Die Stadt der Diebe – David Benioff

Dieses Buch habe ich von mehreren Leuten empfohlen bekommen, dann gekauft, auf meinen SUB gelegt, und vergessen. Bis jetzt. Der Urlaub macht es möglich, dass jemand wie ich, der sehr langsam liest, den Stapel auch mal etwas abbauen kann, statt immer nur neue Bücher oben drauf zu legen.

Wer kann denn ahnen, das hinter diesem langweiligen Cover so eine atemberaubende Geschichte steckt? Wenn ich das gewusst hätte, wäre das Buch nie auf dem SUB gelandet, sondern ich hätte schon in der Buchhandlung mit lesen angefangen.

1942, in St. Petersburg, kurz Piter, geraten Kolja und Lew unfreiwillig aneinander. Ein bisschen vulgär, ein bisschen klischeehaft, mit viel Tempo, folgt eine ereignisreiche Woche. Kolja wird verhaftet wegen Fahnenflucht, Lew, gerade mal 17, wegen Diebstahl. Das die Dinge nicht ganz so liegen, wie sie scheinen, ist unerheblich. Um einer Erschießung zu entgehen, erhalten die beiden eine unmenschliche Aufgabe. Sie sollen in der eingekesselten Stadt zwölf Eier auftreiben. Dann kämen sie davon. Ja, ich gebe zu, ich habe mich an mancher Stelle gefragt, warum die beiden nach ihrer Freilassung nicht einfach weg laufen. Aber das nur am Rande…

Die beiden machen sich also auf die Suche. Ich persönlich habe mich an Koljas losem Mundwerk nicht gestört – der Kerl ist schon ziemlich derb. Ich glaube auch nicht, dass jemand, der halb verhungert ist noch die Kraft aufbringt so viel Sex zu haben wie er. Aber deshalb steht auf dem Cover Roman, und nicht Zeitzeugenbericht.

Das ist eins der Bücher, das man trotz der ernsten Thematik mit Genuss liest. Der Auto schreibt fesselnd und zerrt den Leser in die Geschichte hinein, man kann gar nicht anders, als sich die Nacht um die Ohren zu schlagen um raus zu finden, wie es weiter geht!

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