Weiter bildet.

Getreu dem Motto, „Ich erobere jetzt die literarische Weltherrschaft“ habe ich mich in diesem Frühjahr zu mehreren Seminaren und Kursen angemeldet. Das war ein Ausläufer meiner Silvester-Vorsatzes. Dieser Vorsatz hat mich bewogen, mich für einen Kraulkurs anzumelden (ich kann jetzt super Schwimmen ohne abzusaufen), meine Bude aufzuräumen (der Keller ist ausgemistet. Yuhu!) und neue Dinge zu lernen (Nein, Noten lesen kann ich immer noch nicht. Mein Hirn weigert sich in Strichen und Knubbeln was sinnvolles zu erkennen.) Jedenfalls.

Da mir innerhalb des VS schon mehrfach der Förderkreis deutscher Schriftsteller (FdS) in Baden-Württemberg e. V. empfohlen wurde, habe ich mich dort umgesehen. Genau genommen war ich auf sehr vielen Internetseiten und bei Facebook unterwegs. Terminlich und thematisch hat dann der FdS das Rennen gemacht.

Ich besuche am Wochenende also das Seminar „Erzählwerkstatt“ und widme mich, zusammen mit zehn anderen Teilnehmern der Literatur im Allgemeinen und einem meiner Romanmanuskripte im Besonderen. Ich bin ein bisschen aufgeregt. Kurzgeschichten habe ich schon viele geschrieben, veröffentlicht, und diskutiert. Mit meinen Romananfängen bin ich heikel. Keine Ahnung warum. Ich könnte jetzt ausführen, die Texte für Romane & Novellen sind länger, da steckt mehr Herzblut drin, man kann es besser verkacken undsoweiterundsofort.

Das is es aber nich.

Jemand hat mir mal, als Tipp für meine Nervosität bei Lesungen, nahe gelegt, dass noch kein Autor gesteinigt wurde. Ich hab verständnislos geschaut und gedacht: Ich hab keine Angst davor, dass ich gesteinigt oder ausgebuht werde.

Ich befürchte, die verstehen mich nicht.

In meiner Naivität meine ich immer, Sprache sei etwas klares und logisches. Wenn ich es so hinschreibe, muss ich nicht erklären, was ich meine. Steht ja da.

Ich habe schon viele Kurzgeschichten geschrieben, veröffentlicht und diskutiert. Gelesen hat aber jeder was anderes.

Jetzt habe ich hier einen langen Text, da steckt mein Herzblut drin und ich will es nicht verkacken. Am Schluss soll klar sein, was ich meine.

Ich bin gespannt. Ein Wochenende. Zehn fremde Menschen. Zehn unterschiedliche Texte und ich mitten drin. Mit einem Anfang, den ich noch nie her gezeigt habe.

Wünscht mir Mut.

~Caro

7 Kommentare zu „Weiter bildet.

    1. Hier im Blog? Seit Jahren hör ich mir an, man soll Texte nicht im Netz verbraten, weil kein Verlag sie dann mehr will. Daher verstecke ich meine Sachen sehr erfolgreich in meiner Schreibtischschublade. 🙂

      1. Es gibt aber auch Gegenargumente. Da laufen Herrschaften von Verlagen herum, die erst mal E-bookverkäufe abwarten, ehe sie einen Vertrag anbieten. Auch absurd …

      2. Habe davon gehört, kenne aber niemanden, dem das passiert ist. 😉
        Ich warte mal das Seminar ab. Wenn die mich in der Luft zerreissen… Undsoweiter.
        In diesem Fall hält mich auch ab, dass ich den Roman erst zur Hälfte fertig habe. Das erste Kapitel hier einzustellen ohne das Ende zu kennen scheint mir keine gute Idee.
        Das ist mit kurzen Sachen einfacher.

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