Drachen-Sachen #1

Drachenwandel Cover Band 4
Drachenwandel kommt am 16. Januar 2023

Zitat von Thomas Carlyle: In Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit.

Taucht ein in diese wunderbare, bewegende All-Age-Fantasygeschichte!

»Er muss wieder ins Wasser, der stirbt doch!«

Die dicke Haut des Wals beult sich nach außen. Etwas öffnet den Bauch – von innen … 

In der geheimnisvollen Welt von Leotrim, wo Menschen und Drachen durch ein unsichtbares magisches Band miteinander verbunden sind, nimmt das Schicksal in DRACHENWANDEL erneut seinen Lauf.

Allerlei seltsame Dinge geschehen beim Aufbau des zerstörten Leuchtturms, während der junge Ambro auf Geheiß der Chronistin seine Ausbildung als Kartograf in der ›Weißen Wand‹ beginnt. 

Er weiß nichts von dem feigen Anschlag auf die Chronistin und ahnt nicht, dass sie eine weitreichende Entscheidung treffen muss, die ihn betrifft.  

Leserstimmen zur Buchserie:

»Ich habe gelitten, gelacht, mitgefiebert und wurde verzaubert von dem tollen Buch.« 

»Flüssig zu lesen, spannend. Für alle Altersgruppen geeignet.« 

»Toll geschriebene Fantasy, die mich auf den ersten Seiten schon nicht mehr losgelassen hat.« 

»Die Drachen sind hier nicht furchterregend, sondern die Freunde der Menschen, diese Vorstellung gefällt mir sehr.«

Bände der Buchserie »Das Drachenvolk von Leotrim«:

  • Band 1: Drachenbrüder
  • Band 2: Drachensichel
  • Band 3: Drachenfrieden
  • Band 4: Drachenwandel

Termine im November

Herzliche Einladung zum Weinsalon und zu unserer Autorinnenlesung am 4. November 2022 von 19-22 Uhr

Autorinnen aus Stuttgart und der Region lesen Kurzgeschichten aus „Wortreich“, dem Jahrbuch des Stuttgarter Autorenstammtischs und geben damit einen interessanten Einblick in die regionale Literaturszene. Gewinne aus Buchverkäufen kommen den Tafeln in Stuttgart und der Region zugute.

Die Autorinnen: Ines Witka, Elke Geiselhart, Jutta Weber-Bock, Carolin M. Hafen, Petra Naundorf, Marlies Birkle

  • Weingut Wilhelm Kern GmbH
  • Wilhelm-Maybach-Straße 25, 71394 Kernen i.R.
  • WEINSALON: Raum für Unterhaltung, Wein, Kunst und Kultur
  • EINTRITT: frei, Anmeldung erforderlich
  • WEIN DES MONATS: ROSS SOLITUDE Cabernet Franc.
  • VINOTHEK: Gemütliche Lounge Atmosphäre
  • WEINKOST: Ausgezeichnete Weine, ebbes dazu

Die Zahl der Plätze ist begrenzt, die Teilnahme ist nur über Voranmeldung möglich.

Telefonische Anmeldung unter 07151 27 66 790 oder per E-Mail an ik@kern-weine.de;

Wortreich Lesung

Get Shorties XS Lesung

Neu: Lesebühne XS

Mit der Unterstützung durch das Programm „Neustart Kultur“ des Deutschen Literaturfonds und des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien präsentieren wir in diesem Jahr an ausgewählten Orten (an denen die Lesebühne bisher kaum vertreten war) ein neues Format: die Lesebühne XS.

Immer „nur“ zwei oder drei AutorInnen bringen ihre Storys vor neues Publikum. Vielleicht sehen wir uns ja (endlich mal) da!

Den Anfang machen Rainer Bauck und Nicolai Köppel:

Freitag, 04. November 2022 um 19 Uhr / www.zigarrenkultur.de

Klenk Zigarrenkultur, Rappenauer Str. 7, 74206 Bad Wimpfen

Theaterschiff

Die Get Shorties Lesebühne in HEILBRONN – DONNERSTAG, 10. NOVEMBER 2022

20 Uhr, Theaterschiff Heilbronn

Get Shorties XS: Weiter geht es mit Volker Schwarz und Ingo Klopfer.

Freitag, 11. November 2022 um 20 Uhr / Limes-Buchhandlung

Buchhandlung Limes, Wilhelmstr. 16, 73642 Welzheim

Freitag, 25. November 2022 um 20 Uhr / Vorstadt Theater Tübingen

Katharinenstraße 28, 72072 Tübingen, Eintritt 10 Euro

Get Shorties-XS-Lesung & Buchpräsentation mit Dorothea Böhme und Regine Bott

Gefördert vom Programm »Neustart Kultur« des Deutschen Literaturfonds und des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien präsentiert sich die Get Shorties-Lesebühne an ausgewählten Orten mit jeweils zwei Autor*innen. An diesem Abend lesen Dorothea Böhme und Regine Bottdie gemeinsam auch als »Charlotte Blum« Bücher schreiben, ihre besten Kurzgeschichten. Im Anschluss präsentieren sie ihren Kriminalroman »Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders«, der 1922 in Baden-Baden spielt.

Das Fräulein vom Amt Alma Täuber liebt ihre Arbeit als Telefonistin und meistert sie mit Geschick und Energie. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Emmi genießt sie es, frei und unbeschwert zu sein und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Als Alma bei einer Telefonschalte zufällig den Bruchteil eines Gesprächs mithört, lässt sie die Stimme des Anrufers, die von einem erledigten Auftrag »bei den Kolonnaden« spricht, nicht mehr los. Alma stellt beherzt Nachforschungen an und findet heraus, dass genau dort eine Frau ermordet aufgefunden wurde. Doch bei der Polizei glaubt niemand an einen Zusammenhang zu dem Anruf – außer Kommissaranwärter Ludwig Schiller. In ihrer entschlossenen Art lässt Alma sich nicht beirren und begibt sich gemeinsam mit Schiller zwischen mondänen Bäderhotels und illegalen Casinos auf die Spur des Mörders.

Kartenvorbestellungen unter https://www.vorstadttheater.de/index.php/kontakt

Get Shorties XS: Carolin Hafen und Ingo Klopfer

Freitag, 25. November 2022 um 20 Uhr / Provisorium Nürtingen

Heiligkreuzstraße 4, 72622 Nürtingen

Café Provinz

Die get shorties Lesebühne in MARBACH a. N. – SAMSTAG, 26. NOVEMBER 2022
20 Uhr, Café Provinz, Cottaplatz 4, 71672 Marbach am Neckar

Mehr Infos unter unter: www.getshorties.de



Lese-Monat Oktober

Lese-Monat Oktober 2022

Ich war wieder viel auf der Autobahn unterwegs, deshalb habe ich wieder einige Hörbücher ratzfatz weggehört. Da waren schöne Sachen dabei. 

Jasmin Schreiber – Marianengraben ⭐️⭐️⭐️

Plusquamperfekt und konstruierter Kitsch. Ich habe es zwar fertig gelesen, aber schön war das nicht. 

Christian Schärf – Schreiben Tag für Tag ⭐️⭐️⭐️⭐️

Ein Ratgeber zum Thema Tagebuch-schreiben. Das Buch bekommt hier im Blog die Tage noch eine eigene Rezension. Ausführlich und so. 

Ferdinand von Schirach – Kaffee und Zigaretten (Hörbuch gelesen von Lars Eidinger) ⭐️⭐️⭐️⭐️

Die Melancholie des Textes mit der Stimme von Lars Eidinger ergibt eine vertonte Depression. Ich habe mich dann beim nächsten Schirach-Buch dazu entschlossen, es selber zu lesen. 

Harry Mulisch – Die Entdeckung des Himmels (Hörspiel) ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Sehr toll. 

Schirach – Nachmittage ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Dazu habe ich schon eine ausführliche Rezension im Blog geschrieben. [Hier]

Stephen King – Nachtschicht (Hörbuch gelesen von Joachim Kerzel) ⭐️⭐️⭐️⭐️

Kurzgeschichtensammlung. Ganz gut, aber lange nicht so gelungen wie seine Romane. 

Christian Liederer – Thomas Mann Leben und Werk (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️

Dank der Analyse der einzelnen Werke hatte ich noch ein paar Aha-Momente. Besonders beim Zauberberg. 

Elke Heidenreich – Kolonien der Liebe (Hörbuch) ⭐️⭐️⭐️⭐️

Kann ich immer wieder gut hören/lesen. Gute Unterhaltung für Zwischendurch. 

Mein Bücher- Bewertungssystem

[Das gilt aber auch für Filme und Serien und was man sonst so bewerten kann.]

5 – Bestes! Das verleihe ich nicht, das musst du selber kaufen. Ich werde nicht müde darüber zu reden, ich empfehle es weiter, verschenke es bei jeder Gelegenheit, bis alle in meinem Dunstkreis überzeugt sind. Und dann höre ich trotzdem nicht auf.

4 – Jub, ich mochte das. Aus Gründen. Da gibt es wenig zu meckern. Es ist nicht perfekt, aber nah dran.

3 – Not my cup of Tea. Vermutlich liegt‘s an mir. Ich bin nicht in der Zielgruppe.

2 – Not my cup of Tea. Es liegt am Autor/an der Autorin! Das hier ist Mist.

1 – Not even a cup of Tea. Wirklich für niemanden. Das habe ich abgebrochen. Aus Gründen und nein, darüber will ich nicht reden.

Gut, dann haben wir das auch geklärt. Schön. Weiterlesen. ★★★★★

Dieses Mal war es nicht der Gärtner

Ich weiß nicht, was letzte Nacht los war. Ich glaube, ich habe geträumt, ich glaube, ich habe jemanden abgewehrt. Ich weiß noch, dass ich richtig feste zugegriffen habe. Irgendwen, irgendwas gewürgt, zumindest vermute ich das. Meine Erinnerung ist ein bisschen wage.

Heute morgen liegt der digitale Wecker am Boden, ganz zerschmettert, das Kabel hinten heraus gerupft, das arme Ding. In dieser Geschichte bin wohl ich die Bösewichtin. Ich vermute mal, ich hatte ein Motiv.

Nachmittage

Nachmittage von Ferdinand von Schirach

Ausgelesen: Nachmittage

Ich habe einen Schnipsel einer Lanz-Sendung gesehen. Markus Lanz las einen Satz aus dem Buch #Nachmittage Es ging darum, was man einem Fremden, in einer Bar spätabends erzählen kann. Normalerweise schaue ich kein ZDF, kein Lanz, ich bin nicht solche Leute. Aber dieser eine Ausschnitt war so wunderbar, dass ich das Buch gleich haben musste. Und ich wurde nicht enttäuscht. Wobei, beinahe schon. Wenn Schirach als Ich-Erzähler auftritt, dann schreibt er ganz wunderbare Sätze, selbst wenn der Inhalt der Geschichte harter Tobak ist, das ist trotzdem unfassbar gut. Ich habe viel unterstrichen. Dann trifft er jemanden, erzählt dessen Geschichte nach, ohne Schnörkel, fast plump im Telling. Ich bemerke das, wundere mich, bin aber dennoch fasziniert und muss dran bleiben.
Wenn man ohne Mühe durch einen Text hindurch schwimmt, wenn man mitfließt, dann ist er in meinen Augen gut gelungen. „Nachmittage“ fühlt sich an, als ob ich mit jemandem in einem Café gesessen und ein gutes, intensives Gespräch geführt hätte. Ich war da beteiligt; „Wir wissen voneinander“. Da ist Melancholie drin und Tiefe, obwohl es nur kurze Texte sind, die augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben, und doch ineinander fließen, ich bleibe bei meinem Bild: Tinte in Wasser. Ich habe das sehr, sehr gerne gelesen, Ferdinand von Schirach habe ich jetzt auf dem Schirm, von dem will ich mehr lesen. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ferdinand von Schirach
Nachmittage
Luchterhand

Team Leotrim

Blogger gesucht für Drachenwandel
Blogger gesucht

Im Januar erscheint ein neuer Drachen-Roman von mir. Ich bin ganz aufgeregt, bist du aufgeregt? Das wird dann Band 4 sein, in der Reihenfolge. Aus der Trilogie wird eine Tetralogie. Aber eigentlich sind das nur Zahlen, die kaum eine Bedeutung haben. Da könnte auch siebzehn stehen oder vierundsechzig. Leotrim ist für mich sehr lebendig, ein Geschichtenbaum, der wächst. Das neue Buch ist eine Knospe davon. Ich hoffe, (man weiß es ja nie, gell) dass ich noch ein paar Geschichten aufschreiben und erzählen kann. Ich weiß nämlich genau wo die Grenze ist, zwischen dem grünen Meer von Trim und der Westküste. Mitten im Wasser verläuft eine Linie, sie ist mit zittriger Hand gezogen, kein sauberer Strich. Verwackelt, ja verwaschen. Aber darum geht es noch nicht, es dauert bis Ambro hier ankommt, der erwachsene Mann, der er einmal sein wird. In meinem Kopf ist eine ganze Welt, mit Figuren und Abenteuern, in diesem neuen Buch erreicht Ambro die Gilde der Wortwerker, er tritt seine Ausbildung zum Kartografen an. Natürlich läuft das nicht so, wie er sich das vorgestellt hat. Norwin ist der neue Kindshüter, ganz zerrissen von seiner neuen Aufgabe. Hangameh wird entführt, der Bote gerät in die Fänge von… nein, keine Spoiler. Nur soviel: Save the Date.

Am 16. Januar 2023, zum Ehrentag der Drachen, erscheint Band 4 meiner Reihe „Drachenvolk von Leotrim“.

Drachenwandel

Nun suche ich LeserInnen und BloggerInnen und Leute, die Fantasy lieben. Ich habe kein Schlachtepos geschrieben. Ambro sucht immer eine andere Lösung, er will seinen Stock nicht einsetzen, selbst das Training bei Tove ist ihm zuwider. Seine Waffen sind Stift und Papier. Zusammen mit Norwin muss er hart für seinen Platz in der Gilde arbeiten, aber Bücher und Studien sind nicht alles. Als Hangameh ihn um Hilfe bittet… ja, was tut er?

Magst du fremde Welten, Drachen, Mythen und Geheimnisse? Möchtest du ins „Team Leotrim“ und mit mir zusammen die Drachenkunde in die Welt tragen? Möchtest du einen Ausweis in Samten Castors Bibliothek? Es ist egal, ob du ganz neu dazu stößt oder ein alter Hase bist und dich in Leotrim schon gut auskennst. In meinem Team ist noch Platz. Jedes Sternchen und jede Rezension hilft. Wenn du gerne dabei sein willst, dann schreib mir eine Nachricht. Ich brauche deine Email-Adresse und dein Lieblings-eBuch-Format. Im November geht es los. Falls du die Vorgänger-Bücher nicht kennst, dann ist das kein Problem, wir vergeben auch hier Rezensions-Exemplare. Bis Januar ist noch genug Zeit, nach Leotrim zu reisen und alle kennen zu lernen.

Cover-Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlags!

Band 1: Unter den Millionen Augen der Lichter lebt das Drachenvolk von Leotrim.
Der Drache Norwin hat einen schwierigen Start ins Leben. Eine Amme lässt sein Ei fallen, die Schale ist beschädigt, ein Flügel verletzt. Es wird schnell klar, er wird nie fliegen können. Als er alt genug ist, kommt sein menschlicher Vater, um ihn bei den Menschen leben zu lassen. Die Drachenmutter muss darauf hoffen, dass die jahrhundertealte Verbindung zwischen den Völkern ausreicht, um Norwin einen Platz in ihrer Mitte finden zu lassen.
Anfänglich hat sein halbgebürtiger Bruder Ambro Schwierigkeiten, etwas mit seinem Drachenbruder anzufangen. Die beiden passen nirgends hin. Jeder in Leotrim hat seinen Platz, seine Aufgabe.
Diese beiden müssen nun selbst herausfinden, wofür sie gut sind.

Band 2: »Alles Leben beginnt im Wasser…«, flüsterte Dakota.
Der Drache ergänzte: »…und endet im Feuer.«
Dakota lebt wohlbehütet bei der Chronistin als ihr Mündel. Dies ändert sich an dem Tag ihres sechzehnten Geburtstags. Sie muss losziehen, um endlich hinter die Geheimnisse ihrer eigenen Herkunft zu kommen und spielt dabei manches Mal mit dem Feuer.
Gleichzeitig finden auch Ambro und sein Drache Norwin immer mehr Antworten auf die Fragen ihres Lebens – nicht alle davon sind leicht zu ertragen. Und doch ergeben sie – einem Puzzle gleich – nach und nach einen tieferen Sinn.

Im zweiten Band der Trilogie laufen bereits mehrere Fäden der aus »Drachenbrüder« bekannten Geschehnisse zusammen, die Protagonisten befinden sich weiter auf dem Weg, sich selbst und Leotrim mit all seinen Bewohnern besser kennenzulernen. Manch eine überraschende Wendung lässt den Leser klopfenden Herzens weiterblättern.

Band 3: ›Nicht alle Leben sind gleich viel wert.‹
Kann der Drachenfrieden trotzdem gewahrt werden?
Um das herauszufinden, folgt der junge Ambro dem Ruf der Mutter aller Wasser. Zusammen mit seinem Drachenbruder macht er sich auf den Weg zu ihr und wird in den Himmelsbergen mit der folgenschwersten Überraschung seines Lebens konfrontiert.
Ambro wird klar, wie blind er bislang war. Nun muss er stark sein. Ist er all dem gewachsen?

Im dritten Band der Trilogie kommt auch Dakota hinter so manches Geheimnis ihrer Andersartigkeit und erkennt letztlich, wer sie wirklich ist. Und selbst die Chronistin erfährt die größte Kehrtwende ihres Lebens.

Vieles verbindet sich, anderes trennt sich, einiges wird heil – das Leben in Leotrim gerät zwischen die Fugen des Schicksals.

C. M. Hafen

Das Drachenvolk von Leotrim

O’Connell Press

Das Drachenvolk von Leotrim
Gesamtausgabe eBook Das Drachenvolk von Leotrim

Erledigt

Da schieb ich ne lästige Aufgabe Wochen vor mir her und jetzt, erledigt hat das grad mal 30 Minuten gedauert, ich fühl mich sehr bescheuert. Danke, Hirn, für nix.

Ich hake die Kacke im Notizbuch ab und die Befriedigung, das endlich vom Tisch zu haben, ist nur mäßig. Grmpf. Also schreibe ich die Aufgabe noch drei Mal woanders hin, damit ich das noch mal als erledigt markieren kann. Fürs richtige Gefühl.

Und ich frag jetzt nicht, ob das normal ist, ob das noch jemand so macht. Ich bin absolut sicher, das es noch mehr Irre wie mich gibt.

You know who you are.

Photo by Ivan Samkov on Pexels.com

Thomas Brasch

Thomas Brasch – Wer durch mein Leben will, muss durch mein Zimmer

Es hat eine Weile gedauert, aber jetzt habe ich endlich eine gebrauchte Ausgabe „Wer durch mein Leben will, muss durch mein Zimmer“ erstehen können. Es hieß, das Buch sei vergriffen, aber ich bin eine Internetmaus, ich kann geduldig sein, wenn es sein muss. Jedenfalls. Ich habe den Trailer zu „Lieber Thomas“ gesehen, den Film kann man bei Amazonien leihen. Ich will den aber mit gebührend Vorbereitung schauen, und jetzt mit der richtigen Lektüre kann es losgehen. Wenn ich richtig recherchiert habe, ist „Was ich habe, will ich nicht verlieren“ in diesem Buch drin und allein deshalb muss ich es im Regal stehen haben. Jetzt geh ich erst mal nachgucken, ob das auch stimmt. Und dann schau ich den Film.

Kennst du den Film/die Bücher, hast du ein Lieblingsgedicht von Brasch? Ich hab seine Texte bisher „nur“ als Hörbücher, gelesen von Katharina Thalbach, gehört.

Thomas Brasch
Wer durch mein Leben will, muss durch mein Zimmer
Suhrkamp

#tbt – Was ich an der Lesebühne mag

Gruppenbild get shorties Lesebühne 2019
Gruppenbild get shorties Lesebühne 2019

Seit über zehn Jahren existiert die kabarettistische Lesebühne Get Shorties. Insgesamt acht Autorinnen und Autoren schreiben in wechselnder Besetzung Texte zum Lachen, Schmunzeln und Nachdenken. Immer abwechslungsreich, immer unterhaltsam. Dazu gibt´s Live-Musik.

THROWBACK THURSDAY: Gestern waren wir in Rottweil. Meine Kollegen sind den weiten Weg gefahren um mir einmal einen Heimvorteil zu ermöglichen. Sonst fahre ich immer weite Strecken. Dieses mal saßen auch meine Eltern im Publikum. Der Vater fragte schon oft:

Was machst du da? 

Was ist den eine Lesebühne? 

Was wieso machst du da mit?

Ich habe also darüber nachgedacht und bemühe mich um eine gute Antwort: Das, was wir da machen ist ein Spagat zwischen Kabarett und Literatur. Ich fühle mich der Literatur näher als dem Kabarett, denke aber oft, es gibt so viele grausige, blutrünstige Geschichten, wahre und erfundene, da muss ich nicht auch mitmachen. Ich möchte unterhalten, die Leute zum Lachen bringen. Ich möchte Geschichten erzählen, die ein bisschen wahr sind, aber nicht seicht, sondern trotzdem gut geschrieben, zur Unterhaltung.

Ich bin da gut aufgehoben, bei den get shorties. Ich mag das Gemeinschaftsgefühl – wir klopfen uns gegenseitig auf die Schulter, vor dem Auftritt. Ein neuer Text ist auch immer neue Aufregung. Hinterher geben wir uns Feedback; was war gut, was kannst du das nächste Mal besser machen. Als AutorIn lernt und scheitert man vor Publikum. Das ist in der Gruppe, mit KollegInnen, die dafür Verständnis haben, weil sie das alles auch durchmachen, besser im Sinne von schöner. Man kann jedes Mal schönere Fehler machen.

Meiner Meinung nach ist jeder Abend, den man ausser Haus bei einer Veranstaltung verbringt, ein guter Abend. Ich will den Fernseher nicht per se verteufeln. Ich liebe es, mich durch Filme und Serien unterhalten zu lassen. Geschichten sind Wunder. Dennoch, eine Lesung, ein Theaterstück, ein Konzert (ganz gleich), ist realer, direkter, näher.

Nick hatte die Idee mit der Wörterbude. Ich betrachte das als Schreibübung. Die Kundschaft, die Texte bestellt, hat ihren Unterhaltungswert und ich meine Übung. Für alle eine Win-Win-Situation.

2016-04-12 18.40.46-1

Ich finde es sehr schön, Teil der Gruppe zu sein, und auch solche Aktionen wie die „Schreibbude“ zu machen. Wir sind keine Einzelkämpfer, das habe ich deutlich gesehen, als wir an unseren Schreibmaschinen saßen und uns gegenseitig Ideen zuriefen, wie man diesen oder jenen Auftrag umsetzten könnte. Wir haben zu zweit oder zu dritt an einem Text gesessen, haben getippt, verbessert, von Hand Korrekturen eingefügt und Spaß gehabt. Und als wir Zäsur hatten, zwischen zwei Schreib-Aufträgen, haben wir nicht pausiert und Löcher in die Luft geschaut, sondern uns gegenseitig Limericks und Gedichte verfasst. Das ist Spaß und gelebte Literatur.

Vor Monaten war ich mit dem Lieblingsneffen in einem Einkaufscenter. Dort stand ein Kasperle-Theater. Meine Schwägerin war in einem der Geschäfte, daher setzten wir uns mitten ins Publikum und obwohl der Lieblingsneffe und ich schon zu groß sind fürs Kasperle-Theater, brüllten wir den Kasper leidenschaftlich an, wenn er uns fragte, ob wir auch alle da seinen. Kinder partizipieren da ganz natürlich, sie nehmen teil und fallen regelrecht in die Geschichte hinein. Erwachsene verlieren dieses Gefühl von Wunder, dieses magische Denken, das Kindern eigen ist. Das ist schade, finde ich.

Nun bin ich selber ein Puppenspieler geworden. Harry Rowohlt hat seine Tätigkeit immer als Vorturnen bezeichnet. Ich fand das schön, auch weil es impliziert, dass Zuhörer und Leser, etwas gehörtes nachturnen. Und das tun sie ja auch – jedes mal, wenn sie jemandem von dem Buch X erzählen oder den Freunden von der Lesung, neulich Abends. Ich mag an dieser Formulierung, dass da eine Beziehung zwischen Publikum und Vortragendem entsteht. Die einen beeinflussen den anderen. Und das geht in beide Richtungen. Bei einem Fernsehfilm bekommen die MacherInnen nicht mit, wie die Geschichte ankommt, ob und wer da mitfiebert, was die Geschichte mit dem Publikum macht. Bei einer Lesung geht das. Ich habe erlebt, wie AutorInnen das schönste Kompliment erhalten haben, das eine AutorIn bekommen kann: Spontaner Applaus mitten im Text für eine gelungene Pointe. Kabarettisten werden das eher kennen. Oder Zauberkünstler.

Autoren schreiben allein, in ihrem stillen Kämmerlein. Ich weiß nichts von einem Elfenbeinturm und glaube nicht, dass ich besonders schwierig im Umgang bin – für mich ist das ein Klischee: Der Autor im Bademantel, den man nicht stören darf, weil er zu jeder Tages- und Nachtzeit von Ideen heimgesucht wird und den man in seinem genialen Wahnsinn machen lassen muss. Jedenfalls.

Ich werde, wenn ich eine Lesung besuche, wieder zum kleinen Kind, das sich vorlesen lässt. Das ist auch eine Form von Aufmerksamkeit, eine von der beide Seiten profitieren. Mir erscheint es sehr natürlich, das Vorlesen, das Geschichten erzählen, das immer wieder Neues hören wollen. Das hat uns die Natur, Gott oder das Universum mitgegeben. Und ich in dankbar dafür. Das Erzählen ist ein wichtiger Teil meines Charakters und damit meines Lebens. Das Schreiben allein, nur das Schreiben an sich, wäre nicht das selbe, ohne die Menschen, die sich diese Geschichten anhören wollen. Sonst würde mir das Tagebuch reichen und den Zuhörern ein einziges Buch, ein einziger Film. Aber so wie es verschiedene Menschen gibt, gibt es auch verschiedene Geschichten und die Stimmen, sie zu erzählen.

Und so bin ich bei der get shorties Lesebühne gelandet, dort habe ich meine Stimme gefunden und einen Platz um dort zu sein.

Merci.

Link-Liste

Get Shorties Lesebühne Plakat
Get Shorties Lesebühne Plakat