Nachlese Marbach April 2019

Noch eine Nachlese. Wir waren im Café Provinz in Marbach. Diese Örtlichkeit unterscheidet sich, meiner Meinung nach, auch von anderen Veranstaltungsorten, weil es hier intimer zu geht. Aus Platzmangel. 🙂 Ich weiß nicht genau woran das liegt, aber in einer Bücherei herrscht eine andere Atmosphäre als in einem Café. Nicht schlechter, nicht besser, nur anders. In den Büchereien, in denen wir lesen, werden auch Getränke und Knabberzeug gereicht, die Leute kennen sich und doch – in Marbach könnte ich den Leuten wohl auf den Schoß sitzen, es wäre ok. Nicht, dass ich das Bedürnis dazu hätte. 🙂 Ich sage für gewöhnlich „Hallöli“ und wenn die Zuneigung sehr groß ist, nicke ich noch dazu. Das reicht mir an Kontakt. Es ist wohl wie mit der Palmolive-Werbung. Ich will das gar nicht machen, aber es ist gut zu wissen, dass ich es könnte.

Ich habe „Wir schaffen das“ gelesen, mein bisher persönlichster Text. Nicht weil er wahr wäre, sondern weil ich es gerne so gehabt hätte… klingt jetzt kryptisch, hm? In meinen Texten steckt oft Wunschdenken, eine Art wie ich die Welt gern hätte. Das ist das Schöne am Schreiben. Schreiben ist Lügen mit Erlaubnis. Ich kann mir die Dinge so zurecht legen wie ich sie gerne hätte. In Texten geht das, im Leben… nur Manchmal. Deshalb mag ich wohl auch Feel-Good-Geschichten, die einem das Gefühl vermitteln, wie die Welt sein könnte. Aber das ist ein anderes Thema.

To make a long story short: Schee war´s.

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