe.“ Die Haare sind wild, ich sehe verlottert aus und ein bisschen irre. Ich kann ja nirgends hin, mit dem Teil, aber jetzt ist es da und ich freue mich. Ich stelle mir vor, wenn ich dann endlich wieder raus darf, in die echte Welt, wie ich irgendwo sitze, in der Sonne, und Tee trinke, Kuchen esse, mit Leuten rede und Notizen in mein Täschle schreibe. Bis dahin sortiere ich Krempel. Welches Papier ist das Richtige? Welcher Stift schreibt am Schönsten? Was muss ich unbedingt dabeihaben, wenn ich unterwegs bin? Das sind total wichtige Entscheidungen, das muss gut überlegt sein. Besser ich kaufe auch noch Trennlätter und neue Textmarker, vielleicht ist ja irgendwann wieder was wichtig. Das Glück trifft den, der vorbereitet ist.

Hallo Glück, ich bin hier.

Caro mit Corona-Friese und BAO Tasche.

Haul im März

Ich war in der Buchhandlung meines Vertrauens, dann in der örtlichen Bücherei und schließlich noch beim Bücher-Flohmarkt. Und jetzt ist auf dem Foto gar nicht alles drauf, was ich diesen Monat mit nach Hause getragen habe. Drei der Bücher, die auf dem Bild zu sehen sind, habe ich obendrein beim BvjA-Stammtisch in Tübingen getauscht. Wir haben hitzig über Schreibratgeber diskutiert und ich war ganz erstaunt über das, was da zutage kam. Aber der Reihe nach.

Ganz oben, da siehst du einen Roman von Rosamunde Pilcher. Die ist vor kurzem verstorben und ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch keinen ihrer Romane gelesen habe. Das will ich jetzt ändern. Ich stand vor einer Kiste mit Pilcher-Liebesromanen. Kisten auf Flohmärkten haben ja sowas von Ramsch. Schade eigentlich, ich habe in solchen Kisten schon manchen Schatz gefunden. Und seit ich selbst einen Liebesroman geschrieben habe, werde ich mit einem interessanten Phänomen konfrontiert. Es ist völlig egal was IN dem Buch drin steht. In meinem oder in den Büchern von anderen Autor*Innen. Menschen haben ihre Meinung zu Qualität und Wertigkeit eines Romans. Am Beispiel von Rosamunde Pilcher: „So ein Kitsch. Aber die Filmaufnahmen sind immer so schön!“

Ich weiß nicht genau woher das kommt. Bei einem Krimi ist die Wertigkeit der Unterhaltung eine andere. Ich persönlich lese/sehe lieber eine nette Geschichte, die mich anrührt, als Mord und Totschlag. Aber das ist Geschmackssache. Chick-Lit. Den Begriff habe ich inzwischen oft gehört. Da steckt viel Wertigkeit drin oder eben nicht drin. Hühner-Literatur. Und dann noch: Ein Buch über Befindlichkeiten.

Ich will den Roman von Rosamunde Pilcher lesen und mir selbst ein Bild machen, damit ich mitreden und mitbewerten kann. Man kommt ja nicht drum rum. 😉

#Kurt von Sarah Kuttner habe ich inzwischen gelesen. Ein Buch über Befindlichkeiten. Diesen Ausdruck las ich irgendwo, in einem Interview oder einer Besprechung, es ist auch egal. Ich habe beschloßen diese Beschreibung völlig neutral anzunehmen. Das Buch selbst habe ich inzwischen gelesen, in einem Rutsch und Dreiviertel davon mit Pipi in den Augen. Meine Befindlichkeiten waren arg mitgenommen, aber die Geschichte, die Leichtigkeit trotz des schweren Themas waren genau das, was ich gebraucht habe. Ganz wunderbar!

Da ich die Polly-and-the-Puffin-Reihe so sehr mag, musste ich jetzt auch mal ein Buch der Autorin kaufen, dass für Erwachsene gedacht ist. Auch eine Liebesgeschichte. Yeah. #JennyColgan

Harry Quebert habe ich abgebrochen, ich bin nicht in der Zielgruppe.

Und die Schreibratgeber habe ich, wie schon gesagt, beim BvjA Stammtisch getauscht. Vier Leute brachten je einen großen Stapel Bücher mit. Ich nicht, ich war faul. Und nur zwei Bücher waren doppelt da. Allein das fand ich erstaunlich. Ich habe erwartet, dass wir nur eine kleine Auswahl haben würden, weil alle die gleiche Lektüre zum Thema Schreiben gekauft hätten. Haben wir aber nicht. Und jeder guckt ganz anders in so ein Buch rein, obwohl wir in der gleichen Zielgruppe sind. Die einen mögen einen Lexikon-Charakter zum nachschlagen, andere ausschweifende, fast literarische Erklärungen. Ich zum Beispiel stehe auf Übungen. Für mich ist das völlig logisch: Wenn ich Klavier lernen will, muss ich jede Woche ein paar Stunden mit üben verbringen. Schach spielen, tanzen, Mathe. Es ist egal. Üben bedeutet lernen. Lernen bedeutet Fehler zu machen. Und ich brauche einen sicheren Ort um Fehler machen zu dürfen. Die anderen waren anderer Meinung. Es klang so, als wäre jeder Text für die Öffentlichkeit geeignet. Schreiben, überarbeiten, veröffentlichen.

Wenn ich darüber nachdenke, wie viele Texte in meinen Notizbüchern und auf meiner Festplatte sind, die ich nie jemandem gezeigt habe, die nie das Licht der Welt erblickt haben… es ist gut so. Ich bin seit Jahren mit der get shorties Lesebühne unterwegs. Schreibe für jeden Auftritt eine neue Kurzgeschichte. Manchmal passt das auf Anhieb. Andere lese ich, Gags verrecken, und ich überarbeite, zwei oder gar drei Mal, bis es passt. Ich lerne, aber ich scheitere auch vor Publikum. Ich lerne viel. Vielleicht habe ich von den Auftritten mehr als das Publikum.

Aktuell befasse ich mich auch damit das Zeichnen zu lernen. Ich probiere verschiedene Materialen und Motive aus. Aquarell, Acryl, Tusche. Wer auf Anhieb ein Meisterwerk schafft, ist wohl ein Genie. Ich bin keins. Ich muss üben.

Fazit: Ich finde, man müsste die Zeit zum lesen der Bücher, dazu kaufen können.

Stay tuned.

Haul im Dezember

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Das Setting:

Schokoladenfest, Tübingen: s`Mädle isch satt, jetzt geht sie einkaufen.

Jetzt ist es so. Meine Lieblingsfarbe ist gelb. Gelbe Klamotten kann ich nicht anziehen, ich sehe augenblicklich grün und krank aus, das geht einfach nicht. Aber wenn etwas gelb ist, muss ich es haben. Das gilt für Nippes wie für Nützliches. Und was ist nützlicher als ein neues, gepunktetes Notizbuch und eine Teetasse? Eben. 
Jetzt ist es allerdings arg, dass es zu der wundertollen Tasse keine passende Kanne gibt. Menno.

In der Buchhandlung klagte ich einer Freundin, dass mein SUB keinen Gedichtband mehr her gibt, und ich Nachschub brauche. Sie sagte, ich bräuchte Mascha Kaléko. Ganz dringend. Ich kenne die gute Frau nicht, aber mein Vorsatz jeden Tag ein Gedicht zu lesen hält noch an, und so lernen wir uns jetzt über Weihnachten kennen. Das wird super. Lyrik, Tee und ein Notizbuch, das viel Platz für meine Eindrücke bietet. Was will man mehr? Was zu Naschen habe ich ja auch. 🙂

Die Bullet Journal Methode

Ein neuer Vorsatz für 2019 lautet: Mehr Ordnung ins Kopf-Chaos bringen. Ein Notizbuch führe ich ja schon lange. Eigentlich mehrere gleichzeitig, ständig suche ich Notizen und Gedanken und Textschnipsel. Ich mache ja auch viel. Große Projekte wie meinen neuen London-Roman (das Notizbuch dazu, das ich selbst gebastelt und im Copy-Shop habe drucken lassen, hat mich völlig in den Wahnsinn getrieben. Das war ne Scheißidee.) Und nebenbei habe ich viele kleine Dinge am laufen: Texte für den Blog oder Kurzgeschichten für die get shorties Lesebühne. Im Hintergrund tanzen ein paar Ideen für Leotrim Samba, und mein Opus Magnum, mein persönlicher Mount Everest in Buchform, klopft regelmäßig an die Tür meines Seelenhauses und bittet um Einlass. Und dann nervt es mich wahnsinnig, dass ich die besten Ideen beim Duschen habe, aber keine Möglichkeit mit Schaum im Auge irgendwo eine Notiz hinzukritzeln. Daher wird so ein Notizbuch, im schlimmstes Fall, auch mal nass.

Ich hätte gern ein Notizbuch für alles, übersichtlich und schlicht und trotzdem hübsch. Das neue Buch von Ryder Carroll verspricht das ja alles. Ich habe inzwischen mit dem Lesen begonnen. Ich bin da voll und ganz in der Zielgruppe. Aber so ein Vorsatz will auch ordentlich geplant sein, deshalb habe ich mir ein neues Notizbuch gekauft, mit dickem Papier, das nicht durchblutet. Gepunktet, damit ich darin auch doodeln kann. Nicht zu dick, weil dicke Notizbücher schüchtern mich ein, als wollten sie sagen: Wir haben jetzt eine feste Beziehung, jahrelang mein Fräulein.

Ich habe mich schon mit dicken Notizbüchern rum geschlagen, und weil ich die im Rucksack rum trage, überall hin mitnehme und täglich im Gebrauch habe, sehen die bald aus wie ein überfahrenes Tier. So ein Ding muss was aushalten, Platz für mehrere Monate bieten, aber bitte nicht Jahre. Ja, ich bin kompliziert. Sorry, not sorry.

Und dann war ich eh gerade am einkaufen. Ich treibe mich bei Pinterest herum und bei Facebook in diversen Bullet-Journal-Gruppen auf der Suche nach Ideen, Inspirationen, Anleitungen und Kaufempfehlungen.

Mein November-Haul sieht so aus: Das Buch „Nimm´s leicht“ von Andreas Rieck, 10 Tombow Stifte um das neue Bullet Journal hübsch zu gestalten, ein Lineal das in meinen Stiftpalast passt. Das Kartenset „Stay True“ habe ich geschenkt bekommen. Es sind 52 Karten, also nehme ich an, es ist so gedacht, jede Woche im Jahr eine Karte als Impulsgeber zu nutzen. Ich denke, ich bin nun ganz gut ausgestattet.

Frage: Was macht man mit dem Tombow N00? Was kann der? Das ist ja alles Neuland für mich. Bisher habe ich einen Füller genommen und Notizen gemacht. Und später die Notizen gesucht. 2019 wird alles besser. Übersichtlicher. Hoffe ich jedenfalls.

Führst du ein Notizbuch? Ein Bullet Journal? Bereitest du dich auf 2019 vor?

Haul

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Link-Liste:

Nachtrag: 

Das hier kann man mit dem Tombow N00 machen und ich find es wahnsinnig toll.

Haul im April

 

 

Eigentlich ist es nur ein halber Haul, weil ich „Backfisch Alarm“ gewonnen und nicht gekauft habe. Aber sei´s drum, ich habe zwei neue Bücher auf dem SUB und bin auf beide sehr gespannt. (Liebe Susanne, das Buch aus deiner Verlosung ist gut bei mir angekommen, vielen Dank! Link: Wortgestalten) Jedenfalls. Letzte Woche war Dmitrij Kapitelmann in der Buchhandlung Grimm´s lesen & genießen zu Gast (wie das war, kann man hier nachlesen) und so bin ich überhaupt auf den Autor aufmerksam geworden. Der hat uns Zuhörer den Abend über charmant und sympathisch durch sein Buch geführt. Ich habe das Buch gekauft, natürlich auch signieren lassen – ich finde es schön, nach einem gelungenen Abend ein neues Buch mein Eigen zu nennen, das mich mit Unterschrift, Datum und Ortsangabe immer daran erinnern wird: Ich war dabei. Wenn du jetzt denkst: „Pft, wie blöd ist das denn? Vergisst du das ohne ein Servus im Buch?“ Ja, stimmt. Ich vergesse viel, wenn der Tag lang ist. Daher schreibe ich in meine Bücher und Notizbücher wann und wo ich sie gekauft habe bzw. von wem ich sie geschenkt bekommen habe. In den Notizbüchern steht der Zeitraum drin, von wann bis wann ich es genutzt habe, in meiner Lektüre das Datum, wann ich sie gelesen habe. Überhaupt, ein Buch ist für mich ein Gebrauchsgegenstand. Ich schreibe da viel hinein. Wörter, die ich nicht kenne, streiche ich an, um sie später nachzuschlagen. An den Rand kritzel´ ich dann die Definition. Passagen, die mir gefallen, unterstreiche ich. Wenn mir ein Buch nicht gefällt, markiere ich die Seite, auf der ich abgebrochen habe. Meist sogar mit einer Begründung, warum. Nur Eselsohren mache ich keine in meine Bücher. Ich bin ja mein Banause. 😉

Jedenfalls. Ostern steht vor der Tür, und ich habe schöne, neue Bücher im Haus. Das Wetter soll ja auch gut werden. Also liege ich auf den Balkon, mit Buch, Bleistift und einem Lächeln.

Ach, und das habe ich noch gekauft. Ein Spiel aus meiner Kindheit. Mit den Brüdern habe ich Stunden damit zugebracht, was sage ich: Wochen. Lange Mittage, die in den Abend übergingen und spät wurden. Mein Hotel ist total zerspielt, die Scheine abgegriffen, die Schachtel kaputt. Nun habe ich Shpock ausprobiert und prompt Erfolg gehabt. Ein gebrauchtes Spiel (quasi wie neu), dem man den Vorbesitzer nicht ansieht. Ich werde es zu Ostern verschenken und hoffentlich lange Mittage, die in den Abend übergehen, spielend verbringen.

Und wie gut die Bücher waren, erzähle ich dir dann nach Ostern.

~Caro

 

 

 

Ein kleines Update

Neuzugang im Juni

Ich habe Maras Rezension zu „Arbeit und Struktur“ gelesen und bin gleich los geflitzt um das Buch zu kaufen. Vor Monaten schon, habe ich den Link zum Blog von Wolfgang Herrendorf in meiner Liste „Ungelesene Artikel und Blogbeiträge“ hinzugefügt und es damit belassen. Mir war nicht klar, dass es die Blog-Texte inzwischen als Buch gibt. Das kommt mir nämlich sehr entgegen, ich finde längere Texte am Bildschirm lesen zu müssen, sehr mühselig. Und weil ich eh gerade in der Buchhandlung meines Vertrauens war, habe ich „Tschick“ gleich auch noch mitgenommen. Und so wächst mein SUB wieder.

Siehe auch: Lese-Challenge 2016

 

2016-06-16 18.02.19
Wolfgang Herrndorf

 

Kräuter-Update

Inzwischen wächst auch in Topf Nummer 3 Grünzeug heran. Und das bei meinem Talent mich um Pflanzen und Gewächse zu kümmern. Ich bin sehr begeistert, dass trotz meiner stümperhaften Herangehensweise etwas wächst. Hui.

 

2016-06-15 18.28.22
Kräuter-Uppdate #2

 

Und zum Schluss: This Book belongs to?

Mich überfällt manches Mal der Tatendrang. Das läuft so ab: Es regnet und ich bin ungemein deprimiert. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ich etwas sage wie: „Ich ertränke mich jetzt im Blumenkübel des Nachbarn, es hat doch alles keinen Sinn!“

Und dann blitzt irgendwo die Sonne durch die Wolken und ich brülle: „ACCIO WELTHERRSCHAFT“. Wenn das passiert, kaufe ich viele Dinge. Bücher, Notizkladden, Stifte, Blumensamen (siehe oben) und ich räume auf. Die Küche und den Schreibtisch, das Bad und den Keller. Wenn die Sonne selbstbewußt ist, mach ich sogar das Tor zur Hölle auf (der Schrank unter der Spüle) und sehe, was da los ist, ob es was für mich zu tun gibt. Ich will dann augenblicklich alle Sachbücher durchackern, alle anderen Bücher mit Genuss auf dem Balkon lesen, SÄMTLICHE Entwürfe zu Ende schreiben, kurz die literarische Weltherrschaft erobern und alles erledigen, was je auf einer meiner To-Do-Listen gestanden hat.

In dieser Stimmung stand ich in einem Schreibwarengeschäft. (Können wir kurz fürs Protokoll festhalten, das Schreibwarenläden die tollsten Läden von allen sind? Ja? Danke! Weiter im Text.) Jedenfalls. Da stand ich und dachte an mein Bücherregal zuhause, an die Notizbücher dort, und ich war sehr stolz auf mich, dass ich den Laden, obwohl er so toll war, ohne Notizbuch verlassen und in meinem Fundus ein neues herausgesucht habe. Eines von Leuchtturm 1917, das ist gelb und so unglaublich schön, dass ich alle Gedanken hinein schreibe, die Guten, die Langweiligen, die Gemeinen und viele, viele Listen. Das Gelb ruft dauernd nach mir:

*winke winke*

Und ich sage: Ja, doch Liebelein, ich beachte dich ja. Ich muss ja noch etwas recherchieren, das könnte ich notieren. Und dann wär da noch diese Grafik, die ich schon lange mal skizzieren wollte… und ach, ich schweife ab. Der Blogbeitrag. Hier. Jetzt.

Warte kurz, Liebelein. Gleich hab ich wider Zeit für dich.

Ähm ja, ich rede mit ihm… egal. Worauf ich hinaus will. Achtung! Ich habe diese Aufkleber in meinem Aufräumwahn gefunden. Die klebt man in seine Bücher hinein und schreibt dann seinen Namen dazu. Das machen Menschen, die Bücher verleihen. Da ich aber nur zwei Sorten Bücher besitze, passiert mir das nicht.

Ich habe Bücher, die gefallen mir, die verleihe ich aber nicht.

Und ich habe Bücher, die gefallen mir nicht, die verschenke ich. Da muss also weder mein Name noch so ein solcher Bäbber rein.

Der/Die erste, die Interesse hat und sich meldet, kriegt die geschenkt. Zum weg werfen sind sie nämlich zu schade.

Also. Anyone?

 

~Caro

2016-06-15 18.37.02
Wer will mich?