Monatsrückblick November 2018

Tops und Flops im November

[Achtung, ganz viel unbezahlte Werbung. Hui.]

© cmh_gedoodel

Jeden Monat möchte ich ein „Tops und Flops“ schreiben, und immer kommt mir was dazwischen. Heute klappt es endlich mal. Das bedeutet aber noch nicht, dass ich hier jetzt eine schöne Regelmäßigkeit rein kriege. 

Aber der Reihe nach.

Ich nutze diverse Kanäle: Twitter, Instagram, Pinterest. Twitter nervt mich zunehmend. Immer wenn ich in meine Filterblase hinein schaue, habe ich den Eindruck permanenter Empörung. Viele Themen nehme ich nur dort wahr, in meinem Alltag findet dieser #Aufschrei nicht statt. Es sei jetzt dahin gestellt, ob das gut oder schlecht ist. Grundsätzlich habe ich auch meine Themen, die mir wichtig sind, für oder gegen die ich mich einsetze. Was ich nicht mag ist der Vorwurf, wenn man sich nicht aufregt, ist einem automatisch alles egal. Ich glaube, dass zwischen Gleichgültigkeit und Kampfgebrüll sehr viel Raum ist. Ich möchte mich lieber dort aufhalten, Lösungen suchen, diskutieren (anständig!) und handeln (wo es eben geht). Nehmen wir als Beispiel den Black Friday. Ohne Twitter hätte ich nicht mal mitgekriegt, dass der statt findet. (Weil es mir tatsächlich egal ist). Bei Twitter fand wieder ein Geschrei statt, das in keinem Verhältnis steht. Konsum-Huren vs. Weltverbesserer. Leute, die 1000 Euro für Unsinn ausgeben gegen Leute, die ausgerechnet an dem Tag kein Geld ausgeben. (An allen anderen natürlich schon, da ist es auch nicht verwerflich. Scheiß Doppelmoral.) 

Ich sehe das so: Wer sich fair gehandelte Klamotten für teuer Geld leisten kann und es auch tut: Schön für dich. 

Und wer seine Wäsche vier Monate zur Schwiegermutter bringt, weil die Waschmaschine kaputt ist, und abwarten muss, bis eine solche Aktion genug Rabatt anbietet um eine neue zu kaufen, und dann noch ein paar Weihnachtsgeschenke für die Kinder raus springen: Nicht so schön für dich. 

Ich persönlich verstehe Menschen nicht, die vor dem Apple Store übernachten für ein Handy. Muss ich auch nicht. Und wenn Freunde von mir Lebensmittel bei der Tafel kaufen (aus Gründen), dann tut es mir nicht weh, Milch und Eier und Obst zu kaufen und dann zu sagen: „Hör mal, ich habe die Sachen gekauft, kann sie aber nicht schnell genug aufbrauchen. Die werden mir schlecht – nimmst du die bitte?“ 

Und was andere, fremde Leute im Internet machen, ist mir dann tatsächlich egal. 

Aus dem Grund, weil ich nicht dauernd empört sein will, habe ich mir Instagram zugelegt. (Harborlight82) Ein bisschen Bildchen herzen, das ist nicht anstrengend, und trotzdem Internet-Kram mit Menschen. Ich teste das jetzt. Ich habe auch Pinterest, allerdings bin ich dafür zu doof. Ich verstehe es nicht. Ist das in Sachen Urheberecht nicht der Super-Gau?

Ein Beispiel. Ich habe neulich Melissa Dinwiddie entdeckt. Die doodelt. Das bedeutet, sie malt einfach drauf los, das ist hübsch und entspannend, sieht auch noch nett aus, spricht mich sehr an, und hat eben nicht den Anspruch die hohe Kunst zu sein. Ich habe also ein Notizbuch genommen und in meiner Mittagspause fröhlich nachgedoodelt. Wenn ich dir das jetzt zeigen wollen würde, und ein Flip-Through-Video mache, dann verletze ich doch ihr Urheberrecht, oder etwa nicht? Ich habe ihre Vorlagen benutzt. Und bei Pinterest läuft das aber so ab. Leute stellen ihre Bilder ein (Clarissa Hagenmeyer, zum Beispiel. Sehr toll, das alles) andere malen das nach, stellen es ebenfalls rein – und das ist ok? Die Frage ist ernst gemeint. Kann ich meine Bildchen hier teilen? Ohne Schwierigkeiten zu kriegen?  

Jedenfalls. Hier habe ich mich in letzter Zeit rumgetrieben und inspirieren lassen:

Gesehen

Bei Arte gibt es gerade jede Menge Beiträge zum Thema Menschenrechte. Da habe ich in der Mediathek nun vier Dokumentationen gesehen. 

  • London Underground und Scotland Yard Dokumentation
  • Bodyguard (Netflix)
  • The Good Doctor (Die Serie nervt mich. Ist das tatsächlich ein Symptom von Autismus, dass die Stimme am Ende immer nach oben geht? Alles, was Shaun sagt  klingt übertrieben fröhlich. „Du stirbst!“)

  • Avengers Infinity War (Boah. Wo soll ich nur anfangen?)
  • Making a Murderer Staffel 2

Die zweite Staffel hat mich mindestens so sehr aufgewühlt wie die erste Staffel. Meine Güte. Was wurde aus „Im Zweifel für den Angeklagten“? Ich weiß nicht, was mit Teresa passiert ist, aber ich glaube nicht, dass Steven Avery sie umgebracht hat. Da sind so viele Ungereimtheiten, so viele Zweifel. Ich habe den Eindruck, da ist Murphys Gesetz am Werk, weil anders kann ich mir nicht erklären, dass so viele Umstände ineinander greifen um diesen Mann und seinen Neffen in den Knast zu bringen. In der zweiten Staffel ging es ja mehr um Brendan. Der arme Junge sitzt im Gefängnis, weil er dumm ist, nicht weil er erwiesenermaßen schuldig ist. Ich finde es eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Ich habe sein Geständnis gesehen. Da sitzt, meiner Meinung nach, ein Kind, dass keinen blassen Schimmer hat, worum es eigentlich geht. Und was in der zweiten Staffel vernachlässigt wird, ist der Umstand, dass sein Anwalt ihn noch mehr in die Scheiße geritten hat – später. 

Nachdem die Polizei ihm vorgeplappert hat, was er sagen soll, und Brendan wie bei einer Schulaufgabe versucht hat, die richtigen Antworten zu erraten, wollte sein Anwalt, bei der Verhandlung, dass er Teresas Leid schildert. Er gibt ihm ein Blatt Papier, einen Bleistift und sagt ihm: „Mal eine Frau, die auf einem Bett liegt. Mal sie ans Bett gefesselt.“ Und Brendan tut, was man von ihm verlangt. Weil er einen IQ von 86 hat, weil er kein Selbstbewusstsein, kein Selbstvertrauen hat, weil er nicht versteht, was das bedeutet: Das er sich selbst belastet. Jeder andere Anwalt hätte ihm gesagt: „Brendan, halt den Mund. Du musst nichts sagen, was dich belastet.“ Mit einem guten Anwalt wäre das so nie und nimmer gelaufen.

Und alle Anwälte der Anklage stürzt sich auf diese Schilderung. Die arme Teresa, die arme Familie. Das nenne ich emotionale Erpressung. Die Frau wurde also vergewaltigt. Mit einem Messer in den Bauch gestochen, dann in den Hals, dann noch erschossen. Ah ja.

Ich verstehe so viel: Im Auto war ihr Blut. An der Feuerstelle wurden menschliche Knochen gefunden. Keiner sagt: Es sind Teresas Knochen. Es sind menschliche Knochen. Im Schlafzimmer von Steven war kein Blut, kein Haar, keine Kampfspuren. Diese zwei Männer sollen also eine Frau so brutal umgebracht, aber mit ihrem minderen Verstand alle Beweise so gut beseitig haben, dass niemand, trotz wiederholter Durchsuchungen ein Fitzelchen von der Frau findet (und dieser Wohnwagen von Steven sieht aus wie Sau – so, als ob da ein lediger Mann wohnt, der in seinem Leben noch nie den Boden gewischt oder das Bad geputzt hat!) Und dann gehen sie hinter das Haus um mit zwei Autoreifen und ein paar Holzbrettern einen menschlichen Körper bis zur Unkenntlichkeit zu verbrennen?

Ich weiß soviel: Wenn in Indien ein Angehöriger stirbt, dann kauft die Familie 250 Kilo Holz für die Verbrennung. Das dauert. Und selbst da bleibt mehr übrig als ein Stück vom Hüftknochen. Also. Ich glaube diese Geschichte nicht.  

Ich frage mich auch die ganze Zeit: Was, wenn Teresa keinen Bock mehr auf ihr Leben hatte? Ein bisschen Blut ins Auto, das gute Stück abgestellt und ab in ein neues Leben!? Soll es ja geben. Auch das glaube ich nicht. Es steht aber auch nicht zur Debatte. Ich bin überzeugt, die Frau ist tot. Vielleicht ein Unfall; angefahren und dann vertuscht. Und Steven Avery ist der Sündenbock. Vielleicht ist wirklich jemand gekommen, hat sie vergewaltigt, ermordet, irgendwo verscharrt. 

Aber, da es keine Leiche gibt, gibt es auch keinen einzigen Beweis dafür, dass Steven und Brendan sie vergewaltigt haben, erstochen und erschossen. Es ist nicht mal klar, ob sie vollständig verbrannt wurde, weil nicht klar ist, ob die gefundenen Knochen ihre sind. 

Und jeder Anwalt, bei jeder Anhörung so: „Brendan hat gesagt, sie hätte geschrien. Sie hat gelitten. Er hat ein Bild gemalt, auf dem eine Frau an ein Bett gefesselt ist.“ 

Und das reicht. Das reicht für Lebenslang. Meine Fresse. Ausser dieser Aussage, genötigt von Polizei und vom Anwalt, gibt es keinen Beweis, dass Brendan jemals Teresa begegnet ist. 

Und dann habe ich noch kein Wort zu Ken Kratz gesagt. Man mag mir jetzt vorwerfen: „Caro, du magst den Kerl nicht.“ Stimmt. Er hat die Stimme eines Bübchens, dass die Pubertät noch nicht ganz durchgemacht hat. Ich kann den Kerl nicht ausstehen. Er ist mir unsympathisch. Er hat meiner Meinung nach einen persönlichen Feldzug gegen Steven Avery geführt und ist mit allem durchgekommen. Er hat öffentlich für Stevens Verurteilung gesorgt, lange bevor sich irgendein Gericht mit dem Fall befassen konnte. Das ist moralisch und ethisch eine riesen Sauerei. 

Ziehen wir mal kurz die Möglichkeit in Betracht, wie Wahrscheinlich es ist, zwei Mal im Knast zu landen, für etwas, dass man nicht begangen hat. Die Familie müsste ja katastrophenerprobt sein. Mir tun alle Beteiligten leid. ich würde gerne wissen, was wirklich passiert ist. Aber selbst, wenn die Wahrheit noch ans Licht kommt, bedeutet das nicht, dass Steven und Brendan noch mal frei kommen. Und ich bin nicht überzeugt, dass diese beiden einen Mord begangen haben. Mich wundert und ärgert, dass so viele Richter, im Laufe der Zeit zu dem Urteil kommen: Doch, doch.  

Im Zweifel für den Angeklagten für den Arsch.

  • Der große Trip

Warum müssen sich Menschen , die sich selbst suchen und dann finden, so sehr quälen? Nachdenken, das geht auch zuhause. Gut, da wär die Aussicht nicht so schön.

 

  • Kino: Grindelwalds Verbrechen

Als erstes: Seit dem dritten Harry Potter Band/Film, ist das keine Kindergeschichte mehr. Warum gehen Menschen mit Kindern unter 10 Jahren in diesen Film? 

Die ganze Sache ist sehr voll, sehr komplex, fast überladen. Ich sehe die Bezüge, die Verbindungen in alle Richtungen, ich freue mich auch darüber, schließlich bin ich im Harry Potter Universum zuhause. I´m a Gryffindor, you know? Schön wäre gewesen, das ganze etwas besser zu durchdenken – ich habe auch die Logikfehler gesehen. Auch wenn ich da viel verzeihen kann. Objektiv bin ich da schon lange nicht mehr. Ich mag Newt. Ich mag den jungen Dumbledore. Ich mag Grindelwald als Bösewicht. Ich werde mir den Film noch mal anschauen, in Ruhe. Ohne atemlos durch die Gegend zu rennen, kopflos, um ja nichts zu verpassen.  

  • Bildschöne Welt (Staffel 1 & 2)
  • Christmas Chronicles (Brauchst du nicht gucken. Hab ich schon für dich getan. Das beste am Film ist der Trailer. )
  • Nappily ever after
  • Die Frau des Zeitreisenden
  • Geniale Innenarchitektur 

Gelesen

  • Die Malerin (Ich hätte das Buch nicht lesen sollen. Ich mag Kandinskys Kunst. Als Mensch war er nicht herausragend, und nicht schön anzusehen. Wirklich nicht.)
  • Der Clan der Wölfe (Es ist unheimlich süß; der Lieblingsneffe empfiehlt inzwischen mir Bücher, statt ich ihm. Das ist sehr toll.)
  • BvjA-Anthologie: 30 

Veranstaltungen

  • Vortrag zum Thema Gelassenheit + Buch „Nimm´s leicht“ von Andreas Rieck

Da sind wir schon wieder beim Thema. Es kostet wahnsinnig viel Energie, wenn man sich dauernd über alles aufregt. Die hier vorgestellte Methode spricht mich sehr an, ich habe das Buch gekauft. Mal sehen, ob ich es umgesetzt bringe. Der Vortrag war jedenfalls sehr inspirierend. 

  • Lesung „Das Nachtfräuleinspiel“ 
  • Kenner trinken Württemberger

Musik:

  • Simon & Garfunkel: Greatest Hits (Ich armer Mensch habe bisher keine Greatest Hits CD besessen, das habe ich nun geändert!)
  • Immer noch Meat Loaf: Paradies by the dashboard Light in der Dauerschleife
  • Mumford and sons: Delta (Immer noch meine Lieblingsband, und ich glaube die einzige, von der ich alle Alben besitze.)
  • Hayden – Die Schöpfung (Gänsehaut. Singt dem Herrn alle Stimmen)

Apps

  • 7 Mind
  • Rayman Adventures
  • Love Book App

7Mind Planer 2018

7Mind Planer 2018

 

Ich behandle meinen Blog gerade wie ein ungeliebtes Stiefkind. Aus Gründen. Im Offline-Leben gibt es so viel zu tun. Ich will hier gar nicht groß rum jammern, sondern von meinem Notizbuch erzählen, dass ich aktuell benutze. Aber alles der Reihe nach.

Ich schlafe schlecht und weil das so ist, habe ich schon diverse Dinge ausprobiert. Progressive Muskelentspannung zum Beispiel, oder auch Yoga. Aber in den Kursen hatte es andere Menschen und die regen mich auf, weil die ungefragt reden oder unschöne Geräusche machen und deshalb war das für meine Schlafproblemlösung nicht förderlich.

Sobald ich mich hinlege, springt Das Gedanken-Hamsterrad an, irgendein Körperteil hibbelt vor sich hin, ein Arzt würde mir wohl tiptop Hospitalimus diagnostizieren oder ADHS oder Hyperaktivität oder irgendwas mit einem hübschen Namen. In meinem Kopf wohnt ein Hamster Namens Hubert. Klingt komisch, ist aber so. Hubert rennt dann wie Irre in seinem Rad und will den ganzen Tag noch mal besprechen. Ganz schlimm sind Autofahrten. Wenn ich drei oder vier Stunden Auto fahren musste und mich dann hinlege, mache ich halbdösig die ganze Fahrt noch mal durch. Gerne mit dem Hinweis, „Caro, hier hättest du dich fast umgebracht“ und „Ach, mal wieder einen Radfahrer übersehen? Ging ja glimpflich ab, die schusselige Glücksfee.“

Manchmal geht Hubert auch tief ins Gedankenarchiv und holt lang Verschollenes hervor wie zum Beispiel das „Klavierkonzert“ in der Musikschule 1992, als ich nasebohrend und mit einer Hand „Alle Vögel sind schon da“ vor versammelten Eltern spielen musste, in einem Kleid, das lila war, mit grünen LSD-süchtigen Hasen drauf, die mir heute noch einen Schauer über den Rücken jagen und mich schlaflos in meinem Bett rotieren lassen.

Und dann gibt es Phasen, da arbeite ich an einem Projekt. Hubert rennt, und brüllt „TERMINDRUCK! OGOTTOGOTT.“ Dabei sind wir Atheisten. Ich kann Stunden vor dem Computer sitzen und versuchen mir Wörter, sinnvolle Sätze und eine Handlung aus dem Hirn zu pressen wie Wasser aus einem alten Putzlumpen. Kaum berührt mein Kopf ein Kissen, sagt Hubert „Hallo Caro, wie wär es denn damit? Person X macht das, Person Y macht das, und hier drücken wir auf die Tränendrüse. Das wird super.“

Wenn ich mir überlege, wie viele Bücher ich des Nachts schon geschrieben habe, unwiederbringlich verloren, weil mein blödes Hirn an keinen Drucker angeschlossen ist, ich zu faul war alles aufzuschreiben (weil Müde) und ich am Morgen alles vergessen habe… Das muss inzwischen eine Bibliothek sein. Und dabei hätte ich einfach nur gern etwas Ruhe, etwas Frieden im Oberstübchen. Augen zu, Affe tot. Oder so ähnlich.

Nach dem das mit den Kursen und den anderen Menschen nicht so gut funktioniert hat, musste eine andere Lösung her. Ich habe diverse Apps ausprobiert, Achtsamkeit, Meditation und all das. Ich habe eigentlich nur ein Kriterium: Wie klingt die Stimme desjenigen, der mich da vollquatscht? Redet der schnell oder langsam? Und so bin ich bei 7Mind gelandet. Ich weiß nicht genau warum, aber eine Männerstimme ist mir lieber. Ich habe beides ausprobiert und leider Gottes (Schon wieder!) gibt es keine Entspannungs-CD oder App mit Harry Rowohlts Stimme, die mich in den Schlaf brummelt. (Er fehlt! Nicht nur, weil er diese Marktlücke nicht geschlossen hat, der olle Brummbär. Das es ihn nicht mehr gibt, ist ganz grundsätzlich ein herber Verlust!)

 

 

Die App 7Mind nutze ich schon seit einigen Monaten um mit meinem Streß-Level klar zu kommen, um besser einzuschlafen, um nicht in blinder Wut meine Mitmenschen hinzumetzeln. Ich denke in letzter Zeit oft an Bruce Banner, der in einem Film mal sagte: „Ich bin immer wütend.“ Und ich dachte nur: Ich versteh dich so gut, Bruder. Ich bin ein Hulk mit rosa Schleifchen im Haar. Ich nehme, dank des Kurses nun besser, bewusster wahr, wie ich das Schleifchen aus der Hosentasche nehme, es mir ins Haar knote um dann loszulegen: BÄM. Es nervt mich, hinterher immer so viel Blut aufwischen zu müssen. Ich hoffe, das Problem kriege ich auch noch in den Griff. Irgendwann. Wenn alles besser wird.

Also die App, die Übungen funktionieren. Meistens. Das Einschlafen klappt nicht jeden Abend, aber oft genug. Der Streß, also bewusst wahrzunehmen, das passiert gerade, dass macht es mit mir, gelingt mir… gelegentlich. Ich übe noch.

Nach der App habe ich den Planer entdeckt. Ich liebe Listen. Ich habe (natürlich!) ein Bullet Journal. Mehrere um ehrlich zu sein. Also brauchte ich auch den Planer von 7Mind. Der kommt mir sehr entgegen. Weil da Platz ist für den täglichen Terz, weil er mich jeden Tag fragt, „Wofür bist du heute dankbar“ und ich erschrecke ein bisschen darüber, wie oft ich am Abend nachdenken muss: „Was war den Gut heute?“ Das ist wirklich eine gute Übung. Der Gewohnheiten-Tracker ist das Beste. Hier kann ich eintragen, was ich gerne machen will, täglich, wöchentlich. Und auch, was geklappt hat. Auf einen Blick. Manchmal kann es so einfach sein.

Der Planer fragt mich: Was willst du diesen Monat erreichen? Und 30 Tage später muss ich darüber nachdenken: Was wollte ich? Was habe ich geschafft? Was lief gut, was nicht? Und warum war das so? Für all diese Dinge ist Platz, und das ist gut. Weil ich sonst im Wust des Alltags so viel übersehe. Das bedeutet nun nicht, dass ich all meine Gewohnheiten schon umgesetzt habe und vor Glück beinahe platze. Aber es hilft mir zu sehen, wo meine Probleme liegen, was ich hin kriege und was nicht. Es zwingt mich darüber nachzudenken: Wenn X nicht funktioniert, diesen Monat nicht, letzten Monat nicht, vielleicht lässt du es sein? Vielleicht braucht es hier einen anderen Ansatz?

Im Januar habe ich den Vorsatz gefasst endlich abzunehmen. Monatelang war ich unzufrieden, aß nur Mist, was zu mehr Gewicht, zu mehr Frust führte. Der Gewohnheiten-Tracker hat ein paar Dinge offen gelegt, der Tee 7×7 hat ein paar andere Dinge reguliert und das Ergebnis sind 6 Kilo weniger. Das lässt sich doch sehen!?

 

To make a long story short. Ich schreibe wieder.

~Caro

 

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Story Cubes

Zur StoryCube App

Die Handhabe ist schnell erklärt. Man hat neun Würfel zur Verfügung, entweder Echte oder wie in meinem Fall Digitale auf dem iPad. Auf jedem Würfel sind verschiedene Motive drauf, zum Beispiel eine Burg, eine Brücke, ein Lagerfeuer undsoweiter. Hingeworfen ergeben sich verschiedene Möglichkeiten eine Geschichte zu konstruieren. Es ist im Prinzip egal, ob man sie nimmt, wie hingeworfen, ob man nochmal eine „Reihenfolge“ sortiert oder ob man sich einfach drei nimmt, die einen ansprechen. Am Schluss hat man mehrere Motive die scheinbar nicht zusammen gehören und versucht diese in eine Geschichte zu verwandeln.

Ich habe fest gestellt, in meiner Schreibgruppe können mit dieser Methode fast alle gut umgehen, weil es locker und ohne Zwang ist - um als Warmschreib-Methode vor der eigentlichen Arbeit den Kopf frei zu kriegen. Das ist dann selten hohe Literatur, bricht aber das Eis und den eigenen Erwartungsdruck. Man legt einfach los.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich selbst die StoryCubes nur dann verwende, wenn das Tagebuch schon vollgeschrieben ist, mit Eindrücken und Ereignissen, wenn ich absolut keine Lust auf meine Entwürfe habe, die im Unerledigt-Ordner um Aufmerksamkeit buhlen und mir so gar nichts einfällt, was ich statt dessen machen kann. Dann würfle ich und hoffe, dass mein Hirn tolle Dinge assoziiert und mein Unterbewusstsein einen Text ausspuckt, den ich nicht erwartet und den ich ohne Würfel nie zustande gebracht hätte. Aber das ist wohl genau der Sinn der Sache.

 🙂

Blog Reader!?

Ich hätte bittegernedanke eine eierlegende Wollmilchsau.
Gibt es sowas?
Momentan ist es nämlich so. Übers ganze Internetz verteilt hat es interessante Blogs. Ein paar habe ich schon gefunden, mit spielerischem Ehrgeiz. Würde irgendwann gerne sagen: Ich hab das Internet leer gelesen.
Mindestens.
Jedenfalls. Ich bekomme Email-Benachtichtigungen. Zumindest bei manchen Blogs, bei Erscheinen neuer Artikel. Und ich hab den WordPress-Reader, den ich fleissig mit URLs gefüttert habe. Und ich habe eine Favoriten-Liste. Das ist alles so, als würde ich mir wichtige Sachen auf eine Serviette schreiben. So geht das nicht!
Gibt es einen Reader, der alles kann? Ich möchte meine Lieblingsschreiber abonnieren, klicken was mir gefällt und meinen Senf drunter schreiben, wo er nötig ist. Ohne mich jedes Mal irgendwo neu anzumelden.
Ich bin am letzten Punkt schon diverse Male gescheitert.

Wo kann man hier bitte kommentieren und wie?
(Bin ich zu doof fürs Netz? Ich dachte hier wär Platz für alle Befindlichkeiten?)

So, jetzt du!

~Caro

Apps für Schriftsteller

Ich schaue in regelmäßigen Abständen im AppStore vorbei auf der Suche nach kleinen Helfern für mein Chaos im Kopf. Diese Woche habe ich BookCreator ausprobiert und schon nach wenigen Sekunden stellte ich fest: Rausgeworfenes Geld.

Sicherlich ist es eine hübsche Idee, Orte, Charaktere und Ideen aufschreiben und strukturieren zu können. Wenn man das aber nicht exportieren kann, ist die hübsche Idee sofort nutzlos.

Die Tipps erweisen sich als Links zu Amazon, oder ganz knapp zusammen gefasste Informationen – selbst für Anfänger vermutlich nicht neu. Die 100 Satzanfänge sind einzelne Worte, im Prinzip nur Füllwörter und Blödsinn. Wenn man sich schon ein paar Tage mit dem Schreiben beschäftigt, ist einem auf einen Blick klar: SO fängt man keine Geschichte an. Die zehn Ratschläge zur Schreibblockade sind nur oberflächliches BlaBla. Selbst blutige Anfänger, die noch keine Seite geschrieben haben und sich noch mit dem Gedanken beschäftigen: „Ich könnte ja mal ein Buch schreiben“ werden hier ganz schnell an ihre Grenzen kommen. Da gibt es bessere und günstigere Apps.

Beispielsweise: iDeas for Writing

Die App selber macht einen noch nicht zum Schriftsteller. Aber sie bietet Übungen und Anregungen, für Wochen und Monate, wenn man will. Es gibt Aufgaben von leicht bis schwer; Fünf Wörter Aufgaben, Charakterbeschreibungen, Satzanfänge und noch einiges mehr. Das einzige Manko hier; Die App ist nur in Englisch erhältlich.

Der größte Unterschied zwischen diesen Apps ist der, dass man BookCreator befüllen muss, während man zum Beispiel konkret an einem Mauskript arbeitet und sich fragt: Wie sieht mein Handlungsort aus, was macht meine Figuren aus?

iDeas for Writing liefert, wie der Name schon sagt, Ideen und regt an, einfach los zu legen ohne sich groß zu fragen: Was soll ich nur schreiben?

Jetzt kommt es nur drauf an, was man als Käufer der App möchte und erwartet.

Mein Favorit ist iDeas for Writing. Schreiben ist Handwerk. Und das kann man lernen.

My Writing

MyWriting. Schlicht und einfach.

Wer kennt das Problem nicht. Man schreibt fröhlich diverse Geschichten, kurze und lange, verteilt sie im Internet und irgendwann kommt man an den Punkt, da verliert man die Übersicht. Peinlich wird es dann, wenn man eine Geschichte bei einem Wettbewerb eingereicht oder an einen Verlag geschickt hat, und die wollten einen unveröffentlichten Text. Eine kurze Google-Suche ergibt: Ich bin ein Schlumpf und habe eine Internetveröffentlichung angeboten. Shit.

Hier kommt die App MyWriting ins Spiel. Man kann hier Titel und URL der Geschichte eingeben und hat so eine schnelle Übersicht wo welcher Text ist. Im Prinzip eine schöne, hilfreiche Sache. Mit einem Haken.

Natürlich muss man als User der App konsequent alle Texte eingeben, sonst bringt die Sache nichts. Leider kann man diesen Eintrag weder mit Datum noch mit einem Namen versehen – falls man unter Pseudonym arbeitet. Lediglich eine Vorschau ist möglich: Wie der Interneteintrag aussieht.

Vielleicht gibt es da irgendwann mal ein Update. Ansonsten: sehr praktisch.

Viel Spaß beim Schreiben.

~Caro

Novel in 30

Novel in 30

Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass nicht jeder der schreibt, automatisch auch den NaNoWriMo kennt. Ich selbst kenne zwar die Aktion, habe aber noch nie dran teil genommen.

[Zur Erklärung: Jedes Jahr im November machen tausende von Leuten beim National Novel Writing Month mit und schreiben um die Wette. So wie ich das verstehe, geht es in erster Linie nicht um die Qualität des Textes, sondern um das Beenden eines Manuskripts. Also in 30 Tagen ein ganzes Buch zu schreiben. Der Umfang ist selbst bestimmt. Jeder kann sich also fröhlich selbst in den Hintern treten und sagen: Schreib den verdammten Roman!]

Mit der App Novel in 30 kann man also jeden Monat NaNoWriMo spielen, ohne die Community, offline. Das Prinzip ist schnell erklärt. Man gibt einen Arbeitstitel ein, und ein Pensum, dass man pro Tag schaffen will. Ich finde dieses App sehr gut geeignet um den inneren Schweinehund zu besiegen und täglich zu schreiben. Es ist völlig egal, ob man 3 Tage eingibt, 30 oder 300. Den Zeitrahmen setzt man selbst fest, auch wie viele Worte man pro Tag schaffen will. 1000 Wörter pro Tag sind zwar sehr ambitioniert, aber im normalen Alltag mit Beruf und Sozialleben nicht schaffbar. Wer sich ein bisschen auskennt, mit Selbstmotivation und Schreibroutine, weiß: Mit kleinen Zielen, die im Alltag auch zu bewältigen sind kommt man weiter und schmeißt nicht alles nach wenigen Tagen hin.

Die App zählt fröhlich mit, wie viel man schreibt, pro Tag, pro Monat und ob man innerhalb des selbst gesetzten Limits ist oder nicht. Die Handhabung ist sehr einfach. Satzzeichen, Gänsefüßchen etc. sind in der obersten Leiste der Tastatur immer parat. Man muss also nicht immer die Tatstatur auf die Sonderzeichen umstellen.

Noch ein schönes Gimmick: Bei jedem Öffnen der App begrüßt ein Autor mit einem netten Satz über das Schreiben den angehenden Schriftsteller.

Zum Schluss kann man entweder jeden Tag einzeln als Email ausgeben oder das ganze Manuskript im Format RTF.

Schade ist allerdings, dass man weder mit Überschriften arbeiten kann, noch vernünftig formatieren. So oder so, die RTF Datei muss man anschließend bearbeiten und formatieren. Das geht innerhalb der App nicht. Falls es doch geht, habe ich nicht raus gefunden wie man das macht. 😉

Viel Spaß beim Schreiben.

~Caro

Jeder hat ein Recht auf meine Meinung

Jeder hat ein Recht auf meine Meinung

Dieser Satz ist natürlich mit einem Augenzwinkern zu lesen. Tatsächlich verstehe ich das Blogschreiben aber genau so. Man sitzt hier in seinem stillen Kämmerlein, und posaunt seine Meinung in den Äther – und wenn nicht jemand einen Kommentar dazu abgibt, hat man als Schreiber keine Ahnung bei wem und wie das ankommt. Ich bin also gespannt, was passiert.

Jedenfalls, normalerweise schreibe ich hier meine Meinung zu Büchern, mal auch zu Filmen, Stars & Fernsehen. Ein paar von euch wissen ja schon wer da meine Favoriten sind. Jetzt würde ich das gerne auf diverse Schreib-Apps ausweiten. Aber nicht im Sinne einer Rezension sondern ehe als Berichterstattung, wie es mir ergangen ist in der Handhabung.

Anfangen werde ich morgen, mit der App Novel in 30.

Stay tuned.

~Caro