2018 als Fragebogen

Zugenommen oder abgenommen?

6 Kilo abgenommen und damit ein neues Wohlfühlen in meiner Haut erreicht. Das ist schön. Es war nötig anzunehmen und ich bin sehr froh, dass ich mein Gewicht das ganze Jahr über halten konnte. 

Haare länger oder kürzer?

Gleich. Kurz, rot.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Kurzsichtiger. Ich befürchte, das bezieht sich nicht nur auf meine Augen. Ich würde gern, im neuen Jahr, wieder mehr in die Ferne schauen. Ganz grundsätzlich. 

Mehr Kohle oder weniger?

Mehr. 

Mehr ausgegeben oder weniger?

Mehr. Leider. Ich würde gern minimalistischer leben, weniger Konsum, weniger Plastik, weniger Auto fahren, weniger Scheißdreck wollen, den ich nicht brauche. Die Bedürfnisse sind immer so schnell geweckt und zuhause frage ich mich dann: „Warum hast du das gekauft?“ 

An der Umsetzung arbeite ich noch. Ich will mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, und meine Wohnung entmisten. Ich brauche den ganzen Kram nicht, es belastet mich mehr, als das es mir nutzt. Zudem: Weniger konsumieren. Meine Elektrogeräte habe ich alle gebraucht gekauft. Meine Klamotten habe ich von diversen Kleider-Tausch-Partys, oder gebraucht von anderen Leuten bekommen. Neu ist eben nicht immer besser. Wenn ich jetzt noch meinen Plastik-Konsum einschränken könnte, wäre das sehr toll. 

Mehr bewegt oder weniger?

Mehr. Mit dem Gewichtsverlust konnte ich mein Laufpensum steigern. Ich fühle mich fitter, belastbarer, stärker. Ich will im neuen Jahr die Laufgruppe wechseln. Mehr Kilometer, schnelleres Tempo.

Der hirnrissigste Plan?

Einen Liebesroman schreiben zu wollen. Ausgerechnet ich. 

Die gefährlichste Unternehmung?

Ängstlich zur Kapelle auf dem Ankogel rauf kaxeln. Auf allen Vieren. Grenzen erfahren und verschieben. Etwas schaffen, von dem ich nicht wusste, dass ich es kann oder will. 

Letztlich hat mich aber die Rutsche im Pyramiden-Kogl wieder in meine alten „empfindlicher-Indoormensch-Schranken“ verwiesen. Am Schluss saß ich, ein Häufchen Elend am Straßenrand; kotzend, schwindelnd, hyperventilierend. Wenn meine Freunde nicht los gerannt wären um mir in der Apotheke Vomex zu kaufen, ich hätte da in Österreich einen Arzt gebraucht. Am Schluss war ich dankbar für Menschen, die sich um mich kümmern, wenn es nötig ist, und gleichzeitig kleinlaut, weil ich einfach nicht alles tun kann, was ich will. (Eine blöde Rutsche, das kann doch nicht so wild sein.) Ich kann einen Berg hoch steigen, mit meiner eigenen Kraft. Aber ich kann keine wilde Rutschpartie machen, als wäre ich Indiana Jones. Auch gut, das zu wissen.

Der beste Sex?

Ja. 😉

Die teuerste Anschaffung?

Ein neuer Laptop. Schriftsteller-Handwerkszeug. 

Das leckerste Essen?

Eine Woche Urlaub in Kärnten. Brotzeit und Kaiserschmarren, dazu der Ausblick. Wahnsinn.

Das beeindruckendste Buch?

“Melrose” von Edward St. Aubyn 

„Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky

Siehe auch: Lese-Challenge 2018

Der ergreifendste Film?

Sieben Minuten nach Mitternacht

„Nanette“ von Hannah Gadsby. Kein Film, dennoch das eindrucksvollste, was ich dieses Jahr gesehen habe. Chapeau!

Das beste Lied?

Das schönste Konzert?

Ich mag keine Menschenmassen, daher gehe ich nicht zu Konzerten. Ich habe viel von „Mumford & sons“ gehört. Dann noch „Simon & Garfunkel.“ 

Und das hier:

Die meiste Zeit verbracht mit…?

…meinem Bruder. Berufsbedingt.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

Allein mit mir, schreibend.

Vorherrschendes Gefühl 2018?

Ich jongliere mit fünf Bällen, während ich auf einem Fahrrad ohne Lenker einen Berg runter rase. 

2018 zum ersten Mal getan?

Einer Zeichentrickfigur meine Stimme geliehen. (Trudes Tier. In den Folgen Fußball & Pflaster)

Einen Liebesroman geschrieben. London in Love.

2018 nach langer Zeit wieder getan?

Menschen gehen lassen, die gehen wollten.

Neues zugelassen; Menschen und Dinge. Ich habe das Alleisein als ehrlich(er) empfunden und bin damit besser zurecht gekommen, als in den Jahren zuvor. 

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Unnötige Streitgespräche, demütigende Begegnungen.

Für Leute, die ich mag, zu wenig Zeit gehabt.

Die wichtigste Sache, von der ich jemand überzeugen wollte?

Politisches Engagement.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Ich habe dein Buch gelesen.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Schön, dass du da bist.

2018 war mit einem Wort…?

Rasant.

FAZIT:

Roman geschrieben & veröffentlicht: 1

Kurzgeschichten geschrieben: 6 

Lesungen: 20

Schreibbuden: 8 (und damit ca. 20 bis 30 Schreibbudentexte)

Bücher gelesen: 40

Ich denke immer „Caro, du bist so langsam, du kriegst nichts auf die Reihe, du faules Ding.“ Und dann überlege ich, im Dezember, was war eigentlich los? Ich komme zu dem Schluß, dass ich mit mir geduldiger sein muss, und nachsichtiger. Weil, Scheiße noch eins, ich habe ziemlich viel gemacht. Meine Güte. 

2 Kommentare zu „2018 als Fragebogen

  1. Du hast also doch abgenommen! Als ich dich im Sommer sah, fiel es mir eigentlich gleich auf. Da ich dich aber gute 8 Monate (!) davor nicht gesehen habe, war ich mir dann doch unsicher und hab lieber nichts gesagt. Also nutze ich die Gelegenheit hier. Respekt! 🙂 Steht mir für 2019 noch bevor.
    Vielleicht sollte dein Bullet-Journal so eine Übersicht enthalten, wo du das Ausmaß deiner Autorentätigkeit immer im Blick hast bzw. monatlich auf dem Laufenden halten kannst? Wie auch immer, die Erkenntnis, dass du wahnsinnig viel machst, wünsch ich dir für 2019 auf jeden Fall eher! Und egal, welche Zahl nächstes Jahr bei Kurzgeschichten und Lesungen steht, ich will auf jeden Fall mehr davon mitbekommen als dieses Jahr. Das ist einer meiner liebsten Neujahrsvorsätze 😉
    „Schön, dass du da bist“ ist wirklich ein schöner Satz, den man öfter sagen sollte. Gerade denen, die immer da sind, sagt man (*ich*) das zu wenig.
    Meinen Plastikkonsum habe ich als erstes im Bad reduziert: Feste Seife und festes Shampoo wirken da Wunder, das Bad sieht gleich besser aus und riecht auch schöner. Bei der Zahnpasta experimentiere ich noch. Beim Lebensmtteleinkauf gelingt es mir manchmal so gut wie plastikfrei einzukaufen und dann gibt es Tage, an denen sehr viel in Plastik eingewickelt ist. Ohne Stoffbeutelchen geh ich fast nie mehr aus dem Haus, aber da ist defintiv noch Luft nach oben … .
    Das mit dem Liebesroman hat mich auch erst überrascht, aber dann dachte ich mir, dass das dann ja vielleicht mal ein Liebesroman ist, der mir gefällt. Bei „Liebesroman“ denk ich ja immer an zu viel Kitsch und dann leg ich die Bücher lieber wieder weg … .

    1. Ja, hab ich tatsächlich. Ich will auch weiter dran bleiben. Mein altes Gewicht (vor den Tabletten) habe ich noch nicht wieder. Und in meinem Bullet Journal habe ich tatsächlich eine Seite für meine Projekte und die Get Shorties. Dennoch: Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr eignen sich einfach gut um mal drüber nachzudenken, was war und was kommt. Da bleibe ich dabei. 🙂
      Und: Plastik. Ich arbeite dran. Ich will bewusster konsumieren, insgesamt weniger. Und eben versuchen auf Plastik und Co zu verzichten. Da kann man mit wenig schon viel machen.
      Und in Sachen Liebesroman bin ich jetzt angefixt. „London“ bleibt kein Einzelausflug in das Genre.

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